Fundstück / 18.11.2013 / 00:48 / 4 / Seite ausdrucken

Zwei Seelen: Frau Berben bekommt einen Preis und Frau Binder flippt aus

Bei Iris Berben spürt man, dass ihr Einsatz viel mehr ist, ein Drängen der Seele, etwas, das sie einfach tun muss. Immer wieder erinnert sie bei Lesungen und Podiumsdiskussionen an die Schrecken des Nationalsozialismus und erreicht durch ihre Berühmtheit und einen der höchsten Glamourfaktoren, die dieses Land aufzubieten hat, auch Menschen, für die das Gedenken nicht selbstverständlich ist. Frank-Walter Steinmeier hielt seine Wunsch-Laudatio auf eine „hoch verehrte, vielfach geehrte, noch mehr geliebte Frau“. Die Liste ihrer Ehrenämter sei so lang wie ihre Filmografie, sagte er. „Iris Berben repräsentiert ein Deutschland, das hinsehen will und die Stimme erhebt gegen die Feinde der Toleranz.“ Die Künstlerin dankte mit sehr persönlichen Erinnerungen an die guten Erlebnisse als 18-Jährige in Israel. http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-kreuzberg-das-juedische-museum-ehrt-iris-berben/9086732.html

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Leserpost

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Thomas Schlosser / 18.11.2013

Wie schön wäre es, wenn Frau Berben sich auch mal zum Antisemitismus einiger hier lebenden Muslime (Stichwort: “al Quds-Tag”) äußern würde, doch darauf werden wir wohl vergeblich warten müssen…. Zumal sich dann kaum jemand finden dürfte, der ihr dafür einen Preis verleiht….

Josef Rockinger / 18.11.2013

Damit ist Frau Berben das Feigenblatt auf der wegen der Nazi-Zeit in Selbstmitleid schwelgenden Seele einer extrem Israel feindlichen deutschen Öffentlichkeit. Schlimm ist nach dieser verqueren Wahrnehmung nicht der Antisemitismus, sondern dass geifernde Antisemiten als solche bezeichnet werden. Von keinem Volk der Welt wird der Judenstaat leidenschaftlicher gehasst als ausgerechnet vom deutschen Volk. Ich meine einmal gelesen zu haben, dass gemäß einer internationalen Studie selbst die iranische Bevölkerung Israel freundlicher eingestellt ist als die deutsche. Israelophobie in all ihren Spielarten und Schattierungen hat sich in Deutschland inzwischen zu einem wahren Kult entwickelt, bei dem mehr oder weniger alle mitmachen. Besonders beliebt ist zur Zeit das Spiel: Haut den Netanjahu, an welchem sich besonders die Angehörigen der journalistischen Zunft ergötzen und von dem das gemeine Volk offenbar gar nicht genug kriegen kann. Dabei geht man immer schamloser vor, ist, was die Mittel anbelangt, nicht mehr so zimperlich wie gleich nach dem Krieg, als noch die Alliierten über uns wachten. Besonders der Jude als Weltvergifter, ein beliebtes Bild, das die Alten noch aus dem Dritten Reich gut kennen, jedenfalls diejenigen unter ihnen, die den Stürmer abonniert hatten, feiert in deutschen Medien gerade eine offenbar lange herbeigesehnte Auferstehung. Manche zögern zwar noch – die Umerziehung, die uns Uncle Sam angedeihen ließ, war schließlich nicht ganz wirkungslos -, doch einige Beherzte gehen schon wieder mit mutigem und festem Schritt voran, wie etwa der Karikaturist Horst Haitzinger oder das ehemalige Waffen-SS-Mitglied Günter Grass und erklären uns auf zeitgemäße Weise, wer unser aller Unglück ist.

Michael Geier / 18.11.2013

“Können uns die Alliierten denn nicht noch einmal befreien??!!”  (geklaut von Herrn Broder aus seinem letzten Artikel:-)

Michael May / 18.11.2013

Die wäre mal lieber bei Klimbim und Co. geblieben.

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