Daniel Pipes
Von einem 1989 veröffentlichten Roman Salman Rushdies zu einem amerikanischen Bürgerprotest namens “Jeder mal Mohammed”-Tag im Jahr 2010 hat sich ein vertrautes Muster entwickelt. Es setzt ein, wenn Westler etwas Kritisches zum den Islam sagen oder tun. Islamisten antworten mit Beschimpfungen und Empörung, Rücknahme-Forderungen, der Androhung von Klagen vor Gericht oder Gewalt und mit tatsächlicher Gewalt. Im Gegenzug drucksen Westler herum, verdrehen die Tatsachen und knicken schließlich ein. Nebenher verursacht jede dieser Kontroversen eine Debatte, die sich auf die Frage der freien Meinungsäußerung konzentriert.
Ich werde zu diesem Ablauf zwei Punkte erörtern. Erstens, dass das Recht der Westler, über den Islam und die Muslime zu diskutieren, sie zu kritisieren und sogar sie verspotten im Verlauf der Jahre ausgehöhlt worden ist. Zweitens, dass die freie Meinungsäußerung ein geringerer Teil des Problems ist; etwas viel wichtigeres steht auf dem Spiel und dabei handelt es sich um eine entscheidende Frage unserer Zeit: Werden die Westler angesichts des Angriffs durch die Islamisten ihre eigene historische Zivilisation behalten oder werden sie sie an die islamischen Kultur und das islamischen Gesetz abtreten und sich einer Art Bürgerschaft zweiter Klasse unterwerfen? http://eppinger.wordpress.com/2010/10/18/zwei-jahrzehnte-rushdie-regeln/