
Wer die Xenophobie als Naturphänomen leugnet (das von “den Kulturen” nur selten gezähmt, häufig aber gesteigert wird), der wird die Scheu oder Abwehr des “Fremden” barbarisch finden. Dabei was es um 1789 durchaus keine Selbstverständlichkeit der “Humanität”, dass Goethes Dorothea in Hermanns Elternhaus willkommen war. (“Verteufelt human” hat Goethe seine Iphigenie in einem Brief an Schiller genannt.)
Die Realitätsverweigerung geht in politischen Kreisen eben soweit, dass sie bereits nicht mehr in der Lage sind zwischen “veröffentlichter Meinung” und “tatsächlicher Meinung” zu unterscheiden. Die Negativselektion innerhalb der Organisation sorgt dafür, dass es zu keiner Diskussion mehr kommt. Nun glauben diese Akteure, sie könnten mit der Verdrängung der Realität auch die Wirklichkeit anderer Menschen für nichtig erklären. Diese Art der fortgesetzten Indoktrinationen erleben wir nur im Endstadium eines abgeschotteten reaktionären Systems. Es ist die Endphase eines politischen Systems.
“Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung”......was es hierzulande nicht alles für skurrile Einrichtungen gibt, um das ‘richtige’ Denken zu implantieren…. Mein Gegenvorschlag: Einfach George Orwell folgen und alle Institutionen, die an der Abschaffung der Wahrheit arbeiten, in einem ‘Wahrheitsministerium’ zusammenfassen. Kostet weniger und das gewünschte Ergebnis wird trotzdem erzielt….
Nannte man in der DDR “nach vorn diskutieren” oder positiv diskutieren. “Negativ diskutieren” hieß evtl. schon ergebnisoffene Diskussion, der Diskussionsleiter hatte sich vorher ein Ziel zu setzen, welches mittels Diskussion zu erreichen war, kritische Diskussion, die zur Ablehnung des vorher gesetzten Diskussionsziels führte ging gar nicht.
Immer wieder werde ich überrascht von der Frage, ist das jetzt Satire oder Ernst? Fällt die Völkerwanderung dann komplett unter den Tisch? Oder heisst das Kapitel in Zukunft einfach “Mentalitätsbereicherung”? Ich kann es kaum abwarten bis endlich Inder oder Chinesen das Ruder hier übernehmen…
Vielleicht sollte das Georg-Eckert-Institut mit den arabischen Schulbüchern anfangen, in denen die Migration der jüdischen Siedler eindeutig zu konfliktträchtig dargestellt wird. Bei Erfolg kann man dann ja weiterreden….
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