Die Tinte war noch nicht ganz trocken unter dem Interims-Abkommen mit dem Iran, da begann schon der Kampf um die Interpretation. Die internationale Gemeinschaft habe Iran grundsätzlich die zukünftige Urananreicherung erlaubt, sagten Außenminister Mohamed Zarif und Präsident Hassan Rohani. Worauf US-Außenminister John Kerry konterte, man habe Iran keineswegs das Recht auf Urananreicherung zugestanden. Nun ist es nichts Ungewöhnliches, dass nach solchen Gipfeln jede Seite ihrer Klientel zuhause einen eigenen Spin verkauft. Außergewöhnlich ist jedoch, dass es sich hier um gänzlich gegenteilige Aussagen zu einem Kernproblem des Nuklearprogramms handelt, weil ein Land, dass die Urananreicherung beherrscht grundsätzlich in der Lage ist, den Atomstoff auf ein bombenfähiges Niveau zu bringen. Aus Sicht des Westens noch problematischer, dass die Aussagen der Iraner tatsächlich näher an der Wahrheit liegen. http://flatworld.welt.de/2013/11/25/der-iran-ist-der-gewinner-des-atom-deals/#more-2325
Siehe auch:
Make no mistake. The agreement signed over the weekend between Iran and the West constitutes a surrender of historic proportions, one that rewards the misbehavior of the ayatollahs while punishing Israel’s steadfast reliability. If international diplomacy had its own Richter scale to measure the magnitude of strategic earthquakes, Geneva 2013 would earn a place of pride alongside Munich 1938.
http://www.jpost.com/Opinion/Columnists/Geneva-The-abandonment-of-the-Jews-332989
Stolz wurde in Brüssel vermerkt, dass Ashton auch bei allen bilateralen Gesprächen zwischen Iran und den Ministern dabei war. Selbst der Amerikaner John Kerry traf sich in Genf nicht allein mit Zarif. Die Botschafter der Mitgliedstaaten beglückwünschten Ashtons Verhandlungsteam am Montag auf einer Sitzung in Brüssel mit stehendem Beifall. http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/abkommen-mit-iran-catherine-ashtons-grosse-stunde-12680806.html
the provisions of the interim deal signed in Geneva with Iran early Sunday are not themselves disastrous. If the US and other world powers had been negotiating a contract with a dependable and credible interlocutor, the deal might make a certain amount of sense. The problem is that Iran is not a dependable or credible interlocutor. It is, rather, a cunning and deceptive adversary, and the US has let it off the hook.
http://www.timesofisrael.com/when-the-us-let-iran-off-the-hook/
Überraschend an diesen Medienberichten ist nicht die Existenz der Geheimkontakte, sondern vor allem die Rolle, die Sultan Kabus von Oman offenbar spielte. Es ist zu vermuten, dass weitere Staaten informell ihre Dienste anboten, um die vertraulichen Kontakte zu erleichtern. Die Rolle der Schweiz, die in Teheran die diplomatischen Interessen der USA vertritt, bestand gemäss dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten darin, die reibungslose Logistik zu gewährleisten. http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/vor-dem-iran-deal-geheimkontakte-1.18192212
This is not a victory of diplomacy, it is a victory of political amnesia. Conflicts like this one can only be solved once and forever when there is a change of regime. Remember Libya? Remember how the world failed to prevent nuclear weapons in the hands of North Korea? The American President has pushed forward with his appeasement agenda despite rightful Israeli security concerns. To me Barack Obama has entered history books as a US leader who not only let the Syrian genocide happen, but also sold out Iran’s civil society to cut a brief and shallow deal with an Islamist dictatorship. http://blogs.timesofisrael.com/iranian-freedom-cancelled/
President Obama must decide if he will serve as leader, or spectator, of the free world. In 2009 all it took was a forthright statement from the leader of the free world: “The people of the United States support the people of Iran in their legitimate quest for democracy and freedom and will hold accountable any and all parties responsible for the bloodshed of non-violent demonstrators.” http://blogs.timesofisrael.com/obamas-failure-of-moral-courage/
Im Augenblick haben alle gewonnen. Für Irans Präsidenten Hassan Rohani ist es ein schöner Erfolg, denn er hat in drei Monaten geschafft, was seinen reformgesinnten Vorgängern Mohammed Chatami und Haschemi Rafsandschani über Jahre hinweg bei allen Anläufen nicht gelang: mit Amerika ins Gespräch zu kommen. Wenn Irans innere und äußere Lage stabilisiert werden soll, muss das Kriegsbeil mit Amerika aber begraben werden… Grund zur Erleichterung hat auch US-Präsident Barack Obama. Einen weiteren Nahost-Krieg hätte er seinem Volk und den amerikanischen Finanzen nicht zumuten können, weder in Syrien noch gegen Iran. http://www.sueddeutsche.de/politik/atom-deal-mit-iran-auch-israel-kann-profitieren-1.1826549
Bei Betrachtung der Twitter-Nachrichten scheint es, es fänden sich alle großartig. Aus Washington twitterte das State Department, und auch der britische Außenminister ließ die Welt wissen: Die Einigung sei „gut für die Welt, einschließlich der Staaten des Nahen und Mittleren Ostens und für das iranische Volk.“ Nach einer kurzen Pause fügte er twitternd hinzu: „Die Einigung zeigt, dass es möglich ist, mit Iran zu arbeiten und sich schwieriger Probleme mittels der Diplomatie zu nähern.“ http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/asien/atomgespraeche-in-genf-irans-grenzenlose-twitter-diplomatie-12679389.html
The historic deal that was struck late Saturday night between Iran and the international community was received with much joy in Tehran, great satisfaction among the biggest world powers and with great disappointment among several Middle Eastern countries. Following are details of the political balance sheet from the nuclear deal. http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4457404,00.html
Doch zwei Fallstricke bleiben: Der iranische Außenminister Sarif behauptete, der Schwerwasserreaktor werde weitergebaut und die Vereinbarung habe das Recht auf die Urananreicherung festgeschrieben. Das gelte auch für ein späteres umfassendes Abkommen. Doch US-Außenminister Kerry widersprach: Im Dokument stehe nichts darüber. Er stellte auch klar, dass die nächsten sechs Monate eine Testphase seien, in der die iranische Führung ihren guten Willen zeigen könne. Und dass man halte, was man zugesagt hat. “Leute, es ist so einfach, seine friedlichen Absichten zu beweisen”, sagte Kerry. http://www.tagesschau.de/ausland/atomverhandlungeniran116.html
The surrender in Geneva allows Iran to become a nuclear threshold state and provides legitimacy and impetus for Iran’s efforts. It has made hopes for a peaceful resolution of the nuclear conflict extremely difficult. The consequences are unpredictable.
http://www.matthiaskuentzel.de/contents/surrender-in-geneva