Der amerikanische Vizepräsident J.D. Vance lieferte den Europäern auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine spektakuläre Lehrstunde in Demokratie. Das verschlug manchem Anwesenden den Atem.
Da kommt der amerikanische Vizepräsident nach München und die anwesenden Europäer erwarten die übliche Mahnrede, Europa solle mehr für die eigene Verteidigung tun. Das hat J.D. Vance auch gesagt, aber eher beiläufig. Vor ihm hatte Ursula von der Leyen ohnehin schon Besserung versprochen. Was aber tat Vance statt der üblichen erwarteten Forderung, mehr Verteidigungsmilliarden zu zücken? Er lieferte uns Europäern eine halbe Lehrstunde in Sachen Demokratie.
Dieses Stück Demokratie-Nachhilfe stellte er durchaus in den Zusammenhang mit dem Hauptthema der Münchener Sicherheits-Konferenz: also mit der Frage gegen wen und wie sollen wir uns besser absichern. Und dann stellte er die für viele Anwesende peinliche Frage: Was sollen wir eigentlich verteidigen? Unsere Demokratie, na klar. Aber wie sieht es denn mit unserer Demokratie aus, für die wir kämpfen sollen?
Vance nahm da kein Blatt vor den Mund: Es steht, sagte er, nicht zum Besten mit unserer Demokratie. Er nannte Beispiele von Cancel Culture, die in mehreren europäischen Ländern inzwischen nicht nur kulturell, sondern auch juristisch die freie Rede unterdrücken. Er nannte das Beispiel der annullierten Präsidentenwahl in Rumänien. Und er sprach von Brandmauern, die er ebenfalls undemokratisch nannte.
Viele Politiker in Europa wie auch in Amerika hätten offenbar Angst vor den eigenen Wählern. Er nannte die Sorgen von Millionen Menschen vor einer aus dem Ruder gelaufenen Migration. Wer diese Sorgen so vieler Menschen ignoriert oder unterdrückt, der verlasse den Kern der westlichen Grundwerte. Also den Kern dessen, was es zu verteidigen gilt.
Frei, wortgewandt, selbstsicher und furchtlos
Ein konkreter Anlass für diese Philippika war auch, dass AfD und BSW bei der Münchener Konferenz nicht willkommen waren. Auch das für ihn Beispiel einer undemokratischen Cancel Culture.
Und dann war da noch was: Da stand der zweite Mann in Trumps Amerika und sprach frei, wortgewandt, selbstsicher und furchtlos vor einem überraschten Publikum. Er wurde mit höflichem Applaus verabschiedet, aber mehr noch mit einer gewissen Schockstarre.
Hat er – wie Elon Musk neulich – unseren Politikern empfohlen mit der AfD zu koalieren? Nicht hier in München. Aber er hat ein Beispiel dafür geliefert, was in Amerika ohnehin ein von der Verfassung stärker geschützter Wert ist als bei uns in Europa: die freie Rede. So viel Freiheit, wie er sie sich genommen hat, verschlug, wie es scheint, manchem der Anwesenden den Atem.
Das Fazit des Vizepräsidenten: Wer die freie Rede nicht zulässt und den freien Wählerwillen ignoriert, auch wenn es unbequem ist, weiß im Kern nicht, wofür er sich nach außen verteidigen soll. Muss man dem Mann zustimmen? Im Prinzip ja, wenn auch nicht in allen Punkten. Jedenfalls tat es der Konferenz gut, gleich zum Auftakt, aus mächtigem Mund ein paar überraschende Gedanken zu hören, die in einer Demokratie eigentlich nicht überraschend sein sollten.
Hören und sehen Sie hier im englischen Original die Hammer-Rede von US-Vizepräsident J.D. Vance (anstatt der grottenschlechten Simultanübersetzung im ZDF).
Rainer Bonhorst, geboren 1942 in Nürnberg, arbeitete als Korrespondent der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) in London und Washington. Von 1994 bis 2009 war er Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen-Zeitung.

Ersten: Zwischen der Demokratie, von der Vance sprach und „unsere Demokratie“, von der die deutschen (Öko-) Sozialisten sprechen, besteht ein diametraler Unterschied.
Zweitens: Nun ist auch klar, wovon Merz, Scholz, Baerbock und Konsorten sprechen, wenn sie von der Verteidigung „unserer westlichen Freiheit und Demokatie“ wo auch immer auf der Welt – aktuell in der Ukraine – sprechen.
Drittens: Vielen Dank an Mr. Vance für die Klarstellung!
Empfehle, das Bürschchen Vance nicht allzu ernst zu nehmen. So wenig wie Robert-guck-in-die Luft.
Well done, Mr. Vance! Seine Rede auf der Münchner KrieKo könnte die Rede des Jahrzehnts werden. Ergänzend sei nachgetragen, daß Vance anfangs und am Ende auf das jüngste Attentat in München einging. Dabei stellte er auch den klaren Zusammenhang mit der ungesteuerten Massenimmigration heraus, und sagte richtigerweise, daß der Brexit einst vorrangig damit zu tun gehabt hatte. Als zweites ging er auf die Unterdrückung christlicher Kirchen ein, dabei implizierend, daß dies mit zum Zerfall des Regimes der Sowjetunion und ihrer Satelliten beitrug. Unausgesprochen konnten Wissende dem hier aber auch die Drangsalierung der russisch-orthodoxen Kirche in der Ukraine zuordnen. (Hoffentlich sagt Vance das auch mal Selenskij.) Aber auch, daß in Europa Christen polizeilich abgeführt wurden, die still vor Abtreibungskliniken beteten, wurde erwähnt. Anschließend ging Vance knallhart auf die anderen Zensurmaßnahmen der EU ein mit Sätzen wie „Wir müssen [doch] erst einmal wissen, was wir eigentlich verteidigen. … Es gibt keine Sicherheit, wenn man Angst hat vor den Meinungen der eigenen Wähler.“ Vor seiner Brandmauer-Bemerkung (die Simultan-Dolmetscherin sagte hier „Schutzmauer“) kritisierte er, daß die Veranstalter keine Vertreter „populistischer“ Parteien eingeladen hatten. Wohl in der Hoffnung auf eine weitere Amtszeit unter Merz ließ sich B„V“M Pistolius dann nach Vances Rede mit einigen auf Deutsch hin gekritzelten Sätzen vom fast geschlossen russophoben Publikum „feiern“. Mit sehr schwachen Argumenten allerdings, indem er lügenhaft abstritt, daß die AfD gegenüber anderen Parteien benachteiligt ist. Wer unter seinem allerdings schon grauen Vance-Bart zwar ab und zu feixte, aber gut hingehört haben dürfte, war Söder. Aus Machthunger wird der u.U. den Merz abservieren und die Brandmauer schleifen.
„Qualitätsmedien“ ist zu entnehmen, dass ein Uhu und eine trübe Tasse, die irgendwas mit Verteidigung darstellen darf, in München gar giftig aus der Wäsche gucken und all dies nicht gut finden. Der grünen Alten vom Kupfergraben in Berlin dürfte es auch gar nicht wohl sein. Denn: The game is over. Selbst wennn der Deep State Trump nun liquidieren würde, ist das Spiel vorbei. Hochmaligne „geldsozialistische“ Kreise in den USA haben mit Marionetten in „Europa“ ein ganz übles Spiel auf unterschiedlichen Ebenen angezettelt, u.a. das Ukriabenteuer, und verlieren. Riesensummen primär deutsches Deppengeld sind weg und noch viel mehr wird flöten gehen. Jetzt geht denen erkennbar die Muffe. Sie rotten sich zusammen, wollen sich aneinander wärmen. Aber die Wärmefunzel erlischt. Der Hintern ist wund und nackt, man fröstelt. Die ultimative Arschkarte hat mal wieder Deutschland gezogen: nach 1918/19, 1945, 2015 und nun 2025. Der DAX „performt“ hingegen grandios. Die „deutschen“ Unternehmen – in ihrer Gesamtheit viel klüger als die Politclowns von GRÜNECDUCSUSPDFDPLINKE – schleimen nicht mehr so, sondern kehren dem Land den Rücken. Und der neue Ami – pragmatisch und auf Eigennutz konzentriert – sagt: „You are welcome“. In der Bruchbude Deutschland geht dagegen die Party nun erst richtig los. Der deutsche Mittelstand soll den DJ geben, aber er ist auch ramponiert und möchte lieber raus.
Ja, eine beeindruckende Rede, gut verständliches Englisch. ,,Wer die freie Rede nicht zulässt und den freien Wählerwillen ignoriert, auch wenn es unbequem ist, weiß im Kern nicht, wofür er sich nach außen verteidigen soll.„ Aber wir sollen kriegstüchtig werden, wofür denn? Für das, was sich ,Deutscher Staat‚ nennt, für eine Regierung, die sich weigert, den Wählerwillen umzusetzen. Für dieses Brüssel, das allen Blödsinn realisiert wie der Verschluss an jeder Plastikflasche, der Brüsseler Deppendeckel. Ein Brüssel, das demokratische Wahlen annuliert? Dafür nicht.
Endlich! Das war deutlich, deutlicher geht es nicht. Der Westen ist noch nicht verloren, hätte ich nicht gedacht. Die EigentümerInnen von Unsererdemokratie (c), sollten sich nun leise durch die Hintertür wegschleichen, es ist genug, es war lange genug.
Auf die Vorwürfe des Vizepräsidenten gibt es die Reaktion A) „Tsss! Nimmst du die falschen Pillen?“ oder B) – wochenlange Wutorgien, endlose Erklärungen, Stellungnahmen und Proteste aus der hohen Politik, den Einheitsmedien, den Kirchen und der Kultur, bis hinunter zur interviewten Omi in der Einkaufspassage. Und so weiß dann jede und jeder genau, ob da was dran ist, oder nicht.