Ulrike Stockmann / 08.03.2021 / 10:00 / 52 / Seite ausdrucken

Zum internationalen Frauentag: Alles Gender oder was?

Seit dem Jahreswechsel wird in Printmedien sowie im Radio und Fernsehen vermehrt gegendert. Seltsame Wortungetüme aus Binnen-I's, Gendersternchen oder dem sogenannten generischen Femininum sind die Folge. Die geschlechtergerechte Sprache ist ein Orchideen-Thema, das von einer kleinen Elite der Mehrheitsgesellschaft aufgezwungen wird. Vorgeblich, um Frauen sprachlich abzubilden. Doch wem soll es nützen? Die Mehrheit der Frauen hat nie darum gebeten.

Foto: Ulrike Stockmann

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Sabine Lotus / 08.03.2021

Liebe Frau Stockmann, besonders gut gefiel mir gerade Ihr fast letzter Satz: “...ob dabei nun die Rede von Männer, von Frauen oder von Biden ist.” (Bruharhar, Späßle)

Andre Marschall / 08.03.2021

Feminismus entstand in den 1960er Jahre als codifizierte Ideologie. Die “Ersten Infektionswellen des Feminismus” wurden rückwirkend den meist sozialistisch geprägten Frauenbewegungen um Mitte bis Ende des 19ten Jahrhunderts zugewiesen, aus denen der ebenfalls sozialistisch geprägte Feminismus hervorging. Je nach Zählweise entstand dann nach der originalen, “zweiten Welle” in den USA um 1990 die “dritte Welle”. Hier wurden die historischen Rassenkonflikte in der Form der Intersektionalität mit in das Feministische Narrativ aufgenommen, was bereits seinerzeit unter den etablierten Feministen recht kontrovers war. Seither hat sich das dann immer weiter selbst zerstückelt und in verschiedene Strömungen aufgespalten. Während die rassenbezogene Intersektionalität unter Feministen weitestgehend anerkannt wird, schlagen sie sich nun den Kopf über die dem Feminismus doch recht grundlegende Frage ein, was nun eigentlich genau eine Frau ist. Im Zuge der Transgender-Debatte wurde die Begrifflichkeit von Geschlecht errodiert, was es entsprechend geneigten Feministen natürlich erschwert den universellen Opferstatus, also “Frau”, klar zu definieren und vom vermeintlichen Unterdrücker, also “Mann” zu trennen. Und nichts wäre für einen Feministen schlimmer als sich nicht mehr als Opfer von Allem zu profilieren.

Martin Müller / 08.03.2021

Was bei den Nazis die Arier waren, ist heute der, die, das Gender….Oder: Von der Rassenkunde zur Genderkunde…. Der Irrsinn firmiert eben immer unter neuem Namen! Und das ist garantiert ein biologisches Phänomen und kein soziales Konstrukt.

Klaus Klinner / 08.03.2021

Liebe Frau Stockmann, ich darf Ihnen versichern, ich lasse mir von Niemand etwas aufzwingen, schon gar nicht von einer, noch dazu selbst ernannten, “kleinen Elite”. Und wie mir geht es vielen erwachsenen Menschen hierzulande. Meine Großmutter selig pflegte an solchen Stellen verschmitzt lächelnd zu sagen, “die sollen doch erstmal dorthin riechen, wo ich schon hinges…..n habe. Dann können sie sich wieder bei mir melden.” Die Gesellschaft stöhnt und ächzt an allen Ecken und Enden, und wir beschäftigen uns - statt um Lösungen zu kämpfen - mit diesem Mist.

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