Ulrike Stockmann / 08.03.2021 / 10:00 / 52 / Seite ausdrucken

Zum internationalen Frauentag: Alles Gender oder was?

Seit dem Jahreswechsel wird in Printmedien sowie im Radio und Fernsehen vermehrt gegendert. Seltsame Wortungetüme aus Binnen-I's, Gendersternchen oder dem sogenannten generischen Femininum sind die Folge. Die geschlechtergerechte Sprache ist ein Orchideen-Thema, das von einer kleinen Elite der Mehrheitsgesellschaft aufgezwungen wird. Vorgeblich, um Frauen sprachlich abzubilden. Doch wem soll es nützen? Die Mehrheit der Frauen hat nie darum gebeten.

Foto: Ulrike Stockmann

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Dr Stefan Lehnhoff / 08.03.2021

Interessant: Von all den bedrohlichen Irrsinn, der uns umgibt, ist das ja fast noch das Harmloseste, aber gleichzeitig bin ich da mal ziemlich sicher, dass es Scheitern wird.

Caroline Neufert / 08.03.2021

Ich kann Ihnen nicht zustimmen. Ich finde zwar auch die Sprachänderungen vollkommen blöd, aber dass man/frau sich dazu Gedanken macht - auch wenn es in Bezug zu Gleichberechtigung noch viele, wichtigere Themen gibt - gut. So hat die Autorin Criado-Perez festgestellt, dass Autos standardmäßig für Männer designt werden (Abstände, Sitzhöhen, Gurte), auch die Standardtemperatur in Räumen ist auf Männer ausgerichtet - das könnte man(n) ändern. Ich war früher immer gegen Quote, ich habe mich für Leistung ausgesprochen, aber, und das werden Sie vielleicht noch lernen müssen, das reicht in unserer jetzigen Gesellschaft nicht aus. Und ja, dazu bedarf es leider mit dem peinlichen Binnen-I-Auswüchsen auch der Sprache. Warum heißt es Vaterland, aber Muttersprache ? Müsste es nicht auch Menschin heißen ? Warum heißt es (noch) Herrenhaus und es gibt nur eine Herrschaft ;-) Btw Auch hier sind wir Frauen zu dumm und lassen uns mit dem gesamten Genderkram, der tatsächlich nur einen Bruchteil der Menschheit ausmacht, in einen Topf werfen, lächerlich machen und das Problem der Gleichberechtigung verwässern. Und auch hier hat Alice Schwarzer recht, der Frauentag - so schön der Feiertag in B ist :-), “gönnen” uns die Männer ...

RMPetersen / 08.03.2021

Eben Cicero mit der Behauptung gelesen, dass die meisten Männe Sexisten seien und gute Männer Feministen werden. (Der Artikel ging seltsamerweise fast ohne sprachliche Genderismen, verkörperte also noch nicht nicht letzten Stand des geschlechterkampfes.) Der klassische Feminismus erkämpfte Gleichstellung in allen Rechten, als dies erreicht war, begann man,  Quoten zu verlangen, d.h. Vorteile für weniger Qualifizierte. Nun steht man vor dem Problem, dass Frauen lieber die weichen Fächer studieren und weniger MINT, mit denen man mehr verdienen und höher aufsteigen kann. Ausserdem sind Frauen seltener an den männlichen Wettbewerbskämpfen interessiert als Männer. Chefinnen möchten sie trotzdem werden, dazu wurden Quoten erfunden.. Die Frauenförderung mit Quoten ist erreicht und wird kaum mehr in Frage gestellt; nun wird die Sprache frauengerecht umgeformt. Ich denke, Frauen werden dies irgendwann als Pyrrhussieg erkennen, ähnlich wie die Leugnung der biologischen Differenzen ja schon seine Schattenseiten offenbart hat.  Die Feministen werden in ihren Opfer-Status-Argumenten auf der einen Seite von Trans-Personen , auf der anderen Seite von Migranten/PoC überholt. Frauen und Männer: Letztlich kann man die biologischen Differenzen nicht leugnen; diese werden evident, wenn es um die Familiengründung geht. Es hat schon seine Gründe, warum viele weibliche Führungskräfte keine Kinder haben bzw keine Familien. Und auch wer als Mann die Forderung nach frauenartiger Kinderbetreuung und Haushaltstätigkeit erfüllen will, wird in Politik und Wirtschaft nicht aufsteigen. It`s the biology, stupid.

helmut kassner / 08.03.2021

Eine sehr “schöne” Wortschöpfung habe ich letzte Woche im DLF (mediasres) gehört. .........sie ist eine begeisterte “Bücherwurmin”......... Mit all diesen Dingen kann man sehr gut verbergen, dass man zu einem produktiven Handeln zum Wohl der Menschen entweder keine Lust hat, weil es zu beschwerlich ist oder man zu solch einem Handeln überhaupt nicht in der Lage ist.

Claudius Pappe / 08.03.2021

Ich rufe alle Frauen, die bei der Müllabfuhr tätig sind, zum Streik auf….................................

Robert Jankowski / 08.03.2021

Die Transgender Debatte hat nur ein Ziel: die Solidarität der Frauen in maximal schwachsinnige Kleingruppen zu diversifizieren. Meine Mutter ist eine 70er Feministin und wenn sie die Genderdebatte verfolgt, kotzt sie im Strahl. Worum geht es denn wirklich? Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit und die ist immer noch nicht wirklich erreicht. Aber totalitäre Regime hatten schon immer das Bestreben die eigene Sprache an ihre Bedürfnisse anzupassen und so auch kenntlich machen zu können, wer ihre Unterstützer sind. Momentan ist es ja so, dass ich als Mann, keine Kritik an Spahn üben darf, weil der homosexuell ist. Das er einen extrem meisen Job macht, bleibt dabei schlichtweg unberücksichtigt. So hat man die öffentliche Diskussion unter Kontrolle.

Claudius Pappe / 08.03.2021

Gestern lief der Tatort: ” Borowoski und die Wut der alten weißen Männer ” Ich habe nur in der Ankündigung gelesen das zum Weltfrauentag ( in Berlin Feiertag ) dieser Film gedreht und ausgestrahlt wird. Google hat auch mit solch einen Slogan geworben ” Dank an all die starken Frauen und Frauen die uns weiterbringen ” .........................ich habe da immer an Angela Kasner, Uschi lässt uns Leiden, Annegret Krampf-Karrenzerstörer und Rechenkünstlerin Claudia Roth gedacht. Ja, sie bringen uns weiter….................................dem Abgrund nahe…...

Martin Müller / 08.03.2021

Ist der Zeitgeist krank, steckt er auch die Zukunft an!

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