Ulrike Stockmann / 08.03.2021 / 10:00 / 52 / Seite ausdrucken

Zum internationalen Frauentag: Alles Gender oder was?

Seit dem Jahreswechsel wird in Printmedien sowie im Radio und Fernsehen vermehrt gegendert. Seltsame Wortungetüme aus Binnen-I's, Gendersternchen oder dem sogenannten generischen Femininum sind die Folge. Die geschlechtergerechte Sprache ist ein Orchideen-Thema, das von einer kleinen Elite der Mehrheitsgesellschaft aufgezwungen wird. Vorgeblich, um Frauen sprachlich abzubilden. Doch wem soll es nützen? Die Mehrheit der Frauen hat nie darum gebeten.

Foto: Ulrike Stockmann

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Paypal via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Werner Arning / 08.03.2021

An Kleinigkeiten erkennt man die Unfolgsamen. Wer sich nicht gendergerecht ausdrückt, wer seine Maske nicht unmittelbar bis unter die Augen zieht, wer bei einem schlechten Trump-Witz nicht mitlacht, wer nicht ARD und ZDF schaut, wer nicht auf die AfD schimpft, wer gerne Fleisch isst, wer von seiner geplanten Flugreise berichtet, wer sich kürzlich einen SUV zugelegt hat, wer Windkrafträder hässlich findet, wer einen Merkel-Witz weiterleitet, wer nicht den letzten „Tatort“ lobt, wer mehr als zwei Freunde einlädt, der macht sich verdächtig. Der ist wahrscheinlich rechts. Der sieht wahrscheinlich die Regierungspolitik kritisch. Der distanziert sich wahrscheinlich vom linken Mainstream. Der ist mit Argwohn zu beobachten. Den muss man mal unter die Lupe nehmen. Ja, die Erkennungszeichen sollte man beachten. An der fehlenden Sprechpause vor dem „-innen“ erkennt ihr sie.

Karsten Dörre / 08.03.2021

Frau Stockmann, mein Glückwunsch zum Frauentag! Wenn Frauen Frauen erziehen wollen, wirds zickig… :)

K. Nerweiß / 08.03.2021

Es ist ein Erkennungszeichen und steckt den Herrschaftsbereich ab. Anfangs nur als Spinnerei einiger Weiber belächelt, wird man bald erleben, dass die Benutzung dieser Sprache eine Zulassungsvoraussetzung für Bildungsabschlüsse und öffentlichen Sprachgebrauch sein wird. So, wie in der DDR das Bekenntnis zum Marxismus-Leninismus d e r Karriereschlüssel war, werden die Sprachtürwächter dafür sorgen, dass diese Sprachtätowierung an den Schaltstellen der Gesellschaft zur Eintrittskarte wird. Und es wird sie einen Dreck scheren, ob Verständlichkeit, Logik, Sprechbarkeit oder Ästhetik ihre angemessene Aufgabe erfüllen.

Rolf Lindner / 08.03.2021

Habe mich mal an Limericks probiert: Gender - In keinem Land ist man behänder, Geld zu vergeuden als Verschwender für Dinge die gar niemand braucht. Die Rede ist von Gender. Dazu hat man sie auserkoren, berufen Genderprofessoren, die erforschen dies und das, was nicht mal einfällt Toren. - Doch selbst ich komme nicht umhinnen. Der Wahrheit kann man nicht entrinnen. Es sind kaum Männer unter ihnen. Fast alle sind Professorinnen. - Entgegen den Dogmen der Roten, wonach es ist verboten, Posten zu besetzen außerhalb von Quoten. - Doch ist es nicht der wahre Anlass, nicht klagen wegen irgend etwas, nicht das vertane Steuergeld, weshalb das Ding ist so krass. - Krass ist stattdessen die Doktrin, dass entgegen dem Charles Darwin die Abstammung des Menschen Sex folgt ihren kruden Theorien. - Das menschliche Geschlechtsverhalten nach den Ideen dieser Gestalten ist kein Ergebnis der Natur. Was soll man davon halten? - Die Genderidee ist nicht allein. Sie kommt daher stets im Verein mit weit’ren seltsamen Ideen, zu denen der Verstand sagt: Nein. - Das Schlimmste ist an diesen Sachen, dass sie alles dafür machen das ganze Leben der Menschen mit solchem Shit zu überwachen. - Das alles ist nicht imposant in einem Staat, in dem rasant mit immer neuen Hysterien man die Nation fährt an die Wand. - Bei alledem bleibt nur zu hoffen, dass alle, die heut sind besoffen, möglichst bald ernüchtert sind, dass ihr Verstand ist wieder offen.

Daniel Weickenmeier / 08.03.2021

Wenn wenigstens sinnvolle Sprachalternativen angeboten würden. Tatsächlich wird unsere Sprache nicht nur formal, sondern auch in ihrer Aussage zerstört. Kleines Beispiel: In meiner Studienzeit war ich immer Student, aber gehörte nicht rund um die Uhr zur Gruppe der Studierenden. Was für eine armselige Welt erwartet unsere Jugend, sie dürfen nur noch „Studierende“ sein.

P. Wedder / 08.03.2021

Woran diese ideologischen Orchideen-Studenten nicht denken ist, dass sie mit dieser Sprache einen großen Teil der Bevölkerung ausschließen. All die Menschen, die keine Muttersprachler sind, werden sich schwer tun die Sprache zu lernen und all den Menschen, die auf leichte Sprache angewiesen sind, werden neue Hürden in den Weg gelegt. Aus meiner Sicht werden mehr Menschen diskriminiert (weil es ihnen durch diese verschwurbelte Sprache erschwert wird an der Diskussion teilzunehmen) als durch das Gendersternchen berücksichtigt werden.

Dr. Hendrik Hurz / 08.03.2021

Ganz genau > ich jedenfalls verweigere konsequent jegliche Kommunikation, mit solchen Kreisen, die sich zum Ziel gemacht haben, aus völlig abstrusen Gründen einfach mal die Deutsche Sprache zu verhunzen! Erschütternd ist es allerdings, wie willfährig sich dementgegen der ÖR und zahlreiche sonstige Medien —augenscheinlich aus ideologischen Gründen—hier kurzerhand anpassen und denselben Nonsens sprechen und drucken ...

Chris Kuhn / 08.03.2021

Ich war in den 1980ern dienstlich in der Sowjetunion. Ja, dort sah man morgens in der Metro voll emanzipierte Frauen in grober Montur und mit Arbeitsstiefeln: Bau- und Straßenarbeiterinnen halt. Meine promovierte Kollegin wiederum hatte nen Busfahrer als Ehemann. Warum? Nun, der verdiente mehr als sie!  Sollte man doch in der Linksgrün-BRD von heute glatt wieder einführen… Mit ein paar Blümchen am Internationalen Frauentag, einer kommunistischen Erfindung, ist’s dann genug. Im Rußland von heute sind allerdings Stöckelschuhe, teure Unterwäsche und Juwelen verbreiteter und gefragter, und bei den Chinessinnen kannst ohne Designerware schon mal gar nicht landen…

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Ulrike Stockmann / 10.04.2024 / 10:00 / 38

Das schottische „Hassmonster“ und Knast für britischen Humor

In Schottland trat ein Gesetz in Kraft, bei dem sich selbst hartgesottene Kulturkämpfer die Augen reiben. Demnach könnten alle Witze, die den Namen auch verdienen,…/ mehr

Ulrike Stockmann / 21.03.2024 / 06:15 / 68

Abschied von der Gruberin

Monika Gruber beendete vorläufig ihre Bühnenkarriere, weil sie den Diskurs in Deutschland für „vergiftet“ hält. In der Coronazeit gehörte sie zu den ganz wenigen kritischen…/ mehr

Ulrike Stockmann / 15.03.2024 / 12:00 / 121

Radikales Klima beim Ethikrat

Unter der Führung von Alena Buyx empfiehlt der Ethikrat eine Umverteilung für den „Klimaschutz“. Drei Mitglieder distanzieren sich von den radikalen Vorschlägen. Auf der Pressekonferenz…/ mehr

Ulrike Stockmann / 08.03.2024 / 06:00 / 70

Der rosa Elefant am Frauentag

Am Frauentag wird medial die strukturelle Benachteiligung der Frau betont. Frauenfeindliche Zuwanderung darf hingegen nicht thematisiert werden. Die Berichterstattung im Vorfeld des heutigen Frauentages ist…/ mehr

Ulrike Stockmann / 10.02.2024 / 10:00 / 96

Aufstand der Gratismutigen

Wenn die Politik Wellness-Veranstaltungen als Widerstand vermarktet, muss man sich nicht wundern, wenn Unternehmen und Medien das Gleiche versuchen. Mit teils bizarrem Ergebnis. Aktuell tummeln…/ mehr

Ulrike Stockmann / 20.01.2024 / 10:00 / 11

Kleinkrieg um Gender-Regeln im Südwesten?

Derzeit können Bürgerinitiativen gegen die Gendersprache Erfolge verbuchen, auch im grün-schwarz regierten Baden-Württemberg. Das CDU-geführte Innenministerium bremst dort eine solche Initiative eines CDU-Mitglieds aus, welche…/ mehr

Ulrike Stockmann / 16.01.2024 / 11:30 / 22

Presserat missbilligt Migrationslügen

Ein ungewöhnlich anmutender Vorgang wurde am Montag von der Süddeutschen Zeitung in eigener Sache veröffentlicht. Der Presserat sieht bei zwei Artikeln des Blattes, die die…/ mehr

Ulrike Stockmann / 05.01.2024 / 15:30 / 75

Was will die neue Maaßen-Krall-Partei?

Gestern gab Hans-Georg Maaßen bekannt, gemeinsam mit der Werteunion eine neue Partei unter demselben Namen gründen zu wollen. Mit von der Partie ist auch Markus…/ mehr

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com