Ulrike Stockmann / 08.03.2021 / 10:00 / 52 / Seite ausdrucken

Zum internationalen Frauentag: Alles Gender oder was?

Seit dem Jahreswechsel wird in Printmedien sowie im Radio und Fernsehen vermehrt gegendert. Seltsame Wortungetüme aus Binnen-I's, Gendersternchen oder dem sogenannten generischen Femininum sind die Folge. Die geschlechtergerechte Sprache ist ein Orchideen-Thema, das von einer kleinen Elite der Mehrheitsgesellschaft aufgezwungen wird. Vorgeblich, um Frauen sprachlich abzubilden. Doch wem soll es nützen? Die Mehrheit der Frauen hat nie darum gebeten.

Foto: Ulrike Stockmann

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j. heini / 08.03.2021

Wenn ich wüsste, wie ich mich gegen diesen aufgezwungenen Genderschwachsinn zur Wehr setzen könnte, würde ich es tun. Leider muss ich manche Schreiben (z. B. von Behörden) lesen. Ich kann gar nicht ausweichen.

Peter Bekker / 08.03.2021

Ich liebe die Frauen und bin glücklich in Asien (wo sonst?) verheiratet - beide habilitierte Akademiker aus dem Gesundheitsbereich. Wir haben Glück gehabt, ‘sind vielleicht sogar exotisch, denn wir lachen gerne zusammen(!), sehen auf niemanden herab und gehen uns ansonsten nicht mit Weltanschauungen, etwa Covid auf den Zeiger (sie fährt voll auf den Irrsinn ab, ich zero). Wir sind, ich wiederhole mich, irre glücklich. Frauen sollen reiten, golfen, turnen, fechten, meinetwegen Handball und Hockey spielen, aber um Gottes Willen nicht boxen, ringen, gewichtheben oder Fussball spielen. Dennoch, oder gerade wegen sehr vieler Begegnungen mit dem weiblichen Geschlecht in einem bewegten Leben, ist meine ‘favorite quote’ George Harrison (Beatles, remember?), “All I need from a woman is to find her attractive…for everything else, there is men.” Sexistisch? Aber gern.

Leo Hohensee / 08.03.2021

@Caroline Neufert - Hallo Frau Neufert, Sie tun so, als ob beim Gebrauch der Sprache - also beim Reden - Männer ganz bewusst und gezielt den weiblichen Teil der Menschheit ausschließen wollten !? Kommt Ihnen das nicht selber blöde vor? Das generische Maskulinum ist eine klare Form und die kürzeste Form des Ausdrucks ! Wenn eine Unterscheidung nach Geschlechtern wichtig ist, erfordert es “der Worte mehr”! Die Verwendung der weiblichen Form bedeutet, es sind überwiegend Frauen “betroffen / angesprochen”. Auch hier erfordert es, im anderen Fall, “der Worte mehr”! Vaterland / Muttersprache ... was um Himmelswillen stört Sie daran? Die Männer mussten in die Kriege, um Vaterland und ihre Familien durch Kampf zu schützen oder - sogar deren Unterhalt zu verdienen. Das Wort Muttersprache trägt dem Rechnung, dass die Mütter die ersten waren, die die Sprache den Kindern vermittelten. Und, seien Sie versichert, das Wort Mutterland habe ich auch schon gehört. Das hat mich nicht gestört, anders als Sie das Wort Vaterland. Himmel, - was sind das bloß für Sorgen?

K. Nerweiß / 08.03.2021

Freut euch, wenn erst Belletristik, Lyrik und Lieder gegendert werden: ,,Reinecke Füchsin” (Goethe) und ,,Das Wandern ist des Müllers*In Lust” (Volkslied). Oder ,,Der Teufel*In hat den Schnaps gemacht, um uns zu verderben” (Udo Jürgens). Da hat der Schluckauf beim Gendersternchen dann seine volle Berechtigung.

Thomas Taterka / 08.03.2021

Durch das Gendern kann der Herrschaftsanspruch überall sofort seine Streitmacht durchzählen und testen , ob der Bluff der Hemmung funktioniert. Wer nicht mitstammelt , muß weg , denn er spricht zu ungehemmt und stört den Zusammenhalt. - Gendern ist vor allem ” Volksgemeinschaftssprache ” , die zusammenschweissen soll zu einem Glauben und einer neuen Hierarchie. Ein verbales Parteiabzeichen . Er/ Sie ist eine/r von uns , gehört zur ” Bewegung “.

Andreas Rühl / 08.03.2021

Es geht nicht darum, das “Weibliche” sprachlich besser “sichtbar” zu machen, es geht darum, das Maskulinum aus der Sprache heraus zu drücken. Denn das Sprachverständnis der hörenden Personen ändert sich ja nicht (wäre mal interessant zu erfahren, ob die italienischen Personen dabei mitmachen und es hinnehmen, dass ragazz*e nun u.U. auch ragazzi meint). Und ich behaupte ganz einfach, dass das Missverständnis sogar gewollt ist. Nur, wenn man diesen Gendersprech als Feindseligkeit gegenüber den männlichen Personen versteht, kann man auch halbwegs nachvollziehen, warum das Weiblichsein - angeblich doch auch nur ein “Konstrukt” - nun sprachlich hervorgehoben werden soll. Folgerichtig aus Sicht der diversen Personen wäre es doch im Gegenteil, das grammatische Geschlecht komplett abzuschaffen. Studierende, Mitarbeitende hört man immer öfter. Aber, da geht noch mehr, liebe Achselesende! “Die Kommentierenden der Achse des Guten gratulierten den Weiblichseienden zum Weiblichseiendentag.” Der ehemalige “Antragsteller” ist heute schon in Personenstandsverfahren auf Änderung des Geschlechts die “antragstellende Person”. Bei Anwälten wirds schwierig, in der Tat. Mein Vorschlag wäre rechtsverdrehende Person. So begrüßt mich morgens meine Anwaltssoftware…. äh Rechtsverdrehendensoftware.

Uwe Weigelt / 08.03.2021

Mir ist die “gendergerechte” Sprache verhältnismäßig egal. Wenn irgendwelche Leute versuchen mir in diesem vorauseilendem Gehorsamskauderwelsch irgendetwas mitzuteilen, halte ich sie reflexartig für Vollidioten. Vollidioten pflege ich aber generell nicht zuzuhören. Da ist mir meine Lebenszeit zu wertvoll. Je mehr dieser Irrsinn um also sich greift, um so mehr Zeit gewinne ich für die wichtigen Dinge des Lebens, weil ich immer weniger Leuten zuhören muss.

N.Lehmann / 08.03.2021

Das Video, der Vortrag und Frau Stockmann einfach Klasse! War mir nie aufgefallen, dass es in Lost-City gebildete Frauen gibt. - Aber…...(das Lieblingswort der Frauen) .....die Emanzipation war für die Männer absolut nur von Vorteil und das Gendergeschwafel ist vielleicht eine Geheimsprache?! Es dürfte für die Männer deshalb kein Problem darstellen beim Liebesakt zu sagen: “Ich bin drinnen mein Sternchen?!” Habe für alle denkfreien und selbstbewussten Frauen Sonne zum Frauentag bestellt! Grüße vom selbstlosen Mann.

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