
Unsere Eltern, Groß- und Urgroßeltern haben einen oder zwei Weltkriege mitgemacht. Das volle Programm: Verdunkelung, Bombenangriffe, Bunker / brennende Städte, dann Schutt und Asche / zerfetzte Kameraden / gefallene, verbrannte, erstickte Angehörige, Freunde, Bekannte, Nachbarn / Kriegerwitwen + -waisen / Verstümmelungen bis zur Unkenntlichkeit. Diejenigen in KZs und Arbeitslagern waren schlechter dran. Fortsetzung nach „Kriegsende“ (besonders im Osten, aber nicht nur dort): Massaker, Vertreibung, Flucht, Vergewaltigungen, Plünderungen, Deportationen, Hunger (im „Hungerwinter“ 1946/47 mehrere 100.000 Tote > Wikipedia). Ausgebombt, enteignet, arbeitslos, verarmt. Als Kind habe ich diese Menschen nie klagen hören.—- Deutschland im Frühling 2020 „ein paar Wochen aus dem Trott“ (@ Bernhard Idler) – und ein Volk „traumatisierter Seelen“ muß beweint werden. Von Hungersnöten hört man nichts. Von Massakern, Deportationen, Vergewaltigungen etc. auch nichts. Aber die Stunde der Klageweiber und Seherinnen ist angebrochen. Lila Pudel in ihrem Gefolge. Die Neurologin und Psychiaterin Abe „sieht“ die Flammenschrift an der Wand und deutet sie: Konsequenzen der unmenschlichen offiziellen und offiziösen Corona-Auflagen: „Depressionen, Angst- und, Zwangsstörungen, wahnhafte Störungen, … , Einsamkeit … Alkoholmissbrauch … Steigen der Suizidalität“. Und natürlich Traumata, Traumata, Traumata mit “transgenerationaler Traumatisierung“ als Krönung.—- Ich bezweifle nicht, daß Frau Abe in ihrer Praxis Erfahrungen macht, die sie zu derlei Überlegungen veranlassen. Das wiederum läßt nur einen Schluß zu, den @ Wolfgang Kaufmann an den Beginn seines Kommentars stellt: “Deutschland ist derzeit so sehr mental abgerüstet und intellektuell entkernt, dass nicht einmal mehr der Wille zum elementaren Selbstschutz vorhanden ist.“ Die Altvorderen wären fassungslos, müßten sie sehen, welches Schneeflöckchengestöber sich als ihre Nachkommenschaft präsentiert.
Mein leider schon verstorbene Arzt-Bruder wäre mit Fr. Dr. Abe sehr zufrieden. Er, der mit seiner Zunft nicht unbedingt glücklich war, suchte immer nach Menschen/Ärzte, die dachten und nicht nur Routine machten. Eine größere Anerkennung als: Er oder sie denkt, kannte er nicht. Schön für mich, eine solche Ärztin/Menschen zu erleben. Danke! Mein Bruder war übrigens vor seiner Pensionierung 10 Jahre lang Chefarzt an der Thorax-Abteilung der Universitätsklinik Karolinska Sjukhuset in Stockholm. lg alma Ruth
Die Frau hat, wie viele andere einfach recht. Hier werden Schäden produziert die in keinem Verhältnis zu dem Zulassen einer etwas heftigeren Grippesaison stehen. Insbesondere weil die reale Gefährlichkeit einer Corona Infektion überhaupt nicht klar ist. Es sterben täglich weltweit 150000 Menschen, viele davon, wie es in den Traueranzeigen heißt,. entweder “plötzlich und überraschend” oder auch “nach langem und schwerem Leiden” und normalerweise interessiert sich kein Mensch dafür. Eigentlich leicht zu verhindernde Infektionen mit multiresistenten Keimen, werden seltenst thematisiert. da heißt es lapidar “Ach wissen SIe das ist nicht so schlimm, wenn ihr Immunsystem gut ist werden Sie damit schon fertig!” Ich denke ich muss hier auf der Achse nicht die bekannten Namen wiederholen, aber dem Herrn Unger sei gesagt real Ertrunkene und Wiederbelebte beschreiben das als “unter Wasser einschlafen” und Palliativmediziner wissen eigentlich dass der Körper genug Mechanismen hat um mit extremen Schmerzen und dem Sterben fertig zu werden, solange man ihn nur lässt. Es ist nun mal so, dass des Menschen Zeit begrenzt ist und es irgendwie absurd ist, dass man um Leute, die sowieso schon dabei sind an Bord von Charons Boot zu klettern, auf Kosten derjenigen die an eine solche Reise noch keine Gedanken verschwenden, mit aller Macht daran hindern will. Ja den puren Gedanken daran dass Menschen halt sterben wenn sie alt und krank sind, nur auszusprechen outet einem als Unmensch! Ich möchte übrigens auf die Absurdität aufmerksam machen, dass wir “gestern” noch beschlossen haben, dass professionelle Euthanisten, also Leute, die andere Leute auf deren Wunsch umbringen, ganz liebe, nette Menschen sind, genauer gesagt am 26.2.2020 also vor knapp zwei Monaten und nun kämpfen wird dafür, ruinieren unsere Zukunft nur damit ja keiner mehr normal stirbt, sondern immer lukrativ ist, zuerst für die Intensivmediziner und dann für die Sterbehelfer? oder wie?
Es ist richtig, auf die Kosten in jedweder Hinsicht aufmerksam zu machen, die mit diesen Regierungsentscheidungen verbunden sind. Es gibt eben Fachleute, denen Merkel zu forsch ist, weil sie die Kollateralschäden mitansehen müssen. Die Darstellung ihrer Erfahrungen sind Teil der unbedingt erforderlichen breiten Diskussion in der Gesellschaft, abseits von Politik und Medien und ihren Nudgingexperten. Vielen Dank, Frau Abe!
@ Dirk Jungnickel Nee Herr Jungnickel, da bin ich aber völlig anderer Meinung. Das RKI als (anscheinend) alleinige Beratungsinstanz der Regierung hat sich selber in diese Situation gebracht. Alleine die Aussage des Chefs bei einer Pressekonferenz, dass jetzt hier die Profis das Sagen haben (nicht wörtliche Wiedergabe) heißt doch für alle Anderen: Hinsetzen und Klappe halten. Vor knapp zwei Stunden war übrigens im ZDF eine etwas ältere Mitbürgerin zu sehen, die als Einzige einen Kommentar abgeben durfte. Sie sagte (wieder aus dem Gedächtnis), dass es sie ankotzt, dass jetzt aus jedem Loch einer gekrochen kommt, der meint er wisse es besser als die Regierung. Wie gesagt, einziger Kommentar! Dass sie nicht noch dreimal ausgespuckt und sich bekreuzigt hat, war wohl der Kürze des Berichts zuzuschreiben. Also wenn wir schon so weit sind, dass der Weisheit letzter Schluss aus dem Munde von Frau Merkel kommt und keinesfalls angezweifelt werden darf, dann kann man die vielen Fachleute im Lande schon verstehen. Und wenn man (ebenfalls im Fernsehen) sieht und hört, wie es Frau Bahner ergangen ist, hat nicht jeder den Mut so offen seine abweichende Meinung kundzutun.
U. Langer, “...deren Leiden ein Betroffener als tagelanges langsames Ertrinken beschrieben hat,...” Ich habe kürzlich die Sendung aus einem großes Krankenhaus in Hamburg gesehen, wo der Notfallmediziner sachlich und nachvollziehbar für jeden Laien die Krankheit an einer schwer erkrankten ca. 50 jährigen Coronapatientin, selber Ärztin, die beatmet werden mußte, erklärt hat. Nach seinen Ausführungen werden so schwer Erkrankte in ein künstliches Koma versetzt,, damit sich der Körper erholen kann und den Patienten die Angst genommen wird. Die Frau hat überlebt, nach ZWEI Tagen wurde die Beatmung beendet. Nach seiner Meinung dauert so ein Zustand ca eine Woche. Dann wurde die Frau auf die normal Station verlegt.
@Hans Kloss “...der Mob den man in den Foren der Leitmedien bei Kommentieren beobachten kann, groß ist oder sieht er nur so aus, weil alle andere weg zensiert sind?” 1. Nicht genehme Meinungen werden radikal weg zensiert 2. Die Redakteure (oder andere Beauftragte) schreiben selbst Kommentare unter verschiedenen Accounts (Maulwürfe) 3. In einer überregionalen Zeitung schreibt ein selbsternannter Historiker ständig unsachliche Gegendarstellungen die oft mit dem Wort “Das ist Unsinn” beginnen. Zensur ist das zuverlässigste Anzeichen von Hilflosigkeit und Existenzangst staatlicher Herrschaft.
Gudrun@Dietzel, habe es nicht live gesehen, nur aus der Presse vernommen, „den emotionalen Auftritt“ und die „gebrochene Stimme“, aber ich bewundere Ihre Leidensfähigkeit! Zwei Mal Merkel, liebe Frau Dietzel, Sie kommen in den Garten, ganz klare Sache, nach dem alten Spruch: Nur die Harten kommen in den…... LG aus dem Pfälzer Land.
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