Ich erinnere mich noch gut an den kindlichen Grusel angesichts des stetig dräuenden Atomkriegs in den Achtzigern. Den Kalten Krieg haben wir gewonnen, das Alternativszenario, das in der NZZ geschildert wird, jagt mir aber kalte Schauer über den Rücken. Lesenswert!
“Warschaupakt plante nuklearen Überfall auf Westeuropa
Wie man sich den Krieg gegen die Nato konkret vorstellte, lässt sich zurzeit im Detail nur für den Gefechtsstreifen der durch sowjetische Verbände verstärkten tschechoslowakischen Armee illustrieren. Dieser umfasste grosse Teile Bayerns, Baden-Württemberg bis zur Schweizer Grenze und weiter beiderseits der Achse Strassburg–Epinal–Dijon–Langres–Besançon–Lyon. Für den nuklearen Überraschungsschlag waren 131 Nuklearwaffen vorgesehen, davon 41, um die zwischen der tschechoslowakischen Grenze und der Linie Würzburg–Erlangen–Regensburg–Landshut stationierten Nato-Truppen zu zerschlagen. Die restlichen 90 Nuklearwaffen hatten zwei weitere Ziele: die nuklearen Angriffsmittel und die Führungszentren der amerikanischen 7. Armee. Abhängig von der konkreten Lageentwicklung war ein weiterer Einsatz von knapp 100 Nuklearwaffen vorgesehen, um die strategischen und operativen Reserven der Nato entscheidend zu schwächen und bisher nicht erkannte nukleare Angriffsmittel zu zerstören. Am 7. oder 8. Tag hätten die Streitkräfte des Warschaupakts den Rhein überschritten und den Raum Langres - Besançon erreicht, am 9. Tag Lyon.” Hier lesen!
