Mexikoplatz heißt ein S-Bahnhof im eleganten Berliner Stadtteil Zehlendorf, ein Bahnhof der S-Bahn-Linie 1, die von Nord nach Süd mitten durch Berlin führt, von Oranienburg zum Wannsee. In unserer West-Berliner Zeit wurde sie daher „Wannseebahn“ genannt. Sie endete abrupt in der Innenstadt, in Mauernähe, ich glaube am Lehrter Bahnhof, an dessen Stelle heute der Hauptbahnhof steht. Ich fuhr fast täglich zum Mexikoplatz, wo uns ein West-Berliner Freund eine Etage seiner Zehlendorfer Villa als Arbeitsraum überlassen hatte, rund zweihundert Quadratmeter, kostenlos. Weil wir frisch „aus dem Osten“ kamen und wenig Geld hatten. So was gab es damals. Innerdeutsche Solidarität.
Unser Wohltäter hieß Viktor, kam als Kind aus den „Ostgebieten“, war vorübergehend in Thüringen ansässig, bis seine Mutter eines Tages mit ihm „in den Westen rübermachte“, in den fünfziger Jahren, als man sich noch einfach in Berlin in die S-Bahn setzte, in einen der West-Sektoren fuhr und dort blieb. Der Vater wurde nie erwähnt, er war vermutlich, wie man damals sagte, „im Krieg geblieben“. Viktor beendete das Gymnasium, studierte an der TU und wurde Bauingenieur, spezialisiert auf den Wiederaufbau zerbombter Häuser. Von denen er zwei oder drei selbst kaufte, als Ruinen, um sie mit Krediten zu sanieren und die Wohnungen zu vermieten – damit war er, das arme Flüchtlingskind, reich geworden. Und davon blieb lebenslang eine Sympathie für deutsche Landsleute „aus dem Osten“, denen er bei ihren ersten Schritten im Westen half.
Gut, er verlangte auch eine Gegenleistung, eine eher angenehme: dass meine Frau seinen Töchtern Zeichenunterricht gab. Sie nahm noch andere Schüler, die dafür bezahlten, junge Leute, die sich an einer Kunst-Akademie bewerben wollten und dort „eine Mappe“ vorlegen mussten, eine Kollektion eigener bildkünstlerischer Arbeiten. So war in dieser Villa an einigen Tagen der Woche heiterer Betrieb, Berliner Gymnasiasten aus wohlhabenden Familien, die oft schon mit eigenem Auto vorfuhren und mit meiner Frau nach Modell zeichneten oder Druckgraphiken herstellten. Ich saß derweil in einem durch gläserne Flügeltüren abgegrenzten Raum und schrieb mein zweites Buch.
Mir ist diese Zeit in bester Erinnerung. Und damit Berlin-Zehlendorf. Vor allem der Mexikoplatz, wo ich täglich ausstieg, um noch ein paar hundert Meter durch stille, baumbestandene Straßen zu Viktors Villa zu laufen. Wir wohnten weiter in unserer Sozialwohnung in einem anderen Stadtteil, wo die Kinder zur Schule gingen, einer von uns fuhr nachmittags dorthin und passte auf, dass sie ihre Schularbeiten machten. Manchmal habe ich in der Zehlendorfer Wohnung übernachtet, die weitgehend unmöbliert war, ich schlief dort auf einem Klappbett. Und staunte über die Stille, die wunderbar besänftigende Stille dieses Villenviertels, unterbrochen nur von gelegentlich vorbeifahrenden S-Bahnzügen Richtung Schlachtensee und weiter gen Südwest.
Der schönste Bahnhof
Und daran denke ich dieser Tage: Wie diese Stille heute wirkt, da es in Zehlendorf kalt und vollkommen dunkel ist, „zappenduster“, wie man früher in Berlin sagte. Die Straße ein schwarzer Schlund, wie ausgestorben, da viele Bewohner aus ihren eiskalten Häusern geflohen sind zu Verwandten und Freunden in den wärmeren, lichteren Vierteln Berlins, wo es noch Stromversorgung gibt, eine wärmende Heizung in der Winternacht, eine Steckdose, um das Telefon aufzuladen. Zehlendorf war nie Glamour und Glitzerlicht, keine Leuchtreklamen und Nachtlokale, aber es war gut bürgerlich beleuchtet, solide und herzerwärmend, man konnte zu später Stunde im Licht der Straßenlampen zum S-Bahnhof Mexikoplatz laufen, dem von einer Kuppel gekrönten runden Jugendstilbau mit elegant geschwungenen Dächern, portalartigen Eingängen, Terrassencafés, die Halle eine kleine Shopping Mall, in der es zu unserer Zeit sogar ein Antiquitätengeschäft gab.
Mexikoplatz ist ohne Frage einer der schönsten S-Bahnhöfe Berlins, vielleicht der allerschönste. Er wirkte perfekt restauriert und steht selbstverständlich unter Denkmalschutz. Wenn wir ausländische Gäste hatten oder wenigstens solche aus Hamburg und Stuttgart, gingen wir zu diesem S-Bahnhof, um auf seinem gepflegten Vorplatz im Angesicht der Blumenrabatten und des Springbrunnens den Tee zu nehmen. Jetzt sehe ich Fotos von einem düsteren, wie tot daliegenden Steinklotz, die S-Bahnen halten dort nicht, weil Signale und Informationstafeln nicht funktionieren, die Ladenbesitzer haben ihre Geschäfte verrammelt und hoffen nur eins: dass der Stromausfall behoben ist, ehe die Plünderungen beginnen, der Vandalismus, die Graffiti-Orgien.
Berlin hat heute eine andere Bevölkerung als damals. Um einiges ärmer, etwa die Hälfte Ausländer, darunter ein starkes Kontingent aggressiver junger Muslime, dazu eine vitale, ständig wachsende linke Anarcho-Szene, Nester von Sozialneid, Hass und destruktiven Gelüsten, zugleich eine schlecht organisierte Stadtverwaltung, erschlafft, konfus, vorzeitlich bürokratisch. Defizite in der inneren Sicherheit. Für einen gutbürgerlichen Stadtteil wie Zehlendorf wird es ungemütlich. Man lebt dort draußen immer noch gut und gediegen, aber man ist nicht, wie mancher hoffte, außerhalb der Problemzone.
Noch handelt es sich um vereinzelte Zwischenfälle. Wenn sie auch, schaut man genauer hin, dichter aufeinander folgen. Und dann wirkt jeder gelungene Coup als Ermutigung zur Nachahmung. Da man in Deutschland offenbar die Stromanlagen und andere empfindliche Infrastruktur nicht bewacht, ist es relativ leicht, großen Schaden anzurichten. Während ich dies schreibe, erreicht mich die Meldung, dass der S-Bahnhof Mexikoplatz wieder unter Strom steht, wieder im Dunkeln leuchtet wie gewohnt und der normale Zugverkehr wieder aufgenommen wurde. Wir alle sind froh, wenn solche Zwischenfälle überstanden sind, Krieg, Terroranschlag oder Katastrophe, und nur allzu bereit, so schnell wie möglich ins normale Leben zurückzukehren. Ein Gefühl, das ich teile. Und doch ist mir zumute, als könnten wir nicht weitermachen wie bisher.

Ich kann so richtig mitfühlen, wie auf dem Bild oben, verarmter Adel, der Rolls-Royce, nur eine Laternengarage, die Stelle des Chauffeur vakant. Da kann man doch nur die Schreibtischlade öffnen und die Konsequenzen ziehen.
Werter Herr Noll, der BunteStaatsanwalt hat zwar Ermittlungen gegen den linken Terror in Berlin aufgenommen, aber mutmaßlich eher zum Schein, da der Terror von der BunteRegierung finanziert & unterstützt wird. Hier handelt es sich also um Staatsterrorismus gegen das Volk. Aber dazu muß man auch eingestehen, der Berliner Wähler hat den Staatsterrorismus gegen sich selbst gewählt, von daher bleibt mein Mitgefühl hinter Ihrem zurück. Die Berichterstattung in den Staatsmedien ist auch dementsprechend schlecht, der linke Terror wird weitestgehend unterschlagen. Damit zeigt uns die herrschende Kaste, daß wir ihr völlig egal sind, linker Terror nicht wirklich strafverfolgt wird, während man uns bei Meinungsverbrechen (siehe Frau Binnig) uns die Tür mit SEK eintritt. Die politischen Prioritäten sind hier klar gesetzt. Sylvester hatte wieder klar gezeigt, eine Ko-Existenz mit Muslimen ist nicht möglich, weder in Israel, noch in Deutschland. Schreibe hier nicht um das eine %, wo Ökumene, gerne von Medien propagandistisch ausgeschlachtet, funktioniert. Die Ökumene geht quasi gegen 0.
„Die aktuellen Bilder aus dem durch den linksextremistischen Anschlag in stromloses Dunkel gestürzten Berlin-Zehlendorf sind berührend für einen, dem dieser Ort einmal sehr wichtig war.“ ---- Es kann kein „linksextremistischer Anschlag“ gewesen sein, da Linke niemals gegen Linke kämpfen würden – Großes Rotes Ehrenwort!
Das „gutbürgerliche“ Zehlendorf hat gewählt: CDU 30%, SPD 22%, Grüne 22%…. Wie bestellt, so geliefert! Heult leise!
DAS, UND NOCH VIEL MEHR, WURDE GEPLANT! --- „Berlin hat heute eine andere Bevölkerung als damals. Um einiges ärmer, etwa die Hälfte Ausländer, darunter ein starkes Kontingent aggressiver junger Muslime, dazu eine vitale, ständig wachsende linke Anarcho-Szene, Nester von Sozialneid, Hass und destruktiven Gelüsten, zugleich eine schlecht organisierte Stadtverwaltung, erschlafft, konfus, vorzeitlich bürokratisch. Defizite in der inneren Sicherheit.“
Zu Baader-Meinhof-Zeiten fing es auch mit Gewalt gegen Sachen an, einem brennenden Kaufhaus. Das sind keine „Zwischenfälle“, und wenn es in einem der „Bekennerschreiben“ sinngemäß wirklich heißen sollte, der Anschlag habe sich nicht gegen die Betroffenen gerichtet, sondern gegen das „System“, dann ist das bei 50.000 Betroffenen, auch Alten, Kranken, Kindern, ärztlicher Versorgung, nicht nur eine absichtliche Verdrehung der Tatsachen, es ist offener Terror gegen die Zivilbevölkerung. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen m.E. eher drei Tage zu spät übernommen. Der Linksterrorismus ist zurück. Das ist die Situation, und Gewalt gegen Personen, die über das Geschehene hinaus gehen, nur eine Frage der Radikalisierung.
Langsam, aber zunehmend schneller bekommt der von Sigmar Gabriel geprägte Begriff Dunkeldeutschland seine wahre Bedeutung: die der sozialistischen Zerstörung der bürgerlichen Gesellschaft und seiner Errungenschaften, deren Fundament eine funktionierende, kostengünstige Energieinfrastruktur war.