Ein Landkreis hat verraten, wie hoch der Anteil der Geimpften unter den aktuell gemeldeten Corona-Fällen ist. Das hat jemand bemerkt und publiziert. Jetzt gibt es diese Zahlen nicht mehr.
Sie erinnern sich vielleicht an den Oberbürgermeister von Weimar. Der hatte mit einer großen Erklärung ein paar kritische Zahlen von der Webseite seiner Stadtverwaltung streichen lassen. Diese Zahlen, so schrieb er, könnten den Kritikern der grundrechtseinschränkenden Corona-Politik nutzen, deshalb würden sie nicht mehr veröffentlicht. So offen ausgesprochen wird das nicht überall, wo Zahlen und Fakten verschwinden, die nicht zur Corona-Politik passen.
Zum Beispiel im Kreis Schleswig-Flensburg. Hier hatte die Kreisverwaltung den interessierten Bürgern im Internet eine Übersicht über die Fälle der positiv getesteten Einwohner angeboten, aufgeschlüsselt nach Alter und Impfstatus. Und diese Zahlen sind – wie der im Netz noch auffindbare Datenstand vom 18. November zeigt – äußerst aufschlussreich:
So waren von 329 Corona-Positiven 173 vollständig Geimpft, zwei waren einmal geimpft und 154 waren nicht geimpft. Doch diese Zahlen – sieht man sie nur so grob – verzerren das Bild ein wenig, denn unter Betroffenen unter zwölf Jahren kann es ja noch keine Geimpften geben. Und auch bei den 12- bis 17-Jährigen, die noch nicht so lange geimpft werden, sind nur fünf von 26 positiv Getesteten vollständig und einer einmal geimpft.
Doch bei allen weiteren Alterskohorten sind dann die Geimpften deutlich in der Mehrheit.
18 bis 29 Jahre: 42 Fälle, davon 33 vollständig geimpft und neun ungeimpft.
30 bis 44 Jahre: 63 Fälle, davon 35 vollständig geimpft und 28 ungeimpft.
45 bis 59 Jahre: 80 Fälle, davon 62 vollständig geimpft, einer einmal geimpft und 17 ungeimpft
60 bis 74 Jahre: 37 Fälle, davon 30 vollständig geimpft und sieben ungeimpft.
75 bis 89 Jahre: neun Fälle, davon sieben vollständig geimpft und zwei ungeimpft.
Der eine Corona-positiv Getestete, der älter als 90 Jahre ist, war ebenfalls vollständig geimpft.
"Grafik über Altersstruktur ohne Impfstatus"
So richtig passt das nicht zur Erzählung von der „Pandemie der Ungeimpften“. Auch nicht zu dem regierungsamtlich gern verkündeten Narrativ, dass wir kein Problem mehr mit Corona-Infektionen hätten, wenn es nicht mehr so viele von diesen unverantwortlichen Ungeimpften gäbe.
Diese Zahlen erfüllten zweifelsohne das Kriterium, das dem Oberbürgermeister von Weimar genügte, Zahlen-Zensur zu üben.
Diesem Beispiel ist der Kreis Schleswig-Flensburg nun gefolgt. Nachdem die Zahlen Eingang in die Corona-Debatte fanden, sind sie von der Seite verschwunden. Nicht ganz sang- und klanglos, aber ohne Begründung. Jetzt (Dienstagmittag) liest man auf der Seite des Kreises lapidar: „Hinweis: In der nächsten Woche stellen wir an dieser Stelle wieder eine Grafik über die Altersstruktur der Infizierten aber ohne Impfstatus zur Verfügung.“
Der Versuch der Zahlen-Zensur in Weimar ist übrigens am Ende gescheitert. Nach einiger Empörung in der Öffentlichkeit ruderte der Oberbürgermeister zurück und ließ die ungeliebten Zahlen wieder veröffentlichen. Danach ist in Weimar bei vielen Corona-Fällen der Impfstatus offenbar nicht erfasst worden. Äußerst interessant sind hier allerdings die Zahlen aus dem Krankenhaus, denn es wird zwischen den Corona-Patienten, die coronapositiv getestet wurden, aber aus anderen Gründen in der Klinik sind, und jenen, die wegen einer Corona-Erkrankung aufgenommen wurden, unterschieden.
In Weimar kann man sich nun wieder informieren. Vielleicht folgen die Schleswiger ja dem Weimarer Beispiel im Umgang mit der Zahlen-Zensur.
Korrekturanmerkung: In der ursprünglichen Fassung hieß dieser Beitrag noch "Zahlen-Zensur in Flensburg", weil dem Autor vor lauter Corona-Zahlen entfallen war, dass Flensburg als kreisfreie Stadt nicht zum Kreis Schleswig-Flensburg gehört. Danke an die Leser, die auf diesen Fehler hingewiesen haben.

Aber, aber, wer wird denn gleich die Realität bemühen, wenn man si e weglügen oder unter Verschluss halten kann. Und – wenn unter dem Teppich kein Platz mehr ist, exekutieren Merkels „willige Vollstrecker“ mal eben en passant den Verfassungsstaat! Unteilbare Grundrechte hängen ab sofort von willkürlichen Annahmen und windelweichen, manipulierbaren Inzidenzen ab und werden je nach Gusto einem Teil der Bevölkerung (oder auch der Gesamtheit der Bürger) entzogen. Was für eine Schande, was für ein Angriff auf unsere Verfassung und unsere Freiheit! Wie viele „Tropfen“! braucht es eigentlich noch, bis wir uns zur Wehr setzen und auf die Straße gehen?!
Zahlen, Fakten, Evidenz…. Das ist doch alles irrelevant. Heute hat das Bundesverweigerungsgericht erneut bewiesen, dass Deutschland kein Rechtsstaat sondern eine Bananenrepublik ist in dem die Beweislastumkehr gilt und der Staat anhand der dafür völlig untauglichen RT-PCR Tests quasi alles und zu jeder Zeit von den Grundrechten befreien und zugunsten des Kollektivs alle einsperren darf. Und so agieren auch diese Antidemokraten vom Bürgermeister über Minister bis zum Verfassungsrichter. Es ist so widerwärtig, dass der Gedanke daran Würgereiz bei mir auslöst. Der Impfzwang kommt als nächstes udn natürlich verfassungsrichterlich für „adäquat“ befunden und abgesegnet. Das allerdings ist meine persönliche rote Linie für §20 Abs. 4
Ich komme zur Schlussfolgerung, das Gesundheitssystem sollte sich dazu widmen die Normalkrankheiten, dh. Nicht-Covid, zu behandeln.
Covid ist eine Sache, die wirtschaftliche Kosten verursacht, die nicht bezahlbar sind und wird die ganze Gesellschaft und Zivilisation zerstören. Wer Covid19 hat – Pech – wie in der Vergangenheit – auf gut englisch „sink or swim“. Keine Wirtschaft kann es leisten dauerhaft diese Situation zu dulden.
„Life goes on“. Zeit fur Kinder zu lernen, Arbeiter zu arbeiten, Beamten hinter dem abgabefinanzierten Schreibtisch zu hocken, und das Leben weiter zu fuhren.
Wenn Menschen >75 sterben müssen wir uns daran gewöhnen und Abschied nehmen. Die ganze Gesellschaft auf dem Kopf zu stellen wegen Atemwegkrankheiten ist nicht vertretbar.
Es kommt die Zeit wo kein Geld fur Krebs, Kardiologie, Demenz, ua zur Verfügung steht, weil die Kassen durch eine Überalterung der Gesellschaft entleert worden sind.
Der Link unter „ Eingang in die Corona-Debatte“ verweist auf die Website eines bekannten Elektrogeräteherstellers. Jetzt weiß ich nicht ob das ein schnöder Fehler ist , oder ein Witz den ich nicht verstehe, aber die Debatte würde mich tatsächlich interessieren
Die Verwaltung des Kreises Schleswig-Flenburg liegt in Schleswig. Flensburg hat als kreisfreie Stadt eine eigene Verwaltung in Flenburg. Ergo sollte der Apell dem Weimarer Beispiel zu folgen an die Schleswiger.
Es ist nur noch erbärmlich, der Kaiser ist längst nackt, stolziert aber weiter, zur Freude der „Klugen“ und Amtsträger …
Stand 30.11.2021, 15.27 Uhr steht auf der Seite das: „Bisher haben wir an dieser Stelle die Corona-Zahlen – aufgearbeitet in geimpft und ungeimpft – veröffentlicht. Mittlerweile ist allerdings ein überwiegender Anteil der Bürger*innen im Kreis geimpft, so dass eine Aufschlüsselung in dieser Form nicht mehr aussagekräftig ist.“