Stefan Frank / 08.06.2021 / 06:00 / Foto: Roland Wiesendanger / 112 / Seite ausdrucken

Wuhan-Affäre: “Die Weltbevölkerung in die Irre geführt”

Herr Professor Wiesendanger, als wir im Februar kurz nach der Veröffentlichung Ihrer Studie miteinander sprachen, gab es gerade eine Diffamierungskampagne gegen Sie, die nicht nur von Journalisten, sondern auch von einigen Politikern und sogar dem AStA der Universität Hamburg betrieben wurde. Haben sich inzwischen einige von diesen Leuten bei Ihnen entschuldigt?

Es gab nach der Veröffentlichung meiner Studie sehr unterschiedliche Reaktionen. Die extrem negativen oder sogar diffamierenden Reaktionen einiger Medien, das ist das eine; auf der anderen Seite die überaus positiven Reaktionen aus allen Berufsgruppen, von Ärzten, Juristen, Wirtschaftswissenschaftlern, aber auch aus breiten Schichten der Bevölkerung, die mir alle ein großes Lob gezollt und ausgedrückt haben, dass sie es großartig finden, dass ich mit diesen wesentlichen Informationen an die Öffentlichkeit gegangen bin. Die Labortheorie ist ja damals bei vielen „Faktencheckern“ als „Verschwörungstheorie“ durchgefallen. Viele haben gesagt, dass ich gerade deshalb unbedingt dranbleiben und weitermachen soll mit dem Thema und dass sie wünschen, weiterhin wahrheitsgemäß informiert zu werden. Das heißt, es gab sehr unterschiedliche Reaktionen: einerseits die von einigen Medien, andererseits die der breiten Bevölkerung. Die große Diskrepanz sah man ja auch an Leserkommentaren zu der Berichterstattung einiger Journalisten.

Nun aber ist auch in der Presse und dem Rundfunk ein starker Stimmungsumschwung wahrnehmbar. Wodurch wurde der ausgelöst?

Es gab zunächst einmal einen großen Stimmungsumschwung in den USA, das war das Wesentliche. Ich war selbst in viele Gespräche mit amerikanischen Kollegen involviert. In den USA einen Stimmungsumschwung zu erreichen, war sehr wichtig, gerade wegen der besonderen Situation dort. Wir wissen, dass eine Unterabteilung der National Institutes of Health (NIH), die von [dem medizinischen Chefberater des Weißen Hauses; S.F.] Anthony Fauci geleitet wird, mehrere hochriskante Gain-of-function-Forschungsprojekte mit Coronaviren [Experimente, die darauf abzielen, die Übertragbarkeit und/oder Virulenz von Krankheitserregern zu erhöhen; S.F.] in Wuhan jahrelang gefördert hat. Es kam nun in den USA eine Diskussion darüber auf, warum amerikanische Steuergelder offenbar verwendet wurden, um diese extrem risikoreiche Forschung in Wuhan zu unterstützen. Dabei war es wichtig, in den USA möglichst viele davon zu überzeugen – auch jetzt unter Präsident Biden – sich der Frage des Ursprungs des Virus mit allerhöchster Priorität zu widmen.

Durch viele Kontakte zu Kollegen in Amerika weiß ich, dass die neue Regierung noch im Februar gesagt hat, dass sie kein Interesse daran habe, dieses Thema noch einmal aufzugreifen. Aber der öffentliche Druck ist – gerade durch das Engagement vieler amerikanischer Kollegen – so groß geworden, dass es auch in der Biden-Regierung zu einem Meinungswechsel kam. Und in der Folge auch schrittweise in Europa. Hier haben sich insbesondere französische Kollegen und Kolleginnen hervorgetan, die das Thema auf der wissenschaftlichen Seite sehr stark vorangetrieben haben. Dadurch wurde es möglich, dass mehr und mehr Publikationen jetzt auch in referierten Zeitschriften durchgekommen sind, wie jüngst die von dem Norweger Birger Sørensen und dem britischen Kollegen Angus Dalgleish. Ein Bericht der Daily Mail hat jetzt gerade hohe Wellen geschlagen.

Laut der Daily Mail behaupten die beiden Wissenschaftler nicht nur, dass es „einzigartige Fingerabdrücke“ gebe, die beweisen, dass das Virus im Labor in Wuhan geschaffen wurde, sondern dass in diesem Labor anschließend Versionen des Virus kreiert wurden, die die eigene Manipulation verschleiern sollten, mit einer Technik namens reverse-genetic engineering. Können Sie dazu etwas sagen?

Sørensen und Dalgleish gehen auf die sogenannte Furin-Spaltstelle sowie vollkommen abnormale Gensequenzen ein, die eindeutig auf Genmanipulationen hindeuten. Auch Herr Yuri Deigin hat darauf schon im letzten Jahr hingewiesen. Es sind somit mehrere Virologen unabhängig voneinander zu den gleichen Schlussfolgerungen gekommen, dass es im Bereich der sogenannten Beta-Coronaviren in der Natur nichts gibt, das vergleichbar zu SARS-CoV-2 wäre und dass es aufgrund der Ladungszustände dieser speziellen Gensequenzen ganz unwahrscheinlich wäre, dass sich so eine Sequenz in natürlicher Weise ausbilden würde, da dies den Gesetzen der Physik widersprechen würde. Das reverse-genetic engineering, welches Sie angesprochen haben, ist etwas, was Sørensen und Dalgleish zum ersten Mal publik gemacht haben.

Ich kann dies nicht vom genetischen Gesichtspunkt beurteilen, ich weiß nur, dass in China nicht nur politische Akteure, sondern auch Wissenschaftler, insbesondere die Forscher und Forscherinnen in Wuhan, alles getan haben, um die internationale Wissenschaftsgemeinschaft zu täuschen. Dabei haben sie vielleicht Fingerabdrücke hinterlassen – das kann ich nicht endgültig beurteilen. Ich weiß aber aus vielen unabhängigen Quellen, dass einerseits schon im September 2019 umfangreiche Daten der virologischen Datenbank des Wuhan Institute of Virology (WIV) in Wuhan gelöscht wurden; dass ferner Arbeiten der Forschungsgruppe von Shi Zhengli [Leiterin des Zentrums für neu auftretende Infektionskrankheiten am WIV; S.F.] in der Zeitschrift Nature publiziert worden sind, die sich nachträglich als unzulänglich und widersprüchlich herausgestellt haben.

In diesem Zusammenhang musste schon im November letzten Jahres eine Korrektur durch die Autoren erfolgen, und jetzt hat sich nachträglich herausgestellt, dass nun diese Korrekturen auch noch einmal zu revidieren sind. Die Wissenschaftscommunity weiß, dass den Forschern in Wuhan kein Glaube zu schenken ist, und deshalb sind auch deren Aussagen gegenüber der gemeinsamen WHO-China-Untersuchungskommission, dass es keinerlei infektiöse Mitarbeiter gegeben habe und auch alle Sicherheitsbestimmungen eingehalten worden seien, nicht glaubwürdig. Diese Aussagen gerade zu diesen beiden Punkten befinden sich im klaren Widerspruch zu Erkenntnissen amerikanischer Geheimdienste.

„Aus der Wissenschaft heraus sind unverzeihliche Fehler gemacht worden“

Aber einige nichtchinesische Mitglieder der WHO-China-Untersuchungskommission verteidigen das WIV immer noch. Das gilt etwa für den Leiter der EcoHealthAlliance, Peter Daszak, oder auch den australischen Wissenschaftler Dominic Dwyer, der dieser Tage sagte, es gebe keinerlei Beweise für die Laborunfalltheorie.

Zum einen gab es Mitglieder dieser gemeinsamen WHO-China-Untersuchungskommission, die allergrößte Interessenkonflikte hatten, wie etwa Peter Daszak. Dies ist ja bereits mehrfach in ganz vielen Artikeln der letzten Wochen angeklungen. Das Gleiche gilt auch in hohem Maße für zwei, drei weitere Mitglieder dieser Kommission, was man eigentlich nicht akzeptieren sollte. Dann gab es Mitglieder der Kommission, die ihr ganzes wissenschaftliches Leben lang nichts anderes gemacht haben als Zoonosen [Krankheitsübertragung vom Tier auf den Menschen; S.F.] zu untersuchen. Wenn Sie da fragen, wie viele Unfälle in biotechnologischen Laboren sich jährlich ereignen, von welcher Tragweite diese sind und wie man vorgehen muss, um so etwas zu untersuchen, dann haben diese Kollegen überhaupt keine Expertise darin.

Es ist ja auch publik geworden, dass der Auftrag dieser Untersuchungskommission nicht darin bestand, die Möglichkeit eines Laborunfalls zu prüfen. Nur vier Seiten von über 300 dieses gemeinsamen WHO-China-Untersuchungsberichts sind überhaupt der Labortheorie gewidmet. Und darin steht nichts anderes, als dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des virologischen Instituts befragt wurden und diese gegenüber der Kommission geantwortet hätten, dass alles in Ordnung gewesen sei, sich niemand infiziert habe und alle Sicherheitsbestimmungen eingehalten worden seien. Die Kommissionsmitglieder haben das einfach geglaubt. Jedem, der den Bericht gelesen hat, ist klar, dass dies keine tiefgreifende Untersuchung war.

Es ist das herausgekommen, was herauskommen musste. Die chinesische Seite hat die internationalen Mitglieder der Kommission ja selbst ausgesucht und drei hochrangige Wissenschaftler, die von amerikanischer Seite vorgeschlagen worden waren, abgelehnt. Sie haben dann Peter Daszak gewählt und damit diejenige Person, die über Jahre mit der Gruppe in Wuhan zusammengearbeitet und diese Gain-of-function-Experimente durchgeführt hatte. Es ist folglich keine unabhängige wissenschaftliche Untersuchung gewesen, sondern einfach nur eine Farce – ein Vorgehen, das die gesamte Weltbevölkerung in die Irre geführt und dem Ansehen der gesamten Wissenschaftswelt geschadet hat.

Wir haben es hier nicht mehr nur mit einer Gesundheitskrise wegen Covid-19 zu tun, sondern auch mit einer Krise des Wissenschaftssystems durch offensichtliche Täuschungen von Seiten der Wissenschaftler des WIV, aber auch von Wissenschaftlern, die mit diesem Institut zusammengearbeitet haben, wie etwa Peter Daszak. Der hatte bereits im Februar 2020 einen offenen Brief in The Lancet auf den Weg gebracht, gemeinsam mit 26 anderen Virologen. [In jener Stellungnahme wurde jede Mutmaßung über einen nichtnatürlichen Ursprung des Virus als „gefährliche“ „Verschwörungstheorie“ diskreditiert, die zu verwerfen sei; S.F].

Mittlerweile sind etliche Virologen vorsichtiger geworden und auch drei der damaligen Unterzeichner dieses offenen Briefs sind inzwischen anderer Meinung. Zusammenfassend kann man sagen: Es hat Publikationen gegeben, die nachweislich irreführend sind, selbst in der Zeitschrift Nature. Und, noch viel verheerender, Peter Daszak wurde ja nicht nur in die WHO-China-Kommission, sondern auch in die Covid-19-Kommission von der wissenschaftlichen Zeitschrift The Lancet berufen. Das heißt, aus der Wissenschaft heraus sind unverzeihliche Fehler gemacht worden. Wir können im Wissenschaftssystem einfach nicht solche offensichtlichen Interessenkonflikte und Täuschungen dulden, die dazu führen, dass die wichtigste Frage im Zusammenhang mit Covid-19 – Was hat diese weltweite Katastrophe eigentlich verursacht? – nicht ergebnisoffen angegangen und untersucht werden kann.

„Hochrisikoreiche Gain-of-function-Forschung in Wuhan“

Aber eine Korrektur dieser Verfehlungen ist jetzt im Gange, nicht wahr?

Es bedurfte eines Zusammenwirkens von vielen Wissenschaftlern verschiedener Fachgebiete aus aller Welt, um den neuen amerikanischen Präsidenten dazu zu bewegen, weitere Untersuchungen anstellen zu lassen. Die sind auch notwendig, weil nicht davon ausgegangen werden kann, dass China weitere Untersuchungen im eigenen Land zulässt.

Vieles kann man aber recherchieren, ohne vor Ort zu sein. Es gibt viele Informationsquellen, die u.a. dazu geführt haben, dass die Welt nun etwa von den schon im November 2019 erkrankten Mitarbeitern des Wuhan-Instituts erfahren hat. Es sind darüber hinaus noch andere Dinge ans Licht gekommen. Dazu zählt, dass diese hochrisikoreiche Forschung in Wuhan gar nicht in Hochsicherheitslaboren der Klasse 4 durchgeführt wurde, sondern in Laboren niedrigerer Sicherheitsstufen der Klassen 2 und 3. Das hat viele namhafte Virologen in den USA außerordentlich entsetzt.

Zudem wurden zwischenzeitlich Master- und Doktorarbeiten aus China übersetzt, die ganz klar belegen, dass diese hochrisikoreiche Gain-of-function-Forschung in Wuhan bis kurz vor Ausbruch der Pandemie durchgeführt wurde. Es sind ferner Dokumente aufgetaucht, die belegen, dass die Forscher in Wuhan auch eng mit militärischen Einrichtungen zusammengearbeitet haben. Und es sind viele weitere Informationen hinzugekommen, auch von Bürgern aus Wuhan, die gesagt haben, sie seien zu Beginn der Pandemie fest davon ausgegangen, dass diese neue Krankheit aus dem Labor kommt. 

Also nicht von dem Wildtiermarkt.

Es war ja eigentlich ein Fischmarkt. Diese Theorie ist erst Ende Dezember 2019 kreiert worden. Schon im Mai 2020 musste auch die chinesische Regierung zugeben, dass das Virus nicht von diesem Markt kommen konnte. Dann wurde ersatzweise diese abstruse Theorie erfunden, wonach das SARS-CoV-2-Virus über Tiefkühlkost nach Wuhan gelangt sei. Das war eine These, die irrwitzigerweise auch von der WHO-China-Untersuchungskommission diskutiert wurde. Diese total absurde Theorie wurde dann noch als plausibler eingestuft als die Laborunfalltheorie. Wie absurd das ist, sehen Sie schon daran, dass niemand derzeit Tiefkühlkost auf SARS-CoV-2-Viren untersucht. Es gibt keinen namhaften Wissenschaftler, der diese Theorie irgendwie ernst nehmen würde, und in politischen Kreisen wird sie offenbar auch nicht ernst genommen, sonst würden ja entsprechende Untersuchungen von Tiefkühlkost angeordnet werden.

Wie ist der aktuelle Stand bei der Theorie, dass eine Übertragung des Virus von der Fledermaus auf den Menschen über einen Zwischenwirt stattgefunden hat?

Inzwischen wurden über 80.000 Tierproben untersucht. Bei keinem dieser Tiere fand man das SARS-CoV-2-Virus, egal, ob man Pangoline, Marderhunde, Schleichkatzen, Schlangen oder was auch immer untersuchte. Man muss sich dabei vor Augen halten, mit welchem Hochdruck gerade die chinesische Seite daran arbeitet, ein Zwischenwirtstier zu identifizieren, um das Labor von dem Verdacht des Ursprungs der Pandemie zu befreien. Aber bis heute ist ein solches Zwischenwirtstier nicht identifiziert worden, und solange das nicht geschehen ist, hat diese Theorie keine wissenschaftliche Basis.

Die zweite Theorie war, dass es eine Direktübertragung von einer Fledermaus auf den Menschen gegeben haben könnte. Dazu gibt es jetzt interessanterweise ganz viele neue, gesicherte Erkenntnisse, dass es in der Vergangenheit tatsächlich zu einer solchen Direktübertragung gekommen ist: 2012/13, als nämlich Forscher in der stillgelegten Mojiang-Kupfermine Fledermauskot zu Forschungszwecken eingesammelt haben. Sechs von ihnen sind daraufhin schwer erkrankt, drei davon sogar verstorben, und zwar mit Covid-19-ähnlichen Symptomen. Proben des Fledermauskots sowie der damals infizierten Personen wurden u.a. auch nach Wuhan gebracht und nachweislich weiter untersucht. Ein Virus, über das in der Zeitschrift Nature im Februar 2020 berichtet wurde, stammt tatsächlich aus diesen 2013er-Proben. Und das ist das Virus, das dem SARS-CoV-2-Virus am nächsten ist – zumindest laut den publizierten Berichten.

Es gibt aber, und das weiß die Wissenschaftswelt mittlerweile, sehr viele weitere Coronaviren, die aus damaligen Proben stammen und mit denen offenbar in Wuhan auch experimentiert wurde. Welche genau, ist nun nicht mehr nachvollziehbar, weil die Daten auf der Virusdatenbank des virologischen Instituts in Wuhan im September 2019 gelöscht worden sind. Man nimmt an, dass unter ihnen viele gewesen sein könnten, die dem SARS-CoV-2-Virus noch sehr viel ähnlicher sind. Aber dies ist Spekulation – was hingegen nicht Spekulation ist, ist die Tatsache, dass es eine Direktübertragung von Coronaviren von der Fledermaus auf den Menschen geben kann. Dies ist nachweislich 2013 geschehen, sogar mit Todesfolge für drei Menschen.

Jetzt kommt das große ABER: Obwohl Coronaviren direkt auf den Menschen übertragen werden konnten, mit Covid-19-ähnlichen Symptomen, ist es danach nicht zu einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung gekommen und auch nicht zu einer Pandemie. Das ist der entscheidende Unterschied. Zu einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung kam es erst durch entsprechende Gain-of-function-Experimente in Wuhan, die ja in der Literatur dokumentiert sind und exakt darauf abzielten, eine solche Mensch-zu-Mensch-Übertragung möglich und effizient zu machen.

Dies steht u.a. wörtlich in den Publikationen: Man wollte das „Pandemie-Potenzial“ von Coronaviren erforschen. In dem Forschungsantrag, der von der Unterabteilung der National Institutes of Health (NIH) von Anthony Fauci bewilligt wurde, steht explizit drin, dass dies das Ziel der Forschung war: durch Experimente mit biotechnologisch manipulierten Coronaviren das Pandemie-Potenzial für den Menschen aufzeigen zu können. Das ist dokumentiert, das kann niemand bestreiten.

Wir wissen daher heute gesichert: a) Es kann eine Direktübertragung von Coronaviren von Fledermäusen auf Menschen stattfinden und b) Es hat sich daraus jedoch 2013 keine Pandemie entwickelt. Wir wissen ferner gesichert, dass genau solche Experimente mit dem Ziel, das Coronavirus auf den Menschen und dann von Mensch zu Mensch übertragbar zu machen, im Wuhan-Institut für Virologie durchgeführt wurden. Wenn man die vier in Betracht gezogenen Szenarien der WHO-China-Untersuchungskommission somit bewerten sollte, dann gibt es derzeit nur eine einzige logische Schlussfolgerung: nämlich, dass die gegenwärtige Coronavirus-Pandemie durch hoch risikoreiche Gain-of-function-Experimente im virologischen Institut der Stadt Wuhan ausgelöst wurde. Die drei anderen Szenarien, welche diese merkwürdig zusammengesetzte Kommission als wahrscheinlicher angesehen hat, haben auf Basis von Fakten tatsächlich eine verschwindend geringe Wahrscheinlichkeit. 

"Journalisten wollten Trump nicht in seiner Meinung bestärken"

Kommen wir auf die politik- und medienwissenschaftliche Seite des Themas zu sprechen. Schon vor über einem Jahr wurde in einigen Zeitungen über die Möglichkeit eines Laborunfalls diskutiert, etwa in einem Artikel der Washington Post vom 1. Mai 2020. Die Autoren der Washington Post schrieben damals, solche Unfälle in Biotech-Laboren, bei denen gefährliche Krankheitserreger freigesetzt werden, ereigneten sich immer wieder, auch in den USA. Sie schrieben auch über einen führenden Forscher des WIV, Yuan Zhiming, der in einem Artikel von 2019 schwere Sicherheitsmängel in chinesischen „Hochsicherheits“-Labors anprangerte. Mir kommt es so vor, als wäre vieles, über das wir reden, schon im Frühjahr 2020 bekannt gewesen, nur um dann fast ein Jahr lang unter einem Mantel des Schweigens versteckt zu werden. Hatte das mit den amerikanischen Präsidentschaftswahlen im November 2020 zu tun? US-Präsident Donald Trump hatte ja schon früh davon gesprochen, dass das Virus aus einem chinesischen Labor kommt. 

Ja. Die Laborunfalltheorie stand in einem engen Zusammenhang mit dem damaligen US-Präsidenten Trump. Darum war dieses Thema in den USA bis zu den Präsidentschaftswahlen quasi tabu. Es gab bereits vor einem Jahr viele Wissenschaftler, die die Laborunfallhypothese als sehr viel wahrscheinlicher angesehen haben, aber niemand aus intellektuellen Kreisen mochte sich dazu öffentlich bekennen, um nicht Trump eine Vorlage zu bieten. Auch Journalisten wollten nicht Trump in seiner Meinung bestärken, sondern standen auf dem Standpunkt: Was Trump sagt, muss grundsätzlich falsch sein. So etwas ist unglaublich gefährlich.

Dies also ist die dritte Krise, die wir derzeit im Zuge der Pandemie erleben: die Krise der Medienwelt, die dadurch ausgelöst wurde, dass Journalisten eine vorgefertigte Meinung hatten und Nachrichten im Licht dieser Meinung bewerteten und dann darüber berichteten oder nicht berichteten – abhängig davon, ob die Nachricht in ihr Weltbild passte oder nicht. Das sah man ja auch an meinem Beispiel. Es war ja so, dass sehr viele Journalisten meine Studie gar nicht gelesen haben, im Gegensatz zu den meisten in der Bevölkerung. Die Journalisten hatten eine vorgefertigte Meinung, die durch „Faktenchecker“ bereits frühzeitig abgesegnet wurde: Nein, die Laborunfalltheorie ist keine plausible Erklärung und muss bekämpft werden – auch durch Zensur auf Facebook – da sie angeblich eine Verschwörungstheorie darstellt.

Das ist eine unglaublich gefährliche Entwicklung, die sich gerade an diesem Beispiel aufzeigen lässt. Auch der Molekularbiologe Richard Ebright von der Rutgers University hatte sich beklagt, dass er interviewt wurde und anschließend in einem Zeitungsartikel ein wesentlicher Teil seiner Aussage weggelassen wurde: Die Kernaussage, dass er eher zur Laborunfalltheorie bereits im Frühjahr 2020 tendierte, wurde in ihr Gegenteil verkehrt. Da wurde mit allen Mitteln gearbeitet, wie auch bei mir am 18. Februar mit den Falschzitaten, die das ZDF bewusst gestreut hat. Es ist also alles unternommen worden, von Weglassen wesentlicher Aussagen von Kollegen bis hin zu Falschzitaten, um die vorgefertigte Meinung von Journalisten an die Bevölkerung zu bringen.

Schlimm dabei war, dass immer wieder zwei Begriffe in irreführender Weise benutzt wurden. Der eine ist die sogenannte Mehrheitsmeinung. Immer wieder haben Journalisten gesagt, die Mehrheit der Wissenschaftler sei der und der Ansicht. Das war natürlich überhaupt nicht mit Fakten untermauert, da kein Journalist jemals eine Umfrage unter allen weltweit tätigen Wissenschaftlern durchgeführt hat. Es war vielmehr so, dass es nicht mehr als eine zweistellige Zahl von Virologen gab, die die ganze Wissenschaftswelt und die gesamte Weltbevölkerung an der Nase herumgeführt haben. Das wird nun deutlich. Es war tatsächlich nicht mehr als diese zweistellige Zahl von Virologen, die sich immer wieder öffentlich gegen die Labortheorie geäußert haben und auch die kippen jetzt mehr und mehr in ihrer Meinung um, bis auf jene, die wirklich schwerste Interessenskonflikte haben. Es ist entsetzlich, dass man in der Medienwelt viel zu oft in unbegründeter Weise von einer „Mehrheitsmeinung“ spricht. 

Der andere unsägliche Begriff in der Medienwelt ist der der angeblichen Experten. Darauf hat man sich immer wieder berufen, auch im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie. Angebliche Experten wüssten, dass das Virus nicht aus einem Labor kommen könne und somit sei alles, was damit zusammenhängt, als Verschwörungstheorie abzutun. Das ist extrem gefährlich.

„Faktenchecks“, die auf angeblichen Fakten angeblicher Experten basieren

Nicht nur auf dem Gebiet der Virologie.

Nein, nicht nur dort, grundsätzlich ist das ein entscheidender Fehler vieler Medien. Wenn ein Journalist sagt: „Experten sagen, dass…“, dann hat er selbst keine Recherche angestellt und war zu faul, das Thema selbst zu bearbeiten und kritische Punkte zu hinterfragen. Dies ist das grundsätzliche Problem, das wir heutzutage haben, bis hin zu sogenannten „Faktenchecks“, die auf angeblichen Fakten basieren, die von angeblichen Experten kommen. Es wird noch nicht einmal geprüft, ob diese angeblichen Experten nicht vielleicht extreme Interessenskonflikte haben, wie das etwa bei Peter Daszak oder einigen anderen Virologen nachweislich der Fall ist. Wir wissen, dass es sehr viele sogenannte Experten auf verschiedenen Gebieten gibt, die Interessenskonflikte haben, auch in ganz anderer Hinsicht. Viele dieser „Experten“ profitieren von dem, was sie in die Welt setzen, bis hin zu monetären Vorteilen. 

Würden Sie sagen, dass die Komplexität eines Themas, über das sich die meisten Leute kein Urteil zutrauen, die Herrschaft der „Experten“ begünstigt?

Das mag ein Teilaspekt sein – aber eigentlich ist dies keine ausreichende Erklärung. Egal, ob jemand Journalist ist oder Wissenschaftler, der auf ganz anderen Gebieten tätig ist oder irgendjemand aus der Bevölkerung, der noch überhaupt nichts von diesen Theorien über den Ursprung der Pandemie gehört hat: Wichtig ist doch, dass jemand nur dann zu einer starken Meinung kommen sollte, wenn er sich selbst mit einem Thema sehr intensiv beschäftigt hat. Ein Journalist hat eine besondere Verantwortung, insbesondere Journalisten von Medien, die dominierend sind im jeweiligen Land. Dann muss man sich doch fragen: Was hat das für mögliche Konsequenzen, wenn man Theorien abtut, zum Teil mit extremsten Diffamierungen und nachträglich sich als falsch erweisenden Aussagen, ohne selbst urteilsfähig zu sein. Ich habe nach der Veröffentlichung meiner Studie zum Ursprung der Coronavirus-Pandemie am 18. Februar Tausende von Zuschriften bekommen und ganz viele davon waren dem Thema gewidmet, dass sich die Menschen hier in Deutschland echte Sorgen machen um den Zustand der Demokratie.

Demokratie lebt von Meinungsvielfalt. Sie lebt von Ideenvielfalt. Sie lebt auch insbesondere vom Wettbewerb der Argumente. Dabei zeichnet sich eine gut funktionierende Demokratie dadurch aus, dass am Ende die besten Argumente erfolgreich sind. Dadurch sollte ein demokratisches System aus grundsätzlicher Sicht große Vorteile haben gegenüber totalitären Staatsformen. Wenn aber der Wettbewerb von Argumenten in einer solchen Form unterdrückt wird, wie das im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie hier in Deutschland von Seiten vieler Journalisten des Öfteren geschehen ist, dann ist das ein Angriff auf demokratische Prinzipien. Das ist eine Entwicklung, die ganz vielen Bürgern Sorge bereitet: dass es nicht mehr möglich ist, Meinungen frei zu äußern und Argumente sachorientiert auszutauschen, und durch den offenen und fairen Wettbewerb um die besten Argumente dafür zu sorgen, dass wir für schwerwiegende Probleme die bestmöglichen Lösungen finden. Diesem Wettbewerb muss gerade in Deutschland wieder mehr Freiheit eingeräumt werden.

 

Zu diesem Thema ist auf Achgut.com u.a. auch erschienen: 

Roland Wiesendanger und der Stich ins Wespennest

Zitate erfunden? Das Schweigen des ZDF

Zweifelhafte ZDF-Zitate: Verzögern und sich dumm stellen

ARD- und ZDF-Faktenchecker erwischt: Die Schamlosen

Foto: Roland Wiesendanger CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

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Steve Acker / 08.06.2021

Die Woche hat ja Drosten seine Theorie mit den Pelztierfarmen rausgestellt. Da seien wilde Marderhunde reingekommen, die vielleihct vorher infizierte Fledermäuse gefressen hätten. Die Fellgewinnung sei besonders grausam.. bei lebendigem Leib wird ihnen das fell über die Ohren gezogen, und beim Todesschrei stossen sie Aerosole aus, die dann zur Verbreitung von Corona führten. Was für ein billiges Ablenkungsmanöver um vom Labor wegzukommen. Erschreckend dass viele Leute diese abenteuerliche Geschichte ernstnehmen.

Konrad Kugler / 08.06.2021

Das Verblüffendste im ganzen Geschehen ist die Tatsache, daß nirgends nicht einmal ein Hauch von Zweifel angeklungen ist an den ganzen irren Maßnahmen.

Dr. Ralf Günther / 08.06.2021

Beim “Teilen” dieses Artikel auf Facebook habe ich umgehend eine Sperre von 24 Stunden erhalten.

Steffen Huebner / 08.06.2021

Meine Hochachtung Prof. Wiesendanger und all seinen Mitstreitern zur Aufdeckung der Wahrheit. Das Interview zeigt wieder interessante Zusammenhänge auf, welche in der BRD- Mainstreampresse nicht pupliziert werden würden. Sehr interessant auch sein Interview zum Thema auf Servus- TV in der Dokumentation “Corona, die Suche nach der Wahrheit”, in der auch andere Kritiker der Corona- Maßnahmen zu Wort kommen. Das wäre im deutschen Lügenfunk, den ich leider zwangsweise per Diktat mit finanzieren muß, mit dessen strammen Parteipropagandisten undenkbar.

Peter Bernhardt / 08.06.2021

@Sepp Kneip, die Geschichte lehrt uns, das in dem Augenblick, da die moralische Kraft, das Rüstzeug einer Gesellschaft, ihre Herrschaft verloren haben, die letzte Auflösung von jenen unbewussten und rohen Massen welche recht gut als Barbaren gekennzeichnet werden, herbeigeführt wird. Die Massen können nur in Bildern denken und lassen sich nur durch Bilder (Perfekt durch tv!) beeinflussen! Gustave Le Bon,  Psychologie der Massen,1911

Jiří Pastýř / 08.06.2021

“Mir kommt es so vor, als wäre vieles, über das wir reden, schon im Frühjahr 2020 bekannt gewesen, nur um dann fast ein Jahr lang unter einem Mantel des Schweigens versteckt zu werden. ... Nein, die Laborunfalltheorie ist keine plausible Erklärung und muss bekämpft werden – auch durch Zensur auf Facebook – da sie angeblich eine Verschwörungstheorie darstellt.” Ja. Diese Typen der Journaille insb. in Deutschland sind absolut bereit, die Wahrheit zu vertuschen, damit nicht erkennbar wird, dass irgendein nach ihrer Meinung “Rechter” recht haben könnte. Und das bei einer Krankheit, die Millionen von Toten verursachen kann. Ja, Millionen von Toten, das genau ist die Dimension, die zu diesen Typen passt. Sie reihen sich ein in die Namensliste großer Transformatoren der Weltgeschichte, wie Josef Stalin, Mao Tse Tung, Pol Pot, Adolf Hitler, die es auch mit der Wahrheit gehalten haben, wie der “große Bruder” in “1984”. Methoden von Hetze und Subversion, und am Ende eben Gulag oder KZ. Was mir Angst macht: Stalin, Mao, Pol Pot und Hitler waren intelligente Menschen, sie wussten, dass sie wider die Wahrheit agitierten. “Unsere” Medienmensch*innen mit ihrer mit Hilfe von Nachhilfe im Rahmen von G9+ Gesamtschulniveaubildungsgängen in ihre unintelligenten deutschen Bürgerschädel gepaukten Halbbildung jedoch glauben auch noch daran, dass es stimmt, was sie zusammenschreiben, weil es ja nicht sein kann was nicht sein darf, nämlich etwa dass Trump recht gehabt haben könnte und dass es dem guten Zweck dient. Düstere Aussichten für die Wahrheit, die zukünftig nur noch wenigen (etwa einigen Achse-Lesern) vorbehalten bleiben wird (die Frage ist auch: wie lange noch), die angesichts der Monströsität der kommenden Transformationen (Energiewende, EUdssr, Kampf gegen “Rächts”, am Ende der neue, gegenderte Mensch oder eben Lagerleben) ohnehin nichts ausrichten können werden und von denen sicher Einige im weiteren Verlauf der Geschichte im Gulag verenden werden…

Christina M. Kerpen / 08.06.2021

Mich würde die Rede, die Frau Merkel in genau diesem Labor im September 2019 gehalten hat, brennend interessieren. Wahrscheinlich ist damals der Zusammenbruch der demokratischen Welt wie wir sie kennen beschlossen und geplant worden. Politikern ist wirklich nur alles Schlechte zuzutrauen, insbesondere, wenn es darum geht sich selber noch reicher und die Amigos richtig fett zu machen, denn aus deren Töpfen fällt dann noch mal was für das verlogene Pack ab. Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich k… möchte!

A. Ostrovsky / 08.06.2021

@Andreas Mertens : “Wer ins Parlament will sollte min. einen IQ von 110 (eher 120) + min. ein cum laude Studium (keine Laberfächer !) +  ein Jahrzehnt härtester Berufserfahrung vorweisen können.” Hahaha, Schaumermal. Manche kommen auch vom Völkerrecht her auf dem Trampolin geritten. Ich wünsche Ihnen noch viel Spass mit der kommenden Bundeskanzlerin. Das ist übrigens schon entschieden. Die Wahl ist eigentlich überflüssig, aber man wird sie vielleicht trotzdem veranstalten. Das Volk liebt ja die Spiele so.

PALLA Manfred / 08.06.2021

+ + + @Krautner - “ZEHN” BILLIONEN DOLLAR “Entschädigung” fordert just EX-Präsident TRUMP !?! - man darf dabei raten, mit welcher Summe die “US-Armeerikaner” bei den Chinesen und einigen anderen “in der Kreide” stehen (StaatsAnleihen) - und die Kooperation in “VirenForschung” gibt es seit den “NULLER”-Jahren - und vielleicht war dies auch ein strategisches “KUCKUCKS-Ei” ?!? - FAZIT:  - “So, wie bisher in den letzten zwei, drei Jahrzehnten, KANN es im DOLLAR-Raum NICHT mehr lange weitergehen” !?! - m.M.n.  ;-)  ;-)  ;-)

Hartmut Laun / 08.06.2021

Was für ein Dreigestirn der Kooperation: 1) China baut einen Virus. 2) Die WHO, die Melinda - Gates - Stiftung aus den USA trommelt weltweit für eine Impfpflicht für alle. 3) Und die bekannten Pharmakonzerne generieren global mit ihren Impfstoffen unvorstellbare Umsätze und Gewinne. Eine Korrelation oder eine Kausalität?

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