Willy Brandt versprach, die Mauer werde fallen. Das Unmögliche wurde möglich. Doch wer heute hofft, Deutschland könne aus seinem moralischen Tief herausfinden, wird enttäuscht. Die Juden werden in Israel Zuflucht finden. Aber ich?
Good old Willy – Willy Brandt – sagte zum Jahrestag des Mauerbaus immer, dass die Mauer eines Tages fallen werde. In welcher Funktion er gerade war, spielte keine Rolle: Regierender Bürgermeister Berlins, Außenminister, Vizekanzler, Kanzler – immer derselbe Satz, dieselbe Gewissheit. Damit bin ich groß geworden. Ich wusste, dass die Mauer fallen würde, weil Willy Brandt es sagte. Nur – als Kind wusste ich zunächst gar nicht, welche Mauer er meinte. Später wurde mir klar, es war die Berliner. Die neu gezogene nennen sie heute „Brandmauer“. Das „T“ fehlt. Und mit ihm offenbar der Geist Brandts.
Manches, was man sich nicht vorstellen kann, passiert trotzdem. So wie damals die Streiks in Danzig 1980, als aus der Solidarność-Bewegung eine Welle entstand, die bis in die UdSSR schwappte – und am Ende fiel tatsächlich die Mauer. Unmögliches wurde Wirklichkeit. Das war das Intro.
Am 13. Oktober dieses Jahres, als die Geiseln freikamen, war für viele der schönste Tag seit Langem. Einen Tag später war wieder der 12. Oktober – sinnbildlich gesprochen. Alles beim Alten. Bis auf das, was man einen friedenähnlichen Zustand in Gaza nennt. Und ich fragte mich: Wie geht das jetzt weiter? Die „Free Palestine“-Demos werden bleiben – Orte, an denen sich linker Krawall, Islamismus und Deutschlandverachtung vereinen. Finanziert vom Staat, vom Jobcenter, von unserer eigenen Naivität. Wozu das Ganze?
Meine Nachbarin meinte: eine Art Selbstbefriedigung der Linken und Migranten, ein Ersatz für echtes Tun. Ich sagte: Der Staat müsste härter durchgreifen. Doch gleich darauf fiel mir ein, was das hieße: bürgerkriegsähnliche Zustände. Also was tun? Keine großangelegte Remigration – aber wenigstens die illegal Eingereisten zurückführen. Über 90 Prozent der Ankommenden gehören dazu. „Gut gebrüllt, Löwe“, sage ich mir. Aber wer soll das tun? Eine Regierung, die uns täglich erklärt, man habe die Zuwanderung erschwert, während sie in Wahrheit weiter Antisemiten, Christenfeinde und Deutschlandhasser ins Land holt?
Auch mir bleibt nur Israel
Ich habe versucht, mich in die Lage der Juden in Deutschland zu versetzen. Viele denken bereits ans Weggehen, gedanklich sitzen sie auf gepackten Koffern. Vielleicht, wenn man die importierten Antisemiten wirklich zurückschicken würde, könnten sich die einheimischen Judenhasser nicht länger hinter ihnen verstecken. Sie müssten ihren Hass dann wieder selbst verantworten, statt ihn unter „Free Palestine“-Parolen zu tarnen.
Und dann stellte ich mir die Frage: Wohin würde ich gehen, wenn ich Jude wäre? Mir kam nur ein Land in den Sinn – Israel. „Absurd!“, sagten Familie und Freunde. „Mitten in die Gefahr?“ Aber ich finde: Nein. Israel ist der sicherste Ort für Juden. Wenn das Land standhält, ist es ein Schlaraffenland – mit allem, was man zum Leben braucht. In Israel leben 1,5 Millionen Muslime – religiöse Spannungen, politische Konflikte: Fehlanzeige. Niemand wird dort wegen seines Glaubens verfolgt. Und niemand muss nachts fürchten, wegen seiner Herkunft abgestochen zu werden. Die Menschen begegnen sich mit Respekt – oder in gleichgültiger Ruhe. Beides schafft Frieden. Einen inneren Frieden, den man hier längst verloren hat. Das Existenzrecht Israels ist nicht verhandelbar. Wünschenswert wäre, dass die Schutzmächte sich nicht für Gaza, sondern für Israel verantwortlich fühlten. Die USA tun es ohnehin – die EU hingegen schafft es ja nicht einmal, sich selbst zu schützen.
Und da kommt mir der Gedanke: Ich muss mich gar nicht in die Lage eines Juden hineinversetzen. Ich habe dieselbe Frage. Denn als jemand mit türkischem Ursprung weiß ich, dass für mich die Auswahl auch überschaubar ist. Die Türkei driftet in Richtung Libanonisierung, Autoritarismus und Unruhen. Wer dort lebt, lebt gefährlich – wenn nicht durch den Staat, dann durch die gesellschaftliche Verrohung. Täglich werden Menschen festgenommen, unter absurden Vorwürfen: „Errichtung und Verwaltung einer Organisation zum Zweck der Begehung einer Straftat, Mitgliedschaft in einer Organisation, Legalisierung von Eigentum, das sich aus Bestechung und Kriminalität ergeben hat.“ In Wahrheit sind es dieselben Taten, die jene begehen, die anklagen. Andere Meinungen verschwinden, manchmal wortwörtlich.
So bleibt auch mir – summa summarum – nur ein Ort übrig: Israel. Und da schließt sich der Kreis. Die Juden werden dort selbstverständlich aufgenommen. Die Frage ist nur: Würde mich Israel aufnehmen?
Ahmet Refii Dener ist Türkei-Kenner, Unternehmensberater, Jugend-Coach aus Unterfranken, der gegen betreutes Denken ist und deshalb bei Achgut.com schreibt. Mehr von ihm finden Sie auf seiner Facebookseite und bei Instagram.

Flüchten ist keine Option. Verlieren auch nicht. Ich werte beides als Verrat an der eigenen Existenz, der eigenen Historie und dem eigenen Volk. Ich werde nicht flüchten. Nirgendwo hin. Das ist mein Land hier. Ich werde es so machen wie die Israelis: Unsere Burg wird bis zur letzten Patrone verteidigt. Jeder in Europa sollte das so tun. Jeder. Und wer dabei im Weg steht und sich auch mit guten Argumenten davon nicht abhalten lässt, der muss und wird beiseite geschoben werden.
Hallo Herr Dener, natürlich nehmen die Sie auf. Sie sind ein Solitär.
Als Goi dürfte es nicht einfach werden und beim Thema Refugees, sind die Drusen eine Ausnahme, aber probieren geht über studieren!
Die Wiedervereinigung war Regierungsauftrag. Im Artikel 23 GG „Geltungsbereich des Grundgesetzes“ waren die Länder aufgelistet und der letzte Satz hat bestimmt: „In anderen Teilen Deutschlands ist es (das GG) nach deren Beitritt in Kraft zu setzen“. Der Artikel 23 ist während der Wirren des Mauerfall einfach ersetzt worden mit einem Europaartikel, und die Präambel wurde von Kohl umgedichtet. Die Nihilisten und Deutschlandfeinde haben mit ihren Zwangsvorstellungen, daß wir keine Verfassung hätten, und daß Art. 146 aktiviert werden müsse, alle Debatten im Netz torpediert. Das Internet ist für geordnete Menschen eine Katastrophe. Der alte Art. 23 läßt gar keine Zweifel zu, daß das GG in Kraft ist und auch in Ostdeutschland gilt. Ostdeutschland ist dem Westen „beigetreten“. Etwas anderes kam gar nicht in Frage. Damals hat man die Mauer eingerissen, und heute will man gleichberechtigt sein. Die vielgescholtenen Amerikaner haben Deutschland keine Verfassung aufgezwängt, die haben nur gesagt: gebt euch eine Verfassung. Man findet darin vom Ganzen bis in die kleinsten Teile die volle Wahrheit, obwohl darin mit der Kettensäge herumoperiert worden ist. Die Selbstähnlichkeit der untersuchten Verfassungsteile ist ganz erstaunlich und gleicht den Prinzipien der Fraktalen Geometrie. Da hat Adenauer wirklich ganze Arbeit geleistet. / Aller Wahrscheinlichkeit war der Mauerfall eine konspirative Aktion zwischen den Geheimdiensten in Ost und West gewesen. / Auch die DDR erfüllt viele Wunschvorstellungen nicht. Die Deutsche Bank hat 1999 eine Studie angefertigt, nach der die DDR gar nicht pleite war. Die hat pünklich bis zum letzten Tag alle Aussenstände bezahlt. Damals träumte das zerrissene Volk davon, zu einer Nation zu werden, heute wird das Volk als gefährliches Nazivirus isoliert.
Können sie was, das die Einwanderungsgesellschaft braucht?
Ich weiß, sie sind ein toller Mensch. Aber das reicht heute nicht mehr.
Haben sie Ahnung von Software-Architektur oder Quantencomputern,
Biochemie vielleicht?
Für mich gibt es grob gesagt 3 Länder wo ich leben möchte bzw. könnte: Schweiz, USA und Israel. Solange die Schweiz hält bleibe ich. Sieht aber nicht so gut aus. Die Einschläge kommen immer näher, einige leichte „Geschosse“ treffen uns auch schon.
Die gleiche Frage sollten sich auch alle indigenen Deutschen stellen: wohin sollen sie sich wenden, wenn es so weitergeht, und es wird so weitergehen, solange Union, SPD, Grüne und Linke Macht ausüben. Wer wird sie aufnehmen wollen? Deutsches Geld ist überall gern gesehen, der Fleiss der älteren Generationen ebenfalls – aber manche deutsche Charaktereigenschaften sind im Ausland ungern gesehen, machen wir uns nichts vor. Dazu kommen sprachliche Hürden, in attraktiven Zielen wirksame Einwanderungsgesetze, teure, vorab zu bestehende Sprachentests, geforderte Mindestqualifikationen, Beruf gemäss Bedarf des potenziell aufnehmenden Landes, einwandfreier Leumund, Bürgen vor Ort, einzubringendes Kapital, Altersgrenzen, usw. Mithin alles das, was Deutschland selbst von Zuwanderern nicht einfordert. Wohin also? Mancher wird überrascht sein, wie überschaubar die betreffenden Optionen sind…