Gastautor / 28.10.2021 / 06:08 / Foto: P.B. / 78 / Seite ausdrucken

Wollt Ihr den totalen Kulturkampf?

Im Kulturkampf 1.0 debattierten Religiöse und Liberale – kontrovers, aber auf Augenhöhe. Im Kulturkampf 2.0 sorgen woke Aktivisten dafür, dass Kritiker gar nicht erst vorkommen.

Von Peter Boghossian.

Seit mehr als sechs Jahrzehnten ist die politische Geschichte der USA von einem Kulturkampf geprägt. Vielfach wird dies auf die sozialen Revolutionen der 1960er Jahre zurückgeführt, aber die Anfänge des Konflikts liegen noch weiter zurück. Der Kulturkampf 1.0 begann in den 1950er Jahren, als religiöse Kräfte versuchten, in einer Gesellschaft, die sich rasch liberalisierte und säkularisierte, Herzen, Köpfe und Seelen für Christus zu gewinnen. Dieser Kampf fand erst 2013 ein wimmerndes Ende, als der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten kulturell bedeutsame Urteile fällte, die die Argumente für die gleichgeschlechtliche Ehe untermauerten. Im Jahr 2015 gab der Gerichtshof der gleichgeschlechtlichen Ehe seine volle Unterstützung und entschied in der Rechtssache Obergefell gegen Hodges, dass Beschränkungen für gleichgeschlechtliche Ehen verfassungswidrig sind. Zu diesem Zeitpunkt war der Kulturkampf 1.0 vorbei.

In diesem ersten Kulturkampf ging es vor allem um Fragen des religiösen Glaubens und der Moral, zu Beispiel um die Frage, ob der Kreationismus eine brauchbare Alternative zur biologischen Evolutionstheorie darstellt und ob der Institutionalisierung christlicher Werte im öffentlichen Raum Grenzen gesetzt werden sollten. Im Kulturkampf 2.0 sind das Übernatürliche, die Metaphysik und sogar die Religion im weiteren Sinne irrelevant geworden. An die Stelle der Anforderungen des christlichen Glaubens und der Moral ist etwas getreten, das für eine auf den Grundsätzen der Aufklärung beruhende Gesellschaft weitaus bedrohlicher ist.

Der Kulturkampf 2.0 dreht sich um drei Achsen: 1) die neuen Spielregeln, 2) die Korrespondenztheorie der Wahrheit und 3) die Rolle, die die Intersektionalität in jedermanns Weltbild spielen sollte. Untersuchen wir jedes dieser Merkmale, um zu sehen, wie der Kulturkampf 2.0 aus ehemaligen ideologischen Feinden Verbündete gemacht hat. Nennen wir es die große Neuordnung.

Rowdyhafte Kampagnen

Die Spielregeln beziehen sich darauf, wie wir mit Meinungsverschiedenheiten umgehen. Wenn etwa im Kulturkampf 1.0 ein Evolutionsbiologe einen öffentlichen Vortrag über das Alter der Erde auf der Grundlage geologischer Datierungsmethoden hielt, reagierten kreationistische Gegner darauf, indem sie darauf bestanden, dass solche Datierungsmethoden voreingenommen sind. Vielleicht forderten sie den Wissenschaftler zu einer Debatte heraus und stellten während der Fragerunde spitzfindige – wenn auch ungerechtfertigte – Fragen.

Im Kulturkampf 2.0 wird Meinungsverschiedenheiten mit einem Redner manchmal mit Versuchen des De-Platformings begegnet: rowdyhafte Kampagnen zur Aufhebung der Einladung, bevor die Rede überhaupt gehalten werden kann. Bleibt dies erfolglos, können Kritiker dazu übergehen, den Redner zu stören, indem sie schreien und brüllen, Lärmmacher wie Trillerpfeifen einsetzen, den Feueralarm auslösen oder die Lautsprecherkabel herausreißen. Das Ziel ist nicht, dem Redner bessere Argumente entgegenzusetzen oder gar auf einer alternativen Sichtweise zu bestehen, sondern zu verhindern, dass die Rednerin ihre Ansichten überhaupt vorträgt.

Die linken Kulturkrieger von heute lassen sich nicht nur von Rednern, deren Ansichten gegen die neue moralische Orthodoxie verstoßen zum Handeln erwecken. Sie bekämpfen „problematische“ Ideen überall, wo sie zu finden sind, auch in akademischen Fachzeitschriften. 2017 veröffentlichte etwa Bruce Gilley, Professor für Politikwissenschaft an der Portland State University, einen peer-reviewten Artikel mit dem Titel „The Case for Colonialism“ (Das Argument für Kolonialismus) in der Fachzeitschrift Third World Quarterly.

Lange Geschichte der Zensur

Viele Kollegen in der akademischen Welt waren erzürnt, aber anstatt eine Gegendarstellung zu schreiben oder Gilley zu einer öffentlichen Debatte herauszufordern (wie sie es vielleicht in der Ära des Kulturkampfs 1.0 getan hätten), verbreiteten sie eine Petition, in der sie forderten, dass die Portland State University seine Festanstellung aufhebt, ihn entlässt und ihm sogar den Doktortitel entzieht. „The Case for Colonialism“ wurde schließlich zurückgezogen, nachdem der Herausgeber der Zeitschrift „ernstzunehmende und glaubhafte Androhungen von Gewalt gegen seine Person“ erhalten hatte.

Christliche Organisationen haben eine lange Geschichte der Zensur, und diese hat sich bis zu einem gewissen Grad auch in den letzten Jahrzehnten fortgesetzt. Dennoch wäre so etwas wie obiger Versuch, einen akademischen Artikel zu unterdrücken, während des Kulturkampfs 1.0 fast undenkbar gewesen. Es gab einige vergleichbare Versuche von Seiten der Christen während der Vorläufer dieses Kulturkampfes, wie zum Beispiel bei den Vorfällen im Zusammenhang mit dem 1925 in Tennessee in Kraft getretenen Butler-Gesetz und dem anschließenden „Scopes-Affenprozess“.

Und religiöse Möchtegern-Zensoren haben während des Kulturkampfs 1.0 gelegentlich versucht, Romane und Filme zu unterdrücken, die sie als blasphemisch oder obszön ansahen, wie etwa „Die letzte Versuchung Christi“ (1988). Aber im Großen und Ganzen wollten die Kreationisten im ersten Kulturkampf nicht, dass Evolutionsbiologen ihre Anstellung und ihren Doktortitel verlieren. Sie wollten mit ihnen diskutieren und sie widerlegen.

Ein roter Faden, der sich durch den Kulturkampf 2.0 zieht, ist die von vielen wohlmeinenden Aktivisten vertretene Vorstellung, dass Sprache Gewalt sei. Und wenn Sprache Gewalt ist, so die Überlegung, dann müssen wir Sprache mit derselben Entschlossenheit bekämpfen, mit der wir physische Gewalt bekämpfen. Das bedeutet, dass wir vermeintlich gewalttätigen Äußerungen, manchmal wahllos als „Hassrede“ gebrandmarkt, nicht einfach nur mit Worten begegnen können.

Wenn jemandem ins Gesicht geschlagen wird, ist es zwecklos zu sagen: „Würden Sie damit bitte aufhören?“ oder „Das ist keine ethische Verhaltensweise“. Sie müssen handeln. Die Spielregeln ändern sich, wenn Rede nicht mit Rede beantwortet werden kann – mit schriftlichen Gegenargumenten, Debatten und Fragerunden. Wenn Sprache Gewalt ist, muss sie mit etwas anderem als Sprache verhindert oder gestoppt werden, zum Beispiel indem man Nazis boxt, Milchshakes wirft oder institutionelle Mechanismen einsetzt, um unerwünschte Äußerungen zu unterdrücken.

Korrespondenztheorie der Wahrheit

Die Korrespondenztheorie der Wahrheit besagt im Wesentlichen, dass es eine objektive Wahrheit gibt und wir durch Beweise und Vernunft etwas über diese objektive Wahrheit wissen können. Das heißt, es gibt objektive Wahrheiten, die wir kennen müssen, über die wir zuverlässiges Wissen erlangen, wenn unsere Überzeugungen mit der Realität übereinstimmen. Die Theorie wird als „Korrespondenztheorie der Wahrheit“ bezeichnet, weil eine Aussage als wahr gilt, wenn sie mit der Realität korrespondiert, und als falsch, wenn dies nicht der Fall ist.

Im Kulturkampf 1.0 wurde die Korrespondenztheorie der Wahrheit von beiden Seiten als selbstverständlich erachtet. Im Jahr 2014, als der Kulturkampf 1.0 sich seinem Ende näherte, debattierte Bill Nye „the Science Guy“ mit Ken Ham von der kreationistischen Organisation „Answers in Genesis“ über das Alter der Erde, wobei Nye argumentierte, dass die Beweise zeigten, dass die Erde wesentlich älter sei als von Ham behauptet. Trotz ihrer Meinungsverschiedenheiten glaubten beide, dass es „da draußen“ eine Wahrheit gibt und dass wir sie durch Wissenschaft, Vernunft und – in Hams Fall – durch Glauben und die Heilige Schrift erkennen könnten. Und wie im Kulturkampf 1.0 üblich, waren sich Nye und Ham auch, was die Spielregeln anging, einig: eine strukturierte Debatte, auf die sie sich mit Respekt vor dem Prozess einließen.

Im Kulturkampf 2.0 ist die Korrespondenztheorie der Wahrheit – mit ihrem Bekenntnis zu der Vorstellung, dass es bessere und schlechtere Wege gibt, um zu Erkenntnissen über eine objektiv erkennbare Welt zu gelangen – keine gemeinsame Grundlage mehr. Eine der Seiten in diesem jüngsten Kampf hat die Korrespondenztheorie der Wahrheit durch subjektivere Wege der Erkenntnis ersetzt. Es handelt sich jedoch nicht nur um eine Abkehr von der Objektivität hin zur Subjektivität. Der Kulturkampf 2.0 ist gekennzeichnet durch die Hinwendung der einen Seite zu einem Verständnis von Wissen, das von Identitätsmerkmalen wie Rasse, Geschlecht, Behindertenstatus und sexueller Orientierung bestimmt wird. Und – so die Theorie – je mehr „Unterdrückungsvariablen“ die eigene Identität umfasst, desto klarer wird das eigene Verständnis der Realität.

Sie können sich das in etwa so vorstellen: Weiße cis-hetero Männer sehen die Welt in Graustufen. Jedes Unterdrückungsmerkmal gibt einem Zugang zu einer weiteren, zusätzlichen Farbe. So sehen schwarze cis-hetero Männer die Welt in Graustufen und Blau. Cis-lesbische schwarze Frauen sehen die Welt in Graustufen, Blau und Orange. Transsexuelle, nicht-binäre, behinderte, ungebildete schwarze Einwanderer sehen die Welt in einer Vielzahl von Farben und haben daher eine genauere Vorstellung von der Realität. Im Kulturkampf 2.0 sind Korrespondenztheorien der Wahrheit nicht nur tot: Die Wahrheit selbst ist für Menschen, die nicht die richtigen Identitätsmerkmale besitzen, unzugänglich.

Intersektionalität spaltet derzeit die Christenheit

Kimberlé Crenshaw, Rechtsprofessorin an der Columbia Law School und der University of California, Los Angeles, hat den Begriff der Intersektionalität definiert und popularisiert. Im Wesentlichen ist Intersektionalität die Idee, dass sich scheinbar getrennte Identitäten wie schwarz, homosexuell oder weiblich überschneiden und die Erfahrung der Unterdrückung verstärken. Schwarze Frauen werden beispielsweise in einer Weise unterdrückt, die sich erkennbar von derjenigen unterscheidet, die für weiße Frauen oder schwarze Männer gilt. Nach Ansicht der Intersektionalisten ist dies die unverzichtbare Einsicht, um die soziale und politische Realität zu verstehen. Sie ist der beste Weg, um zu verstehen, wie verschiedene Identitätsmerkmale die öffentliche Wahrnehmung prägen und einigen Gruppen (vor allem weißen heterosexuellen Männern) unverdiente Vorteile oder „Privilegien“ verschaffen, während andere unterdrückt bleiben.

Die Akzeptanz oder Ablehnung einer intersektionalen Denkweise ist eine Bruchlinie im Kulturkampf 2.0. Die Trennlinie, die die Seiten in diesem Konflikt definiert, verläuft entlang der Antworten auf die Frage, welche Rolle die Intersektionalität für unser Verständnis der Realität und die Gestaltung von Rechts-, Wirtschafts- und Bildungssystemen spielen sollte. Für Intersektionalisten ist ein intersektionales Verständnis der Welt unabdingbar für soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und die Beseitigung vergangener und aktueller Ungerechtigkeiten wie Rassismus und Homophobie. Und warum?

Weil zuverlässiges Wissen an Identität gebunden ist. Für andere mögen Ideen wie die von Crenshaw hilfreich sein, um zu verstehen, wie eine Person bestimmte Formen der Unterdrückung erleben kann, aber das war es dann auch schon. Es gibt für sie keinen moralischen oder erkenntnistheoretischen Imperativ, den ideologischen Interpretationsrahmen der Intersektionalität zu verwenden – im Gegensatz zu einer traditionell liberalen Perspektive, die Individualität und universelle Prinzipien betont – um die Gesellschaft und ihre Systeme neu zu gestalten.

Die Frage, welche Rolle Intersektionalität bei der Formierung des eigenen Weltverständnisses und der Schaffung von Systemen spielen sollte, führt zu Spaltungen in der gesamten Gesellschaft – von Strickclubs bis zur klinischen Medizin und sogar innerhalb der stark konservativ geprägten Southern Baptist Convention. Intersektionalität spaltet derzeit die Christenheit: Viele jüngere Millennial-Christen glauben, dass man die Heilige Schrift durch eine intersektionale Linse betrachten muss, während andere ältere Christen der Baby-Boomer-Generation die Notwendigkeit einer zusätzlichen Linse zur Auslegung der Bibel kategorisch ablehnen.

Die große Neuordnung

An dieser Stelle wird es ziemlich seltsam.

Diejenigen, die die Korrespondenztheorie der Wahrheit akzeptieren (auch wenn sie vielleicht den Begriff nicht kennen), sind sich über die traditionellen Spielregeln (Diskurs, Debatte, Dialog) einig, und betrachten die Intersektionalität nicht als notwendiges Modell für die Suche nach der Wahrheit. Akademiker dieser Gruppe übernehmen oft eine Variante der Standpunkttheorie. Diese Personen stehen auf der einen Seite des Kulturkampfs 2.0, und zu ihnen gehören viele linksliberale Atheisten und konservative Christen.

Diejenigen, die auf der anderen Seite des Kulturkampfs 2.0 stehen, glauben nicht an die Korrespondenztheorie der Wahrheit, sind der Meinung, dass Sprache unterbunden werden sollte, wenn sie verletzend oder potenziell schädlich ist, und denken, dass intersektionale, transformative Ansätze notwendig sind, um Systeme neu zu gestalten. Diese Menschen sind ebenfalls überwiegend Atheisten und Christen: intersektionelle „woke“ Atheisten und intersektionelle „woke“ Christen.

Damit Sie mich einordnen können: Ich bin ein nicht-intersektioneller, linksliberaler Atheist. Wenn eine konservative Christin glaubt, dass Jesus über Wasser gelaufen ist – und glaubt, dass dies entweder für jeden wahr ist oder für niemanden, unabhängig von Rasse oder Geschlecht – und wenn sie den Diskurs schätzt und sich an die grundlegenden Spielregeln diskursiver Auseinandersetzungen hält, dann ist sie meiner Weltanschauung näher als eine Atheistin, die glaubt, dass Rasse und Geschlecht bei der Bestimmung der objektiven Wahrheit eine Rolle spielen und dass es ihren Gegnern nicht erlaubt sein sollte, das auszusprechen, was sie für schädliche Ansichten hält.

Viele konservative Christen verstehen dies intuitiv, so wie viele linksliberale Atheisten. Und das ist es, was diese große Neuordnung des Kulturkampfs 2.0 so seltsam macht. Es geht nicht mehr um Linksliberale und Atheisten gegen Konservative und Christen. Es gibt einige Atheisten, die sich mit einigen Christen verbünden, und andere Atheisten, die sich mit anderen Christen verbünden. Und jede dieser beiden Seiten glaubt, dass es um nichts weniger als die Zukunft der westlichen Zivilisation geht. Wie dieser Konflikt sich entwickeln wird, hängt davon ab, wer den Kulturkampf 2.0 gewinnt.

Ein letzter Gedanke

Es kann sein, dass es mehr zu diesem Bild gibt, als wir bisher sehen können. Obwohl dieser Artikel meine derzeitigen Überlegungen zu diesem Thema widerspiegelt, ist er vielleicht dennoch unvollständig, weil er als das Ganze betrachtet, was sich nur als ein Teil herausstellen könnte. Letztlich könnte der aktuelle Kulturkampf auf einen Konflikt zwischen denjenigen hinauslaufen, die versuchen, die kognitive Freiheit zu bewahren, zusammen mit den Praktiken und Institutionen, die diese unterstützen oder stärken sollen, und denjenigen, die versuchen, die kognitive Freiheit stillzulegen oder zumindest ihren Niedergang passiv akzeptieren. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es jedoch vielleicht noch zu früh für ein abschließendes Urteil – und außerdem ist das ein Thema für einen anderen Tag.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei The American Mind, eine Publikation der US-amerikanischen Denkfabrik Claremont Institute.

 

Peter Boghossian (*1966) wirkte zehn Jahre als Philosophieprofessor an der Portland State University. 2017–2018 veröffentliche er zusammen mit James A. Lindsay und Helen Pluckrose zahlreiche bewusst unsinnige Arbeiten in Fachzeitschriften der Kulturwissenschaften, Queer-Studies, Rassismusforschung, Genderstudien, Sexualitätenforschung und Fat-Studies, um zu beweisen, wie einfach es ist, linksideologische Nonsens-Beiträge zu veröffentlichen (Sokal Squared Affäre). Daraufhin schränkte die Portland State University seine Forschungstätigkeit ein. Im September 2021 trat Boghossian von seiner Professur zurück und begründete dies mit Schikanen und einem Mangel an intellektueller Freiheit.

Aus dem Amerikanischen übersetzt von Kolja Zydatiss.

Foto: P.B.

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netiquette:

Helmut Driesel / 28.10.2021

  Der totale Kulturkampf in einer beginnenden Endzeit wird nicht der Kampf zwischen verschiedenen Überzeugungen von Menschen sein, sondern der zwischen den eigenen Egoismen der Strukturen gegenüber den Egoismen des Biologischen im allgemeinen und der Menschen im speziellen. Nun könnte es gut geschehen, dass die Verwirklichung der Gleichheits- und Verzichtsideale der europäischen Linken diesen Aufstieg eines kybernetischen Intellekts gerade verhindert. Aber weltweit sind links dominierte Strukturen meines Erachtens unmöglich, schon weil jeweils die Avantgardisten der Staaten als abschreckende Beispiele aufeinander wirken. Es winkt also in der Ferne die Freiheit, die Gleichheit und Brüderlichkeit der Underdogs. Dem temporären und lokalen Fortschritt als Ideal sieht man das noch nicht an. Das ist sozusagen der Fliegenfänger des Schicksals.

Sabine Schönfeld / 28.10.2021

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil, Frau Schönfelder. Aber vielen Dank, dass Sie sich selbst unaufgefordert als Versuchsobjekt für den Text des Adorno-Generators zur Verfügung stellten (obwohl eigentlich durch die Einleitung schon klargeworden sein sollte, dass der Text beabsichtigt sinnlos ist?) Aber sei’s drum, immer wieder lustig, ihre so offensichtlich stutenbissigen Beiträge zu lesen. Seien Sie froh, dass Sie nicht Martin Müller heißen, dann wären Sie ja nur noch damit beschäftigt Namensähnliche mit aller Energie zu bekämpfen. Kann ja nicht sein, dass einfach jemand einfach ähnlich heißt, wo kommen wir da hin.

Ilona Grimm / 28.10.2021

@Boris Kotchoubey: Ihr Kommentar bringt zum Ausdruck, was ich die ganze Zeit schon sagen wollte, wofür ich aber nicht die richtigen Worte gefunden habe. Die Drahtzieher sind Psychopathen und Soziopathen. Für mich als Christ steht fest, dass sie Werkzeuge des Satans sind. Eine andere Erklärung für die absolute Bösartigkeit dieser Clique kann ich nicht finden.

Sabine Schönfelder / 28.10.2021

Jesses, Maria und Josef! Frau@„Schönfeld“, hat Sie Ihre Mutter nicht genug geliebt? Fehlt es Ihnen an Anerkennung? Was wollen Sie uns mit ihrem ´philosophischen Verschnittˋ eigentlich vortragen? Probieren Sie es mal mit ein paar e i g e n e n Gedanken, statt sich wirr und unverständlich an „großen“ Namen entlangzuhangeln. Komplizierte Zusammenhänge einfach und sinngemäß zu referieren ist eine Intelligenzleistung. Da geht noch was. Apropos e i g e n. By the way, fangen Sie gleich mal bei Ihrem e i g e n e n Namen an. Oder diskutieren Sie mit Peter@Meyer, der Autor und Foristen zur Akzeptanz neuer „Erkenntnisse“ ermuntert, die er leider nicht näher erläutert. Sicherheitshalber aber den Achgut- Autor und Kommentatoren deshalb gleich mal mit dem Klima- und Intersektions r e l i g i o t e n auf eine Stufe stellt. Schätze, Sie selbst kommen eher aus dieser Ecke. Haben Sie heute schon Ihre ersparten Pflanzenkalorien gezählt? Zur „science“, Herr Meyer, gehört der wissenschaftliche Disput. These-Antithese- Synthese. Es ist der Wissenschaft systemimmanent, sich im ständigen Fluß zu befinden. Nix „settled“. Denke hier „settlt“ es bei Ihnen. Gerade die „Antithese“ versucht der kleine „Woki“ bedingungslos zu unterdrücken, um seine „These“ gesellschaftlich zu konservieren. Stillstand und Restriktion. Bedeutet hinsichtlich der Zukunft Rückschritt und Diktatur. Kein Strom, Ausgangssperre, nix zu Fressen außer Löwenzahn, aber jede Menge Geschlechter und Diskriminierte unterm Regenbogen.

Ilona Grimm / 28.10.2021

@H.P. Dollhopf: Viel Spaß beim Skifahren oder was Sie sonst so am Ararat treiben. (Sehr witzig!) Aber für die Altersfrage bei 1. Mose 11 gibt es m.E. schlüssige Erklärungen: Sem (Noahs Sohn) war 100 als die nächste Generation auf die Welt kam. Arpakschad war 35, Schelach 30, Heber 34, Peleg 30, Regu 32, Serug 30, Nahor 29. (Diese alle wurden insgesamt zwischen 148 und 600 Jahre alt.) Terach, Abrahams Vater war bei Abrahams Geburt 130 Jahr alt und lebte weitere 75 Jahre. Von der Sintflut bis zu Abrahams Geburt vergingen 352 Jahre. Also können sowohl Sem als einige seiner Nachkommen bei Abrahams Geburt noch gelebt haben. Klingt natürlich vollkommen unglaubwürdig. Aber man bedenke, dass der Genpool damals noch frisch war und es keinerlei schädliche Umwelteinflüsse gab.—- Quelle meiner Angaben: „Streng biblische Chronologie“ von Dr. Roger Liebi. Von allen Theorien, die ich in dieser Frage bisher verfolgt habe, ist seine für mich die logischste.

Ludwig Luhmann / 28.10.2021

@Ilona Grimm “Was Sie schreiben, könnte auch von mir stammen..”—-—- Ich fühle mich geehrt und kann Ihnen versichern, dass mir Ihre Texte ebenfalls sehr sympathisch sind. Für einen ehrlich empfundenen Glauben reicht es bei mir einfach nicht, aber meine Sympathien für den Gedanken der Liebe und der Vergebung im Christentum sind in den letzten Jahrzehnten gewachsen insbesondere durch den Kontakt mit Christen. Eine weitere Stufe zum Verständnis der Wichtigkeit der Existenz einer über den Verstand übergeordneteten Entität, habe ich vollständig mit Corona erklommen. Denn mit rationalen Mitteln kommt man nicht über das Niveau der Ratio hinweg. Und mit Ratio werden wir mmentan in die Sklaverei geführt. Da lobe ich mir eine irrationale Ebene, die es mir erlaubt auf die Ratio herabzublicken. Mehr als sterben können wir nicht. Es ist also auch eine Frage der Lebensqualität. Und in der Bibel steht, dass der Mensch sich die Erde Untertan machen soll, nicht, dass der Mensch den Menschen Untertan machen soll. Das Versklaven ist also Sünde. Der Gedanke ist mir sehr sympathisch. Der Gedanke der Freiheit und Unabhängig , der Gedanke von 1776 wird mir schon seit Jahren immer wichtiger.

Ilona Grimm / 28.10.2021

@Dirk Jungnickel: Ich bin entzückt, dass Sie meiner Meinung sind, dass die Theorie Darwins Bockmist ist, der sich durch nichts belegen lässt. Darwin selber war anscheinend auch nicht so restlos überzeugt: In seinem Werk „Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl oder die Erhaltung der begünstigten Rassen im Kampfe ums Dasein“ (1859 erstmals in London erschienen), schreibt Darwin im zweiten Teil, Sechstes Kapitel „Schwierigkeiten der Theorie; Organe von äußerster Vollkommenheit” : „Die Annahme, dass sogar das Auge mit allen seinen unnachahmlichen Vorrichtungen, um den Focus den mannigfaltigsten Entfernungen anzupassen, verschiedene Lichtmengen zuzulassen und die sphärische und chromatische Abweichung zu verbessern, nur durch natürliche Zuchtwahl zu dem geworden sei, was es ist, scheint, ich will es offen gestehen, im höchsten möglichen Grade absurd zu sein.“ - - - Ferner Richard Dawkins: »Die Entstehung des Lebens kann naturwissenschaftlich nicht erklärt werden.»—- oder Prof. Dr. Siegfried Scherer, Molekularbiologe: »Es ist eine Tatsache, dass wir nicht wissen, wie eine erste Zelle durch Naturprozesse entstanden sein kann.« - - - Schreiben Sie mir mal, lieber Herr Jungnickel, damit wir uns austauschen können über das, was wir wissen? →ig-dug (ät) pm.me← Kurz und knackig ist die Adresse und schnell eingetippt.

Hans-Peter Dollhopf / 28.10.2021

Crenshaw ist POCig und steht damit nach ihrer eigenen Rassenlehre über aschkenasischen oder sephardischen Juden. Doch weil Puder weiß ist, ist ihr Arsch weißer als weiß. Die Tusse hat karrieremäßig alles abgeschöpft, was ihr an Trögen angereicht wurde. Aber es geht ihr nicht rasend genug! Da sie aus Ohio abstammt, dürfte ihr irrer Gerechtigkeitsfimmel wenigstens nicht von der Stasi inspiriert worden sein, wie fast alles an Systemzersetzung in Westdeutschland vor 89! Ich kann sie ja auch irgendwie verstehen, ich Kind der Arbeiterklasse mit “angeborenem” restringierten Sprachcode. Das Ideal einer freien westlichen Gesellschaft ist die Herrschaft des Rechtes und von Gerechtigkeit. In dieser Ordnung kommt jeder Neger auch zu seinen Pfründen. Schritt für Schritt hat der Westen faktisch alles angefasst, was in der unvernünftigen Historie “bäh!” war! Die Reaktionäre waren nie seine Taktgeber, sondern immer vor ihm her Getriebene. So ist der Westen. Heute hat das beste Rechtssystem, seit der Planet besteht, mindestens zwei weitere Feinde: Eine ihn gekaperte, vollständig skrupellos gewordene Parteienherrschaft, welche alle von Gott eingesetzten Menschenrechte verachtet - Corona sei mein letzter Zeuge dafür, dass es so geschah! Und eine Ultragerechtigkeitssekte, die entgegen aller Vernunft diesen herrlichen Westen zum Opfer ihrer blutrünstigen Rachsucht macht. Ein verschlagenes, niederträchtiges Ding aus den Sümpfen einer hochintellektuellen Reptilienwelt. Mir braucht keine Schwarze so zu kommen, arschgepudert hin oder her. Wer ist hier ad hominem! Wer.

Dirk Jungnickel / 28.10.2021

Mir ist dieser Beitrag - ehrlich gesagt - zu abgehoben , und ich habe keine Ahnung, ob ich als “nicht-intersektioneller Linksliberaler” firmiere. Aber ich möchte darauf bestehen , dass ich als bekennender Christ und wissenschaftlich informierter Mensch erst genommen werde, wenn ich die herkömmliche Darwinsche Evolutionsbiologie als obsolet bezeichne. Nach unseren heutigen Erkenntnissen der Genforschung ist es völlig unmöglich, dass sich aus einer Mücke ein Elefant entwickelt - auch nach Jahrmíllionen nicht. Dass noch niemals in einem Labor eine lebensfähige Zelle oder gar ein Bakterium künstlich erzeugt worden ist, weist auf das Große Geheimnis der Schöpfung hin.

Hans-Peter Dollhopf / 28.10.2021

Eigentlich ist es für das Wokesein doch vollkommen egal, woran eine christliche Kreationistin glaubt, solange diese POCig und binär genug ist. Aber nein, sie müssen die Quelle der Inspiration der christlichen Kreationisten ja unbedingt in Gendergerechtigkeit neu schreiben wollen! Sollten sie es mit dem Koran versuchen, werden sie sich “wundern”! Vielleicht sollten wir die Rechtgläubigen einfach mal aufklären?

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