Dass sich natürliche Blödheit nicht durch Künstliche Intelligenz vermeiden lässt, haben zwei deutsche CDU-Spitzenpolitiker gestern erfolgreich zu beweisen versucht: der Thüringer Ministerpräsident Mario Voigt und sein im Wahlkampf stehender Amtskollege aus Sachsen-Anhalt, Sven Schulze. „Wir brauchen mehr Raum für deutsche Stimmen“ war ein Gastbeitrag der beiden in der Welt überschrieben. Darin setzten sie sich für eine stärkere Verbreitung deutschsprachiger Musik ein. Zumindest sollte es so aussehen.
Leser wie mich lässt so ein Gastbeitrag grundsätzlich eher ratlos zurück. Da bietet ein reichweitenstarkes Medium zwei Politikern Platz für den eigenen Originalton an und sie schreiben über die Förderung von deutschsprachiger Musik. Das wirkt, als ignorierten sie, dass die Bürger in ihren Ländern von ihren Landesherrn gerade die Lösung einiger drängenderer Probleme erwarten, als die Sprache in der sie aus diversen Radiosendern angesungen werden. Insofern war aus meiner Sicht schon die Themenwahl - liebevoll gesagt - bekloppt.
Doch dass sie sich den nicht gerade überkomplexen Text einfach von einer KI schreiben lassen und ihn nicht wenigstens von Hand so umarbeiten, dass das keiner merkt, ist entweder dreist oder dumm oder dummdreist. Sie müssten angesichts ihrer Mitarbeiterstäbe ohnehin nichts selbst schreiben oder umschreiben. Der Steuerzahler muss doch schließlich reichlich Personal finanzieren, das auch für kleine Ghostwriting-Aufträge bereit stehen sollte. Oder gehen die Herren Ministerpräsidenten einfach davon aus, dass ihre Zeilen ohnehin keiner richtig liest?
Der vergessene Stammleser des Mario Voigt
Im Falle Mario Voigt war das wiederum alles andere als klug, denn der Thüringer Ministerpräsidenten-Darsteller sollte doch inzwischen wissen, dass er mindestens einen treuen Stammleser hat, nämlich den mittlerweile als Plagiatsjäger prominenten Dr. Stefan Weber. Der hatte schon vor einiger Zeit Voigts Doktorarbeit einmal genauer gelesen und wurde bei der Suche nach Plagiaten fündig, was er der TU Chemnitz meldete. Diese hat Voigt anderthalb Jahre später wegen dieser Plagiatsvorwürfe bekanntlich im Januar 2026 den Doktortitel entzogen. Der derzeitige Nicht-Doktor Voigt klagt dagegen vor Gericht, aber er sollte wissen, dass Weber offenbar genau liest, was unter Voigts Namen so alles erscheint. Und so vermeldete Weber am frühen Dienstagmorgen auf seiner Seite:
„Die Verarsche geht weiter: Nachdem wir über 20 Jahre des Serienplagiarismus von Thüringens CDU-Ministerpräsident Mario Voigt aufgedeckt haben, sorgt nun ein möglicherweise komplett von KI generierter „Kommentar“ in der Welt von Voigt und seinem Amtskollegen für Empörung. Der gestern, am 01.06.2026 zuletzt aktualisierte Kommentar über die Forderung nach mehr deutscher Musik im Radio (warum eigentlich dieses Thema gerade jetzt?) ist wohl weitgehend von KI verfasst worden. Gekennzeichnet wurde dies nicht. Ein schwerwiegender journalistischer und moralischer Verstoß. Ein höchstwahrscheinlich schwerwiegender Betrug am Leser. Voigt hat die unbelegte KI-Benutzung mittlerweile eingestanden.“
Weber kann sich bestätigt sehen. Voigt hat der Südthüringer Zeitung gegenüber eingeräumt, dass hier Künstliche Intelligenz aus der Thüringer Staatskanzlei am Werke war. Für ihn ist das auch kein Problem, denn kurz- und mittelfristig kann es ihm egal sein, wie gut oder schlecht sein Ruf bei den Bürgern ist, denn er muss sich in nächster Zeit keinem Wählervotum stellen.
Bei Sven Schulze, der ja nun ebenfalls als Autor unter diesem KI-Werk steht, sieht das aber ganz anders aus. Die Bürger von Sachsen-Anhalt wählen im September und er muss um sein Amt bangen. Es ist denkbar, dass ihn der AfD-Kandidat Ulrich Siegmund mit der absoluten Mehrheit der Landtagsmandate im Rücken ablöst. Schulze wiederum könnte nur dann weitermachen, wenn das Wahlergebnis es ermöglicht, dass alle anderen Parteien zusammen noch eine Mehrheit bekommen. Ohnehin ist er in seinem eigenen Land nur begrenzt bekannt und kaum populär. Sich in dieser Situation dabei erwischen zu lassen, dass man sich von der KI vertreten lässt, verführt zu einer unbequemen Frage: Kann dieser Ministerpräsident nicht eigentlich auch komplett von einer KI ersetzt werden?
Das Gewicht der Worte
Überall stellen sich Arbeitgeber diese Frage. Da ist es doch angebracht, der Souverän, also das Volk, denkt ebenfalls darüber nach, inwieweit sich überbezahltes politisches Spitzenpersonal durch Spitzentechnologie ersetzen lässt.
Das wäre nun ein Fazit, erstellt mit den Bordmitteln meiner natürlichen Intelligenz. Aber fragen wir doch zum Abschluss auch die KI nach einem Kommentar. Stefan Weber meint, in Passagen des Textes von Voigt und Schulze ein typisches Werk von Google Gemini entdeckt zu haben. Wenn Gemini für Ministerpräsidenten arbeitet, dann kann es auch hier das letzte Wort haben.
Mein Auftrag an Gemini:
„Bitte schreibe mir einen kurzen Kommentar dazu, dass der Thüringer Ministerpräsident, Mario Vogt, und der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt , Sven Schulze, sich einen Kommentar unter ihrem Namen komplett von einer KI haben schreiben lassen.“
Leider hat Gemini das „kurz“ in der Bitte nach einem „kurzen Kommentar“ nicht ganz so stark gewichtet, deshalb beschränke ich mich auf Auszüge:
„Es ist ein bemerkenswertes Signal, dass nun auch Spitzenpolitiker wie Mario Voigt und Sven Schulze bei der Verfassung offizieller Kommentare auf Künstliche Intelligenz setzen. Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf den laufenden digitalen Wandel in der politischen Kommunikation – er bietet sowohl Chancen als auch Anlass für eine kritische Debatte.
(...)
Ein Kommentar ist klassischerweise ein Instrument der politischen Profilierung. Wenn der Text vollständig von einer KI generiert wird, droht die Gefahr, dass die spezifische politische „Stimme“, die Ecken und Kanten eines Politikers sowie seine persönliche Überzeugung in einer glatten, algorithmisch optimierten Sprache verloren gehen.
Transparenz als Gebot der Stunde: Das eigentliche Problem ist hier weniger die Nutzung der Technologie selbst, sondern die Frage der Transparenz. Wenn Wähler einen Kommentar unter einem bestimmten Namen lesen, erwarten sie – zumindest implizit – eine persönliche geistige Leistung. Eine Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte wäre daher ein notwendiger Schritt, um das Vertrauen der Bürger nicht zu gefährden.
Fazit:
Dass sich Politiker der modernsten Werkzeuge bedienen, ist zeitgemäß. Doch darf die KI nur das Werkzeug bleiben – der inhaltliche Kern, die politische Haltung und die Verantwortung müssen weiterhin exklusiv beim Menschen liegen. Wenn die Grenze zwischen delegierter Technik und politischer Urheberschaft verschwimmt, laufen Repräsentanten Gefahr, dass ihr Wort an Gewicht verliert.“
Liebe KI, die Gefahr, dass das Wort der jeweiligen Repräsentanten an Gewicht verliert, besteht nur dort, wo das Wort der Betreffenden überhaupt noch Gewicht hat. In dieser Beziehung sind Voigt und Schulze mit ihrem KI-Kommentar kein großes Risiko eingegangen.
Beitragsbild: Montage Achgut.com/KI imago/Steffen Prößdorf CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Mal so eine beiläufige Frage: Die Wahlwerbung von Parteien wird angeblich im öffentlich-permanent nervenden Rundfunk neutral geregelt. Die Dauerauftritte des Armleuchters Schulz fallen wohl nicht darunter. Wird von unserem „Rechtstaat“ regelmäßig bestätigt. Stark. UNSEREDEMOKRATIE. Man erinnere sich an den Reichstagsbrandprozess gegen Dimitroff. Der wurde freigesprochen. Im Dritten Reich. Man vergleiche das mit dem stalinistischen Schauprozess gegen die reussische Rollatorbande.
Die Erfahrung mit den Nachbarn ist auch der Grund, warum ich bedenkenlose Hetzer und Verleumder hasse. Leute, die jemanden als „Putins Propagandarohr“ oder „Putinliebchen“ verleumden, obwohl sie wissen, dass das heute schon wieder die EXISTENZ dieses Menschen vernichten kann, sind das PURE BÖSE. Es geht noch nicht einmal darum, ob das, was sie hetzen, voll erfunden ist, teilrichtig, oder bewiesen. Sie TUN ES, UM MENSCHEN ZU VERNICHTEN, und das ist der Punkt! Ein Staat, eine Mafia, oder die boshafte Intriganz der „Freundes-Clique“ gibt ihnen die Macht, Menschen zu vernichten. Sie reduzieren Menschen auf einen Aufhängepunkt, ein Merkmal, das ihnen in dem faschistischen Umfeld, in dem sie sich pudelwohl fühlen, diese Macht über einen anderen Menschen gibt. Wer so eine Charakterstruktur hat, ist für den Frieden nicht brauchbar. Gegen die muss man kämpfen, um nicht selbst zerstört zu werden. Und solche Charaktere entfalten sich immer nur in faschistoiden Diktaturen. Wenn sie also so einen Pinscher und Wadenbeiser nicht loswerden können, So eine Klette, die sich festhakt, eine Zecke, die sich festsaugt, LEBEN SIE IN EINER DIKTATUR! Es wird Zeit, dass die dummen Nachplapperer des Rufmordes das begreifen, wer sie selbst sind! Umso wichtiger, Herr Grimm, dass man solchen Leuten STÄNDIG den Spiegel vor hält, auch wenn die es nicht begreifen. ZENSUR geht da gar nicht, vor allem dann nicht, wenn man die Hasstiraden der Hetzer „aus Gerechtigkeitsgründen“ passieren lässt.
Es ist das NIEDRIGE, was unsere Welt vergiftet. Und wer es kennen gelernt hat, müsste eigentlich dagegen Abwehrkräfte haben. Müsste eigentlich.
Man schaue sich die Larven an, Gelegentlich spricht Physiognomie Bände. Okay, ich halte ja unsere politische „Elite“ für eine Ansammlung von Kriminellen und Idioten. Mit starken Überschneidungen. Ich bin der der absoluten Überzeugung, das Schweine zur Schlachtbank geführt wurden, die das Amt eines thüringischen Ministerpräsidenten wesentlich besser ausfüllen könnten. Ich bin auch der Überzeugung, das in unseren Gefängnissen viele Leute einsitzen, die prinzipiell anständiger als der rechte sind.
Interessiert es noch irgendwen, was derartige Politdarsteller von sich geben, egal ob als Ergebnis der eigenen Hirnwindungen oder mangels Masse von der KI oder irgendwelchen Kofferträgern formuliert? Es sind aneinander gereihte Worte, die völlig diametral zu ihren aktuellen und zukünftig erwartbaren Handlungen stehen, wie auch denen ihrer Parteihanseln. Bestenfalls tun sie nichts, fahren 365 Tage auf Urlaub, dann können sie wenigstens keinen Unsinn zum Nachteil der Bürgen treiben. Die Stühle leer zu lassen, wäre allerdings unter Kostengesichtspunkten die optimalere Lösung, auch für das Nervenkonstüm der Untertanen. Und der Souverän wäre dann vielleicht wieder in Echt souverän.
Wir hatten damals alle ungeheure Angst beim Feindsender-Hören. Da konnte man bestraft werden. Mit unerklärtenm aber gnadenlos durchgesetzten Sanktionen. Das versteht der Lutz nicht. Und das Verräterische war ja das Pfeifen, weil die Sender nur 6kHz voneinander entfernt lagen. Dieses Pfeifen, oder auch das innötig langgezogene Pausenzeichen des Deutschlandfunks, das waren Risiken, die der sinnlös verwöhnte Rechthaber aus der anderen Ecke nicht versteht. Das hätte uns aber niemals davon abgehalten, die Sender zu hören, wo wir glaubten, es wäre die Wahrheit. In meinen Albträumen klingelte es an der Tür und ich konnte aus irgendeinem Grunde das Radio nicht ausschalten. Das lag auch daran, dass ich am VE301 ja selbst den Schalter überbrücken musste, an der Rückseite, der immer kaputt ging. Ich war ja so einer, der die Radios reparieren konnte. Am Anfang liefen die noch mit Gleichstrom und am Bakelit-Stecker musste man eine Kerbe machen, wie er richtig reingesteckt werden musste. Das Problem war aber, dass dann viele nicht mehr wussten, ob die Kerbe oben oder unten sein muss. Es schaffte aber in meinen Angstträumen Erleichterung, weil ich mir vorstellte, ich kann ja den Stecker verkehrt stecken und dann behaupten das Radoi funktioniert gar nicht. Das Pfeifen musste wo anders her gekommen sein. Und später die Erleichterung, als das Fernsehen kam und man konnte am rhytmischen Flackern des Lichts erkennen, dass die Nachbarn, vor denen man Angst gehabt hatte, auch alle den Westen sahen. Nein, das haben die Westlinken nicht erlebt und selbst die eigenen Kinder verstehen das nicht. Gott sei Dank. Aber es hat geprägt! Auch die spätere Erkenntnis, dass die Nachbarn doch bei der Stasi waren. Wenn die Westen sahen, war das etwas anderes, als bei uns. Diese Arroganz der Macht verbittert auch nach Jahrzehnten noch. Und ich sehe diese „Auserwähltheit“ derer, die über den Gesetzen stehen, die sie gnadenlos gegen jeden anwenden wollen, heute wieder ÜBERALL.
Überall!
mir haben 2 Beamte heute persönlich, also gegen das von mir ausgesprochene Hausverbotsgesetz verstoßen, gesagt, dass ich keine Email mehr schreiben darf… dann lösche ich halt das ganze Internet!… lol
hi, wer aus Verzweiflung nicht erkennt, dass der Versuch, als letzten Trumpf den nationalen Knilch zu spielen, hanebüchen ist, erkennt auch nicht, dass eine Anwendung der KI (in diesem Fall) bescheuert ist. Die fallenden Parteien zeigen Zeichen von Demenz. Man muss sich kümmern.