Rüdiger Stobbe / 07.09.2021 / 10:00 / Foto: Doenertier82 / 22 / Seite ausdrucken

Woher kommt der Strom? Woche 34 – Potemkinscher E-Auto-Erfolg

Regelmäßige Jubelmeldungen über einen hohen Anstieg der Zulassungszahlen batteriebetriebener E-Autos und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen täuschen darüber hinweg, dass das Ergebnis faktisch mager ist.

Die Energiewende hat in erster Linie einen Zweck: die Reduktion und schließlich komplette Vermeidung des Spurengases CO2 (0,04% Luftanteil) bei der Nutzbarmachung von Energie, zum Beispiel in Form von Strom. Deshalb sollen fossile Energieträger in den nächsten 24 Jahren komplett durch die sogenannten „Erneuerbaren“, in erster Linie Wind- und Solarkraftwerke, ersetzt werden. Dass Deutschland auch aus der praktisch CO2-freien Stromerzeugung mittels Kernkraft aussteigt, ist ein Sonderweg, der weltweit praktisch keine Nachahmer findet. Was nicht weiter verwundert. Erwähnt der Weltklimarat IPCC (Abbildung) 2018 doch ausdrücklich auch die Kernenergie als Pfad zur CO2-Reduktion: [...] Zu den bewerteten Optionen aus dem Energieversorgungssektor gehören erneuerbare Energien (Biomasse und Nicht-Biomasse), Kernenergie, CCS mit Bioenergie und CCS mit fossilen Brennstoffen. [...]. 

Mit massiven Subventionen will die deutsche Politik ein vermeintlich CO2-freies Verkehrsmittel, das batteriebetriebene Elektroauto (BEV) in den Massenmarkt drücken. Regelmäßige Jubelmeldungen über einen hohen Anstieg der Zulassungszahlen im Bereich reiner batteriebetriebener E-Autos und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen täuschen darüber hinweg, dass mit gut 500.000 zugelassenen BEV bei 48.000.000 PKW insgesamt das Ergebnis faktisch mager ist. Plug-in-Hybride sind im Prinzip verkappte Verbrenner. Das Ladekabel liegt bei Verkauf oft unbenutzt im Kofferraum. Der CO2-einsparende Effekt erscheint da doch eher dünn. Wie aber sieht es mit der CO2-Reduktion beim BEV aus? Auf dem Papier gilt solch ein Fahrzeug als „emissionsfrei“. Was es faktisch nicht ist. Der CO2-Rucksack der Batterie ist frühestens nach einigen Jahren abgebaut. Der Strom, der in Deutschland getankt wird, ist, korrekt betrachtet, immer und zu 100% fossiler Strom. Das neue E-Auto kommt als zusätzlicher Verbraucher ans Netz. Deshalb wird die regenerative Stromerzeugung aber durchaus nicht größer. Also muss der benötigte Strom zusätzlich fossil erzeugt werden.

Die konventionelle Stromerzeugung verursachte vom 1.1.2021 bis zum 28.8.2021 597 g CO2/kWh. Angenommen, ein BEV benötigt für 100 km Fahrstrecke 15 kWh Strom, kommt man auf 15 x 597 / 100 = 89,55 Gramm CO2/Kilometer. Da wundert es nicht, dass es um die 200.000 km Fahrstrecke braucht, ehe das BEV CO2-mäßig besser abschneidet als ein moderner Diesel (Abbildung 1). Nun gibt es aber auch viele BEV-Besitzer, die ihren Strom per PV-Anlage auf dem Dach des Einfamilienhauses produzieren. Da kann getrost der Strom-Mix für die BEV-Betankung angesetzt werden. Dann sieht die Rechnung so aus: 15 x 350 / 100 = 52,5 Gramm CO2/Kilometer. Schon besser, aber noch lange nicht CO2-frei, wie unsere Energiewender offensichtlich fälschlicherweise und wahrscheinlich auch wider besseres Wissen annehmen. Ich nenne das mal Lug und Trug. Lug und Trug, den wir mittlerweile in Deutschland auch in anderen Bereichen spüren. Wenn denn nun aber die Stromerzeugung komplett regenerativ, also vor allem mit Wind- und PV-Anlagen erfolgt wäre, kämen nur noch 15 x 35 / 100 = 5,25 Gramm CO2/Kilometer zur Anrechnung. 100% regenerative Stromerzeugung aber ist die pure Träumerei. Denn:

Bis 2045 sollen 18 Millionen PKW „grün-gerecht eingespart“ werden

Um bis zum Jahr 2045 30 Millionen PKW mit einer durchschnittlichen Fahrstrecke von 12.500 km zu ersetzen – die weiteren 18 Millionen werden „grün-gerecht eingespart“ – wird diese Strommenge zusätzlich benötigt: 30.000.000 x 125 x 15 = 56.250.000.000 kWh. Das entspricht abgerundet 56 Terawattstunden (TWh) Strom. Allein für diese Menge wären Wind- und PV-Anlagen in der Größenordnung gemäß Abbildung 2 zusätzlich notwendig. Etwa in der gleichen Größenordnung liegen die Anlagen, die zum Ersatz des wegfallenden Kernkraftstroms nötig sind. Da allerdings bleiben nur noch 1 1/4 Jahre – bis Ende 2022 –, um das umzusetzen. Angesichts dieser Zahlen bekommt das Mantra „Wir müssen die Erneuerbaren massiv ausbauen“ eine griffig-realistische Dimension. Damit kein Missverständnis aufkommt: Bei den errechneten Werten handelt es sich lediglich um Ersatz für wegfallenden CO2-freien Strom aus Kernkraft und dem Zusatzstrom für eine stark reduzierte (30 statt 48 Mio. PKW) Mobilität im PKW-Bereich. Vom 65%-Ziel, von Wärmepumpen, von Wasserstoffproduktion, von der Industriewende, der grünen Landwirtschaft usw. war nicht mal ansatzweise die Rede.

Die 34. Woche (Abbildung 3) war durchwachsen. Der Herbst schickte seine Vorboten. Relativ viel Windstrom bei nachlassendem PV-Strom sorgten für ein uneinheitliches Strom-Importgeschehen (Abbildung 4). Die konventionellen Stromerzeuger (Abbildung 5) hatten alle Hände voll zu tun. Die Preise für eine MWh Strom (Abbildung 6) lagen zwischen 63 und 124 €. Damit ergaben sich vielfältige Chancen für Preisdifferenzgeschäfte, die unsere Nachbarn teilweise nutzten. 

Die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und der daraus generierte Chart liegen unter Abbildung 7 ab. Es handelt sich um Werte der Nettostromerzeugung, dem „Strom, der aus der Steckdose“ kommt, wie auf der Webseite der Energy-Charts ganz unten ausführlich erläutert wird. Der höchst empfehlenswerte virtuelle Energiewende-Rechner (Wie viele Windkraft- und PV-Anlagen braucht es, um Kohle- und/oder Kernkraftstrom zu ersetzen? Zumindest im Jahresdurchschnitt.) ist unter Abbildung 8 zu finden. Ebenso wie der bewährte Energierechner.

Die Charts mit den Jahres- und Wochenexportzahlen liegen unter Abbildung 9 ab. Abbildung 10 beinhaltet die Charts, welche eine angenommene Verdoppelung und Verdreifachung der Wind- und Solarstromversorgung visualisieren.

Abbildung 11 weist auf einen Artikel hin, der sich mit dem zukünftigen Energiebedarf Deutschlands insgesamt befasst.

Abbildung 12 zeigt einen Vortrag von Professor Brasseur von der TU Graz. Der Mann folgt nicht der Wissenschaft. Er betreibt Wissenschaft.

Beachten Sie bitte unbedingt die Stromdateninfo-Tagesvergleiche ab 2016 in den Tagesanalysen. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text angegebenen Durchschnittswerte und vieles mehr. Der Vergleich beinhaltet einen Schatz an Erkenntnismöglichkeiten. Überhaupt ist das Analysetool stromdaten.info mittlerweile ein sehr mächtiges Instrument der Stromdatenanalyse geworden.

Tagesanalysen

Montag, 23.8.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 46,5 Prozent, davon Windstrom 22,06 Prozent, Solarstrom 11,76 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,69 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Eine kleine Stromlücke am Morgen. Eine noch kleinere um 19:00 Uhr. Reichlich Windstrom mit entsprechend wenig PV-Strom lassen die konventionellen Stromerzeuger gut nachführen. Die Preise liegen im Schnitt um die 90 €/MWh. Der Handelstag. Die Schweiz und Österreich machen gute Geschäfte.

Dienstag, 24.8.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 43,96 Prozentdavon Windstrom 14,94 Prozent, Solarstrom 16,17 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,85 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Heute doch wieder zwei Stromlücken größeren Ausmaßes. Die konventionellen Stromerzeuger steigern die Steinkohle- und Gasverstromung. Das Preisniveau steigt. Der Handelstag.

Mittwoch, 25.8.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 55,15 Prozentdavon Windstrom 25,36 Prozent, Solarstrom 18,09 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,70 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Kaum Windstrom am frühen Morgen. Der steigt erst über Tag. Bis 8:00 Uhr eine große Stromlücke, die verhältnismäßig teuer geschlossen wird. Wenn Deutschland nachfragt, wird es halt kostspielig. Die Konventionellen müssen über Tag ihre Produktion herunterfahren, weil der Wind auffrischt. Der Handelstag.

Donnerstag, 26.8.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 52,35 Prozentdavon Windstrom 29,38 Prozent, Solarstrom 11,16 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,81 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Die Windstromerzeugung ist heute besonders volatil. Die Konventionellen regeln mit Steinkohle- und – wie immer – mit Pumpspeicherstrom nach. Das Preisniveau ist hoch. Deutschland zahlt ordentlich für das Schließen der Stromlücken. Der Handelstag.

Freitag, 27.8.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 51,39 Prozent, davon Windstrom 28,39 Prozent, Solarstrom 10,96 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,04 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der Freitag ist ein ruhiger Tag mit der obligatorischen Stromlücke zum Abend. Die Konventionellen können nicht zu viel Strom über Tag erzeugen. Damit würden sie sich die Preise kaputtmachen. Also fehlt ab 17:00 Uhr Strom, der teuer importiert werden muss. Der Handelstag.

Samstag, 28.8.2021: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 51,85 Prozent, davon Windstrom 25,28 Prozent, Solarstrom 12,11 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,47 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Wochenende. Die Konventionellen führen ordentlich nach. Das Preisniveau sinkt etwas. Doch selbstverständlich zahlt Deutschland knackige Importpreise. Der Handelstag.

Sonntag, 29.8.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 48,12 Prozent, davon Windstrom 25,21 Prozent, Solarstrom 7,98 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,93 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Die regenerative Stromerzeugung sinkt. Der Bedarf ebenfalls. Die Konventionellen führen gut nach. Die Preise liegt fast den ganzen Tag unter 100 €/MWh. Der Handelstag.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr. 

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.

 

Rüdiger Stobbe betreibt seit über 5 Jahren den Politikblog www.mediagnose.de

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netiquette:

Heiko Stadler / 07.09.2021

@Andi Malinski: Der Migrationspakt ist das richtige Stichwort. Wegen der kalten Winter ist der CO2-Fußabdruck in der Nordhalbkugel viel größer als in Äquatornähe. Somit wäre es für das Weltklima vernünftig, Massenmigration gemäß Migrationspakt vom dicht besiedelten Europa in das warme Afrika zu fördern. Ich denke dabei zum Beispiel an deutsche Rentner, die dem Klima zuliebe ihren Lebensabend in Nordafrika (Marokko oder Tunesien) verbringen. Afrika würde dabei auch ein bisschen bunter werden.

Udo Lange / 07.09.2021

Einmal angenommen, meine Heimatstadt (500.000 EW) würde die Mobilität und die Wärmeversorgung (Wasser und Heizung) auf nahezu komplett elektrisch umstellen: Gäben das denn die Leitungen her? Oder müsste da auch ein Großteil erneuert werden? Einiges dürfte um die 100 Jahre alt und auf damalige Bedürfnisse ausgelegt sein.

Alexander Peter / 07.09.2021

Das E-Auto ist, ganz abgesehen von den derzeitigen Nachteilen gegenüber dem“Verbrenner“ hinsichtlich des Anschaffungspreises, der Langstreckentauglichkeit, des Problems zu entsorgender Batterien, der umständlichen „Betankung“ usw., vermutlich von den „Energiewendern“ als reine Zwischenlösung gedacht. Als Lösung gelten hierbei nicht etwa technische Mittel, sondern der ÖPNV oder das Fahrrad. Die im ländlichen Raum wohnende alternde Bevölkerung bleibt dann eben wie viele andere Menschen außen vor. Oder glaubt jemand an die wolkigen Versprechungen der Grünen vom „Bus, der in jedem Dorf hält“?

Rüdiger Stobbe / 07.09.2021

@seiler Lieber Herr Seiler, die regenerative Stromerzeugung in Deutschland war noch NIE so stark, dass sie auch nur eine Stunde ausgereicht hätte,  das Land komplett mit Strom zu versorgen: https://www.stromdaten.info/ANALYSE/production/index.php?Z9=kiwsg34s Beste Grüße aus Aachen Rüdiger Stobbe

RMPetersen / 07.09.2021

Der Strombedarf der privaten Verbraucher wird weiter steigen, in der Industrie wird er abnehmen; letzteres, weil die Produktion weiter in andere Länder verlagert wird. Selbst das Bundes-Wirtschaftsministerium hat stillschweigend seine blauäugigen Behautpungen korrigiert, dass der Verbrauch sinken würde. Woher auch? Die Batterie-Autos bringen zusätzliche Nachfrage, im Haushalts-Heizungbereich wird nach wie vor für Wärmepunmpen geworben, selbst direkte Stromheizungen sind - 35 Jahre nachdem das Umweltbundesamt sie als superschädlich identifiziert hatte - wieder im Kommen. Heizöl wird rausgedrängt, Erdgas ist lt. den Grünen auch des (russischen) Teufels - klar, dass dieStromnachfrage zunehmen wird. Der zustätzlich Bedarf wird nur zum - zeitlichen variablen - Teil durch Wind- und Sonnenstrom zu decken sein. Mehr Windanlagen aufzustellen, wird nicht helfen, denn bei Flaute sind auch doppelt soviel Anlagen nutzlos. Ähnliches gilt für Solar. Die seit Jahrzehnten angekündigten Reserveanlagen (Batterieparks, Wasserstoffspeicher etc.) gibt es nicht und wird es aus Kostengründen auch in 5 Jahren nicht aureichend geben. Wenn die Grünen (- plus Roten) ihre Kohle-Ausstiegsforderungen und die Erdgas-Blockade gegen Russland durchsetzen, wird es in zwei. drei Jahren massenhaft Stromausfälle geben. Aber wenn das Volk es so will ... Vielleicht ändert es dann ja seine Meinung.

Michael Weinberger / 07.09.2021

@Marcel Seiler: Wie selten? Stromdaten.info hat die Fakten. In 2020 betrug der Anteil regenerativer Energie im Mittel 48% (Min 16%, Max 76%), zu sehen im Tool Zeiträume vergleichen. +++ Tool Flautensuche findet 12 Starkwindzeiten mit mind. 24h durchgehend 50% Anteil Windenergie am Bedarf (akkumuliert 20 Tage). Bei 69 % Anteil gibt es einen Tag. +++ Für jedes zusätzliche E-Auto (oder Wärmepumpe) muss nahezu immer zusätzlicher Strom konventionell erzeugt werden. Bei der Berechnung des CO2-Fußabdrucks darf beim E-Auto nicht mit dem Strommix gerechnet werden, sondern konventionell mit 500 g/kWh-1050 g/kWh (Gas, Kohle, Braunkohle) +++ Interessante Infos liefert auch das Tool Häufigkeitsverteilung.

Andy Malinski / 07.09.2021

@ Heiko Stadler: Was soll diese theoretische Betrachtung der Bevölkerungsentwicklung? Wenn ich an den “Buntjubel” eines Teils der indigenen Bewohner dieses Landes und an seine Einbindung in diverse internationale Vereinbarungen (Migrationspakt, “Flüchtlings"pakt) sowie an den gordischen Knoten unserer “Gut-gemeint”-Gesetzgebung denke, halte ich Ihre Gedankengänge für illusorisch!

Dieter Franke / 07.09.2021

Sehr empfehlenswert das neue Magazin Pragmaticus im ServusTV. In der Mediathek kann man noch sehen wie das Thema E Mobilität klar dargestellt werden kann. Unter der Moderation von Roger Köppel kommen Experten zu Worte, die man im deutschen TV kaum sehen kann wie z.B. Prof. Vahrenholt

Marcel Seiler / 07.09.2021

Artikel: “Das neue E-Auto kommt als zusätzlicher Verbraucher ans Netz. Deshalb wird die regenerative Stromerzeugung aber durchaus nicht größer. Also muss der benötigte Strom zusätzlich fossil erzeugt werden.” - Das stimmt doch nicht: Wenn das Auto in dem Moment angeschlossen wird, in dem Wind-/Sonnenstrom im Überfluss vorhanden ist, tankt das Auto Strom aus erneuerbaren Quellen. Das mag zwar selten sein (wie selten???), aber es wird sicherlich vorkommen.

Heiko Stadler / 07.09.2021

Deutschland erzeugt etwa 15% des Stromes regenerativ bei 84 Millionen Einwohnern. Hätte Deutschland etwa 13 Millionen Einwohner, so läge der regenerative Anteil bei 100%. CO2-Neutralität bedeutet sichere Grenzen und konsequente Abschiebung Illegaler. Da die Geburtenrate der Deutschen bei 1,3 liegt, dürften die 13 Millionen-Grenze bereits in wenigen Generationen erreicht sein.

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