Rüdiger Stobbe / 01.03.2022 / 10:00 / Foto: Doenertier82 / 10 / Seite ausdrucken

Woher kommt der Strom? Siebte Analysewoche

Viel Wind, hohe Windstromerzeugung. Aus Gründen der Netzstabilität wurde auch über den Bedarf hinaus Strom produziert – mittels konventioneller Energieträger. Zu viel Strom im Markt – der billig abgegeben oder verschenkt werden musste.

Heftige Stürme fegten in der siebten Analysewoche (Abbildung) über Deutschland hinweg. Obwohl Windkraftanlagen ab einer bestimmten Windgeschwindigkeit aus dem Wind gedreht werden müssen, kam es zu einer hohen Windstromerzeugung. So trugen die regenerativen Energieträger im Durchschnitt insgesamt mit 73,3% zur Bedarfsdeckung Deutschlands an elektrischer Energie (umgangssprachlich „Strom“) bei. Der Anteil der regenerativen Erzeugung an der Gesamtstromproduktion lag bei 64,3%. Es wurde aus Gründen der Netzstabilität jeden Tag auch über den Bedarf hinaus Strom produziert. Mittels konventioneller Energieträger (Abbildung 1). Welche auch die Differenz zum Strombedarf abdeckten. Der mittlere Strompreis lag bei 95 €/MWh. Das Preisniveau war bezogen auf die Preise der vergangenen Wochen und Monate niedrig.

Das liegt, um Missverständnissen vorzubeugen, nicht an den angeblich günstigen Gestehungskosten regenerativer Stromerzeugung, sondern an der Tatsache, dass Deutschland so viel Strom erzeugen musste, dass der Bedarf gedeckt wurde und das Netz stabil blieb. Was dazu führte, dass (zu) viel Strom im Markt war, der zu geringen Preisen abgegeben und zum Teil sogar verschenkt werden musste. Negativpreise gab es in sehr geringfügigem Umfang ebenfalls, sind deshalb keine speziellen Analyse wert (Abbildung 2). Unter dem Strich nahm Deutschland knapp 122 Mio. € für seine 1,455 Terawattstunden (TWh) Exportstrom ein. Ein Blick auf Abbildung 3 verdeutlicht, dass vor allem Dänemark und Schweden in erheblichem Umfang Strom nach Deutschland exportieren. Norwegen hingegen kauft deutschen Strom zu günstigen Preisen ein, um ihn dann wieder hochpreisig nach Deutschland zu verkaufen. Alle genannten Werte und viel mehr ist mit der Zeitraumanalyse von stromdaten.info nachvollziehbar.

Energiewende neu denken

Die Energiewende in Deutschland muss neu gedacht werden. Mit dem Russland-Ukraine-Konflikt ergeben sich sehr wahrscheinlich große Unsicherheiten in der konventionellen Stromerzeugung. Womöglich steht nicht genügend Erdgas zur Verfügung, um die Abschaltungen von diversen Kohle- und den verbliebenen Kernkraftwerken auszugleichen. Immerhin liefert Russland etwa 50% des von Deutschland benötigten Erdgases. Auch etwa 50% der von Deutschland verfeuerten Steinkohle kommt aus Russland. So wird neben der volatilen, stark schwankenden Stromerzeugung mittels Wind- und Solarkraft auch die konventionelle Stromerzeugung „volatil“. Wenn nicht genügend Brennstoff vorhanden ist, kann weder genügend Strom erzeugt noch hinreichend geheizt werden. Das ist wie mit dem Wind und der Sonne. Kein Wind, keine Sonne: kein Strom!

Wer jetzt meint, irgendwo wehe der Wind ja immer, dem sei gesagt: Nicht in dem Umfang, um die Versorgung auch nur annähernd bedarfsgerecht sicher zu stellen. Deshalb ist es nur naiv und dümmlich, wenn die Ampel die Unabhängigkeit von russischen Brennstoffen mit dem verstärkten Ausbau von Windkraft- und PV-Anlagen erreichen will. Hinzu kommen die noch lange in ausreichendem Umfang fehlenden Massenspeicher für überschüssigen Strom. Die angenommene Verdreifachung der aktuellen Wind- und PV-Stromerzeugung deckt zwar den Bedarf (Abbildung 4). Doch es fallen Unmengen überschüssiger Strom an, der, weil er nicht gespeichert werden kann, nicht nur verschenkt, sondern mit Bonusscheck abgegeben werden muss. Eine angenommene Verdoppelung, ebenfalls Abbildung 4, reicht auch bei den ungemütlichen Wetterverhältnissen der vergangenen Wochen nicht aus, um den Strombedarf Deutschlands nachhaltig auch nur im Durchschnitt zu decken. Der an manchen Tagen überschüssige Strom reicht bei weitem nicht aus, um mit, wenn es sie denn gäbe, Wasserstoffspeicherung die schwachen Stromtage auszugleichen.

Die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und der daraus generierte Chart liegt unter Abbildung 5 ab. Es handelt sich um Werte der Nettostromerzeugung, den „Strom, der aus der Steckdose kommt“, wie auf der Website der Energy-Charts ganz unten ausführlich erläutert wird. Der höchst empfehlenswerte virtuelle Energiewende-Rechner (Wie viele Windkraft- und PV-Anlagen braucht es, um Kohle- und/oder Kernkraftstrom zu ersetzen? Zumindest im Jahresdurchschnitt.) ist unter Abbildung 6 zu finden. Ebenso wie der bewährte Energierechner.

Die Charts mit den Jahres- und Wochenexportzahlen liegen unter Abbildung 7 ab. Abbildung 8 zeigt einen Vortrag von Professor Brasseur von der TU Graz. Der Mann folgt nicht der Wissenschaft. Er betreibt Wissenschaft.

Beachten Sie bitte unbedingt die Stromdateninfo-Tagesvergleiche ab 2016 in den Tagesanalysen. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text angegebenen Durchschnittswerte und vieles mehr. Der Vergleich beinhaltet einen Schatz an Erkenntnismöglichkeiten. Überhaupt ist das Analysetool stromdaten.info ein sehr mächtiges Instrument, welches nochmals erweitert wurde:

  • Strom-Import/Export: Die Charts
  • Produktion als Anteil der installierten Leistung
  • Anteil der erneuerbaren und konventionellen Erzeugung am Bedarf
  • Niedrigster, höchster und mittlerer Strompreis im ausgewählten Zeitraum
  • NEU: Beitrag der regenerativen Stromerzeugung zum Bedarf

... sind Bestandteil der Tools „Stromerzeugung und Bedarf", „Zeitraumanalyse“ sowie der Im- und ExportanalyseCharts & Tabellen. Schauen Sie mal rein und analysieren Sie mit wenigen Klicks. Die Ergebnisse sind sehr erhellend.

Ist ein Land mit hohen Stromexporten, zum Beispiel Deutschland, auch für Flautenzeiten gewappnet?

Mit der Frage, ob Deutschland als Stromexporteur genügend Strom auch für die Zeit schwacher regenerativer Stromerzeugung zur Verfügung steht, befasst sich dieser Artikel ausführlich.

Tagesanalysen

Montag, 14.2.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 63,32 Prozent, davon Windstrom 48,39 Prozent, PV-Strom 5,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,12 Prozent. Quelle prozentualen Auswertung sind die Werte der Tabelle der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix

Im Verlauf des Tages steigt der Strompreis von 13 €/MWh auf 197 €/MWh. Die regenerative Erzeugung lässt über Tag nach und zum Vorabend, als der Bedarf ansteigt, wird der Tageshöchstpreis erzielt. Die Konventionellen führen gut nach. Der Handelstag.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 14.2. ab 2016.

Dienstag, 15.2.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 53,98 Prozentdavon Windstrom 40,66 Prozent, PV-Strom 3,76 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,56 Prozent. Quelle prozentualen Auswertung sind die Werte der Tabelle der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix

Der Dienstag bringt mit 250 €/MWh den Wochenhöchstpreis. Dieser Höchstpreis fällt keinesfalls zufällig mit der geringsten regenerativen Stromerzeugung der siebten Analysewoche zusammen. Geringe regenerative Stromerzeugung ermöglicht umso passgenauere gleich marktgerechtere konventionelle Erzeugung. Der Handelstag.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 15.2.2022 ab 2016.

Mittwoch, 16.2.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 69,09 Prozent, davon Windstrom 58,27 Prozent, PV-Strom 1,94 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 8,88 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung sind die Werte der Tabelle der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix

Am Mittwoch zieht die Windstromerzeugung an. Der Strompreis fällt unter die 100 €/MWh-Marke. Die Konventionellen führen im Rahmen des Möglichen gut nach. Der Handelstag.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo Tagesvergleich zum 16.2. ab 2016.

Donnerstag, 17.2.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 76,56 Prozent, davon Windstrom 62,24 Prozent, PV-Strom 4,86 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,46 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung sind die Werte der Tabelle der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix

Heute ist nach dem gestrigen Tag bereits der zweite Tag dieser Woche mit einer Windstromerzeugung höher als eine TWh. Das war bisher selten der Fall. Knapp 80% tragen die Regenerativen im Tagesdurchschnitt zur Deckung des Strombedarfs Deutschlands bei. Die Konventionellen drosseln die Produktion so weit wie möglich. Für einen Werktag ein hohes Ergebnis. Dementsprechend sinkt der Strompreis im Schnitt (68,64 €/MWh). Der Handelstag.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 17.2. ab 2016.

Freitag, 18.2.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 67,60 Prozent, davon Windstrom 54,46 Prozent, PV-Strom 2,39 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,74 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung sind die Werte der Tabelle der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix.

Nachdem am Morgen des Freitags eine Winddelle die Stromerzeugung sinken ließ, stieg diese im Verlauf des Tages wieder massiv an. Die Konventionellen führten wieder – fast – gut nach. Entsprechend stieg das Preisniveau. Von 7:00 bis 8:00 Uhr entstand eine Mini-Versorgungslücke, die hochpreisig geschlossen werden musste. Der Handelstag.

Belege für Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 18.2 ab 2016.

Samstag, 19.2.2022: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 76,74 Prozent, davon Windstrom 58,45 Prozent, PV-Strom 7,53 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,76 Prozent. Quelle prozentualen Auswertung sind die Werte der Tabelle der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix.

Der Einstieg ins bedarfsarme Wochenende mit starker regenerativer Stromerzeugung führte zu starkem Preisverfall. Die Konventionellen fuhren die Produktion so weit wie möglich herunter. Dennoch bewegten sich die Strompreise Richtung 0 €/MWh und unterschritten diese Marke sogar für vier Stunden minimal. Der mittlere Strompreis lag bei knapp 40 €/MWh. Der Handelstag.

Belege für die Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo Tagesvergleich zum 19.2. ab 2016.

Sonntag, 20.2.2022: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 76,98 Prozent, davon Windstrom 62,75 Prozent, PV-Strom 3,12 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,10 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung sind die Werte der Tabelle der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix.

Am Sonntag erreicht die regenerative Erzeugung im Schnitt fast 90% des Bedarfs. Ab 10:00 Uhr fallen die Preise stark. Von knapp 100 €/MWh auf unter 15 €/MWh um 23:00 Uhr. Die Konventionellen liefern den Strom, der zwecks Netzstabilität erzeugt werden muss. Der Handelstag.

Belege für die Werte im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo Tagesvergleich zum 20.2. ab 2016.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr. Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.

 

Rüdiger Stobbe betreibt seit sechs Jahren den Politikblog www.mediagnose.de.

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netiquette:

Michael Palusch / 01.03.2022

Lese Ihre Ausführungen wegen der Sachlichkeit sehr gern, Herr Stobbe, aber gerade deshalb will diese Unsinnsworthülse ” ...muss neu gedacht werden…” so gar nicht dazu passen.

G. Böhm / 01.03.2022

Herr Stobbe, wieder einmal Dank für Ihr unermüdliches Engagement! - Ihre Sorgen hinsichtlich einer möglichen Versorgungsknappheit sind unbegründet. Erst heute hat der zuständige Minister, befragt in N. Y., erklärt, daß für alles vorgesorgt sei, ggf. werde einfach der Bedarf reduziert. Auf die Frage nach weiteren Importen aus dem von der Zivilisation auszuschließenden Land auch seitens der USA (schweres Erdöl) hat der dt. Minister erklärt, daß es angeraten sei, daß die Amerikaner ihren Verbrauch reduzierten und ein wenig mehr das Fahrrad benutzen sollten. Also alles im grünen Bereich.

Hans Meier / 01.03.2022

Vielen Dank Herr Stobbe, für Ihre wöchentliche Darstellung zu dem, was Frau Merkel unter US-Aufsicht in der Kolonie so angestellt hat. Dafür haben US-Leerstühle ihr akademische Kränze und Doktormützen en gross verliehen, um die Genialität einer Politik zu ehren, das gefälliges Schmunzeln an der Wall Street aberntet. Jede Vermutung, diese politisch verursachte Sabotage in der Energiepolitik sei nicht beabsichtigt, verkennt wer wen in Abhängigkeit bringen will, und wer dabei Monopolgewinne generiert.

Leo Hohensee / 01.03.2022

@Thomas Brox - Toller Beitrag, Herr Brox. Ich möchte nur noch ergänzen, uns wird in Kürze das Bargeld genommen werden und damit die einzige Ausweichmöglichkeit für eine freie Entscheidung, für eine freie Entfaltung. Niemand kann dann dem Regierungskraken mit seinen Saugnäpfen mehr ausweichen. In einem ersten Schritt werden wir natürlich nicht dessen Saug-Tentakeln zu sehen bekommen. Sie werden vor uns verborgen werden. Man wird die Menschen ködern - auch wegen KI (künstlicher Intelligenz) und dem verbundenen riesenhaften Wegfall von Arbeitsplätzen, - mit einem bedingungslosen Grundeinkommen.—- Aber das werden sie uns unterjubeln als Digitalgeld mit QR-Code-Identifikations-Pflicht. Die wissen dann, aufgrund der Größe der Tampons, die Ihre Frau kauft, welcher Mann anatomisch besser zu Ihrer Frau passt als Sie. Die werden wissen, welche Krankheiten sie haben und wie hoch daher Ihre Versicherungsprämien sein müssen. Die werden das nutzen, um hohe Versicherungsrisiken auf den Steuerzahler abzuwälzen. Die Gemeinschaft der Versicherten wird dann nur noch bestehen aus risikolosen Menschen zwecks Ertragserhöhungen bei der Versicherung !!—Nur so eine Phantasie von mir ...... beste Grüße

Thomas Brox / 01.03.2022

Wie auch der obige Artikel und der Link zu dem Artikel “Energiewende und der deutsche Strom-Exportüberschuss” nachdrücklich beweist, ist die rein deutsche Energiewende ein totaler staatlicher Schwachsinn. ++ Eine Verdreifachung der “erneuerbaren” Stromproduktion wird die Probleme nicht beheben, sondern Verdreifachen: (1) Investitionen in der Größenordnung von 1000 Milliarden Euro für physikalischen Blödsinn. (2) Der echte, ungeschönte Strompreis wird durch die Decke schießen. (3) Die Nachbarländer verdienen sich dumm und dämlich. (4) Um Blackouts zu vermeiden, werden Stromrationierungen und massive Lastabwürfe zur Normalität, euphemistisch als angebotsorientierte Stromversorgung bezeichnet. (5) E-Mobilität, Wärmepumpen, Wasserstofferzeugung und weiterer Blödsinn - alles mit enormen Subventionen forciert - erhöhen den Strombedarf, während grundlastfähige konventionelle Kraftwerke abgeschaltet werden. (6) Die Folge ist die schleichende Deindustrialisierung des Landes und die Verarmung großer Teile der Bevölkerung. ++ Die Energiewende ist das Paradebeispiel, wie ein schmarotzender, unfähiger Staatsapparat ein Land ruiniert, während das korrumpierte Volk (noch) Beifall klatscht. Das rot-grüne Beamtenregime versucht jetzt die steigenden Stromkosten durch Subvention aus Steuermitteln zu vertuschen: Die EEG Umlage, die in Wirklichkeit weiter steigt, soll über den Bundeshaushalt laufen. Wie üblich, linke Tasche, rechte Tasche: Zahlen muss auf jeden Fall der produktive Privatsektor, der fette Schmarotzerstaat erzeugt ja keine nennenswerte Wertschöpfung. ++ Weitere Prognose: Langanhaltende und hohe Inflation. Das Gelddrucken der EZB zur Staatsfinanzierung wird weiter hochgefahren, bei erzwungenem Null-Zins. Trotzdem gibt es weitere Steuer- und Abgabenerhöhungen. Wenn Russland die Energielieferungen einstellt, dann wird es katastrophal. Auf jeden Fall ist die Ukraine Krise der beste Sündenbock für das deutsche Staatsversagen.

Leo Hohensee / 01.03.2022

Hallo Herr Stobbe, ich möchte noch einmal ganz herzlich auf die Ministerin A.B. hinweisen. Die hat doch gesagt, alles sei schon durchgerechnet, das Netz sei der Speicher. Wenn deren Netz jetzt nicht mehr reicht und Strom sogar verschenkt werden muss dann überlege ich doch, ob ich mir nicht ein solches Netz im Garten aufhänge. Ich habe nur noch nirgendwo eine Information zu der erforderlichen Maschenweite gefunden.

U. Unger / 01.03.2022

Wird sicher lustig, wenn hunderttausende in den Flüchtlingsunterkünften merken, daß die Stromversorgung am seidenen grünen Faden hängt. Blockflöte raus und selber singen! Wir merken durch bis ins Paradies.

Klaus Keller / 01.03.2022

Aktuell 11:05 zeigt electricityMap das die KKW der Ukraine mit halber Kraft arbeiten (7,18 von 14,9 GW) und damit ca die Hälfte des Stroms produzieren. Man hat die Anlagen, wenn das stimmt, nicht aus Sicherheitsgründen heruntergefahren. Kohlekraftwerke laufen zu 20% es könnte natürlich sein das die eher in umkämpften Gebieten stehen. Man könnte mit Hilfe der Daten, wenn sie korrekt sind die Aussagen dritter prüfen.

Klaus Keller / 01.03.2022

Auf der Internetseite elektricityMap gibt es zZt 10:45 keine Daten über die Stromproduktion in der Ukraine, aber aus den Nachbarstaaten. Das russische Kaliningrad exportiert Strom nach Litauen. Belarus ebenso. Lettland bezieht Strom aus Russland. Estland exportiert Strom nach Lettland und Russland. Russland exportiert nach Finnland. Die Ukraine selbst liefert noch geringe Mengen nach Ungarn, Rumänien und Moldawien und bezieht Strom aus der Slowakei. Verbindungen zu Polen werden nicht angezeigt. - Die Sanktionitis, eine gefährliche Infektionskrankheit die schnell zur Pandemie werden kann, hat offensichtlich noch nicht zur Kappung aller Verbindungen geführt.

Thomas Sandkrog / 01.03.2022

Vielen Dank, Herr Stobbe! Ich lese ihre Berichte aufmerksam und beginne sie jetzt an interessierte und vielleicht auch bald an nicht interessierte Freunde in der Position der drei Affen weiterzuleiten.

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Woher kommt der Strom? 16. Analysewoche 2022

Hinweis vorab: Für unsere eiligen Leser, für Leser, welche den Artikel nur überfliegen, damit sie einen Eindruck von der Stromversorgung der jeweiligen Woche gewinnen, ist dieses PDF,…/ mehr

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