Auch in dieser Woche war die Performance der regenerativen Stromerzeugung für die Jahreszeit insgesamt schwach. Von Dunkelflaute zu sprechen, wäre sicher übertrieben. Doch immerhin wurden am Freitag um 16:00 Uhr nur etwas über 10 GW Strom regenerativ erzeugt, wobei Wind und Solar nur 5,7 GW lieferten. Der Bedarf war mit 67,9 GW recht hoch. So musste für über 250 €/MWh Strom aus dem Ausland (6,7 GW) eingekauft werden. Das vor allem deshalb, weil die konventionellen Stromerzeuger aus Gewinnmaximierungsgründen genau wissen, dass Stromimporte in bedarfsstarken Zeiten den Strompreis steigen lassen. Die importierten 6,7 GW könnte Deutschland auch ohne Weiteres zusätzlich produzieren. So verwundert es den kundigen Betrachter nicht, dass es Freitag, um 16:00 Uhr zur nahezu höchsten fossilen Stromproduktion der Woche kam. Nur um 17:00 Uhr war sie etwas stärker. Da wurde richtig „Kohle“ abgeräumt. Im Ausland, im Inland. Nur der Stromkunde schaut in die Röhre. Am Vormittag übrigens auch. Da war der Strompreis mit gut 205 €/MWh allerdings nicht ganz so hoch.
Mit knapp 50 Prozent schwächelt die regenerative Stromerzeugung. Realistisch betrachtet sind es nur 40 Prozent, denn 10 Prozent werden von Wasserkraft und Biomasse zugesteuert. Das sind verlässliche Stromerzeuger, die bereits vor der Energiewende elektrische Energie für Deutschland lieferten. Sie können nicht weiter ausgebaut werden, weil die geologische Lage Deutschlands (Wasserkraft) und die Bio-Ressourcen es nicht hergeben. Oder soll in großem Umfang Lebensmittelgetreide verstromt werden?
Bei Betrachtung dieses Charts wird offensichtlich, in welchem Umfang die Versorgungssicherheit Deutschlands von fossiler Stromerzeugung und Stromimporten abhängt. Dabei sind die erhofften Strom-Bedarfsteigerungen wegen der Elektrifizierung noch gar nicht eingerechnet. Angenommen die „Erneuerbaren“ wären auf rechnerische 81 Prozent Stromerzeugung ausgebaut und der Bedarf nach Plan (E-Autos, Wärmepumpen, grüner Stahl, grüner Wasserstoff etc.) gestiegen, dann sähe der Freitag der Zukunft so aus. Trotz massivem weiteren Ausbaus der „Erneuerbaren“ läge die Residuallast zeitweise über 50 GW, um 18:00 Uhr sogar bei 62 GW. Das Problem wird mit dem Ausbau und der weiteren Elektrifizierung nicht geringer. Dass die Elektrifizierung Deutschlands ohnehin zum Scheitern verdammt ist, lesen Sie hier.
Montag, 17.11.2025 bis Sonntag, 23.11.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 40,0 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 49,9 Prozent, davon Windstrom 33,6 Prozent, PV-Strom 6,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,9 Prozent.
- Regenerative Erzeugung im Wochenüberblick 17.11.2025 bis 23.11.2025
- Die Strompreisentwicklung in der 47. Analysewoche 2025.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 47. Analysewoche ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 47. KW 2025:
Factsheet KW 47/2025 – Chart, Produktion, Handelswoche, Import/Export/Preise, CO2, Agora-Zukunftsmeter 68 Prozent Ausbau & 86 Prozent Ausbau
- Rüdiger Stobbe zur Dunkelflaute bei Kontrafunk aktuell 15.11.2024
- Bessere Infos zum Thema „Wasserstoff“ gibt es wahrscheinlich nicht!
- Eine feine Zusammenfassung des Energiewende-Dilemmas von Prof. Kobe (Quelle des Ausschnitts)
- Rüdiger Stobbe zum Strommarkt: Spitzenpreis 2.000 €/MWh beim Day-Ahead Handel
- Meilenstein – Klimawandel & die Physik der Wärme
- Klima-History 1: Video-Schatz aus dem Jahr 2007 zum Klimawandel
- Klima-History 2: Video-Schatz des ÖRR aus dem Jahr 2010 zum Klimawandel
- Interview mit Rüdiger Stobbe zum Thema Wasserstoff plus Zusatzinformationen
- Weitere Interviews mit Rüdiger Stobbe zu Energiethemen
- Viele weitere Zusatzinformationen
- Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom (Photovoltaik). Ebenso wenig gibt es überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es fast keine Überschüsse. Der Beleg 2023, der Beleg 2024/25. Strom-Überschüsse werden bis auf wenige Stunden immer konventionell erzeugt. Aber es werden, insbesondere über die Mittagszeit für ein paar Stunden vor allem am Wochenende immer mehr. Genauso ist es eingetroffen. Sogar in der Woche erreichen/überschreiten die regenerativen Stromerzeuger die Strombedarfslinie.
Was man wissen muss: Die Wind- und Photovoltaik-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie, angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem Jahresverlauf 2024/25 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.
Tagesanalysen
Montag
Montag, 17.11.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 41,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 51,7 Prozent, davon Windstrom 37,6 Prozent, PV-Strom 4,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,0 Prozent.
Der Bedarf liegt zeitweise über 70 GW. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 17. November 2025 ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 17.11.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.
Dienstag
Dienstag, 18.11.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 45,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 54,5 Prozent, davon Windstrom 39,1 Prozent, PV-Strom 6,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,4 Prozent.
Der Bedarf liegt noch höher als am Vortag. Die Windstromerzeugung ist für die Jahreszeit nicht sehr stark. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 18. November 2025 ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 18.11.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.
Mittwoch
Mittwoch, 19.11.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 37,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 47,3 Prozent, davon Windstrom 32,2 Prozent, PV-Strom 5,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,6 Prozent.
Die Windstromerzeugung lässt nach. Stromimporte werden notwendig. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 19. November 2025 ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 19.11.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.
Donnerstag
Donnerstag, 20.11.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 29,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 39,4 Prozent, davon Windstrom 25,4 Prozent, PV-Strom 3,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,2 Prozent.
Der Wind flaut immer mehr ab. Ganztägige Stromimporte. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 20. November 2025 ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 20.11.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.
Freitag
Freitag, 21.11.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 21,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 31,5 Prozent, davon Windstrom 13,2 Prozent, PV-Strom 7,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,4 Prozent.
Der regenerative Wochentiefpunkt. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 21. November 2025 ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 21.11.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.
Samstag
Samstag, 22.11.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 46,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 56,7 Prozent, davon Windstrom 36,1 Prozent, PV-Strom 10,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,3 Prozent.
Wind- und PV-Stromerzeugung nehmen zum Wochenende Fahrt auf. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 22. November 2025 ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 22.11.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.
Sonntag
Sonntag, 23.11.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 59,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 68,4 Prozent, davon Windstrom 51,5 Prozent, PV-Strom 8,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,3 Prozent.
Ab Mittag baut sich ein Windbuckel auf, der sich in der nächsten Woche in einer veritablen Dunkelflaute auflöst. Die Strompreisbildung.
Hinweis: Fehlt am Nachmittag der Stromimport, sinkt der Preis sofort unter 100€/MWh. Am Vormittag steigt der Preis sofort, wenn der Importstrom zur Bedarfsdeckung benötigt wird.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 23. November 2025 ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 23.11.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.
Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Lernen durch eigene Abstraktion ist das wertvollste Lernen, weil es neue Zusammenhänge erkennen kann, im Gegensatz zum Pauken und Nachplappern einer ideologischen These. Aber es ist auch die gefährlichste Form des Lernens, weil wenn es von Leuten versucht wird, die ihre Erkenntnisse dann ohne mehrmalige Qualitätsprüfung mit Gewalt global ausrollen wollen, immer in die Verblödung führt. Die Verblödung ist der Ort, an dem die Evolution wirkt, ohne Gnade, aber nachhaltig. Es ist quasi die vergessene oder hochmütig ausgelassene Qualitätsprüfung. Ja, und im Dezember gibt es die drei dunklen Tage, seit mehreren Jahrtausenden. Aber das ist nicht global, das ist weitgehend in nördlichen Regionen, obehalb des sogenannten Wendekreises. Damit hängt vieles zusammen, auch die Grippe-Periode im Winter. Alles, was aus Jahrtausenden nicht gelernt wird, kommt dort zur Wirkung. In meiner Kindheit mussten wir Lebertran trinken, bis die Walschützer kamen. Das war eine Herausforderung, aus der man hätte lernen können. Hat man auch, aber dann doch wieder alles vergessen. Zur selben Zeit, als das Vitamin-D bekannt wurde, wurde seine Herstellung zu billig für die Pharmazeuten. Weil die GIER nach GELD die Welt bestimmt. Ja, also zurück zu den drei dunklen Tagen. Nach wenigstens 6000 Jahren der Geschichte müsste man es eigentlich begriffen haben. Die Produktivität muss steigen, nicht die Totalitarität. Schwierige Sache. In Europa feiert man in dieser Zeit Weihnachten, hört endlich mal mit dem Arbeiten für eine Obrigkeit auf und sitzt bei Kerzenschein unter dem Tannenbaum. Wenn das verloren geht, liegt das an den Einflüsterungen. Am Ende überleben die, die sich an die Realität anpassen können und vorsorgen. Durch Gitter fallen die neurotischen Totalitaristen, die die Realität an ihre Thesen anpassen wollen, die sie niemals wirklich geprüft haben. Das scheitert schon seit Jahrtausenden. Und das ist gut so. Aber WER sind die Totalitaristen? Ob du Recht hast oder nicht, sagt dir gleich …
Nur nicht jammern: Jetzt kommt bei den sog. Erneuerbaren endlich der Turbo, wenn man der Regionalpresse glauben darf. Danach werden hierzulande zunehmend landwirtschaftliche Flächen mit Solarplatten zugestellt, nach den „Windspargeln“ die nächste „Klima-Transformation“ von Flächen, die mal für die LEBENSmittelproduktion kultiviert wurden. Aber wer braucht die schon, zumal wir ja a) ohnehin zu fett werden, also abspecken sollen, b) zum Wohle von Gates und einigen sog. Startups ohnehin demnächst im Labor aus Zellhaufen gezogen werden. Und geworben wird gerade mit einem Landwirt, der irgendwo seinen „Gemüseacker mit “Solar„ überdacht hat und darunter angeblich seine angepflanzten Erträge wundersam steigert, ob real oder dank der überwiesenen staatlichen “Fördermittel„, war nicht zu entnehmen. Alles nach dem bekannten Motto, “Sonne ist angeblich immer und schickt keine Rechnung„.