Rüdiger Stobbe / 23.11.2021 / 10:00 / Foto: Doenertier82 / 10 / Seite ausdrucken

Woher kommt der Strom? 45. Woche – Kaum regenerativer Strom für Deutschland

Keine Sonne, kaum Wind – dementsprechend bullern die Konventionellen. Außerdem: merklicher Absatzrückgang bei der E-Mobilität und Energiekostenvergleich für PKW.

Ein Leser schrieb vergangene Woche: „Ich freue mich auf die Analyse der Tage 12. bis 17.11.21. Über Norddeutschland dichte Wolkendecke. Es wird kaum hell. Normal im November. Allerdings: kein bisschen Wind. Die Stromzukäufe aus den Nachbarstaaten müssen Rekordniveau haben." Der oben genannte Zeitraum verteilt sich auf zwei Analysewochen. Es gab in der 45. Analysewoche in der Tat wenig regenerativen Strom (Abbildung). Was allerdings zu hohen Importen, aber durchaus nicht zu Strom-Rekordimporten führte, sondern vor allem zu einem massiven Anstieg der fossilen Stromerzeugung. (Abbildung 1). Die konventionellen Erzeuger kalkulierten mit einer längeren Schwachwindphase. Solarstrom fällt im Herbst/Winter ohnehin nur sehr wenig an. Da lohnte es sich schon, etliche Kraftwerke mehr hochzufahren. So blieb der Importstrombedarf insgesamt überschaubar. 

Eines übrigens sollte man wissen: Wenn fossile Kraftwerke abgeschaltet werden, so sind dies immer zunächst die modernen, neueren Anlagen. Bestes Beispiel ist Moorburg bei Hamburg. Wenn denn – wie in der aktuellen Analysewoche – viel konventioneller Strom benötigt wird, um die entstehenden Stromlücken nicht zu groß werden zu lassen und so unsere Stromlieferanten aus dem benachbarten Ausland nicht zu überfordern, dann gibt es eine Reserve, die in aller Regel nicht dem neuesten Standard entspricht. Installierte Leistung ist genug vorhanden.

Selbstverständlich exportiert Polen auch diese Woche seinen dann doch nicht wirklich sauberen Kohlestrom nach Deutschland. Es lohnt sich einfach. Kurz und knackig: Was Deutschland an „Kohle“ „abschaltet“, füllt Polen wieder auf. Und lässt sich das mit 165,80 €/MWh und insgesamt knapp 25 Mio.€ auch in der 45. Analysewoche richtig gut bezahlen. Der Kohle-Kumpel, nicht nur in der Lausitz, reibt sich die Augen. Er wird demnächst freigestellt. Das nenne ich Bestandteil einer Energiepolitik, die jeder Vernunft Hohn spricht und nur von Leuten erdacht werden kann, die faktisch in einem Wolkenkuckucksheim hausen. Leute, die vom richtigen Leben keine Ahnung haben. Einem Leben, in dem Menschen ihren Lebensunterhalt mit harter Arbeit verdienen müssen. Diese Menschen spielen allerdings keine maßgebliche Rolle bei Energiewendern und Klimaschützern. Hauptsache, das Klima im Jahr 2100 wird – angeblich – gerettet. 

Die Strompreise schwanken zwischen 55 und 300 €/MWh. Wobei die 300 €/MWh Deutschland an seine Nachbarn zahlt. Zwei von vier Vorabendlücken erfordern Stromimporte zu diesen Preisen. Die beiden anderen Lücken sind mit 252 €/MWh und 213 €/MWh etwas weniger preisintensiv (Abbildung 2). Wer wieviel Strom wann und zu welchem Preis im- und/oder exportiert, verrät Abbildung 3.

Die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und der daraus generierte Chart liegen unter Abbildung 4 ab. Es handelt sich um Werte der Nettostromerzeugung, den „Strom, der aus der Steckdose“ kommt, wie auf der Website der Energy-Charts ganz unten ausführlich erläutert wird. Der höchst empfehlenswerte virtuelle Energiewende-Rechner (Wie viele Windkraft- und PV-Anlagen braucht es, um Kohle- und/oder Kernkraftstrom zu ersetzen? Zumindest im Jahresdurchschnitt.) ist unter Abbildung 5 zu finden. Ebenso wie der bewährte Energierechner.

Die Charts mit den Jahres- und Wochenexportzahlen liegen unter Abbildung 6 ab. Abbildung 7 beinhaltet die Charts, welche eine angenommene Verdopplung und Verdreifachung der Wind- und Solarstromversorgung visualisieren. Bitte unbedingt anschauen. Vor allem die Verdopplung. Abbildung 8 weist auf einen Artikel hin, der sich mit dem Klimaschutz-Sofortprogramm der Grünen befasst, welches durchgesetzt werden soll, wenn die Partei Regierungsmitglied wird. Abbildung 9 zeigt einen Vortrag von Professor Brasseur von der TU Graz. Der Mann folgt nicht der Wissenschaft. Er betreibt Wissenschaft.

Beachten Sie bitte unbedingt die Stromdateninfo-Tagesvergleiche ab 2016 in den Tagesanalysen. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text angegebenen Durchschnittswerte und vieles mehr. Der Vergleich beinhaltet einen Schatz an Erkenntnismöglichkeiten. Überhaupt ist das Analysetool stromdaten.info ein sehr mächtiges Instrument, welches nochmals erweitert wurde:

  • Strom-Import/Export: Die Charts
  • Produktion als Anteil der installierten Leistung
  • Anteil der erneuerbaren und konventionellen Erzeugung am Bedarf
  • Niedrigster, höchster und mittlerer Strompreis im ausgewählten Zeitraum

sind Bestandteil der Tools „Stromerzeugung und Bedarf", „Zeitraumanalyse“ sowie der Im- und ExportanalyseCharts & Tabellen. Schauen Sie mal rein und analysieren Sie mit wenigen Klicks. Die Ergebnisse sind sehr erhellend.

Abbildung 10 bringt einen Artikel der Schweizer Weltwoche, der sich mit dem Strombedarf der Schweiz befasst. Wir danken der Weltwoche und empfehlen sie ausdrücklich. 

Beachten Sie bitte unbedingt die Zulassungszahlen E-Mobilität für Oktober 2021 unter den Tagesanalysen, die wie immer Peter Hager zusammengestellt hat. 

Tagesanalysen

Montag, 8.11.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 35,92 Prozent, davon Windstrom 21,6 Prozent, PV-Strom 4,66 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,66 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Die Windstromerzeugung nimmt über Tag ab. Es kommt zu einer ausgeprägten Strom-Vorabendlücke, die in der Spitze mit 300 €/MWh geschlossen werden muss. Deutschland nimmt unter dem Strich dennoch gut 12 Mio. € für exportierten Strom ein. Die Konventionellen drehen schon richtig auf. Zum Lückenschluss reicht es dann doch – gewollt! – nicht. Man nimmt lieber die hohen Preise mit. Man hat das Verhältnis Erzeugung/Preis optimiert. Der Handelstag.

Dienstag, 9.11.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 38,14 Prozentdavon Windstrom 21,14 Prozent, PV-Strom 7,78 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,22 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Die Windstromerzeugung nimmt wieder zu. Deutschland exportiert unter dem Strich den ganzen Tag überschüssigen Strom. Konventionellen Strom. Das Preisniveau sinkt. Deutschland nimmt dennoch unter dem Strich dennoch knapp 20 Mio. € für exportierten Strom ein. Der Handelstag.

Mittwoch, 10.11.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 27,92 Prozentdavon Windstrom 12,45 Prozent, PV-Strom 5,70 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,82 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Ab 16:00 Uhr liegt die regenerative Stromerzeugung mittels Windkraft und Solar praktisch darnieder. Erst zum 12.11.2021 kommt ein kleiner Windbuckel (von 6:00 bis 12:00 Uhr), der die Flaute unterbricht. Danach wieder Flaute. Bis zum 16.11.2021. Der Zeitraum, den unser Leser ganz oben meint. Heute, am 10.11.2021, beginnt also eine lange regenerative Strom-Mindererzeugung. Dementsprechend bullern die Konventionellen. In der Spitze erzeugen sie 60 GW fossil-atomaren Strom. Heute legt Deutschland drauf. 1,74 Mio € kostet der Stromimport unter dem Strich. Den deutschen Stromkunden. Der Handelstag.

Donnerstag, 11.11.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 21,91 Prozentdavon Windstrom 5,94 Prozent, PV-Strom 5,52 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,45 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der Albtraum unserer Energiewender, Klimaschützer und Weltenretter, die regenerative Stromerzeugung (Wind, PV) ist den ganzen Tag fast gar nicht vorhanden. Dementsprechend groß sind die Strom-Versorgungslücken, die per Importstrom geschlossen werden müssen und entsprechend kosten. Obwohl die Konventionellen viel fossil-atomaren Strom erzeugen. Heute legt Deutschland wieder drauf. Knapp 6,5 Mio € kostet der Stromimport unter dem Strich. Den deutschen Stromkunden. Der Handelstag.

Freitag, 12.11.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 30,00 Prozent, davon Windstrom 17,39 Prozent, PV-Strom 2,91 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,69 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der Freitag wartet mit einer Morgen-Stromversorgungslücke auf, die – wie fast immer – hochpreisig geschlossen werden muss. Die Konventionellen retten – wie immer, so auch gestern – die Versorgung Deutschlands mit Strom: Wirklich! Auch eine Verfünffachung des Wind- und PV-Stroms würde nicht reichen. Nach dem Vorabend fällt der Strompreis rapide. Der Handelstag. Auch bei Agora jetzt mit Belgien & Norwegen.

Samstag, 13.11.2021: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 27,31 Prozent, davon Windstrom 14,18 Prozent, PV-Strom 2,31 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,53 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Die Wind- und PV-Stromerzeugung bricht über Tag nahezu komplett ein. Selbstverständlich tut sich eine Vorabend-Stromversorgungslücke auf. Mit entsprechenden Importstromkosten. Die Konventionellen erzeugen, bezogen auf die Windstromerzeugung am Morgen, zu viel Strom, der entsprechend „günstig“ abgegeben werden muss. Der Handelstag.

Sonntag, 14.11.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 26,2 Prozent, davon Windstrom 12,36 Prozent, PV-Strom 2,31 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,53 Prozent. Stromdateninfo Tagesvergleich ab 2016. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Wenig Bedarf plus ausreichende konventionelle Stromerzeugung stellen die Versorgung Deutschlands mit Strom über den ganzen Tag sicher. Trotz praktisch ausfallender regenerativer Erzeugung. Na gut, nicht komplett. Aber in Dimensionen, die sich Energiewender am liebsten nicht vorstellen wollen. Weil das Energiewendekonzept, welches im Prinzip und vor allem aus dem Abschalten der Stromerzeuger besteht, die heute die Versorgung sicherstellen. Wie es weitergeht mit der geringen Erzeugung? Dazu mehr in der kommenden Woche. Das Preisbild. Der Handelstag.

PKW-Neuzulassungen Oktober 2021

Absatzrückgang trifft auch E-Mobilität

Der Oktober war nach dem Januar der bisher zweitschwächste Monat für PKW-Neuzulassungen in 2021: Mit 178.683 PKW waren es -34,9% weniger als im Vorjahresmonat und rund 10% weniger als im September 2021.

Neben dem Chipmangel dürfte der Rückgang auch eine gewisse Kaufzurückhaltung beinhalten (was entscheidet die neue Bundesregierung bezüglich Förderung der E-Mobilität, CO2-Steuer sowie Zulassungsverbot für Verbrenner-PKW).

Auch bei den alternativen Antrieben wachsen die Bäume nicht mehr in den Himmel:

  • Hybrid (incl. Plug-in): 51.327 (ggü. 10/2020: -18,4% / Zulassungsanteil: 28,7%)
  • Plug-in-Hybrid: 23.734 (ggü. 10/2020: -4,5% / Zulassungsanteil: 13,3%)
  • Elektro (BEV): 30.560 (ggü. 10/2020: +32,0% / Zulassungsanteil: 17,1%)

    Bei den BEV-PKWs bedeutet dies einen Rückgang von fast 10% gegenüber dem September (33.655).

Quelle  

Top 5 nach Herstellern:

Hybrid-PKW (ohne Plug-in): 361.601 (01-10/2021)

Audi (mit 10 Modellen): 19,1%
BMW (mit 12 Modellen): 16,3%
Toyota (mit 9 Modellen): 10,6%
Hyundai (mit 7 Modellen): 8,1%
Ford (mit 8 Modellen): 6,9%

Hybrid-PKW (mit Plug-in): 264.798 (01-10/2021)

Mercedes (mit 10 Modellen): 19,1%
BMW (mit 9 Modellen): 12,7%
VW (mit 5 Modellen): 12,0%
Audi (mit 8 Modellen): 11,5%
Seat (mit 3 Modellen): 8,2%

Elektro-PKW: 267.255 (01-10/2021)

VW (mit 6 Modellen): 22,0%
Tesla (mit 4 Modellen): 10,3%
Hyundai (mit 3 Modellen): 7,9%
Renault (mit 2 Modellen): 7,8%
Smart (mit 2 Modellen): 7,2%

Die beliebtesten zehn E-Modelle in 10/2021 (Gesamt: 30.560):

Renault ZOE: 2.209 (Kleinwagen)
Smart ForTwo: 2.195 (Minis)
VW ID3: 2.145 (Kompaktklasse)
Skoda Enyaq: 1.790 (SUV)
BMW i3: 1.417 (Kleinwagen)
Tesla Model 3: 1.359 (Mittelklasse)
Fiat 500: 1.258 (Minis)
VW up: 1.087 (Minis)
Hyundai Ioniq5: 1.052 (SUV)
VW ID4: 1.022 (SUV)

Im Oktober gab es viel Bewegung in den Top Ten. Der Renault Zoe schaffte wieder einmal den ersten Platz und verdrängte das Model 3 von Tesla. Der Smart ForTwo schaffte es auf Platz zwei und verdrängte den VW ID3 auf den dritten Rang. Der BMW i3 kam nach längerer Zeit wieder unter die zehn meistzugelassenen BEV-Modelle.

Oktober 2020: Energiekostenvergleich für PKW

Seit Oktober ist der Kostenvergleich unterschiedlicher Energiearten an vielen Tankstellen (ab sechs „Mehrproduktzapfsäulen“) Pflicht. Die gestaffelten Preise pro 100 km nach Kleinwagen/Kompaktklasse und Mittel-/Oberklasse für Super (E5 und E10), Diesel, Strom, Erdgas, Autogas und Wasserstoff müssen entweder an den Zapfsäulen oder im Verkaufsraum angebracht sein.

Als Grundlage wird der Durchschnittsverbrauch der drei häufigsten Modelle der Klassen nach WLTP-Standard verwendet.

Bei den Elektro-Fahrzeugen wurde der Haushaltstrompreis herangezogen (Begründung: diese werden überwiegend zu Hause geladen). Unberücksichtigt blieben die deutlich höheren Preise an den Schnellladestationen sowie die Ladeverluste.

So kosten 100 km mit einem Elektro-PKW in der Klasse Kleinwagen/Kompaktklasse 4,74 Euro gegenüber 8,92 Euro mit Super (E5).

In der Klasse Mittel-/Oberklasse kosten 100 km mit einem Elektro-PKW 4,84 Euro gegenüber 7,46 Euro mit Diesel und 11,00 Euro mit Super (E10).

Vergleicht man die Angaben mit den meistverkauften Elektro-Modellen in den beiden Klassen, ergibt sich unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Haushaltsstrompreises von 31,94 Euro Cent (BDEW, 06/2021):

Beim Renault Zoe (Kleinwagen/Kompaktklasse) mit einem Verbrauch von 17,7 kWh/100 km (WLTP) kosten 100 km 5,65 Euro.

Beim Tesla Model 3 (Mittel-/Oberklasse) mit einem Verbrauch von 14,3 kWh/100 km (WLTP) kosten 100 km 4,57 Euro.

Auch bei den Elektro-PKW geben die WLTP-Angaben nur bedingt die Realität wieder. Laut dem neuesten ADAC-Test liegt der Renault Zoe bei 19 kWh/100 km (incl. Ladeverluste) und der Tesla Model 3 bei 20 kWh/100 km (incl. Ladeverluste).

Bei Annahme eines durchschnittlichen Haushaltsstrompreises von 31,94 Euro Cent (BDEW, 06/2021) ergeben sich folgende Werte:

Renault Zoe: 6,07 Euro/100 km

Tesla Model 3: 6,39 Euro/100 km

Laut Bundeswirtschaftsministerium ist die Zielsetzung des Energiekostenvergleichs:

„Die Kosten des vielfältigen Kraftstoff- bzw. Energieträgermarktes sollen so den Verbraucherinnen und Verbrauchern vergleichbar aufbereitet werden und für alternative Antriebe und Energieträger für PKW sensibilisieren. Eine Vergleichbarkeit aufgrund der unterschiedlichen Einheiten (Liter / Kilogramm / Kilowattstunden / Kubikmeter) war bisher schwierig.“

Peter Hagers Meinung: Die E-Mobilität wird wieder schöngerechnet und die umfassenden Subventionen der Bundesregierung hierfür „werbewirksam“ flankiert.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr. Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.

 

Rüdiger Stobbe betreibt seit über 5 Jahren den Politikblog www.mediagnose.de.

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lutzgerke / 23.11.2021

Arte ist ein gespaltenes Medium. In einer Doku über Klimaskeptiker beleuchtet Arte einseitig die Klimaneurotiker und stellt - ausgerechnet - James Hansen, den Erdfinder des Klimaneurose, die er Jahre zuvor noch als globale Eiszeit verbreitet hat und dessen Berechungsprogramm nicht mehr auffindbar ist, die neoliberale Margreth Thatcher und den Krieglüstling, umtriebigen CIA-Agenten und NGO-Propheten, George Bush als renommierte Zeugen an den Anfang. / Die Klimaskeptiker bemühen Think Tanks, was für ein Verbrechen, das tun die Klimaneurotiker noch viel mehr. Komischerweise kommt keiner auf die Idee, sich für Umweltschutz einzusetzen? In Kanada werden Ölsande gefördert. Bevor ich dazu noch was sagen, das Gebiet ist so groß wie England. Man suche nach “Ölsande Kanada planet-wissen”. Da sind schöne Bilder. Und nach “Amazing Pictures, Polution in China, China-Hush”. Und schließlich hat der Klimaprophet und Kriegstreiber Osama bin Obama das Fracking in den USA freigegeben.

Jochen Rollwagen / 23.11.2021

Ich weiß nicht ob Sie’s schon wußten, aber wenn die “Erneuerbaren” im Sommer so richtig drehen und solaren muß i.d.R. der überschüssige Strom kostenpflichtig in’s Ausland verklappt werden, da das Netz sinst unter den Massen an quasi zuviel erzeugtem Strom zusammenbrechen würde. Da kommt es dann auch regelmäßig zu negativen Strompreisen ( natürlich nicht für die Verbraucher - har har nar) weil Deutschland dafür zahlen muß, daß jemand den Strom abnimmt. Also: im Winter wird’s teuer, weil die “Erneuerbaren”  zu wenig bringen, im Sommer wird’s teuer, weil die “Erneuerbaren” zuviel bringen. Wie schrub schon Shakespeare: und mag’s auch Wahnsinn sein, so hat es doch Methode.

Hermann Sattler / 23.11.2021

Götterdämmerung kriecht über den Horizont: Wohnblock/Plattenbau in Kreuzberg: 210 Wohnungen—100 Elektrokarren am Ladegerät—Dunkelheit bricht herein—Kerzen leuchten matt—überall hört man:—halleluja für die Erfinder der Dunkelheit: Bunte Ampel wir lieben dich! Vorteil: MSM-TV vollständig dunkel.

Günter H. Probst / 23.11.2021

Mein Stromversorger hat mir gerade mitgeteilt, daß die Stromrechnung im nächsten Jahr pro Monat um gut 10€ steigt, weil der Kwh-Preis um 6 cent ansteigt, und dann bei 36 cent liegt. Das wird die Akkuautofahrer ebenso entzücken, wie mich der gestiegene Dieselpreis. Ich habe neulich erstmals den Begriff “Grünes Wachstum” gehört. Nach meiner Erfahrung bedeutet das, der Preis steigt bei gleichbleibendem oder sinkenden Verbrauch. Die Strommenge bleibt gleich, der Strompreis steigt. Beim Wasser gab es den Zusammenhang zwischen geringerem Verbrauch und gestiegenem Preis. Weil der Abwasserpreis den Frischwasserpreis um ein vielfaches übersteigt, die Kosten für die Abwasseranlagen aber bei sinkendem Wasserverbrauch gleich bleiben, haben die Versorgungswerke den Wasserpreis gesteigert; damit haben sie dann auch die Kosten für das Frischwasser gedeckt, mit dem sie die Abwasseranlagen durchspülen mußten.

Heiko Stadler / 23.11.2021

Ich gönne es den Polen von ganzen Herzen, dass sie ihren Kohlestrom zu einem guten Preis an Deppenland, das seine modernsten Kohlekraftwerke zertrümmert, verkaufen kann. Es ist eine kleine Wiedergutmachung für den überlebenswichtigen Grenzschutz, den die Polen für uns leisten. Ich habe meine Ölheizen abgeschaltet und heize mit der Wärmepumpe mit voller Leistung. Die Kosten sind mir egal. Ich möchte meine Heizkosten an Polen zahlen und nicht in Form von CO2-Abzocke an Deppenland.

Thomas Brox / 23.11.2021

“Das nenne ich Bestandteil einer Energiepolitik, die jeder Vernunft Hohn spricht und nur von Leuten erdacht werden kann, die faktisch in einem Wolkenkuckucksheim hausen. Leute, die vom richtigen Leben keine Ahnung haben. Einem Leben, in dem Menschen ihren Lebensunterhalt mit harter Arbeit verdienen müssen. Diese Menschen spielen allerdings keine maßgebliche Rolle bei Energiewendern und Klimaschützern. Hauptsache, das Klima im Jahr 2100 wird – angeblich – gerettet.”  Seht gut. Ich möchte noch hinzufügen: Das Wolkenkuckucksheim wird durch abgepresste Steuern, Abgaben und Enteignungen finanziert - ein riesiges Krebsgeschwür, das die Gesellschaft von innen heraus zerstört.

Ludwig Luhmann / 23.11.2021

“Das nenne ich Bestandteil einer Energiepolitik, die jeder Vernunft Hohn spricht und nur von Leuten erdacht werden kann, die faktisch in einem Wolkenkuckucksheim hausen.”—-—- Alles das, was geschieht, geschieht vorsätzlich. Deutschland wird das Prunkstück des postindustriellen Westens. Mit unserem Leiden als Erniedrigte werden wir der Welt die Macht der Eliten vor Augen führen.

Hjalmar Kreutzer / 23.11.2021

Vielen Dank, Herr Stobbe, bitte sichern Sie weiter Beweise. Ein weiteres energiepolitisches Versagen ist die Nichtinbetriebnahme von Nordstream 2, verhindert ausgerechnet durch die deutsche Netzagentur aus völlig bekloppten formaljuristischen Gründen. Hoffen wir, dass die sonstigen Fossilen und KKW uns über diesen Winter bringen. Ach nee, durch die Ungeimpften haben wir ja demnächst ein Massensterben, wird also weniger Haushaltsstrom verbraucht, alles wird gut. Ich wohne zur Miete in der Platte mit Laternengarage für den Diesel. Die nächste E-Ladesäule ist 4km entfernt. Da müsste ich mit einem E-Auto dann einmal am Tag hin, hoffentlich hat sich über Nacht die Akkuladung bei Minusgraden nicht zu sehr verringert. Die Würschtchenbude in der Nähe der Ladestation macht zwar schon morgens auf, ich darf aber ohne 2G nicht rein. Also im E-Auto warme Gedanken machen oder am Vorabend Hülsenfrüchte essen. Wäre ich noch berufstätig, hätte ich einen heiteren langen Feierabend an der Ladesäule und das Russische Roulette, ob der Akku am nächsten Morgen noch geladen ist oder dürfte am Morgen sehr sehr früh aufstehen um vor der Arbeit zu laden. Aber nein, der Pöbel soll ja laufen oder Bus und Bahn fahren, egal wie schlecht das Angebot ist. Wenn die Partei- und Staatsführung gnädigerweise für Polizei, Rettungswagen und Feuerwehr Benzin gestattet und nicht nur für die Großen Genossen, müssen wir noch dankbar sein.

Harry Hirsch / 23.11.2021

Lieber Herr Stobbe, können Sie bei nächster Gelegenheit mal definieren was Ihrer Meinung nach an polnischen Kohlekraftwerken „unsauber“ ist?

U. Unger / 23.11.2021

Frohe Kunde! Auch außerhalb der Pandemie läuft nix. Das ist schön, ich bin entzückt.

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