In der 41. Analysewoche wurde bis auf wenige Stunden am Montag und in der Nacht von Donnerstag auf Freitag rund um die Uhr Strom importiert.
Das hält den Strompreis auf einem Niveau, welches allen Markteilnehmern einen ausreichenden Ertrag ermöglicht. Die regenerative Stromerzeugung ist – sowohl was die Windkraft- als auch die Solarkraft anbelangt – eher schmal. Abgesehen von in der Nacht von Sonntag auf Montag, als von 00:00 bis 4:00 Uhr der Bedarf zeitweise rein regenerativ übertroffen wurde. Dann aber ging’s regenerativ bergab. Ab 7:00 Uhr am Dienstag gab es eine Windflaute, die genau 48 Stunden andauerte. Als der Stromimport mit 13,7 GW am höchsten war, wurde mit 287,72 €/MWh auch der Stromhöchstpreis der Woche aufgerufen. Wie fast immer bei Windflaute kam es vormittags und zum Abend weiter zu hohen Strompreisen.
Die „Strompreis-Achterbahnfahrt“ hatte ab Donnerstag 8:00 Uhr ein Ende, der Strompreis geriet für den Rest der Woche in etwas ruhigeres Fahrwasser. Die 160 €/MWh wurde nicht mehr erreicht. Auch die Null-Linie war kein Thema. Das lag an der etwas höheren Windstromerzeugung, die genau in dem Moment ein wenig nachließ, als der geringere Wochenendbedarf einsetzte. Seit dem Jahr 2021 wurde in der 41. KW nicht mehr so wenig regenerativer Strom per Wind- und Solarkraft erzeugt wie in diesem Jahr. Bei der Jahresbetrachtung fällt auf, dass die gegenüber dem Vorjahr fehlenden 10 TWh Windstromerzeugung praktisch komplett von 10 TWh Solarkraft ausgeglichen werden. Das ist deshalb bemerkenswert, weil vor allem PV-Stromüberschüsse über die Mittagsspitze in den Export gehen und für wenig Geld abgegeben, unter Umständen sogar mit Bonus verschenkt werden müssen.
Wochenüberblick
Montag, 6.10.2025 bis Sonntag, 12.10.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 38,3 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 50,4 Prozent, davon Windstrom 29,7 Prozent, PV-Strom 8,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,0 Prozent.
- Regenerative Erzeugung im Wochenüberblick 6.10.2025 bis 12.10.2025
- Die Strompreisentwicklung in der 41. Analysewoche 2025.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 41. Analysewoche ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 41. KW 2025:
Factsheet KW 41/2025 – Chart, Produktion, Handelswoche, Import/Export/Preise, CO2, Agora-Zukunftsmeter 68 Prozent Ausbau & 86 Prozent Ausbau
- Rüdiger Stobbe zur Dunkelflaute bei Kontrafunk aktuell 15.11.2024
- Bessere Infos zum Thema „Wasserstoff“ gibt es wahrscheinlich nicht!
- Eine feine Zusammenfassung des Energiewende-Dilemmas von Prof. Kobe (Quelle des Ausschnitts)
- Rüdiger Stobbe zum Strommarkt: Spitzenpreis 2.000 €/MWh beim Day-Ahead Handel
- Meilenstein – Klimawandel & die Physik der Wärme
- Klima-History 1: Video-Schatz aus dem Jahr 2007 zum Klimawandel
- Klima-History 2: Video-Schatz des ÖRR aus dem Jahr 2010 zum Klimawandel
- Interview mit Rüdiger Stobbe zum Thema Wasserstoff plus Zusatzinformationen
- Weitere Interviews mit Rüdiger Stobbe zu Energiethemen
- Viele weitere Zusatzinformationen
- Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom (Photovoltaik). Ebenso wenig gibt es überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es fast keine Überschüsse. Der Beleg 2023, der Beleg 2024/25. Strom-Überschüsse werden bis auf wenige Stunden immer konventionell erzeugt. Aber es werden, insbesondere über die Mittagszeit für ein paar Stunden vor allem am Wochenende immer mehr. Genauso ist es eingetroffen. Sogar in der Woche erreichen/überschreiten die regenerativen Stromerzeuger die Strombedarfslinie.
Was man wissen muss: Die Wind- und Photovoltaik-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie, angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem Jahresverlauf 2024/25 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.
Tagesanalysen
Montag
Montag, 6.10.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 56,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 66,4 Prozent, davon Windstrom 50,9 Prozent, PV-Strom 5,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,1 Prozent.
Die Windstromerzeugung lässt stark nach. Kaum PV-Strom. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 6. Oktober 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 6.10.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.
Dienstag
Dienstag, 7.10.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 22,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 36,6 Prozent, davon Windstrom 15,2 Prozent, PV-Strom 7,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,5 Prozent.
Ganztägige Stromimporte. Windflaute. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 7. Oktober ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 7.10.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.
Mittwoch
Mittwoch, 8.10.025: Anteil Wind- und PV-Strom 23,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 36,2 Prozent, davon Windstrom 12,2 Prozent, PV-Strom 11,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,8 Prozent.
Gleiches Bild wie am Dienstag. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 8. Oktober 2025 ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 8.10.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.
Donnerstag
Donnerstag, 9.10.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 31,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 43,2 Prozent, davon Windstrom 22,5 Prozent, PV-Strom 9,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,4 Prozent.
Die Windstromerzeugung zieht leicht an. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 9. Oktober 2025 ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 9.10.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.
Freitag
Freitag, 10.10.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 45,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 56,8 Prozent, davon Windstrom 38,6 Prozent, PV-Strom 7,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,9 Prozent.
Wind- und PV-Stromerzeugung auf niedrigem Niveau. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 10. Oktober ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 10.10.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.
Samstag
Samstag, 11.10.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 45,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 58,2 Prozent, davon Windstrom 34,7 Prozent, PV-Strom 10,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,0 Prozent.
Im Lauf des Tages nimmt die Windstromerzeugung ab. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 11. Oktober ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 11.10.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.
Sonntag
Sonntag, 12.10.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 38,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 52,6 Prozent, davon Windstrom 28,6 Prozent, PV-Strom 10,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,8 Prozent.
Weitere Windstromabnahme. Mehr PV-Strom. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 12. Oktober ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 12.10.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.
Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.
Rüdiger Stobbe betreibt seit 2016 den Politikblog MEDIAGNOSE.

Wenn der Wind nicht weht, siehts düster in Deutschland aus. Weht der Wind zu stark, müssen die Windmühlen abgeschaltet werden. Warum gibt es soviel Blödiane in Deutschland, die solchen Schwachsinn wählen und bejubeln? Andere Blödiane fühlen sich erhaben und wichtig, wenn sie die gewählt unfähigen Regierungen bei der staatlichen Energieversorgung unterstützen zu glauben müssen, wenn sie Balkonkraftwerke installieren. Blödsinn wird mittlerweile methodisch angewandt und wissenschaftlich wohlwollend begleitet. Die alltäglichen Unsicherheiten wachsen.
Übrigens verweist eine in „Petbook“ veröffentliche Studie darauf, dass mutierte Wölfe von Tschernobyl gegen Krebs resistent sind.
Kostet ja alles nur eine Kugel Eis. Und die Importsonne, stellt vermutlich sowieso keine Rechnung.
Es geht gar nicht um das Klima, sondern primär um den Aufbau einer links-grünen Öko-Diktatur. Das sollte einem klar sein…
Das ist sooo ernüchternd. Um nicht zu sagen: hirnverbrannt. Wer sich derart intensiv mit der deutschen Energiewende beschäftigt, der muß über ein stabiles, psychisches Gerüst verfügen. Andernfalls liefe er Gefahr, darüber irre zu werden. Die deutsche Energiepolitik zu verstehen benötigt ungefähr den gleichen Langmut, den Asterix und Obelix bei ihrer Jagd nach dem Passierschein A38 auch an den Tag legen mußten. Herr Stobbe, Sie besitzen meine allergrößte Hochachtung dafür, daß Sie sich diese Arbeit permanent antun und uns mit diesen Informationen versorgen.