Erstmalig seit langer Zeit gab es zwei Tage lang keinerlei Stromimporte. Erst am Mittwoch wurde der erste Stromimport nötig. Der Windstrom-Tiefpunkt wurde am Freitag erreicht. Prompt wurde der Wochenhöchstpreis für dringend benötigten Importstrom aufgerufen.
Erstmalig seit langer Zeit gab es zwei Tage lang keinerlei Stromimporte. Der Herbst mit seinen starken Winden (ab Windstärke 8 „Sturm“ genannt) brachte die Windstromerzeugung zu Hochleistungen. Erst am Mittwoch, dem 17.9.2025, wurde der erste Stromimport um 5:00 Uhr nötig. Wellenförmig sank der Windstrom ab bis am Freitag, dem 19.9.2025, um 18:00 Uhr der Windstrom-Tiefpunkt der Woche erreicht wurde. Der nun dringend benötigte Importstrom kostete denn auch 255 €/MWh. Eine Stunde später wurde der Wochenhöchstpreis aufgerufen. 409 €/MWh sind noch mal gut 150 €/MWh mehr als eine Stunde zuvor. Zum Wochenende zieht die Windstromerzeugung wieder an, erreicht aber nicht die Strommengen vom Wochenbeginn.
Abgesehen vom Mittwoch überschreitet die regenerative Stromerzeugung insgesamt die Bedarfslinie zur Mittagszeit. Am Montag und Dienstag wird sogar in der Nacht die Bedarfslinie überschritten. An diesen sechs Tagen (jeweils am Mittag) wird die Null-Euro-Preislinie erreicht oder unterschritten. An zwei Tagen wird diese Preisgrenze sogar insgesamt viermal erreicht/unterschritten. Es wundert deshalb nicht, dass der mittlere Strompreis für die aktuelle Analysewoche lediglich bei 51 €/MWh liegt. Das sind 37 Euro weniger als der durchschnittliche Strompreis des bisherigen Jahres 2025 (88 €/MWh).
Wochenüberblick
Montag, 15.9.2025 bis Sonntag, 21.9.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 70,9 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 81,0 Prozent, davon Windstrom 51,3 Prozent, PV-Strom 19,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,0 Prozent.
- Regenerative Erzeugung im Wochenüberblick 15.9.2025 bis 21.9.2025
- Die Strompreisentwicklung in der 38. Analysewoche 2025.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 38. Analysewoche ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 38. KW 2025:
Factsheet KW 38/2025 – Chart, Produktion, Handelswoche, Import/Export/Preise, CO2, Agora-Zukunftsmeter 68 Prozent Ausbau & 86 Prozent Ausbau = Nur unvollständige Daten abrufbar. Deshalb keine Verlinkung
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- Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom (Photovoltaik). Ebenso wenig gibt es überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es fast keine Überschüsse. Der Beleg 2023, der Beleg 2024/25. Strom-Überschüsse werden bis auf wenige Stunden immer konventionell erzeugt. Aber es werden, insbesondere über die Mittagszeit für ein paar Stunden vor allem am Wochenende immer mehr. Genauso ist es eingetroffen. Sogar in der Woche erreichen/überschreiten die regenerativen Stromerzeuger die Strombedarfslinie.
Was man wissen muss: Die Wind- und Photovoltaik-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie, angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem Jahresverlauf 2024/25 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.
Tagesanalysen
Montag
Montag, 15.9.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 79,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 88,3 Prozent, davon Windstrom 62,6 Prozent, PV-Strom 16,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,1 Prozent.
Starke Windstromerzeugung, begleitet von kräftiger PV-Stromerzeugung. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 15. September ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 15.9.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.
Dienstag
Dienstag, 16.9.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 79,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 87,7 Prozent, davon Windstrom 65,0 Prozent, PV-Strom 14,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 8,7 Prozent.
Die PV-Stromerzeugung lässt etwas nach. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 16. September ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 16.9.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.
Mittwoch
Mittwoch, 17.9.025: Anteil Wind- und PV-Strom 67,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 77,1 Prozent, davon Windstrom 50,6 Prozent, PV-Strom 16,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,1 Prozent.
Windstrom wird weniger. Stromimport setzt ein. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 17. September 2025 ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 17.9.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.
Donnerstag
Donnerstag, 18.9.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 69,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 79,6 Prozent, davon Windstrom 49,9 Prozent, PV-Strom 20,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,8 Prozent.
PV-Stromerzeugung zieht wieder an. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 18. September 2025 ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 18.9.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.
Freitag
Freitag, 19.9.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 58,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 69,3 Prozent, davon Windstrom 30,5 Prozent, PV-Strom 28,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,7 Prozent.
Über Tag kaum Windstrom. Reichlich PV-Strom. Die Strompreisbildung mit Wochenhöchstpreis.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 19. September ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 19.9.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.
Samstag
Samstag, 20.9.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 69,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 80,9 Prozent, davon Windstrom 41,7 Prozent, PV-Strom 28,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,3 Prozent.
Wenig Wochenendbedarf mit einer Winddelle über Tag. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 20. September ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 20.9.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.
Sonntag
Sonntag, 21.9.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 69,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 80,8 Prozent, davon Windstrom 52,5 Prozent, PV-Strom 16,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,5 Prozent.
Bei noch weniger Bedarf eine erkleckliche regenerative Stromerzeugung. Die Strompreisbildung mit Preisen unter 10 €/MWh bis 16:00 Uhr. Dann steigt der Strombedarf. Importe setzen ein und der Preis schießt in die Höhe.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 21. September ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 21.9.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.
Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.
Rüdiger Stobbe betreibt seit 2016 den Politikblog MEDIAGNOSE.

Mal sehen, wann das Geld alle ist und die grüne Party vorbei ist. Und der Tag wird kommen, dann ist es wieder mal keiner gewesen.
2024 hat Deutschland etwas mehr Strom importiert als exportiert. 67 TWh vs 55 TWh.
Die Durchschnittspreise für importierten Strom lagen bei 70 €/MWh vs 81 €/MWh für exportiertem Strom.
D.h. doch, dass trotz phasenweiser negativer Strompreise an der Börse (durch Überschussstrom) mehr Geld durch Stromexport erwirtschaftet wird, als für Importstrom bezahlt wird.
Wie kann das sein, wenn die Importpreise für Strom doch immer so hoch sind?