In der 34. Analysewoche des Jahres 2026 wurde bis auf den Zeitraum von 16:00 bis 18:00 Uhr am Montag von Montag bis Mittwoch um 9:00 Uhr zum Wochenbeginn durchgehend Strom importiert. Die Preise gingen über die Mittagsspitze nicht wie gewohnt Richtung 0-MWh-Linie, sondern blieben in Bereichen um die 150 €/MWh. Da lohnte sich der Stromverkauf nach Deutschland auch über Tag. In der Zeit ohne PV-Strom waren die Preise ohnehin hoch. Am Freitag war die regenerative Stromerzeugung wieder schwach. Der niedrigste Preis lag um 12:00 Uhr bei 135 €/MWh. Um 19:00 Uhr bei 204 €/MWh. Eine feine Preis-Differenz, die von etlichen Markteilnehmern genutzt wurde.
Zum Wochenende war die regenerative Stromerzeugungswelt in Deutschland wieder „in Ordnung“. Der Wochenendbedarf war üblicherweise geringer als an Werktagen. Die Windstromerzeugung zog an, die PV-Stromerzeugung war denn auch so stark, dass der deutsche Strom-Bedarf erheblich überschritten wurde. Die Strompreise gestalteten sich entsprechend. Mittags wurde der Strom verschenkt, zum Abend teuer eingekauft. Polen, Norwegen, Tschechin und Dänemark waren die Hauptprofiteure der Preisdifferenzgeschäfte.
Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 34. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Die Hochrechnung sieht in dieser Woche so aus. Die PV-Stromübererzeugung im Tagesverlauf ist an den ersten beiden Tagen der Woche trotz des massiven Zubaus regenerativer Stromerzeugungsanlagen nicht sonderlich hoch. Insgesamt wird enorm viel fossiler Strom zusätzlich benötigt. Und es muss weiterhin Strom importiert werden. Batteriestromspeicher reichen, auch wenn viele Anlagen zugebaut werden, nicht mal ansatzweise aus, um die Gesamt-Residuallast auch nur eines Tages zu decken. Sie sind in erster Linie reine Geschäftemacherei. Aber aufgemerkt:
Der Pferdefuß des Stromspeicher-Zubaus
Je mehr Stromspeicher in Deutschland zukünftig zur Verfügung stehen werden, desto geringer werden die Preisdifferenzen ausfallen. Oder: Je mehr sich Angebot und Nachfrage annähern, desto geringer wird der Verdienst. Sogar der Einkaufspreis über Tag wird steigen, weil genügend Nachfrage vorhanden sein wird. Kurz: Je mehr Speicher, desto weniger Preisdifferenzen, desto weniger Verdienst.
Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?
Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.
Sonderfall Wind- und Solarkraft
Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.
Tageswerte
Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.
Wenig Windstrom, wenig PV-Strom. Auch zusammen mit PV wird der Bedarf weit unterschritten. Die Strompreise.
Weiter wenig regenerative Stromerzeugung. Die Strompreise.
Die Regenerativen kratzen an der Bedarfslinie. Die Strompreise.
Leichte regenerative Stromübererzeugung. Die Strompreise.
Die regenerative Bedarfsdeckung ist wieder "weg". Die Strompreise.
Windstrom - auch offshore - erholt sich. PV-Strom reichlich. Die Strompreise.
Ähnliches Bild wie gestern aber mit leichter Winddelle über Tag. Die Strompreise.
Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.
Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.de, Agora Energiewende und Energy-Charts die wesentliche Datengrundlage dieser Kolumne.

>>Wenig Windstrom plus wenig PV-Stromerzeugung. An drei Tagen (Montag, Dienstag und Freitag) der Analysewoche war das der Fall.<<
## Mal den Daniel fragen, ob man nicht die kinetische Energie fallender Regentropfen und faustgroßer Hagelbälle irgendwie in klingende Münze verwandeln kann? Ich meine Daniel Düsentrieb. Obwohl klingende Münze eher ein Fall für Dagobert ist. Ja, wir brauchen eine Idee. In der Schweiz jammern sie jetzt, dass die Talsperren nicht groß genug sind, das Gletscherwasser aufzunehmen. Wenn sie noch eine Weile jammern, wird sich das von selbst erledigen. Andererseits beweist das Gejammer nur, dass sie wirklich keinen Plan vom Kreislauf haben. Der Niederschlag fällt weiterhin. Man kann nur absolut nichts mit dem Wasser anfangen. Weil es damals nicht in Disneys Donald Duck Büchern stand. Sonst hätte man ja rechtzeitig vorgebaut.
Ja und dann hat man alle Ressourcen auf ein idiotisches Ziel verschwendet, dass nun auch schon wie eine Fata Morgana zerplatzt ist. Es ist wie bei den drei Wünschen im Märchen. Jetzt würde man eher einen vierten Wunsch brauchen, um Kernkraftwerke zu bauen, klein, schnell und modular, und irgendwie außerhalb der Zertifizierungshoheit des Staates. Ich bestelle mir Popcorn. Solange er noch nicht verstrahlt ist. Uran ist Läben. Aber Urahn läbt nicht mähr.