Die 32. Analysewoche des Jahres 2026 zeichnete sich durch eine durchgängige regenerative Stromübererzeugung über Tag aus. Bis auf den Dienstag fielen die Strompreise über die Mittagsspitze Richtung Null-Linie, um zu (Vor-) Abend wieder zu steigen. Mit 240 €/MWh wurde ebenfalls am Dienstag der Stromhöchstpreis der Woche erzielt. Während die PV-Stromerzeugung jeden Tag stark (Hitzewelle) war, schwankte die Windstromerzeugung erheblich. Ab Mitte Freitag kam es bis auf einen Windbuckel onshore zur „Beruhigung“ der Windstromerzeugung. Es fällt auf, dass insbesondere offshore fast gar kein Strom erzeugt wurde. Der PV-Strom hat es zumindest über Tag wieder „herausgerissen“. Um die Stromversorgung Deutschlands zu sichern, musste fossiler Ergänzungsstrom zur Deckung der Residuallasten hergestellt werden. Auch wurde Strom importiert. Besonders bemerkenswert ist, dass trotz eines angenommenen Ausbaus auf 86 Prozent der „Erneuerbaren“ die Residuallasten steigen. Ursache: Der Bedarf steigt zu Teil viel stärker, als die zugebauten Windkraftwerke zusätzlich leisten können. Es fehlen die „Brennstoffe“ Wind- und Sonnenenergie.
Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 32. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Die Hochrechnung sieht in dieser Woche so aus.
- Bitte beachten Sie die Kfz-Zulassungszahlen Juli 2026, welche Peter Hager wieder freundlicherweise aufbereitet hat.
Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?
Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.
Sonderfall Wind- und Solarkraft
Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.
Tageswerte
Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.
Winddelle über Tag. Zusammen mit PV wird der Bedarf überschritten. Die Strompreise.
Windstromerzeugung lässt nach. Die Strompreise.
Windstromerzeugung weiter schwach, PV reicht zur Bedarfsdeckung. Die Strompreise.
Wieder stärkere Windstromerzeugung. Die Strompreise.
Windstromerzeugung sinkt wieder. Die Strompreise.
Kaum Windstrom. PV-Strom reichlich. Die Strompreise.
Windbuckel in der Nacht zum Sonntag. Die Strompreise.
PKW-Neuzulassungen Juli 2026: Anteil von BEV- und Plug-In Hybrid-PKW bei über 40 Prozent
von Peter Hager
Im Juli 2026 wurden laut Kraftfahrtbundesamt 268.068 PKW neu zugelassen. Dies entspricht einer Zunahme von lediglich 1,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat.
Im Vergleich zum Juni 2026 mit 296.378 Neufahrzeugen liegt das Minus im Juli bei etwa 10 %.
Die Verschiebung bei den Antriebsarten geht, dank der vielfältigen "Subventionen" für die E-Mobilität, unvermindert weiter und erreicht einem Neuzulassungsanteil von über 40 Prozent für BEV- und Plug-In-Hybrid-PKW. Was gleichwohl in keinem Fall auch nur annähernd ausreicht, um irgendwelche gesetzten Ziele in irgendwelchen Zeiträumen zu erreichen. Es ist Geldversenkung in ein Fass ohne Boden.
Antriebsarten
Benzin: 50.665 (- 29,7% ggü. 07/2025 / Zulassungsanteil: 18,9%)
Diesel: 31.703 (- 21,8% ggü. 07/2025 / Zulassungsanteil: 11,8%)
Hybrid (ohne Plug-in): 74.675 (- 0,1% ggü. 07/2025/ Zulassungsanteil: 28,1%)
darunter mit Benzinmotor: 59.639
darunter mit Dieselmotor: 14.402
Plug-in-Hybrid: 30.609 (+ 12,5% ggü. 07/2025 / Zulassungsanteil: 11,4%)
darunter mit Benzinmotor: 28.733
darunter mit Dieselmotor: 1.876
Elektro (BEV): 78.609 (+ 61,7% ggü. 07/2025 / Zulassungsanteil: 29,3%)
Top 10 Marken bei den BEV-Neuzulassungen in 07/2026
VW (6 Modelle): 10.078
BMW (8): 7.745
Skoda (4): 6.430
Mercedes (12): 6.088
Audi (4): 5.035
Seat (3): 4.066
Kia (7): 3.627
Ford (6): 3.572
Renault (6): 3.475
Hyundai (9): 2.894
Zum Vergleich - die stärksten chinesischen Marken
Leapmotor (4 Modelle): 2.613
BYD (7): 1.951
MG Roewe (5): 1.713
Xpeng (4): 1.253
Die beliebtesten 10 E-Modelle in 07/2026
Skoda Elroq (SUV): 3.541
VW ID 7 (Obere Mittelklasse): 3.247
VW ID 4/5 (SUV): 3.241
BMW X1 (SUV): 2.901
Skoda Enyaq (SUV): 2.868
Mercedes CLA (Mittelklasse): 2.514
VW ID 3 (Kompaktklasse): 2.220
Mini (Kleinwagen): 2.204
Audi Q6 (SUV): 2.083
Seat Born (Kompaktklasse): 1.978
Folgende Modelle erreichten mehr als 1.000 Neuzulassungen
Audi A6 (Obere Mittelklasse)
BMW 4er (Mittelklasse), X3 (Geländewagen)
Citroen C3 (Kleinwagen)
Ford Explorer (SUV)
Hyundai Inster (Kleinwagen)
Kia EV 2 (Kleinwagen)
Leapmotor T03 (Minis)
Mercedes GLB (SUV), GLK/GLC (SUV)
MG Roewe 4 (Kompaktklasse)
Renault Twingo (Minis), R5 (Kleinwagen)
Seat Raval (Kleinwagen), Tavascan (SUV)
VW ID.BUZZ (Utilities)
Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.
Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.de, Agora Energiewende und Energy-Charts die wesentliche Datengrundlage dieser Kolumne.

>>Bis auf den Dienstag fielen die Strompreise über die Mittagsspitze Richtung Null-Linie, um zu (Vor-) Abend wieder zu steigen.<<
## Es ist ja nicht die Banalität des Bösen, sondern einfach der Normalfall. Die MARKTGESETZE sind es, die den Wertverfall des Stromes – als Handelsware betrachtet – in dem Moment bewirken, wo der aktuelle Bedarf durch die Erzeugung nahezu gedeckt ist. Allerdings sind es nicht die Marktgesetze allein, sondern, die fehlenden Warenlager, sowie die dysfunktionale Logistik, in Verbindung mit widerstrebenden und höchstaggressiv vorgetragenen Interessen. Ein Interesse ausländischer Stromerzeuger ist es beispielsweise, Strom an Deutschland zu verkaufen. Und die haben den Fuß in der Tür, eben WEIL ernstzunehmende Speicher inländisch fehlen. Und zwar seit vielen Jahrzehnten. Man muss sich nur mal vorstellen, wenn man die nicht durch kleine Geschenke wohlgesonnen halten könnte, könnten die die „pünktlichen“ Lieferungen auch einfach einstellen. Werden sie aber nicht, weil sie durch das Verbundnetz im selben Boot sitzen. Aber zerren und schieben werden sie, solange sie existieren. Das ist die Existenzbedingung.
Es hängt ALLES an der Unmöglichkeit oder Unfähigkeit, Energie zu speichern. Punkt.
Man muss das gar nicht jeden Tag im Detail genau erklären, weil es offensichtlich ist.
Zu den widerstrebenden Interessen gehört es auch, dass bestimmte Interessengruppen mit ALLER KONSEQUENZ die Energiespeicherung hintertreiben werden. Hinter den Kulissen.
Die DYSFUNKTIONALITÄT eines Systems, aus dem der innere Sinn längst verschwunden ist, ist der Normalfall der Welt seit der Steinzeit. WEIL der innere Sinn – unbeobachtet – immer verschwindet, wenn die widerstrebenden Interessen allein das Steuer übernehmen. Aber welcher der widerstrebenden Seiten soll man nun die ganze Schuld geben? Es sind ALLE gemeinsam, die zum Vollversagen führen. Und die geistige Trägheit. Die Welt dreht sich nämlich unter den starren Weltbildern einfach weiter!
>>Die Sonne schien, und der Solarstrom floss tagsüber reichlich, der Wind wehte unsteht, offshore fiel er zeitweise fast ganz weg.<<
## Hellflaute? Wer glaubt denn sowas? Offshore, das ist doch da draußen auf dem Meer, oder?
Ich habe einen anderen Glauben. Ich glaube, am Wind lag es gar nicht. Vielleicht noch nichtmal an den Wibelschleppen, die hinter jedem Windrad auf dem Meer Monsunregen und Hagelstürme verursachen und auf diese Weise das Land so radikal austrocknen, dass reihenweise sogar die Kernkraftwerke abschalten müssen.. Das Wetterleuchten dieser Stürme soll bei Sonnenfinsternis sogar vom hexagonalen Nordpol des Jupiters aus zu sehen sein.
So sagt man bei uns.
Mein in sich geschlossenes Glaubenssystem legt mir nahe, den Ausfall der Stromerzeugung offschoriger „Parks“ als regulatorischen Eingriff des erfolgreichen Versuchs der Netzstabilisierung zu sein. Dann wäre es ein vollständig normaler Vorgang, soweit es heute überhaupt noch Normale gibt. Das würde bedeuten, dass der Wind, das himmlische Kind, und noch dazu offschor, gar nicht ausgefallen wäre. Hätte hätte, Lieferkette.
Man muss diese Sachen weiterhin nachhaltig beobachten. Und vielleicht auchmal mit dem Wetterbericht synchronisieren, aber bitte phasenrichtig!