Rüdiger Stobbe / 30.07.2019 / 10:00 / Foto: Doenertier82 / 19 / Seite ausdrucken

Woher kommt der Strom? 29. Woche

Im Artikel der letzten Woche verwendete ich die Bezeichnung "Kombinierte Dunkel- und Sonnenflaute". Gemeint war der Sachverhalt, dass sowohl durch Wind zur Tag- und Nachtzeit wenig Strom erzeugt wird, als auch die Sonne zusätzlich tagsüber verhältnismäßig wenig (= wenig Sonnenstrom) scheint. Das ist im Prinzip der GAU der Stromerzeugung durch die erneuerbaren Energieträger Wind- und Sonnenkraft und kommt in Reinform praktisch nur im Winter vor, weil die Kraft, der Energiegehalt der Sonnenstrahlen, die die Erde erreichen, zu dieser Jahreszeit naturgemäß geringer ist als im Sommer.

Bestes Beispiel für so ein Szenario ist der 24.1.2019. Tage wie dieser sind der Grund, weshalb auch bei einer Stromversorgung durch "100 Prozent Erneuerbare" ein konventioneller Gas-Kraftwerkspark bevorratet werden muss, mit dem man in der Lage ist, Deutschland nahezu komplett mit Strom zu versorgen. Schnell und sicher. Übrigens auch nach erfolgter Umsetzung des Fünffach-Modells, welches Dr. Peter Klafka im Workshop "Fridays-for-Future", Gruppe Aachen, vorstellte (siehe auch weiter unten im Text), hätten mit 1,1 TWh Strom – das wären an diesem Tag über zwei Drittel des Strombedarfs gewesen – hinzu erzeugt werden müssen. Im Tagesdurchschnitt. Im Detail dürften es, bezogen etwa auf einen Zeitraum von einer Stunde oder gar einer Minute, anteilig noch mehr sein.

Im Sommer scheint die Sonne kräftig. Es sind die Sonnenstrom-Monate. Der Wind hingegen weht oft nur wenig. Das hat nichts mit dem Klimawandel zu tun, das war und ist im Sommer schon immer und sehr häufig so. In dieser Woche  gibt es drei solcher Tage. Die Sonne gleicht fehlenden Windstrom tagsüber aus. An manchen Tagen allerdings nur verhältnismäßig wenig. Da werden in der Mittagsspitze lediglich knapp 17 GWh (14.7.2019), statt möglicher knapp 28 GWh (20.7.2019) und mehr erreicht.

Am Freitag, den 19.7.2019, wehte kaum Wind, und die Sonne erzeugte ebenfalls verhältnismäßig wenig Strom. Folge: Es wurde wieder mal eng. Doch nein, daran haben wir uns in den letzten Monaten ja schon gewöhnt. Da springen unsere Nachbarn ein. Vor allem auch das kleine Nicht-EU-Land Schweiz. Nein, der Tag darauf brachte auf einmal eine Vervielfachung des Windstroms, der dementsprechend "günstig" abgegeben werden musste. Detaillierte Zahlen zur Stromerzeugung der 29. Woche finden Sie in dieser Tabelle und dem daraus generierten Chart. An dieser Stelle möchte ich mich bei unseren Energiewendefreunden des Fraunhofer ISE und der Agora-Energiewende bedanken, die die Daten zur Analyse der Stromerzeugung in Deutschland so famos aufbereitet im Netz zur Verfügung stellen.

Die Tagesanalysen

Sonntag, 14.7.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 46,15 Prozent

Auf Kante genäht, so kann man die Stromversorgung des heutigen Sonntags, der wie immer mit relativ geringem Strombedarf daherkommt, bezeichnen. Die Netzausregelungsreserve wird importiert und wieder, weil sie nicht benötigt wird, exportiert. Sehr schön in der Zeit von etwa 3:00 bis 8:00 Uhr zu beobachten, in der sich Im- und Export in etwa die Waage halten.

Montag, 15.7.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 42,31 Prozent 

Heute ist die Stromerzeugung Deutschlands nicht mal mehr auf Kante genäht. Nur von 11:00 bis 18:00 Uhr reicht die eigene Stromerzeugung aus, um den Bedarf zu decken. Also wird wacker importiert. Erst ab 22:00 Uhr zeichnet sich ein leichter Stromüberschuss ab.

Dienstag, 16.7.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 44,06 Prozent

Dieser Überschuss – bezogen auf den Bedarf, ohne Netzausregelungsreserve, die z.T. immer noch importiert werden muss – hält bis etwa 19:00 Uhr an. Stetiger Wind auf relativ hohem Niveau und eine kräftig scheinende Sonne sind der Grund. Nachdem die Sonne aber weitgehend untergegangen ist, der Bedarf aber annähernd gleich bleibt, ist die Unterversorgung wieder präsent.

Mittwoch, 17.7.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 34,09 Prozent

Klicken Sie auf die Tabelle der 29. Woche, und Sie sehen, dass alle 30.000 Windkraftwerke in Deutschland mit einer installierten Leistung 60 GW – das entspricht einer möglichen Tagesleistung von 1,44 TWh – lediglich 0,05 TWh erzeugt haben. So sieht der Tagesverlauf aus. Und so der Chart Im- und Export.

Donnerstag, 18.7.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 35,82 Prozent

Die Windstromerzeugung schwächelt auch heute. 0,07 TWh Strom werden mittels Windkraft erzeugt. Immerhin reicht der Sonnenstrom, um zumindest tagsüber etwas Überschuss, der billig abgegeben wird, zu erzeugen. Ansonsten ist Import angesagt.

Freitag, 19.7.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 34,35 Prozent

Die Windstromerzeugung liegt weiterhin unter 0,1 TWh. Heute schwächelt zusätzlich die Sonne, so dass der Zeitraum der ausreichenden Stromerzeugung Deutschlands mittels Eigenerzeugung weiter schrumpft. Heute sind es nur noch etwa 5 Stunden (12:00 bis 16:00 Uhr). Hier der Chart Im- und Export.

Samstag, 20.7.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 61,16 Prozent

Heute kommt es zu einem massiven Anstieg der Windstromerzeugung. Und Weil der Beginn des Wochenendes eingeläutet wird, reicht der Strom nicht nur aus, den Deutschland erzeugt; er muss zum Teil günstig verkauft werden. In der Zeit von 7:00 bis 17:00 Uhr. Ein Bonus für die Abnehmer fiel in der 29. Woche nicht an. Ein gutes Geschäft war es trotzdem nicht. Für den deutschen Stromkunden.

Scientist-for-Future (SfF) – Regionalgruppe Aachen

Vor einigen Wochen besuchte ich einen Workshop der Fridays-for-Future-Gruppe in Aachen. Dr. Peter Klafka, Elektrotechniker, studierte und promovierte an der RWTH Aachen, ist daher ganz sicher hochqualifiziert. Dr. Klafka erläuterte, wie man die Wind- und Sonnenstromerzeugung aufstellen müsse, damit möglichst wenig konventionelle – Kernkraft oder fossile – Stromerzeugung als Ergänzung zwecks Deckung des Strombedarfs hinzu erzeugt werden muss. Kurz: Es sei eine Verfünffachung der installierten Leistung Wind- und Sonnenstrom nötig. In der Rückschau zum 1. Halbjahr 2019 habe ich das Fünffach-Modell kritisch gewürdigt, indem ich es mit den realen Werten der Stromerzeugung abgeglichen habe.

Der erste Teil des Treffens dauerte etwa 1,5 Stunden und war öffentlich. Ich erfuhr davon aus der Tagespresse. Angekündigt waren Wissenschaftler der RWTH und der FH Aachen, mit denen man diskutieren könne. 21 Personen, davon 4 Frauen, nahmen an dem Treffen teil. Bei dem erfreulicherweise, obwohl es recht heiß war, nicht über das aktuelle Sommerwetter gesprochen wurde.

Leider war nicht – etwa durch eine Sitzordnung – zu erkennen, wer Wissenschaftler, wer Besucher war. Am nach vorne offenen Tische-Viereck saßen alle Anwesenden durcheinander. Erst als Gastgeber Dr. Klafka das Treffen eröffnete und fragte, was die Besucher erwarteten, stellten sich nach und nach Besucher vor und formulierten ihre Erwartungen:

Wie funktioniert das eigentlich mit dem CO2? Warum ist CO2 ein Treibhausgas?

... waren die Fragen, die im Mittelpunkt standen. Erst als ein Besucher nachfragte, wer denn nun "Wissenschaftler" sei, den man zu seinem Spezialgebiet befragen könne, stellten sich die regulären Gruppenmitglieder vor. Es stellte sich heraus, dass es zwar alles Akademiker, die meisten auch mit einem naturwissenschaftlichen Hintergrund, waren, welche die Regionalgruppe SfF Aachen bilden. Doch die meisten sind nicht mit Forschung an einer Hochschule beschäftigt, sondern sind berufstätig. Nach meiner Erinnerung war es lediglich ein junger Mann, Tobias, der an der RWTH Aachen Forschung in Sachen Energie betreibt.

Vom Hölzchen zum Stöckchen

Nach der Fragerunde lief das Treffen recht unstrukturiert ab. Ich war offensichtlich der einzige Teilnehmer, der sich vorbereitet und ein Handout erstellt hatte, welches online sofort abgerufen werden konnte. Doch dazu kam es leider nicht. Wegen fehlender Struktur, kam es zu Diskussionen, die vom Hölzchen zum Stöckchen führten. Wobei es verheißungsvoll begann.

Tobias wollte erklären, weshalb CO2 ein Treibhausgas sei. Er erstellte am Flipchart einige "Skizzen", von denen Joseph Beuys wahrscheinlich begeistert gewesen wäre. Stickstoff und Sauerstoff seien Hauptbestandteile des Luftgemischs. CO2, Methan (der Hauptbestandteil von Erdgas) und andere Gase ergänzten das Gemisch. Und natürlich Wasser. In Form von Luftfeuchtigkeit und Wolken. Tobias sagte, dass Wasser das Haupt-Treibhausgas wäre. Was von Joachim, Elektroingenieur, mit einem Beispiel ergänzt wurde:

Wenn in einer Sommernacht der Himmel klar und wolkenlos sei, so Joachim, kühle es schnell ab, und man müsse die Strickjacke überziehen. Sei es hingegen bedeckt, bliebe es viel länger warm. Weil eben die Wolken die Wärme daran hinderten, in die oberen Schichten der Atmosphäre, ins All zu entweichen. Das allerdings ist nun eine Erfahrung, die ich bereits Anfang der Siebziger gemacht habe, als ich 16 Jahre alt mit meinen Eltern in das neu gebaute Reihenhaus einzog und man gerne und oft auf der Terrasse saß.

Auf meine Frage, warum das CO2 der Luft die Wärme in der klaren, wolkenlosen Sommernacht nicht zurückhalte, kam eigentlich keine Antwort, an die ich mich erinnere. Es wurde um den heißen Brei herumgeredet. Tobias, der den Nichtwissenschaftlern, also eigentlich allen Teilnehmern, radebrechend zu erklären versuchte, dass es Schwingungen zwischen dem Kohlenstoff- und den 2 Sauerstoffatomen seien, die die Wärme = Infrarotstrahlung, die von der Erde zurückgeworfen wird, zurückhielten. Wasserstoff und Stickstoff hingegen ließen Wärme ungehindert passieren.

Der erste Besucher ging 

Auf die Frage, warum denn nicht die Sonnenwärme bereits, wenn sie Richtung Erde strahle, vom CO2 der Luft aufgehalten würde, meinte Tobias, dass da keine Infrarotstrahlen seien, die aufgenommen werden könnten. Meines Erachtens eine wenig plausible, wenn nicht gar falsche Erklärung. Als dann noch die Mengenfrage hinzu kam – der Anteil CO2 beträgt 0,04 Prozent der Luft –, wurde es für SfF schwer. Der erste Besucher ging. Ich bin ihm hinterher und habe gefragt, warum er gehe. Er meinte, er sei 40 Jahre Lehrer gewesen und die Erklärungen zum CO2 als Treibhausgas inklusive Flipchartbild hätten bei ihm nicht mal die Note Mangelhaft bekommen. Das müsse er sich nicht antun.

Zurück zum Treffen. 400 Teile CO2 auf 1.000.000 Teile Luft sind schon nicht viel. Und lässt für mich nur folgenden Schluss zu: Vielleicht hält CO2 Wärme, die von der Erde abgestrahlt wird, zurück. Ob die berühmten 1,5°C oder 2°C oder 2,5°C einer durchschnittlichen Erderwärmung über 150 oder mehr Jahre so massive Konsequenzen – Infos zu Klimazonen – haben, wie alarmistisch kommuniziert wird, blieb eine Frage, die nicht gestellt werden konnte. Die Antwort auf meine Frage zu Prof. Anders Levermann vom PIK, der in einer Experten-Anhörung des Bundestages (Quelle des folgenden Zitats) meinte: Die Temperatur…, die Temperatur ist die mittlere Temperatur um 1850, die wissen wir relativ genau, ist im Bereich von 15 Grad, aber es geht natürlich um die Änderung … , verlief im Sande der allgemeinen Diskussion.  Mehr Infos zur Durchschnittstemperatur der Erde finden Sie hier.

Die Debatte zu Maßnahmen "Gebäudedämmung: Neubau und Bestand" wurde von einem Architekten eröffnet. Munter wurde über die fehlende Unterstützung der Politik – zu wenig Subventionen – in diesem Bereich diskutiert. Die Debatte wurde kleinteilig. Deshalb versuchte ich die Größenordnungen, um die es bei der Dämmung des Gebäudebestandes geht, zu veranschaulichen: Es gibt in Deutschland 41,3 Millionen Haushalte. Die Energie, die für die Raumwärme (in erster Linie erzeugt mittels Öl- und Gasheizungen) in diesen Haushalten aufgewendet wird, beläuft sich auf 479 Terawattstunden. Wenn in einem "Großkraftakt Dämmung" alle Gebäude, in denen sich ein oder mehrere der 41,3 Millionen Haushalte befinden, energetisch saniert würden, reduzierte sich der Energiebedarf "Raumwärme" um etwa ein Drittel. Blieben also immer noch 320 TWh, die an Heizenergie, also vor allem fossil, aufgebracht werden müssten.

Ich versuchte diese Zahl greifbar zu machen und wollte die 129 TWh ins Spiel bringen, die die 41,3 Millionen Haushalte in einem Jahr an Strombedarf haben (alle Werte für 2017, Statistisches Bundesamt). Das ging leider unter. Denn eine SfF-Humanmedizinerin hatte die Lösung des Problems parat und warf "Wärmepumpe" in die Runde. Dr. Klafka erläuterte, dass z.B. eine TWh Strom, die für den Betrieb von Wärmepumpen benötigt wird, 3 TWh Wärme aus dem Erdinneren quasi "erpumpen" würde. Dass dann immer noch 80 TWh Strom benötigt würden, dass Millionen und Millionen Wärmepumpen neben der millionenfachen energetischen Gebäudesanierung installiert werden müssten, dass ich eigentlich erstmal auf den massiven Ausbau der Stromtankstellen für die Millionen Elektroautos warte, die demnächst auf den Straßen fahren, alle diese Fragen hatte ich zwar im Kopf. Ich konnte sie aber nicht mehr stellen. Das Thema war für SfF gelöst. Die 1,5 Stunden waren vorbei. Mein Handout kam nicht mehr zum Einsatz. Ich fuhr heim.

Der Blick für das große Ganze fehlt

Ich will SfF durchaus keine unlauteren Absichten unterstellen. Allerdings habe ich den starken Eindruck, dass den Leuten der Blick für das große Ganze fehlt. Wenn ich als Investor einen Windpark baue, wenn ich daran beteiligt bin, dann wird damit kein Problem gelöst. Im Gegenteil. Viele Probleme tun sich auf. Nicht für den Investor. Der verdient eine Menge Kohle, die Beteiligten, dank massiver Subventionen, sowieso.  Windradhersteller haben gut dotierte Aufträge. Probleme haben andere. Menschen, Flora, Fauna. Vor allem aber nutzt ein Windpark bezogen auf das – angebliche – Hauptproblem Erderwärmung durch CO2 kappen, sonst Verglühen der Welt nichts. Nicht mal 30.000 Windräder und 1,6 Millionen Solarpaneele im gesamten Deutschland nutzen irgendwas. Wenn man ehrlich ist: Es würde nichts nützen, wenn Deutschland von heute auf morgen keinerlei, also echt Null CO2 mehr ausstoßen würde, sozusagen weg wäre.

Solange es so aussieht, wie auf Chart 1 meines Handouts. Und so weiter geht. Und das tut es. Alle Parameter weisen darauf hin. Die Menschheit wächst dynamisch, der Energiebedarf steigt, fossile Energie – vor allem Kohle – ist in großen Mengen vor Ort, die Menschen wollen ein Minimum an Wohlstand. Der fängt mit sauberem Wasser aus einem Wasserwerk und einer Fäkalienentsorgung mittels Kanalisation und Kläranlagen an.

Dafür – nicht nur, aber auch – braucht es weltweit Energie in ungeheurem Ausmaß. Also macht man hier im Kleinen weiter, verdient gutes Geld und/oder glaubt wirklich, dass endlich was getan werden muss, damit unseren Kindern ein gesunder Planet übergeben wird. Dass mit all diesen Aktivitäten aber ganz konkret die Axt an den Industriestandort Deutschland gelegt wird, dass Wohlstand verspielt wird, dass die leistungsfähigsten Köpfe, dass Firmen und ganze Industrien Deutschland verlassen (werden), das wird entweder ideologisch ausgeblendet oder billigend in Kauf genommen. Von dem ein oder anderen sogar echten Hochschullehrer wird es sogar gefordert.

Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom?mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.

 

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Frank Volkmar / 30.07.2019

Ich erinnere noch einmal an die WBGU und dessen Gutachten “Welt im Wandel : Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation” aus dem Jahre 2011”. Dazu damals der WBGU-Vorsitzende Schellnhuber :  “Wir sind der Meinung, dass es darum geht, für das 21. Jahrhundert einen neuen Gesellschaftsvertrag auszuhandeln” oder zusammengefasst durch den Spiegel : “Als Ziel bis zum Jahr 2050 fordern die Experten die weltweite Umstellung auf eine Versorgung ohne nukleare und fossile Energieträger. Das Wohlstandsniveau werde dadurch nicht gefährdet, weil den Mehrkosten auch Einsparungen gegenüberstünden. Auch der Klimaschutz sei ohne Kernenergie möglich.” Ich bin einmal gespannt, wann es bei mir an der Türe klingelt und man mit mir “aushandeln” will. Vielleicht passt der Termin gut mit dem von Frau Özuguz geforderten täglichen Verhandlungen des Miteinander in der diversen Gesellschaft. Wird grundsätzlich ergebnisoffen diskutiert ? Werden neue Ansätze im Bereich Kernenergie / Kernfusion geprüft ? Fehlanzeige ! Man will etwas “aushandeln” und den Bürger “mitnehmen” wobei der Weg schon kategorisch festgelegt ist. Das soll Demokratie sein ?

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