Rüdiger Stobbe / 30.07.2019 / 10:00 / Foto: Doenertier82 / 19 / Seite ausdrucken

Woher kommt der Strom? 29. Woche

Im Artikel der letzten Woche verwendete ich die Bezeichnung "Kombinierte Dunkel- und Sonnenflaute". Gemeint war der Sachverhalt, dass sowohl durch Wind zur Tag- und Nachtzeit wenig Strom erzeugt wird, als auch die Sonne zusätzlich tagsüber verhältnismäßig wenig (= wenig Sonnenstrom) scheint. Das ist im Prinzip der GAU der Stromerzeugung durch die erneuerbaren Energieträger Wind- und Sonnenkraft und kommt in Reinform praktisch nur im Winter vor, weil die Kraft, der Energiegehalt der Sonnenstrahlen, die die Erde erreichen, zu dieser Jahreszeit naturgemäß geringer ist als im Sommer.

Bestes Beispiel für so ein Szenario ist der 24.1.2019. Tage wie dieser sind der Grund, weshalb auch bei einer Stromversorgung durch "100 Prozent Erneuerbare" ein konventioneller Gas-Kraftwerkspark bevorratet werden muss, mit dem man in der Lage ist, Deutschland nahezu komplett mit Strom zu versorgen. Schnell und sicher. Übrigens auch nach erfolgter Umsetzung des Fünffach-Modells, welches Dr. Peter Klafka im Workshop "Fridays-for-Future", Gruppe Aachen, vorstellte (siehe auch weiter unten im Text), hätten mit 1,1 TWh Strom – das wären an diesem Tag über zwei Drittel des Strombedarfs gewesen – hinzu erzeugt werden müssen. Im Tagesdurchschnitt. Im Detail dürften es, bezogen etwa auf einen Zeitraum von einer Stunde oder gar einer Minute, anteilig noch mehr sein.

Im Sommer scheint die Sonne kräftig. Es sind die Sonnenstrom-Monate. Der Wind hingegen weht oft nur wenig. Das hat nichts mit dem Klimawandel zu tun, das war und ist im Sommer schon immer und sehr häufig so. In dieser Woche  gibt es drei solcher Tage. Die Sonne gleicht fehlenden Windstrom tagsüber aus. An manchen Tagen allerdings nur verhältnismäßig wenig. Da werden in der Mittagsspitze lediglich knapp 17 GWh (14.7.2019), statt möglicher knapp 28 GWh (20.7.2019) und mehr erreicht.

Am Freitag, den 19.7.2019, wehte kaum Wind, und die Sonne erzeugte ebenfalls verhältnismäßig wenig Strom. Folge: Es wurde wieder mal eng. Doch nein, daran haben wir uns in den letzten Monaten ja schon gewöhnt. Da springen unsere Nachbarn ein. Vor allem auch das kleine Nicht-EU-Land Schweiz. Nein, der Tag darauf brachte auf einmal eine Vervielfachung des Windstroms, der dementsprechend "günstig" abgegeben werden musste. Detaillierte Zahlen zur Stromerzeugung der 29. Woche finden Sie in dieser Tabelle und dem daraus generierten Chart. An dieser Stelle möchte ich mich bei unseren Energiewendefreunden des Fraunhofer ISE und der Agora-Energiewende bedanken, die die Daten zur Analyse der Stromerzeugung in Deutschland so famos aufbereitet im Netz zur Verfügung stellen.

Die Tagesanalysen

Sonntag, 14.7.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 46,15 Prozent

Auf Kante genäht, so kann man die Stromversorgung des heutigen Sonntags, der wie immer mit relativ geringem Strombedarf daherkommt, bezeichnen. Die Netzausregelungsreserve wird importiert und wieder, weil sie nicht benötigt wird, exportiert. Sehr schön in der Zeit von etwa 3:00 bis 8:00 Uhr zu beobachten, in der sich Im- und Export in etwa die Waage halten.

Montag, 15.7.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 42,31 Prozent 

Heute ist die Stromerzeugung Deutschlands nicht mal mehr auf Kante genäht. Nur von 11:00 bis 18:00 Uhr reicht die eigene Stromerzeugung aus, um den Bedarf zu decken. Also wird wacker importiert. Erst ab 22:00 Uhr zeichnet sich ein leichter Stromüberschuss ab.

Dienstag, 16.7.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 44,06 Prozent

Dieser Überschuss – bezogen auf den Bedarf, ohne Netzausregelungsreserve, die z.T. immer noch importiert werden muss – hält bis etwa 19:00 Uhr an. Stetiger Wind auf relativ hohem Niveau und eine kräftig scheinende Sonne sind der Grund. Nachdem die Sonne aber weitgehend untergegangen ist, der Bedarf aber annähernd gleich bleibt, ist die Unterversorgung wieder präsent.

Mittwoch, 17.7.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 34,09 Prozent

Klicken Sie auf die Tabelle der 29. Woche, und Sie sehen, dass alle 30.000 Windkraftwerke in Deutschland mit einer installierten Leistung 60 GW – das entspricht einer möglichen Tagesleistung von 1,44 TWh – lediglich 0,05 TWh erzeugt haben. So sieht der Tagesverlauf aus. Und so der Chart Im- und Export.

Donnerstag, 18.7.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 35,82 Prozent

Die Windstromerzeugung schwächelt auch heute. 0,07 TWh Strom werden mittels Windkraft erzeugt. Immerhin reicht der Sonnenstrom, um zumindest tagsüber etwas Überschuss, der billig abgegeben wird, zu erzeugen. Ansonsten ist Import angesagt.

Freitag, 19.7.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 34,35 Prozent

Die Windstromerzeugung liegt weiterhin unter 0,1 TWh. Heute schwächelt zusätzlich die Sonne, so dass der Zeitraum der ausreichenden Stromerzeugung Deutschlands mittels Eigenerzeugung weiter schrumpft. Heute sind es nur noch etwa 5 Stunden (12:00 bis 16:00 Uhr). Hier der Chart Im- und Export.

Samstag, 20.7.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 61,16 Prozent

Heute kommt es zu einem massiven Anstieg der Windstromerzeugung. Und Weil der Beginn des Wochenendes eingeläutet wird, reicht der Strom nicht nur aus, den Deutschland erzeugt; er muss zum Teil günstig verkauft werden. In der Zeit von 7:00 bis 17:00 Uhr. Ein Bonus für die Abnehmer fiel in der 29. Woche nicht an. Ein gutes Geschäft war es trotzdem nicht. Für den deutschen Stromkunden.

Scientist-for-Future (SfF) – Regionalgruppe Aachen

Vor einigen Wochen besuchte ich einen Workshop der Fridays-for-Future-Gruppe in Aachen. Dr. Peter Klafka, Elektrotechniker, studierte und promovierte an der RWTH Aachen, ist daher ganz sicher hochqualifiziert. Dr. Klafka erläuterte, wie man die Wind- und Sonnenstromerzeugung aufstellen müsse, damit möglichst wenig konventionelle – Kernkraft oder fossile – Stromerzeugung als Ergänzung zwecks Deckung des Strombedarfs hinzu erzeugt werden muss. Kurz: Es sei eine Verfünffachung der installierten Leistung Wind- und Sonnenstrom nötig. In der Rückschau zum 1. Halbjahr 2019 habe ich das Fünffach-Modell kritisch gewürdigt, indem ich es mit den realen Werten der Stromerzeugung abgeglichen habe.

Der erste Teil des Treffens dauerte etwa 1,5 Stunden und war öffentlich. Ich erfuhr davon aus der Tagespresse. Angekündigt waren Wissenschaftler der RWTH und der FH Aachen, mit denen man diskutieren könne. 21 Personen, davon 4 Frauen, nahmen an dem Treffen teil. Bei dem erfreulicherweise, obwohl es recht heiß war, nicht über das aktuelle Sommerwetter gesprochen wurde.

Leider war nicht – etwa durch eine Sitzordnung – zu erkennen, wer Wissenschaftler, wer Besucher war. Am nach vorne offenen Tische-Viereck saßen alle Anwesenden durcheinander. Erst als Gastgeber Dr. Klafka das Treffen eröffnete und fragte, was die Besucher erwarteten, stellten sich nach und nach Besucher vor und formulierten ihre Erwartungen:

Wie funktioniert das eigentlich mit dem CO2? Warum ist CO2 ein Treibhausgas?

... waren die Fragen, die im Mittelpunkt standen. Erst als ein Besucher nachfragte, wer denn nun "Wissenschaftler" sei, den man zu seinem Spezialgebiet befragen könne, stellten sich die regulären Gruppenmitglieder vor. Es stellte sich heraus, dass es zwar alles Akademiker, die meisten auch mit einem naturwissenschaftlichen Hintergrund, waren, welche die Regionalgruppe SfF Aachen bilden. Doch die meisten sind nicht mit Forschung an einer Hochschule beschäftigt, sondern sind berufstätig. Nach meiner Erinnerung war es lediglich ein junger Mann, Tobias, der an der RWTH Aachen Forschung in Sachen Energie betreibt.

Vom Hölzchen zum Stöckchen

Nach der Fragerunde lief das Treffen recht unstrukturiert ab. Ich war offensichtlich der einzige Teilnehmer, der sich vorbereitet und ein Handout erstellt hatte, welches online sofort abgerufen werden konnte. Doch dazu kam es leider nicht. Wegen fehlender Struktur, kam es zu Diskussionen, die vom Hölzchen zum Stöckchen führten. Wobei es verheißungsvoll begann.

Tobias wollte erklären, weshalb CO2 ein Treibhausgas sei. Er erstellte am Flipchart einige "Skizzen", von denen Joseph Beuys wahrscheinlich begeistert gewesen wäre. Stickstoff und Sauerstoff seien Hauptbestandteile des Luftgemischs. CO2, Methan (der Hauptbestandteil von Erdgas) und andere Gase ergänzten das Gemisch. Und natürlich Wasser. In Form von Luftfeuchtigkeit und Wolken. Tobias sagte, dass Wasser das Haupt-Treibhausgas wäre. Was von Joachim, Elektroingenieur, mit einem Beispiel ergänzt wurde:

Wenn in einer Sommernacht der Himmel klar und wolkenlos sei, so Joachim, kühle es schnell ab, und man müsse die Strickjacke überziehen. Sei es hingegen bedeckt, bliebe es viel länger warm. Weil eben die Wolken die Wärme daran hinderten, in die oberen Schichten der Atmosphäre, ins All zu entweichen. Das allerdings ist nun eine Erfahrung, die ich bereits Anfang der Siebziger gemacht habe, als ich 16 Jahre alt mit meinen Eltern in das neu gebaute Reihenhaus einzog und man gerne und oft auf der Terrasse saß.

Auf meine Frage, warum das CO2 der Luft die Wärme in der klaren, wolkenlosen Sommernacht nicht zurückhalte, kam eigentlich keine Antwort, an die ich mich erinnere. Es wurde um den heißen Brei herumgeredet. Tobias, der den Nichtwissenschaftlern, also eigentlich allen Teilnehmern, radebrechend zu erklären versuchte, dass es Schwingungen zwischen dem Kohlenstoff- und den 2 Sauerstoffatomen seien, die die Wärme = Infrarotstrahlung, die von der Erde zurückgeworfen wird, zurückhielten. Wasserstoff und Stickstoff hingegen ließen Wärme ungehindert passieren.

Der erste Besucher ging 

Auf die Frage, warum denn nicht die Sonnenwärme bereits, wenn sie Richtung Erde strahle, vom CO2 der Luft aufgehalten würde, meinte Tobias, dass da keine Infrarotstrahlen seien, die aufgenommen werden könnten. Meines Erachtens eine wenig plausible, wenn nicht gar falsche Erklärung. Als dann noch die Mengenfrage hinzu kam – der Anteil CO2 beträgt 0,04 Prozent der Luft –, wurde es für SfF schwer. Der erste Besucher ging. Ich bin ihm hinterher und habe gefragt, warum er gehe. Er meinte, er sei 40 Jahre Lehrer gewesen und die Erklärungen zum CO2 als Treibhausgas inklusive Flipchartbild hätten bei ihm nicht mal die Note Mangelhaft bekommen. Das müsse er sich nicht antun.

Zurück zum Treffen. 400 Teile CO2 auf 1.000.000 Teile Luft sind schon nicht viel. Und lässt für mich nur folgenden Schluss zu: Vielleicht hält CO2 Wärme, die von der Erde abgestrahlt wird, zurück. Ob die berühmten 1,5°C oder 2°C oder 2,5°C einer durchschnittlichen Erderwärmung über 150 oder mehr Jahre so massive Konsequenzen – Infos zu Klimazonen – haben, wie alarmistisch kommuniziert wird, blieb eine Frage, die nicht gestellt werden konnte. Die Antwort auf meine Frage zu Prof. Anders Levermann vom PIK, der in einer Experten-Anhörung des Bundestages (Quelle des folgenden Zitats) meinte: Die Temperatur…, die Temperatur ist die mittlere Temperatur um 1850, die wissen wir relativ genau, ist im Bereich von 15 Grad, aber es geht natürlich um die Änderung … , verlief im Sande der allgemeinen Diskussion.  Mehr Infos zur Durchschnittstemperatur der Erde finden Sie hier.

Die Debatte zu Maßnahmen "Gebäudedämmung: Neubau und Bestand" wurde von einem Architekten eröffnet. Munter wurde über die fehlende Unterstützung der Politik – zu wenig Subventionen – in diesem Bereich diskutiert. Die Debatte wurde kleinteilig. Deshalb versuchte ich die Größenordnungen, um die es bei der Dämmung des Gebäudebestandes geht, zu veranschaulichen: Es gibt in Deutschland 41,3 Millionen Haushalte. Die Energie, die für die Raumwärme (in erster Linie erzeugt mittels Öl- und Gasheizungen) in diesen Haushalten aufgewendet wird, beläuft sich auf 479 Terawattstunden. Wenn in einem "Großkraftakt Dämmung" alle Gebäude, in denen sich ein oder mehrere der 41,3 Millionen Haushalte befinden, energetisch saniert würden, reduzierte sich der Energiebedarf "Raumwärme" um etwa ein Drittel. Blieben also immer noch 320 TWh, die an Heizenergie, also vor allem fossil, aufgebracht werden müssten.

Ich versuchte diese Zahl greifbar zu machen und wollte die 129 TWh ins Spiel bringen, die die 41,3 Millionen Haushalte in einem Jahr an Strombedarf haben (alle Werte für 2017, Statistisches Bundesamt). Das ging leider unter. Denn eine SfF-Humanmedizinerin hatte die Lösung des Problems parat und warf "Wärmepumpe" in die Runde. Dr. Klafka erläuterte, dass z.B. eine TWh Strom, die für den Betrieb von Wärmepumpen benötigt wird, 3 TWh Wärme aus dem Erdinneren quasi "erpumpen" würde. Dass dann immer noch 80 TWh Strom benötigt würden, dass Millionen und Millionen Wärmepumpen neben der millionenfachen energetischen Gebäudesanierung installiert werden müssten, dass ich eigentlich erstmal auf den massiven Ausbau der Stromtankstellen für die Millionen Elektroautos warte, die demnächst auf den Straßen fahren, alle diese Fragen hatte ich zwar im Kopf. Ich konnte sie aber nicht mehr stellen. Das Thema war für SfF gelöst. Die 1,5 Stunden waren vorbei. Mein Handout kam nicht mehr zum Einsatz. Ich fuhr heim.

Der Blick für das große Ganze fehlt

Ich will SfF durchaus keine unlauteren Absichten unterstellen. Allerdings habe ich den starken Eindruck, dass den Leuten der Blick für das große Ganze fehlt. Wenn ich als Investor einen Windpark baue, wenn ich daran beteiligt bin, dann wird damit kein Problem gelöst. Im Gegenteil. Viele Probleme tun sich auf. Nicht für den Investor. Der verdient eine Menge Kohle, die Beteiligten, dank massiver Subventionen, sowieso.  Windradhersteller haben gut dotierte Aufträge. Probleme haben andere. Menschen, Flora, Fauna. Vor allem aber nutzt ein Windpark bezogen auf das – angebliche – Hauptproblem Erderwärmung durch CO2 kappen, sonst Verglühen der Welt nichts. Nicht mal 30.000 Windräder und 1,6 Millionen Solarpaneele im gesamten Deutschland nutzen irgendwas. Wenn man ehrlich ist: Es würde nichts nützen, wenn Deutschland von heute auf morgen keinerlei, also echt Null CO2 mehr ausstoßen würde, sozusagen weg wäre.

Solange es so aussieht, wie auf Chart 1 meines Handouts. Und so weiter geht. Und das tut es. Alle Parameter weisen darauf hin. Die Menschheit wächst dynamisch, der Energiebedarf steigt, fossile Energie – vor allem Kohle – ist in großen Mengen vor Ort, die Menschen wollen ein Minimum an Wohlstand. Der fängt mit sauberem Wasser aus einem Wasserwerk und einer Fäkalienentsorgung mittels Kanalisation und Kläranlagen an.

Dafür – nicht nur, aber auch – braucht es weltweit Energie in ungeheurem Ausmaß. Also macht man hier im Kleinen weiter, verdient gutes Geld und/oder glaubt wirklich, dass endlich was getan werden muss, damit unseren Kindern ein gesunder Planet übergeben wird. Dass mit all diesen Aktivitäten aber ganz konkret die Axt an den Industriestandort Deutschland gelegt wird, dass Wohlstand verspielt wird, dass die leistungsfähigsten Köpfe, dass Firmen und ganze Industrien Deutschland verlassen (werden), das wird entweder ideologisch ausgeblendet oder billigend in Kauf genommen. Von dem ein oder anderen sogar echten Hochschullehrer wird es sogar gefordert.

Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom?mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.

 

Rüdiger Stobbe betreibt seit 3 Jahren den Politikblog www.mediagnose.de

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Gert Köppe / 30.07.2019

Tolle Rechnung! Aber, wie wir alle jüngst wieder erfahren durften, die wissenschaftliche Intelligenz ist ab sofort “Grün“. Daher schlage ich eine neue Maßeinheit zur Intelligenz-Bestimmung vor: 100 Baerbocks = 0,1 Habeck. Dem “Sachverstandes“ Analena Baerbocks folgend ist die Energieversorgung der Zukunft voll Öko abgesichert. Der netzgespeicherte Strom, kommt also aus der Steckdose. Ein halbes Jahr von der Sonne, das andere halbe Jahr vom Wind. Die Sonne liefert aber doch nur Gleichstrom? Folglich brauchen wir dann an jeder Steckdose einen “automatischen Phasendreher“. Den wird es aber sicher bald als Nachrüstsatz in Baerbocks neuen “Ökostrom-Sammelstellen“, oder den “Kobold-Verteilermärkten“ geben. Dazu noch kostenlos einen “15-Zoll-Putzlappen“, aus biologisch abbaubarer Naturfaser, damit der Strom immer sauber bleibt. Sollte kein Wind gehen, stellen wir vor jedes Windrad ein Gebläse mit Solarantrieb. Das ist dann für alle eine Win-Win-Situation. Wissenschaft kann so einfach sein. Ich freue mich schon auf die nächsten “Baerbock-Innovationen“. Wie wär’s mit Steckdosengehäusen aus Altmetall, zur Plastik-Vermeidung, oder Klimawandler für jedermann? Wer was auf sich hält rettet jetzt die Welt!

H. Meier / 30.07.2019

Wenn ich mir bei agora anschaue was heute der Wind zur Stromversorgung beigetragen hat, war da nix, und natürlich völlig untauglich jede Balance im Wechselstromnetz halten zu können, es musste Regelleistung zu hohen Preisen importiert werden, um das Netz zu stabilisieren, was ja Balance braucht, siehe netzfrequenzmessung.de .. Dass, agora andauernd auf CO2 fokussiert ist, zeigen die agora-Grafiken, und auch die hüpfenden Schreikinder die von den CO2-Unternehmern vorgeschickt werden, um Erpresser-Politik im Mafia-Stil zu realisieren. Organisierte Erpressung der Bevölkerung, ist die raffinierte Form einer Merkel-Ära, in der sie alles zu ihrem Machterhalt benutzt aber Null Empathie für ihre Wähler zeigt. Wo die Ehrlichkeit, wie bei Merkel nur stört, befindet sie sich in einem Kartenhaus der Eitelkeit. Wer findet sich der noch Mitleid für sie hat oder sie noch länger ertragen will ? So wie die DDR aus elitären Berufsfunktionären bestand, ist Merkel total SED. Mit Schweizer Demokratie wären uns so viele politische Katastrophen erspart geblieben. Denn die Mehrheit der Bevölkerung ist eben nicht bescheuert, sie trägt Verantwortung und handelt komplett anders, als es sich die Merkel´schen Klima-Affen wünschen.

Claudius Pappe / 30.07.2019

Ich sage es nochmal: Wir, also Buntland sind nur ein Fliegenschiss auf der Weltkarte und ein Fliegenschiss in der CO2 Erzeugung, und ein Fliegenschiss in der Weltbevölkerung ( Afrika vermehrt sich in einem Jahr um die Bevölkerung der DDR 2.0)

Ilona G. Grimm / 30.07.2019

Wow, Herr Stobbe, jetzt habe ich wieder ganz viel gelernt; bin ja schon seit geraumer Zeit ein Fan von Ihnen. Auch der Kommentar von Hagen Müller hat mir vieles erklärt, was ich bisher nicht so recht verstanden habe. Danke auch dafür! Doch wenn ich den Link zu diesem Beitrag in meinem Bekanntenkreis verschicke, höre ich anschließend leider nur wieder: Fake News aus dem AfD-Umfeld… Bei vielen Menschen stößt man eben nur auf Stroh, wenn man ihren Schädel anbohrt.  Nun ja, wer an den Klimaexperten Harald Lesch glaubt, der glaubt auch an den Klapperstorch - oder den soeben von der Baerböckin entdeckten Kobold. (Na ja, man kann sich ja auch mal vertun…)

toni Keller / 30.07.2019

Die Sache ist im Grunde ganz einfach,  das System Erde ist hochkomplex, es treten dabei zahlreiche Prozesse und Wechselwirkungen auf, die sich prinzipiell nicht rechnen lassen. sondern allerhöchstes annähern lassen. Von daher haben die Klimahysteriker so unrecht nicht, die 8 Milliarden Menschen die alle mindestens so gut und gerne, wie die bösen Deutschen leben wollen können sollen, verändern in der Tat ihre Umgebung. Das ist aber im Grunde ein alter Hut, dass jede Tat Folgen hat. Fast witzig, wenn es nicht so traurig wäre,. ist dass man versucht den Teufel mit Beelzebul auszutreiben. Man stellt massivst Windräder in die Gegend, die definitiv dem Wind kinetische Energie entziehen, also die Bewegung der Luftmoleküle abbremsen und erwartet, dass das keinerlei Auswirkungen hat. Man diskutiert wie dumm über die Absorption von einer einzigen Wellenlänge der Wärmestrahlung durch das CO2 und tut so, als würde die nur in Richtung Erdboden wieder abgestrahlt, baut aber andererseits massivst Sonnenkollektoren, die das aus die Dächer und Felder gelangende Sonnenlicht einfangen, so dass das nicht wieder als Wärmestrahlung zurückgestrahlt werden kann. Man diskutiert sogar den massiven Einsatz von Wärmepumpen, die logischerweise auf lange Sicht, dafür sorgen, dass die warmen Bodenareale kälter werden, und lernt nichts aus so Geschichten wie Staufen, wo eine einfache geothermische Probebohrung die Stadt hebt. Es ist zum Haareausraufen

Karsten Dörre / 30.07.2019

Herr Stobbe, es gehört sich nicht, eine Laienzusammenkunft namens “Scientist-for-Future (SfF)” so in die Öffentlichkeit zu zerren. Selbstverständlich können sich selbsternannte Klimaexperten und Studenten zusammensetzen und “fachsimpeln”. Der einzige Unterschied zum Stammtisch ist hier das fehlende Bier. Herr Stobbe, tun Sie sich das nicht an und wenn doch, machen Sie nur einen kurzen, prägnanten Abriss dieses Treffens oder lassen uns gar nicht erst teilhaben an solch albernen “Wissenschaftlertreffen”.

Hagen Müller / 30.07.2019

Co2 absorbiert -und emittiert- nur einen geringen Bereich der Infrarotstrahlung, den um die 15µm Bande. Sonnenlicht hat kürzere Wellenlängen, auch im Infrarotanteil. Die von der Erde ausgehende Infrarotstrahlung (weil von der Sonne erwärmt) umfasst allerdings auch die Wellenbereiche um 15µm, diese werden dann -so die (nicht falsche) Theorie- vom Co2 absorbiert und im 360° Raumwinkel wieder emmitiert, also auch (zum teil) zur Erde zurück. Die ominöse “Gegenstrahlung”. Die Crux ist allerdings, dass die Vorgänge in der in der realen (unteren) Atmosphäre mit Strahlungsphysik allein nicht zu erklären sind. Konvektion, an- und Abregung der Teilchen (Wärmeübergang) durch Stoß, überwiegen m. M. nach. Erst ab der oberen Troposphäre wird das Strahlungsmodell tatsächlich tragfähig. Aus diesem Grund war es lange Zeit auch unumstößlichler Teil der Treibhausgas- Theorie, dass man in dieser Region, besonders in den Tropen, mit ansteigen des Co2 sog. Hotspots finden würde. Hat man bis heute nicht. Die zweite crux ist das Wasser in der Atmosphäre. Ein ganz normaler Kubikmeter Luft kann bei normaler Luftfeuchte (40%, ist noch niedrig) und bei 25°C ca. 20g Wasser enthalten.  Co2 nur ca. 0,8g. Wasserdampf hat ausserdem ein Absorbtionsspektrum - und Emissionspektrum- übereinen viel größeren Infrarot- Wellenbereich, als Co2. Wasser in nicht- gasförmigem Zustand ist ausserdem in Mengen in der Atmosphäre. Als nebel, als Eiskristalle, bodennah und sogar bis in die Stratosphäre. Umwandlungen des Aggregatzustandes setzt latente Wärme frei, oder bindet diese…. Wolken verändern die Albedo… Koch fürs Wetter (und das Klima) ist das Wasser. Co2 ist maximal ein kleiner Kellner im Klimarestaurant.

Marianne Sommer / 30.07.2019

Solche Videos wie der Beitrag von Levermann im Umweltausschuss mit seinem speziellen CO2-Molekül (und dem restlichen Unfug den der da labert) müssten Tag und Nacht in Endlosschleife in allen Medien kommuniziert werden. Ebenso Annalena‘s Netzspeicher-Theorie und ihre Entdeckung eines neuen chemischen Elements. Da dies nicht der Fall ist, kann man wohl tatsächlich von Volksverdummungs-Medien reden. Das diese Leute von der Materie „Klima“ keine Ahnung haben, sollte dann jeder erkennen können. Da es aber nicht ausreichend kommuniziert wird, ist das vorsätzliche Volksverdummung.

Sabine Schönfelder / 30.07.2019

Mensch Herr Stobbe, die Klimaexpertin und Chefin der Grünen hat in den Öffis jetzt den Kobold erklärt, eine neue Bereicherung des Periodensystems ( da hat sich Baerbock gleich mal ne neue Packung Damenbinden gekauft!!). Sobald sie weiß, wie sie den alten Kobold entsorgen will, so recyclingmäßig, und sie sich mit Habeck abgesprochen hat, ob zusammen mit Kompost oder lieber Plastik, ist die Speicherfrage gelöst!! Gott sei Dank! Wenn Politikerblödheit Pflanzenwachstum generierte, ( Du, da muß ich noch mal bei der Baerbock nachhaken!) wäre die Wüste Gobi ein Gewächshaus, aber die Grünen, die würden selbst den Mars und den Mond in üppige Vegetation verwandeln! Wenn die Baerbock jetzt noch einen Molyb-Dänen kennenlernt, dürfen wir uns auf den nächsten glanzvollen Auftritt unserer Hobby-Wissenschaftlerin freuen, vielleicht bringt sie ihn dann einfach mit, is bestimmt ‘n Öko!

Wolfgang Kaufmann / 30.07.2019

Der Grund für unser Energieproblem ist, kurz gesagt, dass es nachts kälter ist als draußen. Also muss man einfach so viel Kohle wie nur möglich per WLAN-Kabel zur dunklen Seite der Nacht pumpen, Hauptsache die Deutschen haben sie nicht mehr. Sagt jedenfalls Dark Vader. Oder so ähnlich.

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