Rüdiger Stobbe / 09.07.2019 / 10:00 / Foto: Doenertier82 / 21 / Seite ausdrucken

Woher kommt der Strom? 26. Woche und ein Besuch bei Fridays-for-Future

Es war eine schöne Sommerwoche. Die Sonne schien kräftig. Der Wind frischte ab und zu auf, um dann alsbald wieder abzuflauen. Vor allem zum Wochenende. Ab Freitagmittag gab nur noch eine recht schwache Windstromerzeugung. On- wie Offshore. Entsprechend groß war die Stromunterdeckung. Sah es zum Wochenbeginn noch so aus, als würden Wind- und Sonnenstrom plus konventioneller Stromerzeugung – ohne die in Deutschland sofort die Lichter ausgehen würden – den Bedarf annähernd decken, gab es ab Dienstag jeweils ab spätem Nachmittag bis etwa 9:00 Uhr des Folgetages regelmäßige Unterdeckungen mit zum Teil erheblichen Stromimporten. Die Unterdeckung verschärfte sich zum Wochenende hin. Diese Tabelle sowie der daraus generierte Chart zeigen die Stromerzeugungs- und Importdaten en Detail pro Tag.

Sonntag, 23.6.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 61,16 Prozent

Der bedarfsarme Sonntag und die recht ordentliche Wind- und – als dieser etwas schwächelte – Sonnenstromproduktion führten zu einer Überproduktion, die um 15:00 und 16:00 Uhr zu negativen Strompreisen und damit zu Bonuszahlungen für die abnehmenden Länder. Insgesamt erreichte die eigene Stromproduktion den Bedarf. Regelenergie = die Netzausregelungsreserve wurde gleichwohl immer importiert und bei Nichtverwendung wieder exportiert. Ausnahme 12:00 bis 15:00 Uhr. Da war genügend eigener Strom vorhanden, der billig verkauft oder sogar mit Bonus abgegeben werden musste.

Montag, 24.6.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 59,29 Prozent

Nahezu konstante Windstromerzeugung und eine kräftig scheinende Sonne schafften es auch heute nur über Tag, den Strombedarf inklusive konventioneller Stromerzeugung zu decken. Von 02:00 bis 09:00 Uhr und von 18:00 bis 21:00 reichte die eigene Stromerzeugung nicht aus. Strom muss importiert werden, was am Abend zu stark steigenden Preisen führt. In der Nacht ist die Preissituation nicht so dramatisch, weil genügend Strom bei relativ wenig Bedarf im Markt ist. Erst ab 05:00 Uhr steigt der Strompreis.

Dienstag, 25.6.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 48,25 Prozent

Ab 06:00 Uhr flaut der Wind ab und bleibt auf niedrigem Niveau. Von 09:00 bis 17:00 Uhr kann die kräftig scheinende Sonne das Stromdefizit ausgleichen. Ansonsten Unterdeckung mit Stromimporten. Vor allem, wie auch schon vorher, aus der Schweiz und aus Frankreich. Ja, in der Tat, die kleine Nicht-EU-Schweiz als Lückenfüller für das größte EU-Land.

Mittwoch, 26.6.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 50.00 Prozent

Erneuerbare und konventionelle Stromerzeugung halten sich heute die Waage. Ab 09:00 Uhr führt steigende Windstromerzeugung und eine kräftig scheinende Sonne zumindest bis etwa 18:30 Uhr zur Deckung des Bedarfs in Deutschland. Es folgt eine Stromunterdeckung, die erst ab 08:00 Uhr des Folgetages mit Sonnenaufgang endet. Obwohl der Wind On- wie Offshore erfreulich stark weht. Der Chart zum Im- und Export: Hier.

Donnerstag, 27.6.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 54,42 Prozent

Der Donnerstag ist bedarfsstark und weist einen konstanten Stromerzeugungsverlauf der Erneuerbaren auf. Weil die konventionelle Stromerzeugung nicht ausreicht, um vor und nach Sonnenuntergang genügend Strom bereitzustellen, wird importiert.

Freitag, 28.6.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 43,75 Prozent

An diesem Freitag wird nur von 10:30 bis 16:00 Uhr genügend eigener Strom produziert. Das aber auch nur knapp. Denn die Stromerzeugung mittels Windkraft verabschiedet sich fast vollständig. Vor allem Offshore. Massive Importe sind notwendig, um den Bedarf Deutschlands an öffentlichem Strom zu decken.

Samstag, 29.6.2019: Anteil Erneuerbare an Gesamtstromerzeugung 49,54 Prozent

Wie immer am Wochenend-Samstag sinkt der Bedarf. Da der Wind vor allem tagsüber sehr wenig Strom erzeugt, ergibt sich fast das gleiche Bild wie gestern. Nur tagsüber reicht der erzeugte Strom. Ansonsten wird importiert.

In der nächsten Woche kommt es wieder zu negativen Strompreisen. Obwohl der Wind stark auffrischt, sind wieder erhebliche Unterdeckungen mit entsprechenden Importen zu verzeichnen. In der Rückschau auf das 1. Halbjahr 2019 werde ich dieses Phänomen untersuchen. Auch unter dem Aspekt, wie es in dieser Hinsicht im Vergleichszeitraum 2018 aussah.

Fridays-for-Future-Workshop in Aachen

Die Mitglieder der Aachener Fridays-for-Future-Gruppe veranstalteten am Dienstag, den 2.7.2019, den für alle Bürger offenen Workshop "Energiewende". Referent war Dr.-Ing. Peter Klafka, Mitinhaber einer Firma, die unter anderem Software zwecks Abrechnung von Stromlieferungen erstellt. Mit über 100 Mitarbeitern ist Dr. Klafka gut im Geschäft. Der studierte Elektrotechniker vermittelte die Informationen und das Basiswissen, welches zum Verständnis seiner Ideen nötig ist, in jeder Hinsicht korrekt.

Zu bemängeln war lediglich, dass die Quellen seiner Daten – unter anderem vom Fraunhofer ISE – nicht ausdrücklich benannt wurden. Nicht in seiner Verantwortung liegt hingegen, dass ein großer Teil der Zuhörerschaft, die fast ausschließlich aus wirklich noch recht jungen Leuten bestand, angesichts der geballten Informationen und vor allem auch Dimensionen wahrscheinlich heillos überfordert war. Wer hat schon eine Vorstellung von der Größenordnung einer Terawattstunde Strom, welche am Ostersonntag ausgereicht hat, um Deutschland komplett mit Strom zu versorgen. Am Ostermontag war der Bedarf etwas höher, so dass die erneuerbaren Energieträger – obwohl mit 0,98 TWh Stromerzeugung extrem stark – unterm Strich "nur" 77 Prozent der erzeugten Gesamtstrommenge erreichten. An einigen Tagen im Jahr 2019 lag die Stromerzeugung durch Erneuerbare sogar noch höher, der Bedarf allerdings auch. Deshalb ergab sich da kein spektakulärer Prozentwert.

Ziel des Workshops war es, einen Weg aufzuzeigen, wie erneuerbare Energieträger allein ausreichen könnten, um den Bedarf an Strom im öffentlichen Stromnetz Deutschlands nahezu komplett zu decken. Achtung: Durchaus nicht, um den Gesamtenergiebedarfs Deutschlands oder auch nur den Gesamtenergiebedarf allein der 41,3 Millionen Haushalte in Deutschland zu decken. Es ging wirklich nur um den Strom im öffentlichen Stromnetz. Zur Unterscheidung mehr dazu unten. 

Da der Ausbau der Stromerzeugung durch Biomasse und Wasserkraft nahezu ausgeschöpft ist, beschränkte sich Dr. Klafka auf Wind- und Sonnenstromerzeugung. Seine Idee (Klafka-Modell): Die bisherige installierte Leistung Wind/Sonne muss mit Faktor 5 ausgebaut werden.

Konkret: 53 GW installierte Leistung Windkraft x 5 auf 265 GW, 47 GW installierte Leistung Sonnenkraft x 5 auf 235 GW. Macht zusammen 500 GW. Damit könnten insgesamt, wenn immer ausreichend Wind weht und immer die Sonne scheinen würde, 500 GW x 8.760 Jahresstunden = 4.830 TWh Strom erzeugt werden. Was bei einem aktuellen Bedarf von 550 TWh netto in Deutschland etwas überdimensioniert erscheint. Auf der anderen Seite ist der Wirkungsgrad von Wind- und Sonnenkraftwerken recht gering. 2018 waren es bei Windkraftanlagen 21,5%, bei Sonnenkraftanlagen 11,5%. Was nichts anderes bedeutet, dass 10 Windräder gebaut werden müssen, um im Durchschnitt den möglichen Strom zweier Windräder tatsächlich zu erzeugen. Da die Sonne max. 50% des Tages überhaupt scheint, ist die Stromausbeute aus Sonnenkraftwerken noch geringer.

„Einer muss ja mal anfangen!“

Ich habe das Klafka-Modell durchgerechnet. An 169 von 180 Tagen bis zum 29.6.2019 hätte die Erzeugung Wind- und Sonnenstrom ausgereicht, um den jeweiligen Tagesbedarf zu decken. Der Stunden-, Minuten- oder Sekundenbedarf könnte durchaus nicht erreicht werden. Das liegt an der möglichen, starken Schwankungsbreite der Stromerzeugung durch erneuerbare Energieträger über den Tag. Nur an 11 Tagen hätte es in Summe nicht gereicht. An diesen 11 Tagen hätten insgesamt 11,21 TWh Strom zusätzlich durch Gaskraftwerke erzeugt werden müssen. Was nicht viel ist, bezogen auf einen Halbjahresbedarf von aktuell 266 TWh. Dafür allerdings muss ein Gas-Kraftwerkspark Stand-by zur Verfügung stehen, der den Gesamtbedarf Deutschlands erzeugen kann.

Dr. Klafka meinte trocken, dass diese installierte Leistung Gas praktisch nur für Nichtproduktion bezahlt werden müsste. Was meine Rechnung eindrucksvoll belegt. Wann und wieviel von den 11,21 TWh erzeugt werden müssen, ist vorher natürlich nicht bekannt. Beträchtlich ins Gewicht fallen auch die 232 TWh Stromüberproduktion. Zuviel Strom, den im Prinzip zunächst niemand braucht, kostet viel Geld, wie der 8.6.2019 eindrucksvoll belegt. Aber: Mit der Strom-Überproduktion könnte man auch sicher etwas machen. Doch sobald dieser Strom regelmäßig, zum Beispiel für die E-Mobilität verwendet wird, steigt natürlich auch der Bedarf an installierter Leistung Gas. Die so hoch sein muss, um den höchsten Bedarf an einem Tag ohne Wind- und Sonnenstrom zu decken. Und wenn es auch nur für ein paar Stunden ist. Und natürlich müssten zusätzliche Wind- und Sonnenkraftwerke installiert werden. Wenn man das nicht täte: Warum dann jetzt der Faktor 5?

Das alles (ab Konkret:) hat Dr. Klafka den Mitgliedern der Fridays-For-Future-Gruppe Aachen nicht erzählt. Eine Abschätzung des wirtschaftlichen Aufwands war den Teilnehmern kaum möglich und wahrscheinlich nicht erwünscht. Lediglich die Menge der Windkraftanlagen wurde thematisiert. Flächen stünden genügend zur Verfügung. Was so nicht der Fall ist. Die neuen Anlagen seien zwar 200 Meter hoch, Probleme gäbe es aber kaum. Außer mit Bürgerinitiativen. Moderne 3-MW-Windkraftanlagen würden zum Erreichen der installierten Leistung nicht so viele gebraucht wie heute. Dass das trotzdem fast 90.000 Windräder bei Verfünffachung der installierten Leistung wären (heute 30.000), wurde nicht erörtert.

Er würde sich immer freuen, so Dr. Klafka, wenn er die Windräder im Aachener Münsterwald sehe. Deshalb kam meine Frage, was denn unsere europäischen Nachbarn angesichts des bisherigen und zukünftigen massiven Aufwands in Deutschland in Sachen Erneuerbare tun, auch irgendwie nicht gut an. Als ich dann noch erläuterte, dass Deutschland gerade mal 2 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes zu verantworten habe, da kam das, was eigentlich immer kommt, wenn die Absurdität von extrem teuren, im Prinzip aber bezogen auf das Weltklima nahezu nutzlosen CO2-Vermeidungsstrategien Deutschlands immer kommt: Moral, Schuld und das berühmte: "Einer muss ja mal anfangen!" (Trotz schlechter Qualität bitte bedingt diesen Originalausschnitt anhören).

Das Ausnutzen mentaler Dispositionen junger Menschen

Dass diese Kriterien nahezu unangreifbar sind, dass junge Menschen in dieser Hinsicht einen anderen Blickwinkel haben als ich, ein 65 Jahre alter weißer Mann, ist durchaus verständlich. Dass aber ein gestandener Elektroingenieur diese Aspekte im Zusammenhang mit meiner Frage bringt, ist nicht nur ein Armutszeugnis. Nein, es ist das bewusste Ausnutzen mentaler Dispositionen junger Menschen. Er reiht sich damit in die Linie der Leute ein, die Idealismus und guten Willen, den Willen, die Welt nicht nur zu verbessern, sondern zu retten – ja, soweit ist die geschürte Hysterie bereits gediehen – weiter zu befeuern. Zu befeuern trotz besseren Wissens und wahrscheinlich auch aus schnödem wirtschaftlichem Interesse. Je mehr Sonnen- und Windkraftanlagen existieren, desto mehr muss abgerechnet und vieles mehr organisiert werden. Genau das ist das Geschäft von Dr. Klafka und seiner Firma.

In der Pause kam ein junger Mann auf mich zu und bekräftigte, das "Einer muss ja mal anfangen!". Ich antwortete, dass z.B. China gem. Pariser Klimaschutzabkommen bis 2030 zusätzlich zum bisherigen Ausstoß mehr CO2 dazu erzeugen dürfe, als Deutschland insgesamt produziert. In dem Beitrag „Alte Wärme im Meer und neue Kälte im Wohnzimmer" schrieb Fritz Vahrenholt auf Achgut.com:

[…] Aber wir retten das Klima. Wirklich? Für 80 Milliarden Euro Steuergelder werden die heutigen Emissionen von 256 Millionen Tonnen aus dem Stromsektor auf etwa 100 Millionen Tonnen reduziert, denn ohne teurere Gaskraftwerke (mit der Hälfte der CO2-Emission wie Steinkohlekraftwerke) – das sieht selbst die Kohle-Ausstiegs-Kommission – geht es ganz und gar nicht. Das sind also etwa 500 Euro pro Tonne CO2. Der heutige CO2-Preis liegt bei 20 €/t. Es geht also nicht um Wirtschaftlichkeit, Wettbewerbsfähigkeit, es geht um den spektakulären Vorgang des Aussteigens, Abschaltens, Stillegens.

Aber wir wollen ja ein Vorbild sein. Für wen? Bis 2030 bauen China mit 280.000 MW und Indien mit 174.000 MW die zehnfache Kohlekapazität auf. Woher ich die Zahlen habe? Das sind die offiziellen Notifizierungen zum Pariser Klimaschutzabkommen durch China und Indien. Wir sparen 150 Mio. Tonnen ein, und China wird bis 2030 10 Milliarden Tonnen zusätzlich ausstoßen. In 62 Ländern der Erde werden in den nächsten Jahren 1.600 Kohlekraftwerke gebaut. Viele davon mit chinesischer Hilfe. […] 

Oben, im ersten Abschnitt des Zitats, sind nur die Kosten für die tatsächlich geplanten Maßnahmen genannt. Das Klafka-Modell würde ein Vielfaches kosten. Besonders wichtig: Der Bereich Raumwärme und vieles mehr wäre mit diesem Model überhaupt noch nicht abgedeckt. Bei 479 TWh lag die Energie, die 2017 für das Heizen aufgewendet wurde. Alle Zahlen des gesamten Energieverbrauchs allein der 41,3 Millionen Haushalte im Jahr 2017 finden Sie hier – diese brauchen von den knapp 550 TWh Gesamtbedarf Deutschlands an Strom übrigens nur 129 TWh. 

Zum Schluss möchte ich angesichts der Zahlen allein in Deutschland und den Absichtserklärungen der übrigen Länder nochmal darauf hinweisen, dass ohne eine verbindliche und weltweite Abstimmung bezüglich der Reduktion von CO2 ein praktisch alleiniges Vorgehen Deutschland oder Europas – wenn Europa denn mal mitmachen würde – vollkommener Unfug ist. Folge wäre nicht die Rettung der Welt – die geschürte Weltuntergangshysterie ist ohnehin nur perfides Manipulationstheater –, sondern der Untergang Deutschlands und Europas als großer Industriestandort, einhergehend mit massiven Wohlstandsverlusten.

Meiner Meinung nach wäre eine praktikable Lösung nahezu CO2-freier Energiegewinnung der Aufbau von ausreichender Stromversorgung durch Kernkraftwerke neuester Bauart. Wie es der IPCC ausdrücklich und auch Greta Thunberg zumindest ansatzweise ins Spiel gebracht haben. Darüber hinaus wäre die großangelegte, industrielle Speicherung von CO2 (Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) mit Bioenergie und CCS mit fossilen Brennstoffen) notwendigAuch das liegt im Rahmen des IPCC. Doch leider ist Deutschland ideologisch so verbohrt, dass allein das Erwähnen von Kernenergie massive Gegenbewegungen auf den Plan ruft.

Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.

Rüdiger Stobbe betreibt seit 3 Jahren den Politikblog www.mediagnose.de

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Leserpost

netiquette:

Rainer Küper / 09.07.2019

@Richard Rosenhain: Nette Satire, Ihr Kommentar. Ein erläutender Kommentar wäre angesichts des deutschen Energiewendechaos aber besser gewesen. Z. B. der, dass eine Verfünffachung die Zahl der Windmühlenmonster auf 150.000 katapultieren würde.  Homogen über ganz Deutschland verteilt, also jeden Flecken der Bundesrepublik Deutschland, Naturschutzgebiete, Seen, Städte, Dörfer, Verkehrsflächen, Privatgrundstücke, Vorgärten und Erdgeschoßwohnflächen gleichmäßig nutzend, würde alle 2,4 km2 ein Windmühlenmonster stehen. Auch in Ihrem Viertel. 2,4 km2 entspricht einem Quadrat mit einer Seitenlänge von 1.550 Metern. Die Monster sind 200 Meter hoch. Die Flügelräder haben 120 Meter Durchmesser. Türme mit Einbauten wiegen über 1.000 Tonnen. Die Fundamente wiegen ein Mehrfaches. Wer da noch jubelt, muss volltrunken oder im Drogenrausch sein. Grüne sollen bei Drogen ja durchaus häufiger zulangen, was den deutschen Energiewendequatsch erklären könnte, aber nicht entschuldigen würde. Schließlich denken die Bundeskanzlerin und die famosen CDU und CSU alles vom Ende her, dem Deutschland sehr nahe gerückt worden ist.

Hans Meier / 09.07.2019

@ toni Keller, zu Ihrer Frage: ja, noch aber es wird grenzwertig. Ich habe nach den Pumpspeicher- und Erdgas-Kraftwerken in den Nachbarländern gegoogelt und da ist durchaus jede Menge zu finden. Wer die deutschen Überproduktionen aus Wind und Sonne für lau oder gegen Aufgeld abnimmt, kann so seine Pumpspeicher auffüllen, den Gasverbrauch drosseln, und gleichzeitig auch noch zusätzlich Gewinne erwirtschaften. Das geht voll zu Lasten der deutschen Stromverbraucher, die ja höchste Strompreise bezahlen und in einem Lieferkartell, samt EEG-Garantien für Strom aus Wind, Sonne und Gärgas gefangen sind. Seit der Industrialisierung setzten Kluge auf zuverlässig regulierbare Antriebe, um mehr Sicherheit zu geringerem Kosten-Aufwand zu realisieren. Was allerdings in Merkel-Deutschland politisch rückwärts abgeht ist an irrsinniger Gefährlichkeit kaum noch zu ertragen. Auch die Verteufelung des CO2 passt eindeutig zu einer Ersatz-Religion, um hinterhältig die Ausbeutung und Unterdrückung der Mitmenschen zu organisieren. Überall wo politisch in grün Rettung draufsteht, findet dreister Betrug statt. Diese Klima-Hippies sind mit und ohne Drogen nur emotional voll im fanatischen Wahn, Hysteriker. Die ignorieren die Photosynthese, haben keinen klaren Verstand, werden nützliche Drücker, für Elektro-Scharlatane.

Gerald Pesch / 09.07.2019

Er würde sich immer freuen, so Dr. Klafka, wenn er die Windräder im Aachener Münsterwald sehe….. Ich kann, je nach dem wo ich mich im Ort aufhalte, diese Windräder auch sehen. Man sieht vor allem eines: Stillstand! Der Versuch reale Einspeisedaten zu bekommen wird wohl scheitern. Der Bürgerbewegung gegen diese Windräder wurden ja auch die Messwerte der Windhöfigkeit im Planungsverfahren vorenthalten; Betriebsgeheimnis. Hä,hä. Was der Dr. Klafka auch listigerweise verschweigt, die Verdoppelung der Anzahl Windräder bringt wegen der 3. Potenz Abhängigkeit keinen doppelten Stromertrag, weit gefehlt. Aber das verstehen die grünen Schlümpfe eh nicht, man baut Windräder bis der Horizont nicht mehr zu sehen ist, und trotzdem geht das Licht aus. Wir schaffen das.

toni Keller / 09.07.2019

Was ich nicht verstehe ist, wie die anderen europäoischen Länder es schaffen, die deutschen Torheiten auszubügeln. Also wenn die Sonne zu arg scheint, der Wind zu arg weht und die konventionellen Kraftwerke nicht schnell genug nachgeregelt werden können, wird der Strom ins Ausland verkauft. Soweit so gut, nur was machen die damit? Ins Erdreich leiten? Wohl kaum, also müssen die Verbraucher kurzfristig zuschalten können oder die eigenen Kraftwerke schneller runterregeln können als wir? Das selbe ist, wenn der Wind plötzlich nicht so weht, die Sonne nicht so scheint wie angenommen, dann können wir unsere konventionellen Kraftwerke nicht schnell genug hochregeln, andere Länder- können genau das es anscheinend aber doch und zwar genau in dem Maße wie unsereins den Mehrbedarf an Strom benötigt! Wie funktioniert denn das? Soweit ich weiß hat zwar Österreich einige Pumpspeicherwerke, aber schaffen die das wirklich so schnell und in dem benötigten Ausmaß?

Dr. J. Commentz / 09.07.2019

Wie kann denn eine Aussage: wir müssen WKA nur um den Faktor 5 steigern, um stromenergetisch autark zu sein, von Leuten widerspruchslos akzeptiert werden, die sich für kognitiv hinreichend ausgestattet erachten? Wenn kein Wind weht, könne sie mit jedem Mutiplikationsfaktor rechnen, daß Ergebnis wird immer Null sein (Mutiplikation mit Null). Eine Bemerkung zum CCS: da das meiste CO2 im Meerwasser gebunden ist (CO2 + H2O = H2CO3), würde eine Verringerung des athmosphärischen CO2 zu einer kompensatorischen Mehrausgasung aus den Weltmeeren kommen, da nach dem Massenwirkungsgesetz die Gesamtsumme CO2 athm/CO2 Meerwasser konstant bleibt. Da sind die Dimensionen des CCS nur ein Tropfen auf den heißen Stein bzgl. der möglichen Gesamt CO2 Reduktion, bzgl. der Reduktion des athmosphärischen CO2 eine Nullnummer. Lediglich eine weltweite Aufforstung könnte tendenziell genügend CO2 binden, um eine tatsächliche Reduktion des Gesamt CO2, also CO2athm. plus CO2 Weltmeere herbeizuführen. Dieses ist ja in der Erdgeschichte mehrfach vorgekommen, die Kohle, Öl und Methan Lagerstätten sind die Friedhöfe dieser früheren CO2 Speicher. Das wäre doch ein Thema für die Grünen oder ist das zuviel Chemie?

Richard Rosenhain / 09.07.2019

Die Begriffe sind unsauber. Der Wirkungsgrad beschreibt nach klassischem Verständnis der alten weißen Männer, die die Zivilisation gebaut haben, die Effizienz eines Energiewandlungsprozesses. Und sonst nichts. Der Nutzungsgrad, der hier ohne explizite Definition gebraucht wird, bezieht sich nicht auf die Effizienz des Energiewandlungsverfahrens an sich, sondern offenbar auf den Zeitraum der Nutzung des Verfahrens. Das ist etwas fundamental anderes. Solche Begriffe zu vermischen, zeugt von struktureller Schwäche in systematischem Denken in technischen Zusammenhängen und trägt nicht zur Erkenntnis, sondern eher zur semantischen Verwirrung bei.

Karin Brandl / 09.07.2019

Vorher bekomme ich als Privatperson meinen Strom? Ich dachte aus dem öffentlichen Stromnetz? Und mich interessiert wirklich, warum müssen wir Strom importieren. Und wie decken die anderen europäischen Ländern ihren Strombedarf?

Bernhard Freiling / 09.07.2019

Danke, für diese immer wieder ernüchternden Zahlen.  Diese, und noch viel mehr, sind unseren “Regierenden” natürlich auch bekannt.  Trotzdem wird der “Weg in den Abgrund” immer weiter beschritten. //// “Investierte” der Vorstand einer Aktiengesellschaft in eine 2%-Chance 80% des Firmenkapitals und jegliches Fremdkapital das er zusammen kratzen könnte, dann würde er entweder sofort vom Aufsichtsrat geschaßt, oder er würde, hätte er das heimlich still und leise am AR vorbei bereits getan, vor Gericht zur Verantwortung gezogen. Inständig hoffe ich, daß sich nach dem “Ableben” der Regierung/Verwaltung nach dem Merkel-System sich Organisationen und Anwälte finden, die diese ....... (setzen Sie ein ehrabschneidendes Schimpfwort Ihrer Wahl ein) vor Gericht bringen werden.//// Mit dem Wegsterben der “alten weissen Männer und Frauen” wird auch das von uns gehen, was wir allgemein mit “Vernunft” bezeichnen. Das wird nicht von heute auf morgen geschehen. Auch unter den heute 30-Jährigen und Jüngeren gibt es immer noch viele, die durchaus Daten, Zahlen und Fakten zugeneigt sind. Aber es werden halt immer weniger. Meine Befürchtung: Spätestens die übernächste Generation wird nur noch aus gefühlsduseligen Vollpfosten bestehen, die von machtbesessenen ....... (fragen Sie Herrn Zemann) regiert werden. Die das ganz toll finden werden. So wie beängstigend Viele heute auch schon.

Gerald Schwetlik / 09.07.2019

All diese Berechnungen mögen stimmen, oder auch nicht. Ich halte das für einen Nebenschauplatz. Die wahre Katastrophe ist, dass eine Riege von Wissenschaftlern mit ihrem Treibhaus Postulat die ganze Welt auf den Kopf stellt und offensichtlich genussvoll von den Politikern eingesetzt wird, um uns fein kontrollierbar zu halten. Die FFF Kids kriegen davon gar nichts mit. Es gibt bis heute keinen physikalisch chemisch tragbaren Versuch, der das Postulat des Treibhauseffektes qualitativ nachgewiesen hätte. Quantitativ sowieso nicht, da schwanken die Klimaheinis zwischen 1.5 und 4.5 °C / CO2 Verdoppelung. 300%, das ist Voodoo aber keine Naturwissenschaft. Kann übrigens jeder in den IPCC Berichten nachlesen.  Alles was der Öffentlichkeit als Katastrophenindizes präsentiert wird, stammt aus Computersimulationen. Die werden mit Postulaten der Wissenschaftler voll gestopft und als Hauptvariable wird das CO2 implementiert. Mit Wissenschaft hat das eigentlich nichts zu tun. Die Physikmodelle, die dazu verwendet werden, sind außerordentlich fragwürdig und würden einer emotionslosen Diskussion niemals stand halten. Vince Ebert hat die Klimafolgenforscher in alten Zeiten mal als die Homöopathen der Naturwissenschaft bezeichnet. Das ist sehr milde ausgedrückt. Für mich sind diese Herren und ihre seltsame Rechnerei eher wie Siegfried und Roy. Nur ohne Tiger, dafür mit Spurengas. Das interessante an meiner Aussage ist, dass ich in diesem Moment als “rechts” gebrandmarkt bin. Wer zum Klima nicht hüpft, ist rechts. Wunderbar wissenschaftliche Diskussion.

Helmut Bühler / 09.07.2019

Uns kann nur noch eine massive Wirtschaftskrise retten, in der dem Staat das Geld für alle diese Torheiten ausgeht. Die deutschen Klimaschafe wachen erst auf, wenn es ans Eingemachte geht. Da müssen wir durch - alles muss erst viel schlechter werden, ehe es wieder besser werden kann. Zuvor wird es noch ein schlimmes Hauen und Stechen geben, da das Geld dann nicht nur für den Klimamurks fehlt, sondern auch für die Alimentierung der Merkel-Gäste. Dass die friedlich auf das verzichten werden, was Allah ihnen durch sein Werkzeug Merkel versprochen hat, das darf bezweifelt werden.

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