Rüdiger Stobbe / 13.04.2021 / 10:15 / Foto: Doenertier82 / 13 / Seite ausdrucken

Woher kommt der Strom? 13. Woche – Es wird richtig teuer

Mit Beginn des meteorologischen Frühlings werden die Tage (im Verhältnis zur Nacht) länger, die Sonne scheint kräftiger, und der Wind fällt manchmal komplett aus. Die stärkere Stromerzeugung mittels Photovoltaik (PV) rückt das Problem des Zeitpunkts, des Zeitraums der Stromerzeugung ins Blickfeld. Viel PV-Stromerzeugung bedeutet vor allem viel Solarstrom um die Mittagszeit. Nach meiner Erfahrung kalkulieren die konventionellen Stromerzeuger (Abbildung) ihre Stromerzeugung so, dass nicht so viel Strom über die Mittagsspitze produziert wird, dass er mit hohen Verlusten (negative Strompreise) verschenkt werden muss.

Das allerdings hat zur Folge, dass am Morgen und am Nachmittag zu wenig Strom in Deutschland produziert wird. Da reicht auch der massive Einsatz der Pumpspeicherkraftwerke nicht aus. Es fehlt Strom (Abbildung 1), der letztendlich von unseren Nachbarn dem Industriestaat Deutschland zur Verfügung gestellt wird (Abbildung 2). Die Rechnung der konventionellen Stromproduzenten geht an einem Tag der Woche nicht auf. Da fallen dann doch negative Strompreise an.

Bleibt die Frage, ob sich die an sich vernünftige und einleuchtende Kalkulation unter dem Strich rechnet. Schließlich muss der Importstrom auch bezahlt werden. Allerdings nicht von den Kraftwerksbetreibern. Es sind direkt die Stromkunden, denen der Import in Rechnung gestellt wird. Konventionelle Kraftwerke werden nur dann betrieben, wenn Gewinne in Aussicht stehen oder eine echte Notlage – es ist nicht genügend Strom im Markt – zu bewältigen ist. Dass die gesamte Gemengelage der Stromerzeugung und die damit verbundene Versorgungs(un)sicherheit höchst komplex ist, leuchtet ein, wenn man Abbildung 1 noch mal betrachtet. Die Windstromerzeugung ist sehr volatil. Sie reicht von annähernd 0 GW bis über 30 GW innerhalb von nicht einmal 72 Stunden. Dazu zusätzlich zweimal die starke Sonnenstromerzeugung in einem eingeschränkten Zeitfenster.

Das Preis-Ergebnis sieht in der Übersicht so aus: Abbildung 3. Wenn man die realen Zahlen saldiert, kommt dieses Ergebnis heraus: Insgesamt wurden unter dem Strich 43,59 GWh exportiert und zusätzlich 9 Millionen € mitgegeben. Der Preis pro MWh lag im Export, also der Betrag, den Deutschland erhielt, bei 38,77 €. Für eine MWh, die Deutschland importierte, mussten 50,93 € bezahlt werden. Die Zahlen im Detail finden Sie unter Abbildung 4.

Sie sehen sofort welche Stromlüccken sich auftun

Abbildung 5 enthält die Charts mit den Im- und Exporten Strom der 13. Woche und seit Beginn des Jahres 2021. Grundlage sind die Werte der Energy-Charts. Ebenfalls mit den Werten der Energy-Charts wurde die Tabelle sowie der aus dieser Tabelle generierte Chart hergestellt (Abbildung 6).

Die nach Energieträgern aufgeschlüsselte Stromerzeugung der 13. Analysewoche liegt unter Abbildung 7. Klicken Sie dort auf den Ergebnislink. Schalten Sie z.B. den per Kernkraft erzeugten Strom ab. Sie sehen sofort, welche Stromlücken sich zu den bereits vorhandenen – geschlossen durch den rot gekennzeichneten Importstrom – auftun. Nun noch z.B. die Braunkohle wegklicken. Da bekommt man eine schöne Aussicht auf die kommende Stromversorgung. Oder glaubt irgendjemand, dass zusätzliche Wind- und Sonnenkraftwerke die entstehenden Lücken bis Ende 2022 und Zug-um-Zug bis Ende 2038 – manche fabulieren gar bis Ende 2030, weil sonst die Welt unterginge – wirklich nachhaltig schließen könnten? Nein, es wird Strom aus Kernkraft und auch fossil hergestellter Strom importiert werden. Hinzu kommt konventioneller Strom (Gas) aus heimischer Produktion. Noch mal und immer wieder: Der Ausstieg aus der Kernenergie ist und bleibt im Sinn der Verminderung des CO2-Ausstoßes in Deutschland kontraproduktiv.

Jetzt kommt Peter Hager aus Lauf an der Pegnitz mit seiner Anfrage an die Bundesnetzagentur ins Spiel. Abbildung 8 enthält die leicht modifizierte Anfrage, die von jedem, der mag, kopiert und an den für sie zuständigen Bundestagsabgeordneten und/oder Landtagsabgeordneten gemailt werden kann. Damit am Ende niemand der Verantwortlichen sagen kann, er habe nichts gewusst.

Es geht nicht nur um Strom, ein warmes Zuhause und heiße Mahlzeiten. Es geht um die Art und Weise, wie wir in Zukunft leben wollen. In einer Strom-Mangelwirtschaft mit Stromzuteilung oder in einem freiheitlichen und sicheren Rechtsstaat, in der jeder Mensch seine Grundbedürfnisse individuell erfüllen kann. Eine dauerhaft-sichere und nachhaltige Energieversorgung auch mittels Strom gehört unbedingt dazu.

Tagesanalysen

Montag, 29.3.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 65,50 Prozent, davon Windstrom 38,64 Prozent, Solarstrom 15,33 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,53 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Zum Wochenbeginn tut sich am Nachmittag die bereits hinlänglich bekannte Stromlücke auf. Nachdem der Strom über Tag preiswert verkauft wurde, steigen die Preise zum späten Nachmittag. Stromimport ist nötig. Reicht am Vormittag der konventionelle Pumpspeicherstrom noch aus, um gute Preise zu erzielen – am frühen Abend ist es hoffnungslos. Zu groß ist die Stromlücke. Der Handelstag im Detail. Vor allem Frankreich macht feine Preisdifferenzgeschäfte.

Dienstag, 30.3.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 49,02 Prozentdavon Windstrom 15,59 Prozent, Solarstrom 20,17 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,26 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Viel Solarstrom. Aber die Windstromerzeugung sinkt komplett ab. Jetzt gibt es morgens und abends eine Stromlücke. Ach was, Lücke. Da klaffen fast schon Canyons. Gut, wir wollen nicht übertreiben. Doch nur um die Stromübererzeugung um die Mittagsspitze gering zu halten, ist es m.E. ökonomisch kaum zu verantworten, die Importmenge so zu steigern. Oder doch? Billig war es jedenfalls nicht. Selbstverständlich werden Pumpspeicher eingesetzt. Selbstverständlich geben unsere Nachbarn ihren Strom gerne an Deutschland ab. Noch brauchen sie ihn nicht selbst. 

Mittwoch, 31.3.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 39,77 Prozentdavon Windstrom 4,06 Prozent, Solarstrom 21,40 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,31 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Fast kein Windstrom. Dafür gibt es viel Solarstrom. Und wieder Stromlücken, die hochpreisig geschlossen werden müssen. Natürlich bullern die Konventionellen. Doch es reicht nicht. Es soll nicht reichen. Sonst würde die Gasverstromung hochgefahren. Das aber wäre wohl teurer als der Stromimport. Ich weiß es nicht, ich kann es nicht beurteilen. Teuer, teuer aber ist es, so oder so. Energiewende pur. Der Handelstag.

Donnerstag, 1.4.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 52,26 Prozent, davon Windstrom 23,63 Prozent, Solarstrom 15,42 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,21 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Die Windstromerzeugung nimmt über Tag wieder zu. Die Solarstromerzeugung lässt etwas nach. Die Stromlücken werden kleiner. Bleiben aber dennoch teuer. Am Vorabend ist es fast schon tragisch, dass trotz erheblichen Pumpspeichereinsatzes eine Mini-Lücke übrigbleibt, die fast 70 €/MWh kostet. Der Handelstag.

Freitag, 2.4.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 64,65 Prozent, davon Windstrom 35,42 Prozent, Solarstrom 15,13 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,10 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Windstrom plus Solarstrom steigen über Mittag Richtung Bedarf. Prompt fällt der Strompreis in den negativen Bereich. Die konventionelle Stromerzeugung fährt komplett herunter. Nur die für die Netzstabilität notwendigen 20 GW, es ist zum Teil etwas mehr, zum Teil etwas weniger, werden produziert. Der Handelstag. Dänemark, Frankreich und Schweden machen gute Geschäfte. 

Samstag, 3.4.2021: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 64,43 Prozent, davon Windstrom 30,71 Prozent, Solarstrom 17,72 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 16,01 Prozent. Die Agora-ChartmatrixHier klicken.

Wochenende: Wenig Bedarf. Geht heute die Kalkulation der Konventionellen auf? Sie denken jedenfalls nicht daran, die Produktion hochzufahren. Die entstehenden Lücken werden hochpreisig geschlossen. Der Exportstrom wird billig abgegeben. Diese Nachbarn profitieren.

Sonntag, 4.4.2021: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 64,35 Prozent, davon Windstrom 28,93 Prozent, Solarstrom 19,77 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,65 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Noch weniger Bedarf. Deutschland steht praktisch still. Ab 8:00 Uhr zieht die Windstromerzeugung an. Zusammen mit dem Sonnenstrom kann ab 9:00 Uhr für den Rest des Tages Strom exportiert werden. Bis dahin kostet der Importstrom trotz der Nacht- und Morgenstunden – da ist Strom in aller Regel günstig – richtig Geld. Zum Vorabend wird massiv Pumpspeicherstrom produziert, damit zum Abend mal Kasse gemacht werden kann. Von Deutschland. Und es funktioniert. Da fällt kaum ins Gewicht, dass um 15:00 Uhr der Strom verschenkt wurde, oder? 

Die Förderung der ersten Windkraft- und PV- Anlagen fällt weg

Die 13. Analysewoche belegt, dass das Handling, das optimale Nachführen der konventionellen Stromerzeugung, bezogen auf die Wind- und PV-Stromerzeugung, faktisch unmöglich ist. Die möglichen Szenarien sind so vielfältig, dass sie kaum korrekt kalkuliert werden können. Solange unsere Nachbarn den fehlenden Strom nach Deutschland liefern können und wollen, ist es nur teuer. Wenn aber wesentliche konventionelle Stromerzeuger (Kernkraft, Kohle) vom Netz genommen werden, dann wird es schwierig. 

Es wird oft übersehen, dennoch ist es äußerst wichtig:In diesem Jahr fällt die Förderung der ersten Windkraft- und PV- Anlagen weg. Die 20 Jahre und mehr sind vorbei. Was nun mit den oft noch funktionstüchtigen Anlagen geschehen soll, das analysiert ein Artikel der enexion group, den Sie unter Abbildung 9 aufrufen können. Das Problem: Das Entsorgen dieser Anlagen wäre nicht im Sinn der Energiewende, der Weiterbetrieb ist meist unwirtschaftlich, weil ohne Subventionen. Ein typisches Energiewendeproblem, oder? 

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr. Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.

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Werner Lischka / 13.04.2021

@Fr. Burke: abgesehen von den Kosten, die solche Speicheranlagen haben - macht der Verbrauch eines Einfamilienhauses das Kraut nicht fett. Die Verbraucher im Wohnungsbereich sind die Städte - hier reden wir von Wohnblöcken mit ein paar hundert Wohnungen, Liftanlagen, Wasserpumpen, Heizungen, etc. Vom Strombedarf der städtischen Infrastruktur (Verwaltung, Krankenhäuser, Straßenbahn, Beleuchtung, Wasser- und Abwasserversorgung, etc.) und dem der produzierenden Industrie wollen wir gar nicht reden. Da trifft es die Strom-Anbieter nicht im geringsten, wenn ein paar hundert oder 1000 Kleinstabnehmer ihre Energieautonomie zelebrieren. Ihre Frage zeigt exakt das Weltbild der Energiewende-Advokaten auf, dass sich nie aus der dörflichen Sichtweise lösen konnte. Wenn ein Dorf oder eine Kleinstadt sich selbst versorgt, macht das beim Gesamtbedarf vielleicht eine Delle an der 2. Nachkommastelle - das wars.

Peter Hager / 13.04.2021

@Esther Burke: 1. Für den Verbraucher: Bei entsprechend abgestimmter Dimensionierung von PV-Anlage und Speicher auf den Stromverbrauch lässt sich von März bis Oktober der eigene Strombedarf gut decken. 2. Für den Verteilnetzbetreiber: Geringere PV-Einspeisung (insbesondere von März bis Oktober) reduziert mögliche Überlastungen im Niederspannungsnetz.

Peter Hager / 13.04.2021

@Dietmar Richard Wagner: Danke für den Hinweis - “ggü. Jan 2021” ist natürlich korrekt. Kleine Ergänzung zum abgelaufenen 1. Quartal 2021: Laut Agora Energiewende war der Anteil der “erneuerbaren Energien” an der Stromerzeugung mit 39 % deutlich geringer als noch im 1. Quartal 2020 mit 50%. Die fossilen Kraftwerke legten demgegenüber zu: Gas + 33%, Steinkohle + 19% und Braunkohle + 33%. Davon liest man leider in den MSM nichts.

Wolfgang Schäfer / 13.04.2021

Dass die “Energiewende” nicht nur in Sachen Versorgungssicherheit, Strompreis und Verschandelung der Landschaft problematisch ist, sondern auch in andere Lebensbereiche eingreift, erkennt man an einem Artikel des “Mannheimer Morgen” von gestern. Das Grosskraftwerk Mannheim ist der größte Energiestandort in Baden-Württemberg; der neueste Block (angeblich das modernste Steinkohlekraftwerk Europas) ist erst vor wenigen Jahren ans Netz gegangen und sollte bis 2055 laufen. Nun wird über eine Abschaltung 2033 diskutiert. Jetzt kommt dieser Artikel: “Grosskraftwerk Mannheim stellt keine neuen Azubis ein”. Letztes Jahr waren es noch zwölf. Ein Kraftwerkssprecher kommentiert das so (Zitat aus der Zeitung): „Insbesondere wegen der massiven gesetzlichen Benachteiligung süddeutscher Steinkohlekraftwerke beim Kohleausstieg befinden wir uns zurzeit in einer zunehmend existenzbedrohenden Lage. Zur langfristigen Standortsicherung müssen wir daher unsere Kräfte bündeln und alle Potenziale ausnutzen, um unser Unternehmen für die Zukunft neu auszurichten und unseren Beschäftigten eine Perspektive bieten zu können.“ Geradezu lustig finde ich die Reaktion der Mannheimer SPD-Gemeinderatsfraktion „Diese Entscheidung halten wir für nicht sachgemäß, weil sie sowohl nach innen als auch nach außen falsche Signale sendet“. Meine Meinung dazu: die Signale sind richtig.

Otto Nagel / 13.04.2021

Jetzt, wo deutsche Panzer wieder an die russische Grenze vorgerückt sind, müssen wir den Begriffen VVS ( vertrauliche Verschlußsache) und GVS ( geheime VS) wieder mehr Aufmerksamkeit widmen !  Deshalb wird die Große Vorsitzende diese Woche das GSSG ( geheime Stromsicherheitsgesetz) durchwinken wollen. Dann nix mehr mit solchen wehrkraftzersetzenden Veröffentlichungen, Herr Stobbe !  Putin hört mit !

Michael Hofmann / 13.04.2021

Sollte man diese Auswertungen nicht zur Lesepflicht für unsere Schwachmaten in Berlin machen. Aber bitte abzeichnen lassen und ein Häkchen an “Verstanden” verlangen. Über die folgenden Pfingstfeiertagen können sie sich mal Gedanken machen. Vielleicht hilft auch hier auch eine Brücke. Krasse Zeiten in den wir leben.

Thomas Brox / 13.04.2021

“Das Problem: Das Entsorgen dieser Anlagen wäre nicht im Sinn der Energiewende, der Weiterbetrieb ist meist unwirtschaftlich, weil ohne Subventionen. Ein typisches Energiewendeproblem, oder? ”  Nein, kein Problem. Die typisch deutsche Lösung: Der Stromkunde muss die alten Anlagen weiter subventionieren. Mit einer kleinen Novelle des monströsen EEG wird das gefixt, spätestens nach der Bundestagswahl.

Helmut Driesel / 13.04.2021

  Die kritische und sehr interessante Studie von Prof. Volker Quaschning zur Energiepolitik geht von mehr als einer Verdopplung des Stromverbrauchs in den nächsten 10 Jahren aus. Dafür sollen jährlich mindestens 25 GW an zusätzlicher Einspeiseleistung erstellt werden. Auf die nötigen Speicherkapazitäten soll erst in einer späteren Studie eingegangen werden. Die Tatsache, dass alle Erzeuger und auch Speicher selbst unter optimalen Bedingungen im Minus arbeiten werden, wird mit keinem Wort eingegangen. Ich bin ja nun kein Gegner der Energiewende, so kann ich mir sogar vorstellen, dass es Gründe geben kann, dauerhaft ein solches Milliardengrab zu finanzieren. Aber unsere Spezis bauen hier an einem Urlaubsressort auf dem Mond, während sie noch gar nicht wissen, wie sie da hin kommen. Und Hunderttausende von sehr gut ausgebildeten Menschen machen das mit. Da kann man doch nur noch weglaufen.

Rüdiger Stobbe / 13.04.2021

Im ersten Satz muss es natürlich kalendarischer Frühling heißen. Danke für den Hinweis, Herr Römer. Sehr geehrter Herr Kemmerling, dann ist es eben Schwachsinn. Nur klingt der Satz dann irgendwie schräg. Als Autor analysiere ich distanziert. Da will ich nicht in jedem Satz eine Wertung unterbringen. Liebe Grüße Rüdiger Stobbe

Dietmar Richard Wagner / 13.04.2021

Nur Lob ist langweilig, also ein Hinweis auf ein Fehlerchen, das aber unrelevant ist bei Herrn Stobbes wöchentlicher Akribie und Rechercheleistung: Abbildung 8, die beiden Spaltenüberschriften “ggü. Jan. 2020” müssen jeweils “ggü. Jan. 2021” heißen. Das merkt sonst der pfiffige Bundestagsabgeordnete und stellt alles in Frage ;-)

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