Das Wetter wurde in ganz Deutschland von Hochdruckwetter mit ungewöhnlich milden Temperaturen bestimmt. Zu Beginn der Woche wehte der Wind noch etwas stärker, flaute im weiteren Verlauf aber ab. Die PV-Stromerzeugung war ohnehin insgesamt herbstlich schwach. Nebel und Hochnebel verdeckten die Solarpaneele. Am Freitag kam es zu einem echten Flautentag. Nach Sonnenuntergang und einem Stromimport von 9,9 GW wurde mit 146,80 €/MWh der Stromhöchstpreis der Woche aufgerufen.
Ein Blick auf die Folgen des weiteren Ausbau der "Erneuerbaren" (86 Prozent) offenbart, dass die Residuallasten an den kritischen, weil Preis treibenden Zeiträumen (Kurz vor- und nach Sonnenuntergang), weiterhin vorhanden sind. Am Freitag werden um 17:00 Uhr sogar fast 85 GW Residuallast erreicht. Ein Wert, der die Gaskraftwerksausbaupläne (mittlerweile nur noch 10 GW bei 35 GW vorhandener installierter Alt-Leistung Gas) lächerlich und weltfremd erscheinen lässt. Praktisch die komplette 50. KW wurde Strom importiert. Dies führte zu der gewünschten Anhebung des Preisniveaus. Nachfrage treibt den Preis.
- Beachten Sie bitte die Ausführungen der Bundesnetzagentur zu den nicht passenden Werten der Stromerzeugungscharts und Tabellen. Diese wurden von Lesern moniert.
- Beachten Sie bitte auch die Ausführungen der Bundesnetzagentur zu den Redispatch-Maßnahmen, welche Peter Hager nach den Tagesanalysen zusammengestellt hat.
Montag, 8.12.2025 bis Sonntag, 14.12.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 46,2 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 57,2 Prozent, davon Windstrom 42,7 Prozent, PV-Strom 3,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,0 Prozent.
- Regenerative Erzeugung im Wochenüberblick 8.12.2025 bis 14.12.2025
- Die Strompreisentwicklung in der 50. Analysewoche 2025.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 50. Analysewoche ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 50. KW 2025:
Factsheet KW 50/2025 – Chart, Produktion, Handelswoche, Import/Export/Preise, CO2,Agora-Zukunftsmeter 68 Prozent Ausbau & 86 Prozent Ausbau
- Rüdiger Stobbe zur Dunkelflaute bei Kontrafunk aktuell 15.11.2024
- Bessere Infos zum Thema „Wasserstoff“ gibt es wahrscheinlich nicht!
- Eine feine Zusammenfassung des Energiewende-Dilemmas von Prof. Kobe (Quelle des Ausschnitts)
- Rüdiger Stobbe zum Strommarkt: Spitzenpreis 2.000 €/MWh beim Day-Ahead Handel
- Meilenstein – Klimawandel & die Physik der Wärme
- Klima-History 1: Video-Schatz aus dem Jahr 2007 zum Klimawandel
- Klima-History 2: Video-Schatz des ÖRR aus dem Jahr 2010 zum Klimawandel
- Interview mit Rüdiger Stobbe zum Thema Wasserstoff plus Zusatzinformationen
- Weitere Interviews mit Rüdiger Stobbe zu Energiethemen
- Viele weitere Zusatzinformationen
- Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom (Photovoltaik). Ebenso wenig gibt es überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es fast keine Überschüsse. Der Beleg 2023, der Beleg 2024/25. Strom-Überschüsse werden bis auf wenige Stunden immer konventionell erzeugt. Aber es werden, insbesondere über die Mittagszeit für ein paar Stunden vor allem am Wochenende immer mehr. Genauso ist es eingetroffen. Sogar in der Woche erreichen/überschreiten die regenerativen Stromerzeuger die Strombedarfslinie.
Was man wissen muss: Die Wind- und Photovoltaik-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie, angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem Jahresverlauf 2024/25 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.
Tagesanalysen
Montag
Montag, 8.12.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 62,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 72,3 Prozent, davon Windstrom 59,5 Prozent, PV-Strom 3,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 9,9 Prozent.
Die noch recht starke Windstromerzeugung lässt nach die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 8. Dezember 2025 ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 1.12.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.
Dienstag
Dienstag, 9.12.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 49,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 60,9 Prozent, davon Windstrom 44,7 Prozent, PV-Strom 5,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,2 Prozent.
Die Windstromerzeugung zieht noch mal. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 9. Dezember 2025 ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 9.12.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.
Mittwoch
Mittwoch, 10.12.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 53,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 64,1 Prozent, davon Windstrom 50,8 Prozent, PV-Strom 3,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,2 Prozent.
Stabile Windverhältnisse. Über Mittag gleicht die PV-Stromerzeugung die Delle aus. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 10. Dezember 2025 ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 10.12.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.
Donnerstag
Donnerstag, 11.12.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 48,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 58,1 Prozent, davon Windstrom 44,2 Prozent, PV-Strom 3,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,1 Prozent.
Die Windstromerzeugung sackt weiter ab. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 11. Dezember 2025 ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 11.12.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inklusive Importabhängigkeiten.
Freitag
Freitag, 12.12.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 21,5 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 33,4 Prozent, davon Windstrom 17,2 Prozent, PV-Strom 4,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,9 Prozent.
Der Flautentag mit Strompreisbildung
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 12. Dezember 2025 ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 12.12.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.
Samstag
Samstag, 13.12.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 31,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 43,3 Prozent, davon Windstrom 29,0 Prozent, PV-Strom 2,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,7 Prozent.
Weiterhin schwache regenerative Stromerzeugung. Die Strompreisbildung.
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 13. Dezember 2025 ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 13.12.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.
Sonntag
Sonntag, 14.12.2025: Anteil Wind- und PV-Strom 49,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 60,8 Prozent, davon Windstrom 46,1 Prozent, PV-Strom 2,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,8 Prozent.
Die Windstromerzeugung zieht etwas an. Vor allem auch offshore. Die Strompreisbildung
Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 14. Dezember 2025 ab 2016.
Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 14.12.2025: Chart, Produktion, Handelstag, Import/Export/Preise/CO2 inkl. Importabhängigkeiten.
Starker PV-Zubau lässt Redispatch mit EE-Anlagen deutlich steigen
Redispatch-Maßnahmen
(Von Peter Hager)
Seit der Einführung von Redispatch 2.0 im Oktober 2021 werden auch PV-Anlagen ab einer installierten Leistung von 100 kW in das Management von Netzengpässen einbezogen. So können diese PV-Anlagen gezielt durch die Netzbetreiber abgeregelt werden, um eine Netzüberlastung zu verhindern. Insbesondere der starke Zubau von PV-Anlagen in den letzten beiden Jahren
- 2024: 17,5 GW, darunter Freiflächenanlagen mit 6,5 GW
- 2023: 15,4 GW, darunter Freiflächenanlagen mit 4,3 GW
führt zu deutlich steigenden Redispatch-Maßnahmen im Stromnetz der Netzbetreiber, wobei sich die Maßnahmen immer stärker in Richtung der Verteilnetze verschieben.
Redispatch-Maßnahmen im 2. Quartal nach Jahren:
- 2. Qu. 2025: 2.299 GWh, 51 % im Übertragungsnetz, 49 % im Verteilnetz
- 2. Qu. 2024: 2.101 GWh, 71 % im Übertragungsnetz, 29 % im Verteilnetz
- 2. Qu. 2023: 1.838 GWh, 77 % im Übertragungsnetz, 23 % im Verteilnetz
Im Jahr 2025 betrug laut Bundesnetzagentur die neuinstallierte PV-Leistung bis einschließlich November rund 14,8 GW, darunter Freiflächenanlagen mit 7,1 GW. Damit werden insbesondere in den sonnenreichen Monaten des Jahres 2026 die Redispatch-Maßnahmen bei PV-Anlagen weiter zunehmen.
Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Deprimierend sind auch die Ausführungen zu den immer weiter ausufernden Redispatch Maßnahmen. Im Energiesektor bezeichnet der Begriff „Abregelung“ die Reduzierung der Stromerzeugung oder – seltener – des Stromverbrauchs (Lastmanagement), wenn zu viel Strom oder nicht genügend Strom im Netz ist, siehe [next-kraftwerke.de: Was ist eine Abregelung?]. In der EU/deutschen Planwirtschaft muss der aufgrund der Abregelung nicht produzierte oder nicht gelieferte Strom aber trotzdem durch den Endkunden bezahlt werden. Eine aufgedunsene Beamten-Bürokratie erzwingt diesen Blödsinn mit Hilfe zig tausender Seiten schwachsinniger „Gesetze“, z.B. EEG. Durch den deutschen Sozial-Bürger mit großer Mehrheit gewählt.
Don’t panik. In Frankreich baut man 14 EPR2 (Framatome), In den Niederlanden 2 EPR2 (Framatome, in Polen 3 Ap1000 (Westinghouse) +3 APR1400 (KEPCO), in Tchechien 2 APR1400 (KEPCO). Dazu diverse SMR. Das Ausland wird uns im Jahr 2040 schon genügend Strom liefern können. Wenn wir denn dann noch in der Lage sind diesen zu bezahlen.