Zum einen ist die Residuallast in der Zeit, wo keine Sonne scheint, besonders hoch. Wenn dann aber über Tag die Sonne scheint, ist dank des subventionierten PV-Zubaus ohne Sinn und Verstand (meiner Meinung nach) über die Mittagsspitze häufig mit sehr niedrigen, wenn nicht sogar negativen Strompreisen zu rechnen. Hinzu kommt die gewollte Notwendigkeit (guter Verdienst für alle außer den Stromkunden), große Mengen Strom importieren zu müssen. Alle diese Sachverhalte werden in der aktuellen Analysewoche von Mutter Natur präsentiert.
- Am Mittwoch und Donnerstag erreichen die Erneuerbaren dank der massiven PV-Stromerzeugung fast den Bedarf. Am Dienstag wird bereits zu minus 3€/MWh exportiert, am Mittwoch werden wenigstens noch 3 €/MWh eingenommen. Von diesen Preisen wollen selbstverständlich auch alle die profitieren, die momentan Batteriespeicher planen/bauen. Bis zu 214 €/MWh werden am Abend für die Stromeinspeisung aufgerufen. Eine feine Preisdifferenz (226 €), ein gutes Geschäft.
- Am Sonntag übersteigt die regenerative Stromerzeugung den Bedarf erheblich. Der Strom wird nicht nur verschenkt. Bis zu 12 €/MWh werden den Abnehmern mitgegeben. Der Strompreis am Abend liegt bei bis zu 174 €/MWh. Auch hier lohnt die Speicherung und Wiedereinspeisung zu Abend.
- An der schwarzen Im- und Exportlinie ist die Nutzung dieser Preisdifferenzen gut zu erkennen. Der Mittwoch ist das Beispiel der Woche.
Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 12. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Agora Energiewende erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen den Ausbaugrad von 86 Prozent und müssen feststellen, dass der weitere Ausbau nur zu einer massiven Stromüberzeugung mit oft negativen Preisen führen wird. Zu den PV-Strom armen Zeiten ist die zusätzliche Stromerzeugung weiter gering, so dass die Residuallasten im Vergleich zu heute teilweise steigen. Ab und zu übertreffen sie den gesamten heutigen Strombedarf.
Am Freitag, den 27. März 2026 fand auf Veranlassung der Fraktion Bündnis90/die Grünen im Deutschen Bundestag eine Debatte über zwei Anträge ( Antrag 1 / Antrag 2) zur Verbesserung des Klimaschutzes statt. Bemerkenswert ist der erste Forderungs-Punkt aus Antrag 2: Klimagerechtigkeit – CO2 bepreisen und das Leben für alle Menschen bezahlbar machen. Das ist die faktische Verhöhnung der Bevölkerung, denn die CO2-Bepreisung soll doch genau zu dem führen, was aktuell den Ölkonzernen vorgeworfen wird. Die Erhöhung der Spritpreise in einem Umfang, der den Menschen die Individual-Mobilität verleidet. Dass unsere Energiewendefreunde die hohen Preise nicht begrüßen, liegt allein an der Tatsache, dass angeblich die Falschen, die Ölkonzerne, diese in Deutschland verursachen und Geld damit verdienen. Dabei ist der Sprit in Belgien um die 0,30 Euro pro Liter günstiger. Ob das wohl an der dort nicht vorhandenen CO2-Bepreisung plus hoher Steuerabgreife (Mehrwertsteuer auf Steuern und Abgaben), wie in Deutschland üblich, liegt?
Mein wiederkehrender Appell an die Verantwortlichen von „Unsererdemokratie“ und die „Freunde der Energiewende“: Stoppen Sie die Energiewende. Streichen Sie die CO2-Steuern – dann wird auch der Sprit billiger – und bauen Sie wieder eine kostengünstige, verlässliche Energieversorgung mit Kernenergie auf, bevor es zu spät ist. Ein guter, weil wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist die geplante Änderung des alten Habeck-Heizungsgesetzes in das Gebäudemodernisierungsgesetz. Ein weiterer guter Ansatz ist das sogenannte Netzpaket. Weiter so: Hören Sie auf, einer Schimäre nachzujagen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt.
Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?
Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.
Sonderfall Wind- und Solarkraft
Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.
Tageswerte
Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.
Der Windstrom lässt nach. Die PV-Stromerzeugung erreicht den Bedarf nicht. Die Strompreise.
Wind-Stromerzeugung bis zum Sonnenuntergang schwach, frühlingshafte PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.
Wind-Stromerzeugung mit Winddelle etwas stärker. Die Strompreise.
Kaum Windstrom. Starke PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.
Weiter Wind-Flaute. Viel PV-Strom. Die Strompreise.
Wenig Bedarf. Windstrom leicht steigend. PV-Strom heute nicht ausreichend. Die Strompreise.
Windstrom und PV-Strom erreichen mit den übrigen Erneuerbaren die Bedarfslinie. Negativpreise sind die Folge, denn der fossile Netzstabilisierungsstrom – wird als Systemdienstleistung vergütet – kommt immer noch hinzu! Die Strompreise.
Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.
Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.de, Agora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus.

@ Winston Smith :
Ich hatte geschrieben: >>Macht doch mal euern Stuss alleine, und lasst mir meinen Stuss, ohne daran herumzuquaken.<<
## Weil es keiner versteht, möchte ich die Sache auch einmal aus der Sicht eines der vielen Betroffenen darstellen:
Was geht es den Staat an, wie viele Solarpanels ich auf dem Dach oder am Balkon habe?
Was geht es den Staat an, ob der Wechselrichter 600W, 800W oder mehr hat?
Was geht es den Staat an, ob die Steuerungselektronik ein „sicheres“ Passwort und OTA Updates hat?
Was geht es den Staat an, ob ich mit AES256-Zertifikaten arbeite oder mit viereckigen Zetteln?
Wieso wollen die alle Informationen und etwaige Änderungen gemeldet bekommen? Wenn sie doch nur ein so unflexibles Formular haben, dass man entweder etwas völlig dysfunktionales haben muss, oder schummeln? Alle Melde-Angaben sind Schwachsinn.
Wenn ich eine geregelte Nulleinspeisung habe, kann es dem Staat oder dem Netzbetreiber egal sein, was auf dem Typenschild steht oder ob es überheupt ein Typenschild gibt. Wenn ich NICHTS einspeise und sie mit ihrem zwangsweisen Zweirichtungszähler jederzeit PRÜFEN können, DASS ich nichts einspeise, MUSS DAS REICHEN. Diese ganze Wichtigtuerei von Leuten, die die Grundlagen der E-Energietechnik nicht im Ansatz begreifen können, weil ihnen ALLE Voraussetzungen dafür fehlen, ist sinnlos und nur Schikane. Sie können NUR SCHADEN machen.
Wieso kann ich der Nanny-Rechthaberei einer nicht gewählten EU Bürokratie nicht wenigstens auf eigenes Risiko entkommen? Ich erwarte von denen nichts, weil sie nichts leisten können. Ich wäre ein Narr, wenn ich auf irgendwas hoffen würde. Warum können die nicht einfach die Bürger in Ruhe lassen? Weil sie Geld brauchen? Das ist doch kein Grund! Ich brauche auch welches! Ich könnte sogar MEHR gebrauchen, als ich habe.
@ Winston Smith :
Das ist mir alles zu hoch. Wahrscheinlich richtige Wissenschaft? Bei „Residuallast“ bin ich ausgestiegen, also vergleichsweise früh. Ich will nicht behaupten, dass ich es schon verstehen will, also … nicht um jeden Preis. Da müssten Sie sich schon selbst die Mühe machen, etwas verständlicher nach außen zu wirken. Wahrscheinlich sehe ich einfach die Probleme gar nicht. Das liegt an den Zielen. Ich will einfach meine Stromkosten reduzieren und bin vergleichsweise erfolgreich. Allerdings muss man, wie überall, erstmal investieren. Vor allem Grips. Aber je größer da die Nachfrage gegenüber dem Angebot wird, umso teurer wird guter Rat. Ich verlasse mich daher einfach auf meinen Verstand und überlasse den Klügeren dann deren größere Probleme.
Und als Gegenleistung wünsche ich mir, dass ich nicht immer an den unterschriftspflichtigen Belehrungen teilnehmen muss, die ich aufgrund meiner Ausbildung einfach nicht begreifen kann, und die mir in der Bilanz nur Zeit und Geduld klauen.
Macht doch mal euern Stuss alleine, und lasst mir meinen Stuss, ohne daran herumzuquaken.
In Deutschland hat jeder ein Recht auf Bildung. Es kommt aber darauf an, was man daraus macht.
Jo. Ab morgen mittag 12 Uhr habt ihr dann die Nachtpreise bereits mittags… ca. 7-10 Cent mehr pro Liter. Ich beobachte das weiter und werde mich gerne korrigieren, falls ich falsch liegen sollte. Ich verstehe nicht, wieso an einer SB-Tankstelle ohne jegliches Personal der Preis nachts so stark anzieht. Aber will man diesen Preis weiter erzielen, dann halt ab jetzt schon mittags… Mahlzeit!
„Zum einen ist die Residuallast in der Zeit, wo keine Sonne scheint, besonders, hoch. Wenn dann aber über Tag die Sonne scheint, ist dank des subventionierten PV-Zubaus ohne Sinn und Verstand (meiner Meinung nach) über die Mittagsspitze häufig mit sehr niedrigen, wenn nicht sogar negativen Strompreisen zu rechnen.“ ++ Aufgrund stabiler statistischer Daten in stromdaten.info habe ich nochmal diverse Nutzungsgrade nachgerechnet. In stromdaten.info werden jeweils die Daten aus ganz Deutschland summiert. Die Zahlen sind daher repräsentativ. ++ (1) Winter. Zeitintervall 01.12.2025 bis 31.01.2026 (= 1488 h). Wind onshore: 25,3%. Wind offshore: 52,1%. Wind onshore + offshore: 28,5%. Photovoltaik: 2,1%(!) ++ (2) Ein ganzes Jahr. Zeitintervall 01.01.2025 bis 31.12.2025 (= 8760 h). Wind onshore: 19,3%. Wind offshore: 32,4%. Wind onshore + offshore: 21,0%. Photovoltaik: 9,8%. ++ Nutzungsgrad = (im Intervall real erzeugte Energie)/(Nennleistung * Intervalllänge in h). Die Nennleistung wird auch als installierte Leistung bezeichnet. ++ Zum Vergleich: Die deutschen KKWs hatten einen Nutzungsgrad von mindestens 93% bezogen auf ein ganzes Jahr. ++ Die volkswirtschaftlichen (und physikalischen) Kosten sind durch die Nennleistung vorgegeben. Die Kosten ergeben sich durch: Produktion, Installation, Wartung und Instandhaltung, Entsorgung, Backup durch konventionelle Kraftwerke, Export von überflüssigem Strom (zu niedrigen bis negativen Preisen), Import bei Dunkelflauten (zu hohen Preisen), Batterien und Pumpspeicherwerke zum Ausgleich von Schwankungen, Stromleitungen, Bürokratiekosten, und so weiter. ++ Jedes Solardach und jedes Windrad erzeugt in der Regel mehrere Stimmen (z.B. Familie des Eigners) für die Systemparteien, meistens für SPD, Grüne, Linke. Damit die hohen Subventionen auch weiterhin abkassiert werden können.
Respekt für Ihre saubere und regelmäßige Fleißarbeit und der damit verbundenen Aufklärung. Trotzdem: Eigentlich läßt sich dieses Horrorszenario nicht mehr ertragen, es raubt einen den Verstand, sofern vorhanden. Diese sog. Wind- und Sonnenstromerzeuger sind nichts anderes als der gescheiterte Versuch, ein Perpetuum Mobile zu erschaffen. Wird dessen Sinnlosigkeit nicht schon in der 4. oder 5.Schulklasse klargestellt? Deshalb ist am Unverständlichsten dabei, daß immer noch so viele Manager, Politiker und Wissenschaftler diesen groben Unfug mitmachen, gar unterstützen. Verdienen so viele korrumpierte und gewissenlose Menschen- und Naturfeinde damit so viel Geld? Haben die soviel Macht über uns? Liegt es an Corona und deren Impfung? Hat niemand, der damit hantiert, das befürwortet oder vorantreibt, auch nur für einen Pfennig Verstand? Haben diese Leute auch kein Gewissen mehr und ist die Ehrlichkeit gänzlich verloren gegangen? Tut mir leid, so geht der Glauben an die Menschheit, also jedweder Glauben, zumindest an deren Intelligenz, total verloren, falls nicht der letzte Funken daran sowieso schon längst verglüht ist!