Die aktuelle Analysewoche beginnt an den ersten beiden Tagen mit einer Windflaute. Mit einer zweitägigen Windflaute wird die Woche auch beendet. An den drei Tagen dazwischen baut sich ein Windbuckel auf und ab. Zusammen mit dem PV-Strom und den restlichen Erneuerbaren plus der aus Gründen der Netzstabilisierung immer notwendigen fossilen Stromerzeugung wird der Bedarf erheblich übertroffen. Das führt zum Strom-Preisverfall teilweise mit Negativpreisen. Am Mittwoch kommt es trotz des ausgewiesen fehlenden Stroms zum Vorabend bemerkenswerterweise nicht zu Stromimporten. Der Strompreis steigt allerdings wie fast immer zu dieser nachfragestarken Zeit. Am Donnerstag ist dagegen wieder alles „normal“. Der fehlende Strom am Vormittag und Vorabend wird aus dem Ausland importiert. Der Strompreis steigt. Am Freitag fehlt am Morgen kein Strom. Am Vorabend aber sind Stromimporte notwendig, was denn auch zu Wochenhöchstpreisen führt.
Montag und Dienstag sind sehr windschwach. Die PV-Stromerzeugung ist dagegen stark. Der Frühling lässt grüßen. Abgesehen von den Mittagsspitzen muss Strom importiert werden, um die Stromversorgung Deutschlands sicherzustellen. Samstag und Sonntag herrscht wieder Windflaute. Diesmal aber ist die PV-Stromerzeugung bei Weitem nicht so stark wie zum Wochenbeginn. Praktisch die gesamte Zeit sind Stromimporte notwendig. Das Strompreisniveau bleibt hoch. Die 0-€/MWh-Linie wird – wie an den ersten beiden Tagen der Woche – nicht erreicht.
Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 11. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Agora Energiewende erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Leider lagen die Daten noch nicht vor, als dieser Bericht erstellt wurde.
Nachdem Bundeskanzler Merz und auch EU-Kommissionspräsidentin den Ausstieg aus der Stromerzeugung mittels Kernenergie als strategischen Fehler bezeichnet hatten, kam es im Bundestag am 19. März 2026 zu einer Debatte über den Kernkraftausstieg und Aktuellen Stunde über den EU-Kernenergiegipfel in Paris. Beides sind Dokumentationen der Zeitgeschichte im Ringen um Mittel und Wege hin zu einer sicheren Energieversorgung.
Mein wiederkehrender Appell an die Verantwortlichen von „Unsererdemokratie“ und die „Freunde der Energiewende“: Stoppen Sie die Energiewende. Streichen Sie die CO2-Steuern und bauen Sie wieder eine kostengünstige, verlässliche Energieversorgung mit Kernenergie auf, bevor es zu spät ist. Ein guter, weil wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist die geplante Änderung des alten Habeck-Heizungsgesetzes in das Gebäudemodernisierungsgesetz. Ein weiterer guter Ansatz ist das sogenannte Netzpaket. Weiter so: Hören Sie auf, einer Schimäre nachzujagen. Die Energiewende ist zum Scheitern verurteilt.
Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?
Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.
Sonderfall Wind- und Solarkraft
Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.
Tageswerte
Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.
Kaum Windstrom. Die PV-Stromerzeugung ist stark. Die Strompreise.
Wind-Stromerzeugung schwach, außerdem frühlingshafte PV-Stromerzeugung. Die Strompreise.
Wind-Stromerzeugung zieht an. Aufbau eines Windbuckels. Die Strompreise.
Windbuckel-Höhepunkt. Die Strompreise.
Windbuckel wird abgebaut. Die Strompreise.
Jetzt wieder fast komplette Windflaute. Und weniger starke PV-Stromerzeugung als zu Wochenbeginn. Die Strompreise.
Windstrom weiter gering. Aber: Zum Abend starker Anstieg! PV-Strom nicht sonderlich stark. Die Strompreise.
Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.
Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.de, Agora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne. Stromdaten.info läuft aus.

Werter Herr Stobbe, faktisch geht der habecksche Unsinn doch weiter, denn wenn zwar zukünftig noch zB neue Gasheizungen eingebaut werden dürfen, gleichzeitig aber ver bunden mit der Verpflichtung, diese mit einem stetig steigenden, faktisch kaum vorhandenen und somit teuren Anteil von „Grünem Gas“ / Wasserstoff zu befeuern, wird die Wirtschaftlichkeitsprüfung doch am Ende bei der vielleicht als Gesamtpaket weniger teuren „Windmaschine“ landen. Irgendwie scheint die „Politik“ den Bürgen ein umds andere mal zu narren, kann denen aber egal sein, da die letzten Wahlen wieder gezeigt haben, daß sie dafür auch noch bestätigt weden. Warum also sollte sich was ändern.
>>Die wetterabhängige deutsche Stromerzeugung erinnert an einen Wasserhahn, der losplätschert, wann er will, aber meisten nicht, wenn man gerade Durst hat.<<
## Solche Wasserhähne gibt es praktisch nicht. Niemand, der Verstand hat, würde sich dazu bereitfinden, so einen Unsinn zu bauen. Und was niemand herstellt, existiert nicht. Das wird nur von den meisten urbanen und der Wirklichkeit entrückten Menschen heute nicht mehr verstanden. Es ist aber eine Binse, wenn man nachdenkt.
Allerdings ist es durchaus nicht garantiert, dass alle Ressourcen der Welt mit preußischer Disziplin 24/7 immer genau so viel erzeugen/bereitstellen, was gerade in dieser Sekunde gebraucht wird. Auch eine Binse. Die alten Erdölpumpen im wilden Westen arbeiteten periodisch. Immer wenn das Pumpgestänge nach oben geht, bringt es eine kleine Menge Rohöl nach oben, aber dann MUSS es auch wieder nach unten gehen. Mit VENTILEN wird erreicht, dass es dann das eben gehobene Öl nicht wieder mit nach unten nimmt. So etwas ist im Prinzip eine technische Lösung. Verallgemeinert nennt man das INFRASTRUKTUR. Jeder Bauer, weiß, dass die Ernte nur EIN MAL im Jahr ist. Ich habe noch nicht von einem Bauer gehört, der daran verzweifelt ist, dass seine Felder nicht sekundengenau so viel liefern, wie gerade nachgefragt wird. Schon im nicht technisierten Mittelalter hatten die Bauern SPEICHER. Und die Ostindien- und die Westindien-Kompanie erst recht. Riesige Speicherhäuser. In Hamburg eine SPEICHERSTADT, die die MACHTBASIS der Pfeffersäcke war. Wenn denen einer beim Speichern in die Quere gekommen wäre, den hätten sie am Äquator unterm Kiel lang geholt! Dummschwätzer:Innen haben die der Obrigkeit gemeldet und dann kamen die auf den Scheiterhaufen. Und noch heute lassen die Ratsherren da keine Luft dran kommen.