Verwaisen die Erbhöfe der umstrittenen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten? Eben hat die MDR-Intendantin Karola Wille ihren Abschied für den Herbst 2023 angekündigt.
Die Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk reißt nicht ab. Hatte im August Patricia Schlesinger, Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) nach massiver Kritik endlich ihren Massagesessel räumen müssen, krachte es vor allem im Gebälk des Norddeutschen Rundfunks (NDR). Es geht um Raffke-Mentalität, Vetternwirtschaft, politische Filter, dem Vernehmen nach jagt in Hamburg eine Krisensitzung die nächste. Vor diesem Hintergrund wird Besserung gelobt, eine schonungslose Aufarbeitung begangener Fehler et cetera, man wolle nun, so heißt es allenthalben, „Reformen“ angehen.
Vor allem macht den Öffis das „Staatsfunk“-Image zu schaffen, die ihnen völlig zu Recht vorgeworfene Nähe zur Politik, die, medial gegen jegliche Kritik abgeschirmt, im Gegenzug per Zwangsgebühren sicherstellt, dass sie verlässlich und recht üppig versorgt werden. Aber seit es dem Staatsfunk in Frankreich und Großbritannien an den Kragen geht und auch hierzulande das Bedürfnis der Bürger abnimmt, ihre „Demokratieabgabe“ zu entrichten, ja sogar die CDU den ÖRR reformieren will, macht sich Unruhe breit – und eine zunehmende Neigung, sich lieber vom bisher so sicheren Erbhof zu machen, wer weiß schon, was noch alles an die Oberfläche ploppt.
Eben hat MDR-Intendantin Karola Wille angekündigt, nach dem Ablauf ihrer zweiten Amtszeit nicht noch einmal kandidieren zu wollen. Sie steht seit elf Jahren an der Spitze des öffentlich-rechtlichen Senders, der von Spöttern gern mal als „die Fortsetzung der DDR mit anderen Mitteln“ bezeichnet wird. Tatsächlich wurde Frau Wille im Arbeiter- und Bauernstaat sozialisiert, trat mit 18 in die SED ein und ergriff den Beruf der Juristin. In der Fachzeitschrift Neue Justiz veröffentlichte sie Ende 1986 zusammen mit einem Stasi-Offizier die interessant klingende Zusammenfassung zur Internationalen Konferenz zu aktuellen Fragen des Revanchismus in der BRD.
Fürstliche Altersversorgung
In ihre zweijährige Amtszeit als ARD-Intendantin fiel die Beauftragung des berüchtigten Framing Manuals, das ein gewisses Wording empfahl, um die Fernsehzuschauer und Radiohörer – natürlich für die gute Sache – zu manipulieren, wobei auch „Faktenchecks“ das Monopol der polit-medialen Klasse auf Wahrheit stützen sollten. Zuletzt brachte Wille, die zweifellos mit dem herrschenden Zeitgeist auf Du ist, eine mögliche Kennzeichnung von „rassistischen Stereotypen“ und „Diskriminierung“ in DEFA-Filmklassikern (Indianerfilme!) ins Spiel. Künftig sollen „einordnende" Warnhinweise eingeblendet werden.
Der Abschied wird Karola Wille durch ihre fürstliche Altersversorgung versüßt. Für die Pension der Intendantin (Jahresverdienst 2021: rund 310.400 Euro, das entspricht in etwa dem Verdienst von Bundeskanzler Olaf Scholz) hat der MDR, der im vergangenen Jahr 15,2 Millionen Euro Miese machte, insgesamt 4,6 Millionen Euro zurückgelegt. Wille bezieht dann bis zu ihrem Lebensende stolze 75 Prozent (!) ihres letzten Gehalts, aktuell wären dies knapp 19.000 Euro im Monat.
Da kann man nicht meckern. Kein Wunder, dass bereits zwei interne Kandidaten in den Startlöchern stehen sollen, um im Herbst 2023 Willes Platz an den Fleischtöpfen einzunehmen: MDR-Programmdirektorin Jana Brandt und der Thüringer MDR-Funkhauschef Boris Lochthofen. Theoretisch ist es natürlich möglich, dass der MDR-Verwaltungsrat, der dem Rundfunkrat einen Vorschlag für Willes Nachfolge machen soll, bei der Stellenausschreibung auch einen externen Bewerber in Erwägung zieht. Das muss keineswegs die schlechteste Lösung für die Krise der umstrittenen öffentlich-rechtlichen Sender sein. Schließlich kam einer griechischen Sage zufolge auch jemand von außerhalb, um die Ställe des Augias zu reinigen.
Beitragsbild: Sandro Halank CC BY 3.0 via Wikimedia Commons

Hatte ich schon erwähnt, dass der Käseaufschnitt bei REWE von 1,19 über 1,99 heute auf 2,49 Euro gestiegen ist? Jaja, 10,4 % Inflation… Kuchen für meinen Vermieter auch schon wieder gestiegen binnen 2 Wochen von 2,30 über 2,65 heute auf 2,90… 1 (in Worten: EIN) Brötchen 60 Cent. Nee, alles klar…
Der MDR ist mit deutlichem Abstand das beste Dritte Programm – das zu sagen, gebietet die Gerechtigkeit. Die Nachrichten-Sendung MDR aktuell kann man sich – vielleicht nicht jeden Tag – aber prinzipiell anschauen. Sie hebt sich qualitativ deutlich ab von den Tagesmärchen oder heute-show beim Zweiten Deutschen Fake-Sehen. Den Montags-Talk ‚Fakt IST!‘, routierend und mit unterschiedlichen Moderatoren aus den 3 Landesstudios (Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen) gesendet, kann ich empfehlen. ‚Im Durchschnitt‘ sind die Talk nichts nur besser sondern haben ein ganz anderes Niveau als z.B. die ARD-Talkshow-Domina Anne Will-IchNichtHaben. Das fängt schon bei der Gäste-Auswahl an! Schließlich die Sommer-Interviews aus Thüringen: Gespräche mit Höcke waren kritisch aber fair. Und: Der MDR ist bis heute der einzige Sender, der im von ihm verantworteten ARD-Magazin Fakt immer wieder von Impf-Schäden berichtet und Partei für Impfopfer ergreift (z. B. in dem diese vorgestellt und interviewt werden). Ich lebe im Einzugsgebiet des Korruptions-Senders NDR. Dieser Sender ist wirklich der letzte Dreck; vor allem in seiner ost-zonalen Berichterstattung! Und genauso geht er auch mit langjährigen ‚freien‘ Mitarbeitern um (Fall der vglw. beliebten Moderatorin Sabine Kühn, die trotz Zuschauer-Protesten gehen mußte). Die im Beitrag erwähnten Fakten bzgl. der MDR-Intendantin erscheinen mir richtig und stimmig. Als Dunkel-Deutscher frage ich mich aber, was ihre Leistung oder Nicht-Leistung als MDR-Intendantin mit ihrer Vergangenheit (Tochter eines SED-Kaders und ihre Veröffentlichungen in der DDR) zu tun haben! Einen die Seelen von Kindern mißbrauchenden ‚Umwelt-Sau/Nazi-Sau‘ Beitrag hat Frau Wille nicht zu verantworten; sondern der WDR-Lümmel, Genosse Buhrow! Und vielleicht sollte man dann doch nochmal genauer untersuchen, was der Oberste der Bundes-Pharisäer als ‚junger Mensch‘ für Zeitschriften des stasi-finanzierten Verlages ‚Pawel Rubelschein‘ (Pahl/Rugenstein) zusammengeschmiert hat!
Ich habs schon immer vermutet, wo eine Will ist, ist auch eine Wille und noch mehr Wollen.
„die Erbhöfe der umstrittenen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten“ – - -
Erbhof, eine Begrifflichkeit, so betoniert, wie ein Urteil aus dem Munde eines Harbarth! Umstritten? Der Begriff kehrt heim!
Ich bekomme einmal im Jahr einen Brief von der GEZ. Ungeöffnet vom Briefkasten in den Müll. Schon immer. Fertisch.
75 % des letzten Gehalts? Knapp 19.000 € im Monat als Rente? Für diese Misswirtschaft? Mir ist schlecht.
„rund 310.400 Euro, das entspricht in etwa dem Verdienst von Bundeskanzler Olaf Scholz“ // Ich wusste nicht, dass die Verdienste von Olaf Scholz so groß sind.