Dipl.-Ing. arch Rocco Burggraf, Jahrgang 1963, ist freier Architekt und Stadtplaner. Er lebt und arbeitet in Dresden. Diesen Beitrag veröffentlichte er zuerst auf seinem Facebook-Account.
Beitragsbild: Public Domain, via Wikimedia Commons
Dipl.-Ing. arch Rocco Burggraf, Jahrgang 1963, ist freier Architekt und Stadtplaner. Er lebt und arbeitet in Dresden. Diesen Beitrag veröffentlichte er zuerst auf seinem Facebook-Account.
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Und weiter: Wie komme ich zu dieser Schlussfolgerung? Ganz einfach: Ich bin selbst der Prototyp dafür. Seit etwa zweieinhalb Jahrzehnten ist mein Leben nicht mehr das selbe und alles andere normal. Was dieses Land so ganz langsam realisiert und ganz langsam aus dem Schlummer erweckt, verfolgt mich persönlich bereits seit Äonen und bestimmt mein Leben viel mehr als mir das lieb ist. Jetzt könnte man ja einfach die Segel streichen, aufgeben und abhauen. Aber so ticke ich nicht. Das ist mein Land hier. Und wenn das Leben seit zweieinhalb Jahrzehnten im persönlichen Ausnahmezustand feststeckt, dann muss man sich daran anpassen oder man verliert. Und da ich niemals verliere, gehe ich eben durch den Kampf durch. Bis zum bitteren Ende. Um nicht andauernd mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen orientiere ich mich dabei hauptsächlich an zwei Regelsätzen: 1: Die ersten zwanzig Artikel unseres Grundgesetzes und 2.: Unsere Notstandsgesetzgebung. Und das funktioniert ziemlich gut, weil übersichtlich und grundsätzlich. Dann muss man nur noch erklären, was man persönlich für ein Problem hat und man kommt damit durch. Sehr viele Menschen in Deutschland haben mittlerweile das selbe Problem. Sie haben es bloß noch nicht realisiert. Und genau darum spiele ich seit Jahren den Whistleblower: Damit die Menschen begreifen, was sie in die Mangel nimmt und wie sie damit fertigwerden. Und dass das funktioniert, liegt an der Erprobung in der Praxis. Ich lebe immer noch obwohl das so mancher gerne anders hätte. Wenn das jetzt alle so machen, ist das Problem alsbald vom Tisch. Was einen nicht umbringt, härtet ab…
In Deutschland läuft ja schon länger die Diskussion ob wir zu viele Staatsbedienstete hätten. Und das setzt eigentlich an der falschen Stelle an. Ein schlanker und beweglicher Staat ist richtig. Aber dafür muss man nicht zuallererst das Personal des Staates verschlanken, sondern als erstes die Regeln des Staates! Da ist das Problem. Der Rest kommt dann von selbst. Als Merkel 2015 die Tür öffnete und vorgab „Wir schaffen das“, hatte sie den Gesetzes- und Regelwahnsinn des deutschen Staates wohl nicht auf dem Schirm. Was hier seit Jahren läuft ist Kafkas „Der Prozess“. Und zwar nicht, weil wir zu viele Staatsbedienstete hätten, sondern zu viele und zu komplizierte Gesetze und Verwaltungsvorschriften, die jeder einzelne Staatsbedienstete prozedural in jedem einzelnen zu behandelnden Fall abarbeiten muss. Gerade wegen dieses enormen Regelwusts braucht es überhaupt erst derart viel Personal. Je mehr Regeln die überprüft werden müssen, desto länger ist ein jeder Staatsbediensteter dabei einen einzigen Fall abzuarbeiten. (Stichwort: Aktenberge) Was bei der Anzahl an steigenden Fällen durch Zuwanderung natürlich exponentiell den Arbeitsaufwand steigert. Unser staatliches Betriebssystem 〈also das rechtlichte Gerüst〉 ist zu kompliziert für die aktuelle Lage. Ein temporärer Ausnahmezustand mit nur für diesen Zeitraum geltender Gesetzgebung könnte das Problem schnell aus der Welt schaffen. Aber diesen Schritt wagt keiner wirklich durchzuziehen. Man will den Anschein eines zivilen Landes mit aller Macht aufrecht erhalten. Und genau deswegen versagt man dann, was zum Frust bei Staatsbediensteten und auch beim Volk führt, das dann Recht und Gesetz irgendwann unweigerlich selbst in die Hand nimmt, weil der Staat mit seiner Arbeit nicht nachkommt. Genau aus dem Grund fordere ich seit Jahren, die Zivilbevölkerung in einem bewaffneten Zivilschutz zu organisieren. Das ist kostengünstig, bindet das Volk ein, härtet es ab und lehrt es, was im Notfall geht und was nicht. Gleich weiter…
Wo die Justiz versagt, da herrscht schon Selbstjustiz. Nämlich die von Politik und Justiz. Dies nicht erst seit einiger Zeit, sondern Systemimmanent. Weisungsgebundene Staatsanwälte und nach Parteibuch besetzte Richter, sind mit Gewaltenteilung nicht vereinbar und schon garnicht mit „Im Namen des Volkes“.
Michael Sch.: Zahlt das nicht der Russe? Könnte sich viel Geld sparen, wenn er das sein ließe. Geht es ihnen gut?
@Th. Gerbert, „Ich empfehle allen, die es noch nicht gesehen haben, sich den Wortwechsel zwischen Stefan Homburg und Christian Drosten in der Enquetekommission anzusehen“ —
Stefan Homburg, 2020 in der Welt: „Nach Berechnungen des RKI war die Reproduktionszahl schon vor dem Lockdown unter Eins gefallen“. Damit ist eigentlich alles gesagt, denn: Das RKI hat die Reproduktionszahl NICHT berechnet, weil man die Reproduktionszahl bekanntlich NICHT berechnen KANN. Homburg lügt. Das RKI hat die Reproduktionszahl geschätzt, mit einer extrem simplen, dafür einfach nachvollziehbaren Methode (benötigt nur zwei der vier Grundrechenarten). Das Helmholtz-Institut beispielsweise hat auf Basis eines komplexen Modells eine andere Schätzung veröffentlicht, zu dieser Zeit lag deren Schätzung für die Reproduktionszahl deutlich höher (ca. 2).
Noch viel wichtiger ist aber, dass das RKI bereits damals geschrieben hat, dass die geschätzte Reproduktionszahl NICHT das Maß aller Dinge ist, sondern, dass eine kleine Reproduktionszahl überhaupt nichts bringt, wenn die Fallzahlen (als Maß für die Infektionszahlen) hoch sind. Wer Homburg hinterherläuft, hat argumentativ schon verloren. Es ist unbegreiflich, dass jemand mit Null Verständnis für Mathematik zum Professor für Finanzmathematik berufen wurde.
„“Majestätsbeleidungspragraphen„ 188 StGB fast 4.500 Verfahren eingeleitet und in die polizeiliche Kriminalstatistik eingepflegt wurden“ – auch auf den aktuell werkelnden Lügen-Kanzlernden sollen 100e von entsprechenden Strafanzeigen zurückgehen, einige offenbar auch verbunden mit morgendlichen „Besichtigungen“ der uniformierten Staatsmacht, ob der „Morgenmantel“ auch gebügelt ist. Aber ca. 150 000 nicht vollstreckte Haftbefehle, teilweise zugrunde liegend Kapitaldelikte, werden wegen Personalmangels oder Unwillens der Obrigkeit nicht vollzogen. Und zur Causa Weimar sei darauf hingewiesen, daß selbiger offenbar immernoch seinen Ministerstuhl quält, offenbar im Versuch, diesen Skandal einfach auszusitzen.
„Handvoll größenwahnsinniger Experten ergingen über Jahre grotesk-widersinnige Restriktionen für die private Lebensführung.“ – Dazu von der aktuellen Enquetekommission sehr schön anzuhören / anzusehen, daß hilflose, schon psychopathische Gstammel und Gehabe eines Herrn Drosten, anzusehen auf der „Seite“ von Prof Homburg. Und solche Clowns haben die Grundrechte entzogen und den Bürgen eingesperrt?