Dass wir einmal Recep Tayyip Erdogan würden beipflichten müssen, hätten wir uns nie träumen lassen. Ein Unding! Aber was will machen, trifft einer den Nagel auf den Kopf, und sei es der durchgeknallte Despot am Bosporus. Nachdem sich Heiko Maas aufgereckt hatte, um dem türkischen Präsidenten mit zitternden Knien zu drohen, hat sich der Sultan nur kurz geschüttelt. „Der deutsche Außenminister“, sagte er grinsend, sei ein „politischer Dilettant“, der nichts „von Politik verstehen würde“: „ein Mann, der seine Grenzen nicht kennt“.
Das war starker Tobak, der da aus der Wasserpfeife dampfte - alles andere als höflich oder gar diplomatisch. Eine Rüpelei, die auf den Rüpel zurückfiele, fiele einem nur etwas ein, was sich dagegen einwenden ließe. Doch womit außer mit den drei Knopflöchern am Revers seiner Sakkos hätte Heiko Maas bisher Aufsehen erregt? Wer hätte schon etwas auf seine Worte gegeben, in Washington, in Moskau, in Teheran, im Kongo oder in Kiev. Bald achtzig Reisen rund um die Welt seit dem Amtsantritt des Genossen 2018 und alles zusammen ein einziger Schuss in den Ofen.
War einer seiner Amtsvorgänger, Frank-Walter Steinmeier, wenigstens noch als begnadeter Darsteller in der Rolle des Diplomaten aufgefallen, dilettiert Heiko Maas unterdessen schlichtweg unter der Wahrnehmungsschwelle. Dabei brauchte Deutschland gerade jetzt, da Erdogan abermals einen Krieg mit entsetzlichen Folgen anzettelt, einen Außenminister, der als Persönlichkeit ernst genommen werden könnte, keinen Gernegroß, der sich lächerlich macht, wenn er versucht, mit dem Fäustchen auf den Tisch zu hauen. So antwortete er auf die Frage, was Deutschland angesichts des Einmarsches der Türkei in Syrien untrnehmen würde, souverän mit der Feststellung, das Wichtigste wäre, "dass wir uns daran nicht beteiligen". Das war alles, was ihm einfiel.
Eine Schande für Deutschland
Einer wie Erdogan, der Kraft seiner Skrupellosigkeit herrscht, besitzt ein feines Gespür für die Schwachen. Außer Verachtung kann er nichts für sie aufbringen, zumal er Europa und die Deutschen insbesondere längst in der Tasche hat, nicht zuletzt dank des diplomatischen Versagens der Bundeskanzlerin. Nach dem Flüchtlingsdeal, den sie 2016 einfädelte, muss ihm die EU zu Willen sein, ihn besänftigen, indem sie seinem Land Jahr für Jahr Hunderte von Millionen als Beitrittskandidat überweist, kein Waffenembargo verhängt und allenfalls ein bisschen mault, setzt er wieder einmal seine Truppen im Marsch. Könnte er doch jederzeit, ein, zwei oder drei Millionen syrischer Flüchtlinge von der Leine lassen.
Das immerhin scheint selbst unser Außenminister begriffen zu haben. Mehr als einen Eiertanz kann er in der Auseinandersetzung mit dem Türken nicht aufführen. Weil er gleichwohl so tut, als wäre er in der Lage, allein mit dem erhobenen Zeigefinger etwas auszurichten, hat ihn der Sultan jetzt als „politischen Dilettanten“ abgefertigt. Wie sollte man ihm widersprechen. Wo er recht hat, muss man am Ende sogar Recep Tayyip Erdogan recht geben. Eine Schande für Deutschland.
Beitragsbild: A.Savin CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Ich habe sehr gelacht, als ich das hörte. Gleichzeitig ist es eine Katastrophe, von so jemandem in Sippenhaft genommen zu werden, denn dessen Verhalten wird vom Ausland auch auf die Bürger des Landes übertragen, das diese Unperson im Ausland repräsentiert. - Es wäre besser, er würde sich nur noch auf seine Auftritte in der Yellowpress kümmern, dann bliebe uns Bürgern einiges erspart.
Im Grunde genommen ist Maas aber nur die Spitze der peinlichen Politiker der westlichen Staaten. Bei der Macrone sieht es nicht besser aus, oder weiß hier vielleicht jemand wie denen ihre Witzfigur überhaupt heißt. Britische Außenpolitik findet aktuell nicht statt, wegen Brexit. Hier ist aber immerhin noch Hoffnung. Italiens und Österreichs Regierungen wurden ja gestürzt, vor allem auf Betreiben Merkels, und so ist auch dort aktuell eher Sendepause. Skandinavien ist schon seit Jahrzehnten abgetaucht, Holland findet nicht mehr statt, Belgien ein einziger Mafiastaat. In Kanada regiert ein Zwillingsbruder vom Maasmännchen und in den USA wird das Namensschild an der Tür des Außenministers schneller ausgetauscht als man sich dessen Namen merken kann. Aktuell ist es wohl gerade noch Pompeo. Am Ende bleibt eine alte Redensart: "Was blieb nach dem Amtsausscheiden von G. Bush sen.? Saddam Hussein!". Außenpolitik ist für Demokratien nur dann ein Weg zum Ruhm wenn hinter der Demokratie auch ein Ziel steht. Das war zu Zeiten des kalten Krieges klar und somit konnte die USA und hinter ihnen immerhin auch noch weitere westliche Demokratien auch mit Außenpolitik glänzen. Heute haben diese Länder keine Orientierung mehr. Nicht nach innen und nicht nach außen. Die Leerstellen füllen Andere (Deutschland freilich nie, denn hier gibt es seit dem Ende vom GröFaz nurnoch den Wunsch sich aus der Geschichte zu verabschieden und selig in ein Elfenreich voller kindlicher Magie und ohne Anstrengung oder Verantwortung rüberzudriften) oder sie bleiben unbesetzt und somit ein ständiges Kampfgebiet.
Das Volk bekommt die Regierung, die es verdient. Heiko Maas ist symptomatisch für den Niedergang der SPD. Einzig im zeigen von "Haltung" ist er topp! Aber da es für den Außenminister keine Haltungsnoten gibt, verpufft auch diese Fähigkeit. Trump sagt über Mutti: "Sie redet viel und tut Nichts!" und Erdogan über Maas "Ein politischer Diletant." Was soll man zu diesem politischen Comedy Duo denn noch sagen?
Wieso kann er damit überhaupt drohen? Das sind doch Geschenke.
Wieviel Kohlendioxid doch hätte eingespart werden können, wenn Maas dies 80 Reisen nicht unternommen hätte, ohne dass dies im Ergebnis irgend einen Unterschied gemacht hätte.
Die ganze Bundesregierung samt den Leitmedien sind Dilettanten, die niemand außerhalb der BRD ernst nimmt. Das einzige, was man noch nimmt, ist deutsches Geld. Ansonsten werden die Deutschen belächelt. Sie sind borniert, schwach und völlig der Realität entschwunden. Dem deutschen Volk suggerieren die Leitmedien täglich das Gegenteil und lassen den Michel glauben, dass man sich auf der Welt für seine Meinung interessieren oder diese gar teilen würde.
O Herr, wirf endlich richtige Politiker vom Himmel.