Die Faktenchecker der Nachrichtenagentur AFP haben bei dem Mathematiker an der Uni Koblenz Robert Rockenfeller angefragt. Sie wollten wissen, was von einer Aussage von Helmut Sterz in der Bundestags-Enquetekommission zu halten ist, wonach es in Deutschland bis zu 60.000 Tote aufgrund der Corona-Impfung gegeben habe. Sterz ist langjähriger Cheftoxikologe von Pfizer Europe und Autor des Buchs „Die Impfmafia“ (Leseprobe).
Rockenfeller, der in diese Richtung bereits geforscht hat, nannte der anfragenden Faktencheckerin in einer ausführlichen Antwort eine ganze Reihe von Indizien und Studien, die diese Aussage stützen.
AFP, dpa und APA sind die führenden Nachrichtenagenturen im deutschsprachigen Raum. Von ihnen übernimmt die Mehrzahl der Zeitungen und Online-Nachrichtenseiten zu vielen Themen Berichte, anstatt dazu selbst zu recherchieren. Der Einfluss der Agenturen und ihrer großen Faktencheckerteams auf die veröffentlichte Meinung ist also fast nicht zu überschätzen.
Die Faktenchecker aller drei Agenturen sind Teil des als Projekt der EU-Kommission geführten Faktenschecker-Netzwerks „German-Austrian Digital Media Observatory“ (GADMO). Wer Teil von GADMO oder der von GADMO unterstützten Faktenchecker-Szene sein will, braucht eine Lizenz der von der EU-Kommission gegründeten Organisation European Fact-Checking Standards Network (EFCSN). Die Faktenchecker von AFP arbeiten also direkt mit der EU-Kommission zusammen, daneben auch mit anderen Behörden. Die EU-Kommission und nationale Behörden halten mit Nachdruck das Narrativ aufrecht, dass die Corona-Impfungen notwendig, wirksam und sicher waren. Der Interessenkonflikt ist offenkundig.
Eine unerwünschte Antwort fällt einfach unter den Tisch
Schauen wir also, was AFP-Faktencheck aus der diesem Narrativ entgegenstehenden Aussage des angefragten Experten machte. Heraus kam ein Faktencheck vom 30. April, der die Aussage als eindeutig falsch bewertet: „Nein, die Covid-19-Impfung führte nicht zu 60.000 Toten in Deutschland“, gibt man sich sicher, auf Basis folgender Quellen:
- Aussagen eines einzigen Wissenschaftlers des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung, das maßgeblich von Bund und Ländern finanziert wird,
- Wenige Studien, die dieser Experte nennt,
- Aussagen der Bundesbehörde PEI und
- Aussagen der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA.
Rockenfeller und die Belege für die geprüfte Aussage, die er den Faktencheckern geliefert hatte, kommen mit keinem Wort vor. Im Gegenteil. Obwohl nur ein Experte genannt wird, heißt es im gefetteten Vorspann des Artikels: „Fachleute erklärten AFP jedoch, es gebe keine Belege dafür, dass die Impfstoffe zu einer Übersterblichkeit geführt hätten.“
Zitiert wird nur ein einziger Fachmann, aber durch den Plural implizieren die Faktenchecker, dass alle Fachleute dieser Meinung sind. Tatsächlich war aber der zweite Fachmann, mit dem AFP-Faktencheck geredet hat, dezidiert anderer Meinung. Das wird nicht nur unterschlagen, sondern es wird explizit behauptet, dass die (also alle) Fachleute, mit denen AFP-Faktencheck gesprochen hat, Sterz widersprachen. AFP-Faktencheck lügt.
Eine in dieser Szene übliche Masche
Der Experte für medizinische Evaluation Harald Walach hat auf seinem Blog zum Beleg den ganzen Mailwechsel Rockenfellers mit der AFP-Faktencheckerin publiziert. Auf Rockenfellers Protest über die Unterschlagung seiner Expertenauskunft bekam er von dieser zur Antwort:
„Lieber Robert,
vielen Dank für Ihre Nachricht und die von Ihnen angesprochenen Punkte. Bitte entschuldigen Sie die verspätete Antwort – wir wollten diese Angelegenheit zunächst gründlich prüfen.
Während der Recherchephase für einen Artikel wenden wir uns routinemäßig an mehr Quellen, als wir letztendlich zitieren können. Unser Rechercheprozess umfasst umfangreiche Hintergrundanalysen und Expertenmeinungen. In diesem Fall haben wir uns nach unserem üblichen Überprüfungsprozess und unserer Bewertung des allgemeinen Expertenkonsenses entschieden, Ihre Analyse nicht in den endgültigen Artikel aufzunehmen. Dies ist ein üblicher Bestandteil unserer journalistischen Arbeit und redaktionellen Entscheidungsfindung. Dennoch wissen wir es sehr zu schätzen, dass Sie sich die Zeit genommen haben, auf unsere ursprüngliche Anfrage zu antworten.
Mit freundlichen Grüßen
Anna“
Dass man keinen Platz hatte, Rockenfeller als nur zweiten Experten zu zitieren, ist unplausibel. Einen einzigen Experten zu nennen, ist für einen Faktencheck zu einem umstrittenen Thema unzureichend. Die AFP-Redaktion hätte ein Interesse haben müssen, einen zweiten Experten zu zitieren. Dass sie es nicht tat, liegt offenkundig daran, dass er die falsche Meinung vertrat, eine, die – um mit AFP zu sprechen – der Bewertung von AFP des allgemeinen Expertenkonsenses widersprach. Diesen allgemeinen Expertenkonsens leitete AFP offenbar aus nur einer Meinung des Experten eines von der Bundesregierung finanzierten Instituts und von Behördenaussagen ab. Andere Belege für diesen angeblichen Konsens werden jedenfalls nicht geliefert.
Weil die Gegenargumente so dünn sind, fängt der Faktencheck von AFP mit der in dieser Szene leider üblichen Masche an, die Glaubwürdigkeit dessen anzugreifen, der die zu checkende Behauptung getätigt hat. Sterz sei kein wirklicher Insider, weil er schon länger nicht mehr bei Pfizer arbeite und möglicherweise nicht mehr auf dem Stand der Wissenschaft sei, wird insinuiert. Es wird betont, dass er auf Vorschlag der „in Teilen rechtsextremen AfD“ als Experte angehört wurde und dass Mitglieder dieser Partei wiederholt Falschinformationen zur Impfung verbreitet hätten. Bei der Gelegenheit wird gleich noch fälschlich behauptet, der (parteilose) Fragesteller im Ausschuss, Stefan Homburg, sei AfD-Politiker. Kontaktschuld in Reinkultur statt Faktencheck.
AFP ergreift Partei für Regierung und Impfhersteller
Mit einer Lüge, einer falschen Behauptung und anderen perfiden Methoden ergreift AFP Partei für die Regierung und die Impfstoffhersteller gegen die Impfgeschädigten, denen durch solche Lügengeschichten aus scheinbar zuverlässiger Quelle erschwert wird, zu ihrem Recht zu kommen. Denn Richter sind nicht immun gegen den Konsens einer von Nachrichtenagenturen mit Interessenkonflikten gleichgerichteten veröffentlichten Meinung.
Walach beschreibt als weiteres lesenswertes Beispiel für die perfiden Aktivitäten der Faktenchecker eine eigene Erfahrung mit dem ARD-Faktenfinder. Die Studie zur Messung der CO2-Belastung durch Masken, die eine Wissenschaftlergruppe unter seiner Beteiligung erstellt hatte, wurde von einem auf Faktenchecks umgesattelten Pferdesportreporter als ungeeignet verworfen, wobei dieser fälschlich behauptete, die Studie sei von der Fachzeitischrift nicht expertenbegutachtet worden.
Der ARD-Faktenfinder hat sich dadurch mitschuldig daran gemacht, dass hunderttausende Kinder durch eine unsinnige Maskenpflicht gesundheitlich und psychisch schwer geschädigt wurden.
Dieser Beitrag erschien zuerst auf Norbert Härings Blog hier. Weitere kritische Rezensionen von Faktenchecks und Übersichten der Faktenchecker über deren Werke finden Sie auf einer Begleitseite zum Buch „Der Wahrheitskomplex“, das im Achgut-Shop ab sofort erhältlich ist.
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„Der Wahrheitskomplex“ von Norbert Häring, Westend Verlag 2026, hier vorbestellbar.

Beitragsbild: Moonkwan - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
@Ilona Grimm, „Am #19.12.2021# lautete die Meldung bei Aufruf der Hersteller-Website: 500 – Internal Server Error. Please refresh this page or try again laiter. […] ►Die Warnhinweise wurden niemals wieder gesehen!!“ –
Auf nachvollziehbaren Gründen ist der Server des Herstellers Echelon damals zusammengebrochen. Nach ein paar Tagen hatte sich die Anfrageflut beruhigt, bis heute lauten die Warnhinweise: „This is a reagent grade product, for research use only.“
Vgl. auch das Statement des Hersteller, archiviert auf archive.ph: /d1MGS
@Ilona Grimm, „♥→BITTE UNBEDINGT LESEN←♥
Bei dieser Gelegenheit möchte ich an Dr. Rainer Füllmich erinnern, der seit Jahren im Knast schmort und dort menschenunwürdig behandelt wird (ich weiß noch immer nicht, weshalb).“ –
Wikipedia: „Im Oktober 2023 wurde Füllmich verhaftet, da er im Verdacht stand, rund 700.000 Euro Spendengelder an den Corona-Ausschuss für private Zwecke verwendet zu haben. Im April 2025 verurteilte ihn das Landgericht Göttingen wegen Untreue zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten.“
Urteil ist in Fußnote 16 verlinkt.
„Rockenfeller und die Belege für die geprüfte Aussage, die er den Faktencheckern geliefert hatte, kommen [bei AFP] mit keinem Wort vor.“ –
Rockenfellers Aussage und seine Belege kommen bei Wallach auch nur rudimentär vor: „Vor allem war auch die Interaktion zwischen positiver Testung und Impfung deutlich zeitversetzt mit Übersterblichkeit korreliert. Das kann man deuten als eine durch die Impfung hervorgerufene höhere Empfindlichkeit auf eine neue Variante des Erregers. Wer es genauer wissen will, muss nachlesen.“ Wer nachliest, findet auch nur: der Statistiker Rockenfeller hat eine Korrelation gefunden. Konkret: Auf die Booster-Impfung in Q4 2021 folgte die Omikron-Welle ab Q1 2022. Rockenfeller stellt eine Kausalität in den Raum (die „Deutung“ der höheren Empfindlichkeit), übersieht aber völlig, dass es eine Kontrollgruppe gab: die Ungeimpften. Die genauso von der Omikron-Welle betroffen waren.
Die nur mündlich behaupteten 60.000 Impftoten von Sterz basieren auf der Multiplikation einer falschen¹ Zahl (2000 Impftote) mit einer hypothetischen Zahl (angenommene Dunkelziffer 30). Beides wird in der Studie von Rockenfeller überhaupt nicht untersucht, das wird wohl auch AFP aufgefallen sein.
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¹) das waren Verdachtsfallmeldungen
Bei dieser Faktencheckerei geht es nicht um Wahrheitsüberprüfung und Wahrheitsfindung, sondern um Manipulation.
Grundsätzlich ist es wichtig, Aussagen zu überprüfen ob die stichhaltig sind. Aber dazu muss man neutral vorgehen: „ Diese Aussage wurde genannt. Ich überprüfe jetzt ob das stimmt, ob das fundiert ist.“
Bei den Faktencheckern läuft das eher nach dem Motto: „ ich muss jetzt irgendwas finden um diese zu widerlegen oder zu diskreditieren “.
weil dass alles ideologisch geprägt ist, und auch weil die Faktenchecker ihren Auftraggebern das gewünschte Ergebnis liefern müssen.
zb. pickt man sich aber kleine Details raus, die vielleicht widerlegbar sind, und bauscht das auf und behauptet man habe die Gesamtaussage widerlegt.
Ich hab schon „Faktenchecks “ gesehen die inhaltlcih wirklich schwach waren.
Auf gmx kommen manchmal Artikel über „Faktencheks“, die beginnen mit „ Nein, es stimmt nicht dass… “ und dann wird irgendwas völlig abstruses genannt. Hab mich dann gefragt. „ hat das irgendwer behauptet , diese Aussage die vom Faktencheck widerlegt wurde ?
mich würde es gar nicht wundern, wenn bestimmte Kreise diese Aussagen ins Netz setzen, dann ihre Faktenchecker ansetzen, um dann zu tönen: “ha seht mal was da alles für unsinnige Verschwörungstheorien im Netz geistern „
Der ehemalige Chef-Toxikologe von Pfizer, Sterz, hat übrigens bei „Ben ungeskriptet“ auf Youtube interessante Einblicke gegeben. Die mRNA Technologie ist schon ein tolles Geschäftsmodell. Da sollen ja in Zukunft noch viel mehr Impfungen gegen alles Mögliche kommen. Und ja, das sollten sich die, die nach wie vor an die sichere und wirkungsvolle mRNA Impfung glauben, ruhig mal anschauen (ca. 2 Stunden). Kann nicht schaden. Interessant ist auch, wie und woraus diese Substanzen hergestellt werden. Das kann schon zu denken geben. Aber wer sich trotzdem mit diesen Substanzen impfen lassen will, soll das tun. Jeder ist seines Glückes Schmied. Wichtig ist, dass kein Zwang daraus wird.
Auf der Seite von „PHILOSOPHIA PERENNIS“ ist die „Berliner Erklärung zur Meinungsfreiheit“ verlinkt und thematisiert. Initiatoren der Berliner Erklärung sind
Dr. phil. Michael Andrick, Philosoph und Publizist, Prof. Dr. Norbert Bolz, emeritierter Professor für Medienwissenschaft, Kommentator, Publizist , Dr. Carsten Brennecke, Rechtsanwalt für Presse-, Wettbewerbs- und Äußerungsrecht , Prof. Dr. Heike Egner, Humangeographin und Publizistin, Prof. Dr. Michael Esfeld, Ordentlicher Professor für Wissenschaftsphilosophie, Prof. Dr. Ulrike Guérot, Politikwissenschaftlerin und Publizistin, Prof. Dr. Ralf Höcker, Rechtsanwalt und Autor, Alexander Horn, Unternehmensberater und Publizist, Dr. med. Gunter Frank, Arzt und Autor etc.pp.
Die Erklärung trifft in allem den Punkt. Ich will die nicht kommentieren, die hat mich überzeugt, man sollte sie lesen.
Mein Vorschlag allerdings wäre, daß die staatliche Finanzierung von NGOs und Stiftungen abgeschafft wird, aber sie brauchen nicht gänzlich aus dem Verkehr gezogen werden. Die 200 Millionen z.B. für die SPD-nahe FES kann man ja denen vom Lohn abziehen, die die Arbeit der SPD und der Stiftung gerne unterstützen wollen? So geschehen auch mit der Finanzierung der Faktenchecker, usw.? Nennen wir das freiwillige Lohnnebenkosten?