Wissenschaftler beweist: Schulz hübscher als Merkel

Immer wenn ich denke, dass schon alle Abgründe der Soziologie voll ausgelotet wurden, tut sich ein neuer auf. Diesmal: „Schöner wählen“.

Schönheit liegt im Auge des Wählers, das hat der Düsseldorfer Soziologie-Professor Ulrich Rosar in einer Studie rausgefunden, an der er seit 2002 arbeitet – wovon man so alles leben kann. Ergebnis: Die Wähler geben ihre Stimme eher den hübscheren Politikern. Hier geht’s zum Podcast eines Interviews mit Prof. Rosar im DLF.

Pikant: Das Schönheitsranking ist bekannt geworden. Danach sind von 1.786 Politikern Frau Wagenknecht (4,08 Punkte) und Herr Lindner (3,43 Punkte) Deutschlands schönste Politiker. Die Weidel – au weia – liegt mit 3,25 Punkten weit vor Göring-Eckhardt mit 2,58 Punkten. Der Quasimodo der deutschen Politik ist – wie könnte es anders sein – Alexander Gauland mit 0,54 Punkten. (Altmaier lief außer Konkurrenz, weil sein Gewicht ein Staatsgeheimnis ist). Womöglich deprimierend für die Kandidaten: die Schönheitsskala ging bis 6 Punkte. Daraus könnten böse Buben schließen: Wir werden von einer ganz schönen Gespensterbahn regiert.

Die Sensation: SPD-Chef Martin Schulz ist mit 1,67 Punkten viel hübscher als Angela Merkel mit 1,04 Punkten. Ein Vorschlag für die Union – buddelt den Guttenberg wieder aus, dann gewinnt ihr die nächste Wahl. Und, Herr Professor Rosar, kommen Ihnen nie bange Zweifel? Wie konnte Trump die Wahl gewinnen?

Foto: Stefan Klinkigt

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Leserpost (4)
Alfons Kuchlbacher / 11.01.2018

Das kommt davon, wenn man zuviel Germanys Next Topmodel guckt… Oder vielleicht doch eher eine Anregung? “Germanys Next Chancelor(/ette)”? “The Chancelor(/ette)”? “Deutschland sucht den Kanzler/die Kanzlerin”? Ich freu mich schon auf die Casting-Shows und “Behind the scenes”-Clips!

Thomas Nuszkowski / 11.01.2018

ZITAT: “Schönheit liegt im Auge des Wählers, das hat der Düsseldorfer Soziologie-Professor Ulrich Rosar in einer Studie rausgefunden, an der er seit 2002 arbeitet” Seit 2002? Nach dieser Herkulesaufgabe ist der bestimmt schweißgebadet erst mal unter die Dusche gestiegen. Dabei steckt die simple Wahrheit, dass schön besser als hässlich ist, in jedem Gehirn. Man muss sich diese Wahrheit nur bewusst machen. Dafür muss man noch nicht einmal ein Laberfach studieren. Es steckt übrigens noch etwas tolles in jedem Gehirn: ein Verstand. Wenn man den nutzt, dann kann man sich über die schön-gleich-gut-Programmierung hinwegsetzen und die Politiker nach ihren Taten bemessen und auswählen. Ich verfahre so. Die Logik ist ganz einfach. Wie die Politiker aussehen, ist mir doch egal. Ich will mit denen doch nicht ins Bett steigen. Ob sie in meinem Sinne handeln, darauf kommt es an.

Uta Buhr / 11.01.2018

Uta Buhr Spieglein, Spieglein an der Wand… Die Frage müsste hier allerdings lauten: Wer ist der/die Hässlichste im ganzen Land? Zwischen Merkel und Schulz zu wählen, fällt mir sehr schwer, weil ich beide Protagonisten für - gelinde gesagt - extrem unattraktiv halte. Wenn beide wenigstens durch Kompetenz glänzen würden, wäre mir das völlig egal. Ich kann nur hoffen und beten, dass diese Figuren bald von der politischen Bühne verschwinden. Auf immer und ewig. Amen.

Bernd Ackermann / 11.01.2018

Angela Merkel nur 1,04 Punkte? Muss wohl an der kugelsicheren Frisur liegen, da sollte Udo Walz nochmal nachlegen. Bei Schulz wäre das vergebliche Liebesmüh. Außer Kuppeldach polieren ist da nicht viel zu machen. Und Guttenberg? Besser nicht, wer weiß, was Heiko Maas sonst wieder twittert, von wegen “zuviel Gel auf dem Kopf und in der Birne”, wie er es über Chrisitano Ronaldo getan hat.

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