Helldeutschland hat sich gerade ein ziemlich dickes Ei ins Nest gelegt. Aus der Nummer kommen sie so schnell nicht wieder raus. Bundesregierung und evangelische Kirche haben ein Programm namens NesT (Neustart im Team) aufgelegt, um die finanziellen und sonstige Belastungen durch die Jeder-darf-kommen-Politik auf Freiwillige abzuwälzen. Begeisterte Unterstützer der Regierungslinie in Sachen Migration haben nun endlich die Möglichkeit, ihre edle Gesinnung und moralische Überlegenheit unter Beweis zu stellen, indem sie einen Schutzsuchenden versorgen.
Wer die NesT-Patenschaft im Rahmen einer Mentorengruppe für einen Flüchtling übernimmt, muss diesen ein Jahr bei Behördengängen, Schulbesuchen und dergleichen begleiten sowie bei der Arbeitssuche helfen. Er muss auch eine Wohnung organisieren und die Nettokaltmiete für zwei Jahre finanzieren. Ein Klacks, zumal die evangelische Kirche Westfalen sogar bereit ist, Darlehen an klamme Mentoren auszureichen.
Zur völligen Überraschung der Veranstalter haben sich anstelle der angepeilten 500 Teilnehmer bisher lediglich 25 gemeldet. Die Welt berichtet über die Reaktion:
„Ungeachtet des bislang geringen Zulaufs und der Kritik setzen sowohl die evangelische Kirche als auch die Bundesregierung weiter große Hoffnungen in das Pilotprojekt. Es sei denkbar, dass man die Zahl der Plätze im Programm mittelfristig auf 5000 oder gar 50.000 erhöht, sagte Oberkirchenrat Ulrich Möller, der sich für die evangelische Kirche Westfalen maßgeblich an dem Programm beteiligt.“
Geringer Nachfrage begegnet man also durch eine Erhöhung des Angebots. Klingt nach viel Pech beim Denken. Doch den Herrschaften kann geholfen werden: Die evangelische Kirche hat etwa 20.000 Pfarrer, von denen gefühlt 90 Prozent Sonntag für Sonntag predigen, wie wichtig es sei, seine Herzen und unsere Grenzen zu öffnen und Flüchtlinge aufzunehmen. Die Regierungsparteien verfügen zusammen über etwa eine Million Mitglieder, die Grünen über 65.000 und die Linke über 62.000.
Den Worten nunmehr Taten folgen lassen...
Weitere Kandidaten sind Prominente, Journalisten, Lehrer, Professoren, Wirtschaftsbosse, die nicht müde werden, die Weitsicht von Frau Merkel bei der Grenzöffnung zu loben und außerdem zu bekunden, was für hartherzige und dumpfe Fremdenfeinde doch diejenigen sind, die das anders sehen. Alle diese Tugendhelden können von nun an bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit dem NesT-Programm konfrontiert werden:
Hochwürden, ich folge Ihren Predigten mit großer Begeisterung, insbesondere was ihre Forderung angeht, nicht nur unsere Herzen, sondern auch unsere Türen für Flüchtlinge zu öffnen. Jetzt haben wir endlich die Möglichkeit unseren Worten Taten folgen zu lassen. Ich habe Ihnen eine Beschreibung des fantastischen neuen Programmes NesT ausgedruckt und beigefügt. Ich meine Sie und der Kirchengemeinderat sollten mit gutem Beispiel voran gehen. Ich bin sicher, viele von uns werden folgen. Ich erlaube mir, in zwei Wochen nochmals nachzuhaken und Ihre Antwort unserem Gemeindeblatt zur Veröffentlichung zuzuleiten...
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, ich bewundere Ihren Einsatz, unsere Stadt zu einem sicheren Hafen für Flüchtlinge zu machen. Mit dem NesT-Programm, dessen Antragsformular ich in der Anlage beifüge, können Sie Ihren Worten nunmehr Taten folgen lassen und mit gutem Beispiel vorangehen…
Sehr geehrter Herr Schauspieler/Vorstandsvorsitzender, ich bin ein großer Bewunderer von Ihnen. Wann unterstützen Sie den ersten Flüchtling im Rahmen des NesT-Programms? Da sie so vielbeschäftigt sind, würde es völlig ausreichen, die Finanzierung einer Mentorengruppe zu übernehmen. Bitte antworten Sie, ich hoffe mein gutes Bild von Ihnen nimmt keinen Schaden...
Sehr geehrte Frau Bundestagsabgeordnete, Sie sind als große Fürsprecherin von Schutzsuchenden bekannt. Wir sind sicher, dass Sie bereits am NesT-Programm teilnehmen. Uns würde interessieren, wie viele Mitglieder Ihrer Fraktion außerdem teilnehmen und wie Sie diesen Anteil erhöhen wollen…
Kleine Anfrage im Bundestag/ Landtag: Wie viele Mitglieder der Regierung nehmen schon am NesT-Programm teil und zeigen dadurch, dass sie bereit sind, mit gutem Beispiel voranzugehen und nicht nur der Allgemeinheit Ausgaben aufzubürden, die sie selbst nicht willens sind zu bestreiten?
In Talkshows: Herr Habeck, wieso nehmen eigentlich Sie nicht am NesT-Programm teil? Sie doch auch nicht! Ja, aber ich halte den millionenfachen Zuzug von schwer integrierbaren Menschen für einen Fehler, im Gegensatz zu Ihnen. Und was ist eigentlich mit Ihnen, Frau Maischberger?
Die Sache hat sogar das Potenzial zum Re-Tweet des Jahres:
„Ist klar. Aber wer wirklich für Flüchtlinge ist, muss jetzt liefern. Bist Du mit im NesT?“
#NesT #Nestwatch #practicewhatyoupreach
Auf Kosten anderer gut sein
Bei aller berechtigten Schadenfreude sollten wir die Lehre daraus nicht unterschlagen. Flächendeckende Heuchelei ist das Kennzeichen von Gesellschaften, welche die Gesinnung über die Vernunft stellen. Es ist aber nicht einmal Gesinnungsethik, sondern einfach nur schäbig, auf Kosten anderer gut sein zu wollen.
Wer nicht bereit ist, seinen eigenen Geldbeutel zu öffnen oder sein eigenes Haus zur Verfügung zu stelle, also „skin in the game“ zu haben, der muss sich fragen lassen, wieso alle anderen dann dafür aufkommen sollen. Das betrifft auch diejenigen, die gegen die Migrationspolitik der Regierung sind, aber im gleichen Atemzuge vollmundig verkünden, echte Asylbewerber und Kriegsflüchtlinge aus aller Welt (schlappe 30 Millonen) müssten “wir” selbstverständlich aufnehmen.
Wir müssen gar nichts. Sie hingegen können gerne am NesT-Programm teilnehmen.
Titus Gebel ist Unternehmer und promovierter Jurist. Er gründete unter anderem die Deutsche Rohstoff AG und ist Autor des Buches Freie Privatstädte – Mehr Wettbewerb im wichtigsten Markt der Welt, in dem er einen Weg in eine positive Zukunft aufzeigt.
Beitragsbild: symbolbildBenross814 CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Sehr geehrter Herr Gebel, auf so einen Artikel habe ich lange gewartet. Ihre Anregungen ist genial. Wöchentlich werden wir an unserem Wohnort durch die örtlichen Wochenblätter von allen möglichen Instutitionen (Kirche, Politik, Vereine, Bürgergemeinschaften u.v.m.) mit Tränengeschichten über Migranten gehirngewaschen und für dumm verkauft. Es gibt Personen zuhauf , die sich mit Hilfegesuchen um Mitarbeit in der Geflohenenhilfe krampfhaft versuchen, ihre "edle Gesinnung und moralische Überlegenheit unter Beweis zu stellen". Ich werde Ihre Textblöcke nehmen und diesen Personen das Prospekt des NesT zukommen lassen und natürlich um Antwort bzgl. Umsetzung bitten. Bin gespannt, was dabei herauskommt.
Die Arbeiter- und Revolutionsführer sind in aller Regel keine Arbeiter, sondern Intellektuelle, Adelige oder Sprösslinge wohlhabender Familien. Das war schon im alten Rom schon so - der Plebs wurde stets von Patriziern in die Schlacht gegen die Patrizier geführt. Besonders deutlich wird das heute bei den 68ern und deren Nachkommen. Die Arbeiterklasse wurde einfach gegen Drittweltler ausgetauscht und als "revolutionäre Masse" genutzt - da der gut bezahlte und stolze Facharbeiter (z. B. in der Autoindustrie) eben mit gescheiterten Soziologiestudenten nicht mehr auf die Barrikaden geht. Das Muster ist immer gleich. Gescheiterte, machtlose Mitglieder einer privilegierten Klasse werden zu Anführern der unterpriviligierten Massen im "Kampf" gegen eben diese unterprivilegierte Klasse und deren priviligierte Anhänger. Gewinnen sie den "Kampf", sind sie an der Macht, obwohl sie eigentlich innerhalb ihrer herrschenden privilegierten Klasse gar nichts zu melden hatten. Der Facharbeiter darf/muss aber die Zeche des "Kampfes" dieser Geschwätzwissenschaftler bezahlen - sei es als Gehalt in von Steuern finanzierten Institutionen oder als Kosten der Resultate ihrer selbstlobenden "Humanität".
Ja Grützi miteinand': Wer hätte es kommen sehen? Sehe ich irgendwelche Hände? Gebt mir Eure Hände...Okay, genug geDJt, uns allen, denk ich, war doch von Anfang an klar: Die Zeche zahlen WIR, und nicht die großen Vorbeter des Gutmenschentums! Wenn's ernst wird, wird bei denen traditionell gekniffen. Nun müssen Zwangsrekrutierte ran (Smile)...
Ein Artikel, der den Nagel auf den Kopf trifft. Ja, ich kenne auch eine Reihe dieser Maulhelden, die sich als Gutmenschen camouflieren und anderen die Pflichten ihrer Herzensgüte aufbürden. Vor nicht langer Zeit traf ich auf einem Presseessen einen Kollegen, der bei einem dieser (unsäglichen) privaten TV-Sender sein üppiges Gehalt generiert. Während einer Diskussion beim Apéritif sprach er sich zwar mit überbordender Verve für die grenzenlose Aufnahme von "Flüchtlingen" aus, um jedoch wenig später in jammerndem Ton zu beklagen, dass bei ihm um die Ecke in Alsternähe gerade eine größere Anzahl von Syrern in eine - übrigens luxuriös renovierte - Kaserne eingezogen seien.."Die passen doch gar nicht in unsere Gegend", empörte er sich. Und außerdem seien die Läden und Geschäfte in seinem Juste Milieu doch viel zu teuer für "diese Leute." Als ich ihn aufforderte, seiner Großherzigkeit gegenüber den armen Flüchtlingen freien Lauf zu lassen und ihnen das Geld für die teuren Einkäufe aus seiner Privatschulle zu schenken, war der feine Herr von und zu in Windeseile auf und davon. Er nahm sich nicht einmal mehr die Zeit für das exquisite Dessert. Merke(l): Gutmenschlichkeit ist offenbar nur dann schön, wenn andere die Kosten für die guten Taten übernehmen.. @Kathrin Schwarzbach. Frau Merkel hat ihr Volk auf Anfrage eines ihrer Untertanen wissen lassen, dass sie zwar jene bewundere, die Flüchtlinge bei sich aufnehmen, sie selbst sich allerdings nicht vorstellen könne, dies zu tun. Ein Offenbarungseid aus berufenem Munde!
Ist doch alles ganz einfach. ALLE POLITIKER im Bundestag, allen voran FRAU MERKEL, die, wenn sie keine Zeit hat eben eine Helferin einstellen kann, ALLE Lobbyisten, (ich habe mal gelesen daß die Zahl der Lobbyisten VIER mal die Zahl der Abgeordnten übersteigen soll ?), dazu ALLE POLITIKER auf kommunaler Ebene, bis ins kleinste Dorf, ALLE Schauspieler, Künstler, ALLE PRESSE-und FERNSEHLEUTE, Gewerkschafter, Kirchendiener, etc.pp. und ALLE, die begeistert Teddys geworfen haben auf den Bahnhöfen, die sich LAUTSTARK bis HEUTE für MIGRANTEN, auch für KRIMINELLE und "Gefährder" eingesetzt haben, sollen ZWANGSVERPFLICHTET werden Bürgschaften oder andere Hilfen zu leisten. Die meisten besitzen große Wohnungen/ Häuser, sie könnten eine oder mehrere Familien aufnehmen, von ihren Diäten oder hohen Gagen oder sonstigen Einkommen monatlich für jeden Migranten einen GROßEN Teil abgeben, damit die SOZIALAUSGABEN nicht zusammenbrechen. Sie können persönlich kriminellen Migranten beibringen, daß sie sich in DEUTSCHLAND dem DEUTSCHEN RECHT anzupassen haben, sie können den Menschen SPRACHUNTERRICHT erteilen und so weiter und so fort. Wie zitierte Kästner richtig ? "Es gibt nicht GUTES, außer man tut es!!" WASSER predigen aber Schampagner trinken, diese Zeiten sind vorbei. ANPACKEN ist angesagt und zwar von EUCH allen, die Ihr so begeistert (Geschenke, Bereicherungen, Gold etc.) wart. Wenn ich Besuch einlade, so sorge ich im VORFELD dafür, daß ich ihn auch verköstigen und betreuen kann, ich lasse nicht meine Tür geöffenet, damit JEDER reinströmen kann. Von Seiten der POLITIK hat genau das auch zu erfolgen, sonst muß sie die Konsequenzen alleine tragen und darf sie nicht anderen aufbürden, vor allem nicht anderen Völkern !
Wir werden Terror unterworfen von Leuten, die andere zwingen wollen, was diese zu tun und zu lassen, wie zu denken und wie sie zu leben haben. Eine sehr deutsche Spezialität. Die Herumgestoßenen, zum Schweigen gebrachten, durch Diffamierung Delegitimierten, Stigmatisierten, wir also müssen diesen Leuten irgendwann, und irgendwie Einhalt gebieten. Die betreiben reine Triebbefriedigung, da ist trotz lautstarker Beteuerungen keinerlei Rationalität dahinter. Klimapolitik, Euro, Migrantenschwemme, Gender, das Schreddern unserer Industrie, all das ist nicht rational. Wir müssen irgendwann und nicht zu spät klarstellen: die müssen sich zu beschränken darauf, was sie selber für sich umsetzen wollen. Derzeit nötigen Gutmenschen mit Lust alle anderen, ihre Spinnereien zu übernehmen.
Lieber Herr Gebel, super Idee, aber, wenn es an den eigenen Geldbeutel geht, hört die Freundschaft bekanntlich auf. In manch schlaflosen Nächten kam mir so der Gedanke unter einer Adresse „Amt für Integrationswesen“ mir bekannte Linke und Grüne anzuschreiben und zu gratulieren, dass sie ausgelost wurden, einen Asylbewerber in ihrer Mitte aufnehmen zu dürfen. Auf die Reaktionen wäre ich gespannt gewesen. Das Ergebnis hätte ich aber vorher gewusst. Übrigens werden überall Freiwillige gesucht, die in der Flüchtlingshilfe unterstützen wollen. Aber das Interesse scheint mehr und mehr nachzulassen. Es scheint , dass das große Erwachen langsam einsetzt und die Propaganda durchschaut wird.