Die deutschen Linksextremisten haben es ja nicht leicht. Da mühen sie sich Jahr für Jahr, die Zahl ihrer Gewalttaten deutlich zu steigern, um den Kapitalismus in Angst und Schrecken zu versetzen, doch die Konkurrenz zieht immer wieder an ihnen vorbei, zumindest was die Würdigung durch deutsche Staatsorgane angeht. Die erklären trotz aller Mühen immer wieder gebetsmühlenartig, dass die größte Gefahr für die Bundesrepublik von rechtsextremer Seite ausgehe. Und etliche derer, die die „Genoss*innen“ wahrscheinlich im Lager der Kapitalisten verorten würden, werden eher durch die Energie-, Wirtschafts- und Finanzpolitik der Regierenden in Angst und Schrecken versetzt als durch vereinzelte Brandanschläge.
Wenn niemand das eigene Werk würdigen will, muss man das selbst tun, deshalb hatten einige „Genoss*innen“ schon vor Jahren begonnen, die Anschläge für den gesellschaftlichen Fortschritt selbst in einer Art sozialistischem Wettbewerb zu zählen und zu vergleichen. Ganz sportlich kürt diese selbsternannte „Autonome 1. Liga“ seither den „Randalemeister“. Und im Januar konnten sich die „Leipziger Genoss*innen“ im eigenen Leitmedium Indymedia freuen:
„And the winner is… Leipzig! Das Komitee der 1.Liga für Autonome gratuliert den Leipziger Genoss:innen zum Titel: ‚Randalemeister 2025‘, 10 Jahre nachdem sie den Titel schon einmal für sich beanspruchen konnten (https://linksunten.indymedia.org/en/node/160914/index.html). In der engeren Auswahl waren für 2025 noch die Städte Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg und Hannover.
Für die jüngeren Indymedia-Leser:innen, die mit dem Begriff der Randale-Liga nicht vertraut sind, eine kurze Einführung: die Randale-Liga ist eine humoristische Aufarbeitung der verschiedenen autonomen Jahres-Aktivitäten in Deutschland. Dabei stehen die Städte in scherzhafter Konkurrenz zueinander, um am Ende des Jahres nach Auswertung ihrer autonomen Aktivitäten zum Randale-Meister gekürt zu werden.“
Sorge wegen des Berliner Vorsprungs?
In dieser Meisterschaft im linksextremen Humor ist im Jahr 2026 die erste Halbzeit fast geschafft, und aus Leipzig wurde die erste Halbjahresbilanz vorgelegt:
„Nach den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 möchten wir im Rahmen der 1. Liga für Autonome veranschaulichen, welche erfolgreichen Aktionen Leipziger Militante bereits umgesetzt haben. Mit diesem indymedia-Post nominieren wir außerdem die Städte Bremen, Hannover, Aachen, München, Berlin und Hamburg, ebenfalls eine Chronik der durchgeführten direkten Aktionen in ihrer Stadt zu veröffentlichen.
Das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz schrieb in seinem Januar-Monatsbericht über das Vorhaben Leipziger Genoss*innen, in diesem Jahr den verliehenen Titel des Randalemeisters (https://de.indymedia.org/node/621749) zu verteidigen, folgendes: ‚Auch wenn die „Randalemeisterschaft“ als „humoristische“ Aktion verharmlost wird, so ist nach Einschätzung des LfV Sachsen davon auszugehen, dass Leipziger AUTONOME beabsichtigen, sich den „Titel“ mit einem gesteigerten Aktionsniveau auch für 2026 zu sichern. (...) Da Aktionen in das Ranking einfließen, zu denen ein Tatbekenntnis veröffentlicht wurde, ist davon auszugehen, dass in diesem Jahr vermehrt klandestine Aktionen von einem Tatbekenntnis flankiert werden.‘“
Die Berliner haben ja zum Jahresanfang mit dem durch einen Anschlag verursachten größten Stromausfall der Nachkriegsgeschichte schon einen gewaltigen Markstein gesetzt. Der wurde auch in allen Medien gewürdigt. Damit die Heldentaten der „Leipziger Genoss*innen“ dahinter nicht verblassen, haben sie nun ihre Halbzeitchronik veröffentlicht, die aus – wenn ich richtig gezählt habe – 37 Taten besteht. Hier nur einige Beispiele:
„04.01.2026 Vonovia-Transporter in Leipziger Südvorstadt ausgebrannt. Der profitorientierte Konzern behandelt Wohnraum als Ware, treibt Mieten künstlich hoch, fördert soziale Verdrängung, verstärkt Gentrifizierung und untergräbt demokratische Kontrolle über Wohnraum.“
„16.01.2026 Angriff auf das Tatoostudio von Nazi-Band-Mitglied Vanessa Hänisch mit Hämmern, Buttersäure und Farbe.“
„16.01.2026 Angriff auf Allianz-Gebäude mit Hämmern, Steinen, Farbkugeln und Graffiti in Solidarität mit den Genoss*innen in Rojava. Es wurden über 40 Scheiben beschädigt.“
„17.01.2026 Auto von WeichreichteTV/Sebastian Weber (AfD-Mitglied und Fascho-Streamer) Am Rand der Demonstrationen vom 17.01. tiefergelegt und vollständig entglast.“
„20.01.2026 Angriff mit Steinen auf Connewitzer AXA-Büro in Solidarität mit den Genoss*innen in Rojava.“
„29.01.2026 Angriff mit Buttersäure und Bitumen auf den Konzert-Veranstalter Felsenkeller, da in diesen Räumlichkeiten ein rechtes Neo-Folk-Konzert stattfinden soll. Es sollen mehrere extrem rechte Bands spielen. Eine legale Protest-Kundgebung von Anwohner*innen und einen offenen Kritik-Brief konnten die Felsenkeller-Betreibenden bis jetzt nicht umstimmen.“
„30.01.2026 Türschlösser des Felsenkellers mit Mörtel verklebt, da in diesen Räumlichkeiten ein rechtes Neo-Folk-Konzert stattfinden soll.“
„14.02.2026 Brandanschlag auf E-Ladesäulen der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) aufgrund von Mieterhöhungen für ca. 11.000 Wohnungen.“
„03.03.2026 Auto von Nazi-Hooligan Matthias Friedrich entglast und Reifen eingestochen.“
„04.03.2026 Kriegsprofiteur KPMG mit Buttersäure und Bitumen angegriffen. Das international agierende Unternehmen KPMG arbeitet mit der Bundeswehr als Beratungsfirma zur Modernisierung und Optiminierung zusammen. Außerdem wird sich mit dem Schülerstreik gegen die Wehrpflicht solidarisiert.“
„06.03.2026 Firmenfahrzeug von Knastprofiteur SPIE abgefackelt. Die SPIE Deutschland und Zentralgruppe GmbH unterstützt mit der Produktion und Installation von Überwachungsanlagen und Sicherheitstechnik die Gefängnisse.“
„25.03.2026 Sachbeschädigung in verschiedenen Leipziger Stadtteilen an drei Vonovia-Transportern. Die Reifen wurden eingestochen, die Fahrzeuge entglast und rundherum besprüht.“
„28.04.2026 Im Rahmen der Kampagne ’70 Gründe gegen die Bundeswehr’ wurden vier Fahrzeuge der Stadt Leipzig angezündet. Die Stadt Leipzig hat angekündigt, durch das Fraunhofer-Institut zum Rüstungsstandort zu werden. Der Ausbau von Leipzig zum Rüstungsstandort wird nicht ohne Widerstand bleiben.“
„30.04.2026 Das Zelt des Zirkus Afrika wurde zerschnitten. Außerdem wurde auf einem Wagen und auf dem Kassenhäuschen die Graffitos "Tierschänder*innen" und "Tierquäler*innen" hinterlassen. Der Zirkus Afrika steht seit Jahren wegen seiner Tierhaltung in der Diskussion.“
„15.05.2026 Transporter von Knast-Profiteur KONE einige Dellen verpasst, die Scheiben eingeschlagen, die Reifen zerstochen sowie die Parole "Gegen Knäste" hinterlassen. Die Firma KONE beteiligt sich am Bau von Knästen und profitiert damit direkt vom unmenschlichen Gefängnissystem.“
„30.05.2026 Vonovia-Transporter in Leipziger Westen ausgebrannt. Der profitorientierte Konzern behandelt Wohnraum als Ware, treibt Mieten künstlich hoch, fördert soziale Verdrängung, verstärkt Gentrifizierung und untergräbt demokratische Kontrolle über Wohnraum.“
Das bringt die „Leipziger Genoss*innen“ zwar nicht der von ihnen wahrscheinlich erträumten besseren Gesellschaftsordnung näher, aber vielleicht reicht es ja zum Randalemeister. Wir warten gespannt auf die zweite Halbzeit.

@ Jo Neumann – „dass fast alle dieser “ nominierten „ Städte westdeutsch sind ausser Leipzig * die Leipziger Linkskriminellen sind oft aus dem Westen zugewandert* und davon fast alle im Norden des Westens und in NRW liegen?“ – Dafür gibts mindestens einen Vorläufer, das „Wendland“ mit seinen Anti-Atom-Radikalinkis, beginnend ca. 1970.
Leipziger Genoss*innen rechtstaatskonform nach Rojava abschieben.
Wenn ich diese Auflistung so durchlese, habe ich eine Excelliste mit Straftaten-Additions-Funktion vor meinem geistigen Auge. Am Ende jeder Spalte steht „Lebenslang wegsperren“ und „Gemeingefährlich“. Wir leben in längst überholt geglaubten Zeiten der Weimarer Republik mit dem lächerlichen Versuch durch Straßenrandale Politik zu machen. Schade, daß wohlhabenes liberales Bürgertum auf die Kartell-Linke so „spießig“ wirkt.
Ich habe alle Linken schon immer für intellektuell benachteiligt, weil von Gott untermittelmäßig ausgestattet, gehalten – sonst könnten sie einer so vertrottelten Ideologie nicht auf den Leim gehen.
Es dürfte jedoch noch viel schlimmer sein, wenn die glauben, dass Vonovia bei den zahlreichen Verlusten von Fahrzeugen, die sie einkalkulieren müssen, die Mieten senken könnte!
Deutschland lahm legen und in Armut stürzen, damit sich die Linken dann als Retter präsentieren können?
Ist es Ihnen auch aufgefallen, dass fast alle dieser „ nominierten “ Städte westdeutsch sind ausser Leipzig * die Leipziger Linkskriminellen sind oft aus dem Westen zugewandert* und davon fast alle im Norden des Westens und in NRW liegen?
Das passt irgendwie auch.
Die Almans im Norden des Westens und in NRW sind die in Massen übelsten linken Deutschenhasser des Landes.
hi, das Stinkvolk macht die Drecksarbeit, damit der Rundfunkzwangsbeitrag erhalten bleibt.