Ulrike Stockmann sprach mit Henryk M. Broder und Reinhard Mohr über Deutschland im politischen Umbruch – und ihre ironische Analyse einer gespaltenen Republik, die soeben als Buch erschienen ist.
Mit „Good Morning Germanistan!“ liefern Henryk M. Broder und Reinhard Mohr eine Momentaufnahme Deutschlands in Zeiten politischer Umwälzungen. Nach dem Kollaps der Ampel-Koalition steht das Land am Scheideweg: Ein künftiger Kanzler Friedrich Merz kämpft gegen alte Vorurteile und neue Herausforderungen, während die etablierten Parteien um ihren Platz in einer neu zu definierenden Ordnung ringen. Wird jetzt alles besser?
„Good Morning Germanistan!“ ist ein kritisches Protokoll politischer Selbstdemontage und ein humorvoll-bissiger Kommentar zu einer Republik auf der Suche nach Orientierung. Ironisch, faktenreich und hochaktuell.
Das Buch ist im Achgut-Shop hier erhältlich. Beziehen Sie es direkt über den Achgut-Shop, das unterstützt zugleich unsere Arbeit!
Ich weiß nicht, ob das Buch bei den Leuten, die häufig als Putinversteher bezeichnet werden, so gut ankommt, wenn es über deren Einschätzung zu Russland heißt: „Über die Motive dieser eklatanten Realitätsverweigerung, die von Sahra Wagenknecht über Alice Schwarzer und Margot Käßmann bis hin zu AfD-Trollen wie Tino Chrupalla und braven Sozialdemokraten reicht, … kann man nur spekulieren.“ Trotzdem scheint das Buch recht lustig zu sein. Kein Wunder: Die Autoren Broder und Mohr sind immer für einen Spaß gut. Das Allerlustigste liefern sie uns hier: „Friedrich Merz hat ohne eigenes Zutun den Kairos erreicht, den Augenblick, in dem sich die Dinge entscheiden. Er sollte ihn nutzen. Dann wird nicht alles gut, aber vieles besser. Der politische Umschwung ist im Gang.“ Ob Sie es glauben oder nicht: Die beiden meinen das im Ernst!!!
Offenbar liegt so eine Art „Wunderglaube“ im Deutschen Wesen. Im sog. Dritten Reich waren zum Schluß Wunderwaffen vorhanden und Zarah Leander sang dem Volk ins Ohr „Es wird einmal ein Wunder geschehen“. Spätestens da war wohl den meisten Volksgenossen klar, daß sich eher das Ende nähern werde. Und auch bis zum Schluß war geäußerte Kritik als sog. Wehrkraftzersetzung lebensgefährlich. Man mußte also das Lügen auch gegenüber dem privaten Umfeld perfektioniert haben. Eigentlich wurde aus dem Durchschnittsbürger sowas wie ein Staats-Schauspieler. Inwieweit eine solche Dauerlüge, die man aktiv zu äußern hatte und natürlich auch vice versa ständig passiv zu hören bekam, zu einer beeinflußbaren Größe, was den eigenen Verstand anbelangt, wurde, wäre eine zu diskutierende Frage. In der „Zone“ später dasselbe: Sozialismus hier, Völkerfreundschaft da und als „Staatsfeindliche Hetze“ konnte schon leichte Kritik am Staat und seiner Führung eingetütet werden. Auch in der DDR das ständige Dauerlügen als Überlebensprinzip. Heute kann ich hierzulande zwar sagen, daß mich das „Klima-Klima-über-alles“ nervt und mir die Dauerbeschallung im Sinne von „divers, nachhaltig, inklusiv, umweltgerecht, antidies und antidas etc.“ gehörig auf den Sack geht und man wird nicht dafür erschossen. Zumindest noch nicht, aber es kann eben doch schon sein, daß man für das Weiterleiten eines kleinen Witzes Besuch von der Staatsmacht erhält, daß man bei falscher Meinung sein Politmagazin verboten bekommt oder einfach daß einem das Konto ohne weitere Begründung gekündigt wird, nachdem man den Job verloren hat. Alles keine Erfindungen, alles wahr und beweisbar, Herr Welke vom Heute-Journal. Alles das sind genau so Daumenschrauben, die einem zum Dauerlügner machen. Sieht nur demokratisch aus, finde ich. So wie eh und je. Ist doch scheiße.
@A. Ostrovsky / 01.05.2025 -
„@L. Luhmann : >>Es war Habermas‚ beliebige Extremlangweiligkeit, die mich gerettet hat!<< ## Bitte mal in meiner Sprache. Ich verstehe es immer noch nicht. Und ich habe es auch anders erlebt.„ --- Tjaaa, mirrored projections can be dicey …
Oli Welke sagt aber immer noch „meine Damen und Herren, die heute show“. Das letzte Bollwerk! Oder ist das Bolle? Bald zu Pfingsten. Anpassung bei der Schurnallje: Du musst gar nichts, aber es gibt kein Geld. Ist wie mit bestimmten Söhnen Allahs: Du musst gar nichts akzeptieren hier, außer: Es gibt kein Geld. So einfach und so wirksam. Ansonsten gut g’schmatzt (= niederbayrisch für geschmußt). Vielen Dank an Frau Stockmann für die hervorragende Moderation der beiden (Biden?) älteren Herren. Denn es gilt GBS: Hüte dich vor alten Männern, denn SIE haben nicht/s zu verlieren. Habe die ganze Stunde verweilt … . Der Mai ist gekommen und es ist klar: Regnet es im Mai, ist der April vorbei. Nächstes Jahr um diese Zeit ist es dann auch mit dem März vorbei. Kein schöner Land in dieser Zeit, als hier … .
Man nehme es mir übel. Das Bild sieht einigermaßen albern aus.. Morgensterns Galgenlieder: „Ein Wiesel saß auf einem Kiesel inmitten Bachgeriesel..“ „ Der Werwolf, des Weswolfs, dem Wemwolf…“Also Wemwolf trifft es am ehesten.
@L. Luhmann : >>Es war Habermas‚ beliebige Extremlangweiligkeit, die mich gerettet hat!<< ## Bitte mal in meiner Sprache. Ich verstehe es immer noch nicht. Und ich habe es auch anders erlebt.
Meine Mutter hat den Gysi gewählt, weil der so nett ist. Aber man bringt seine Mutter ja nicht um. / Frauen haben einen eigenen Geschmack. In einer alten NDR-Talk Show fragte Moderator Giovanni Lorenzo mit schelmischen Unterton eine Prostituierte, wie sie Helmut Kohl einschätzen würde? Sie sagte, der sei im Bett ein Tier! – Da hatte der Schönling wirklich Pech. – Man sollte sich die Paare genau anschauen. Wir erwarten, daß hübsche Frauen intelligent sind. Weil wir uns nur nach intelligenten Frauen umdrehen. / Der Krieg der Sozialdemokratisten gegen den Faschismus ist ein Stellvertreterkrieg gegen die BRD. Da läßt sich das Mütchen schnell kühlen. Die Attacken hatten anfangs noch den Zweck, den Nationalstaat in der EU aufzulösen. Aber unter dem Berg Lügen ist die Wurzel des „Kampfes“ verschollen und der Kampf ein Selbstläufer geworden. Die erste Amtshandlung auf dem Kirchentag war selbstredend das Gedenken an den Nazi. Wo Steinmeier ist, ist irgendwo auch die Auferstehung der Nazis zu befürchten, und die müssen gleich mit Topfschlagen und kraftvollem Kirchenbann bekämpft werden. Natürlich drängt sich der Verdacht auf, daß die Innendiversspastoren dem Mammon huldigen und wegen der 5000 Euro im Monat und der tollen Pensionsansprüche nicht durch das Nadelöhr kommen, aber der Staatslohn zieht an. Da gibt es im Vorfeld schon ein Hauen und Stechen und schließlich entscheidet wohl das Parteibuch. Was sich wirklich aufdrängt, warum man den Gewerkschaftsaufmarsch und den Kirchentag nicht zusammenlegt zum Sieg des Gegenfaschismus über Deutschland?