Das SZ-Magazin hat in seiner jüngsten Ausgabe nun einem anderen Scheintrend ein ganzes Heft gewidmet: der „Gemüseküche“ – weil es besser klinge als „vegetarisch“, heißt es im Editorial ganz unverholen publikumsgeschmeidig. Und: „Gemüse liegt zweifellos im Trend, und das nicht nur, weil Fleisch aus der Mode geraten ist.“ Den Fleisch-pro-Kopf-Verbrauch der Deutschen können sie damit nicht meinen, denn der ist seit Jahren stabil und schwankt lediglich um einige Gramm pro Jahr (bei etwa 88 kg). Wer es noch genauer wissen will und den netto-Fleischverzehr heranzieht (weil im „Verbrauch“ ja auch Tiefutter, tierische Produkte etc enthalten sind), findet ebenfalls keine talwärts gehende Kurve. Hier mampfen die Deutschen tapfer 60 kg jährlich weg. Und das nicht erst seit gestern. http://ralfschuler.wordpress.com/2010/12/04/wir-uber-uns-und-unsere-gemusekuche/