Noch vor etwas mehr als einem Jahrzehnt hat ein überhebliches Europa den von einer Finanzkrise geschüttelten Ländern Asiens bittere Medizin empfohlen, um ihre Krise in den Griff zu bekommen. Dasselbe Asien, inzwischen gesundet, schaut nun verwundert auf ein Europa, das zu träge scheint für einschneidende Reformen. Tatsächlich haben die westlichen Kreditkarten-Demokratien fröhlich über ihre Verhältnisse gelebt. Die Babyboomer überlassen nachwachsenden Generationen riesige Staatsschulden. Verbindlichkeiten, die zum Teil auch in Deutschland nicht einmal in die offiziellen Statistiken eingepreist sind. Dieser Populismus ist nun an seine Grenzen gekommen, weil die Verschuldung die Zukunftsfähigkeit unser Gesellschaften beeinträchtigt. Natürlich haben diverse italienische und griechische Regierungen besonders verantwortungslos gehandelt. Aber in der Tendenz sind wir alle Italiener und Griechen, manche mehr, manche weniger. http://flatworld.welt.de/2011/09/28/euro-bonds-wurden-die-modernisierung-der-problemstaaten-verhindern/#more-512
Siehe auch:
No, Germany’s real motivation to help Greece is not cash; it’s culture. Germans struggle with a national envy. For over 200 years, they have been searching for a missing part of their soul: passion. They find it in the south and covet the loosey-goosey, sun-filled days of their free-wheeling Mediterranean neighbors. http://www.nytimes.com/2011/09/26/opinion/germanys-love-for-greece.html?_r=1