“…Der letzte Sonntag, so berichtete HKM-Chef Dr. Rolf Höffken beim gestrigen ‘Nachbarschaftsgespräch’ mit Vertretern von Politik, Kirchen, Vereinen und Einrichtungen rund um die Hütte im Süden der Stadt, habe man erstmals rund um die Uhr an der Leipziger Strombörse für gelieferte Energie zuzahlen müssen. HKM liefert bei der Koks- und Stahlproduktion anfallendes Gas für zwei von RWE betriebene Kraftwerksblöcke auf dem Werksgelände und braucht nur die Hälfte des erzeugten Stroms selbst. ‘Hätten wir keinen Strom gemacht, wäre es billiger gewesen’, erklärte Höffken. Sein Urteil: ‘Eine abstruse Situation.’ Weiteres Ungemach droht aus Brüssel. Noch sind Unternehmen wie HKM, die selbst Strom erzeugen, befreit von Kosten nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Ändert sich das, werde jeder Arbeitsplatz mit Kosten in Höhe von 18.000 Euro pro Jahr belastet. Darüber hinaus fürchtet die Werksleitung, dass sie ‘von Brüssel noch stärker belastet’ werden. HKM beschäftigt zur Zeit etwa 3.300 Mitarbeiter…”
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