Henryk M. Broder / 03.12.2014 / 02:16 / 4 / Seite ausdrucken

Wir machen Gender!

Die Friedrich Ebert Stiftung, die irgendwie der SPD nahesteht, hat ein “Referat Forum Politik und Gesellschaft”, dessen Leiterin die “Zentrale Aufgabe Genderkoordinierung” verwaltet. Keine Frage, so etwas muss es geben. Aber es geht um mehr als nur darum, Gender zu koordinieren. Es geht um Ansätze und Anknüpfungspunkte für die gemeinsame Arbeit an einer geschlechtergerechten Gesellschaft.

Ja, Perspektiven und Prognosen, Kauen und Verdauen, Ansätze und Anknüpfungspunkte. Für eine geschlechtergerechte Gesellschaft, in der 50% der Abgeordneten im EU-Parlament Frauen sind und 50% der Männer Kinder bekommen. http://fes.de/gender/infobrief/fokus/?open=1

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Paypal via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Matthias Strickling / 04.12.2014

Man sollte konsequenterweise alles gerecht Gendern: Der Sonne, die Tischin, die Stühlin, die Hässin, die Kriegin um nur ein paar Beispiele zu nennen, die mir in den ersten 3 Sekunden durch den Kopf gingen….. Es gibt bestimmt genug aus dem Emma-club, die ganze Schränke ( innen ) mit weiteren Worten füllen könnten. Als ich noch Student und nicht Studierender war, war es meinen emanzipierten Komiltoninnen völlig egal Student zu sein. Auf so einen Schwachsinn wären selbst die emanzipiertesten unter ihnen nicht gekommen. Auf so einen Hirnstuhl kann man auch nur kommen, wenn man nicht ausgelastet mit Arbeit ist und genug Zeit hat.

Michael Milsch / 03.12.2014

“Kaum mehr Frauen im Europaparlament - aber dafür die AfD.” So überschreibt die Friedrich-Ebert-Stiftung einen ihrer Artikel in dieser “Gender Matters”-Ausgabe. Und legt gleich nach: diese Partei sei “extrem antifeministisch”. Liebe FES, das stimmt. Die AfD hat mit Feminismus, wie er üblicherweise verstanden wird, nichts am Hut. Und mit Gender-Mainstreaming und Frauenquoten auch nicht. Denn das “A” steht für “Alternative” und nicht für “Auch so wie alle Altparteien”, wo man den ganzen Kokolores zum Programm gemacht hat. Ach übrigens, die Antifeministen von der AfD, die “ins Parlament gespült wurden” - wie die SPD-nahe Stiftung das Ergebnis freier Wahlen umschreibt - hat knapp 30% Frauenanteil unter ihren EU-Abgeordneten.

Dirk Ahlbrecht / 03.12.2014

Dieser Quatschwissenschaft kann man sich nur mit Humor nähern. Zum Thema GenderMainstreaming hat der unnachahmliche Akif Pirincci den wunderbaren Satz gesagt: “Wenn meine Tante einen Schwanz hätte, dann wäre sie mein Onkel!”

Reinhard Kohl / 03.12.2014

Ich tschändere nicht, weil ich beim Reden nicht gezwungen sein möchte, immer auch noch an Frauen denken zu müssen. Zumal nicht an solche, die mir das Denken an Frauen komplett vermiesen.

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Henryk M. Broder / 21.05.2024 / 12:00 / 30

Ab nach Kassel!

Neues aus Kassel. Eine israelische Kunsthistorikerin bekommt eine Gastprofessur und erklärt ihren Gastgebern als erstes den Unterschied zwischen Antisemitismus und Antizionismus. Es gibt tatsächlich einen,…/ mehr

Henryk M. Broder / 07.03.2024 / 16:00 / 19

Aserbaidschanische Kampagne verhindert Armenien-Debatte

Eine in Berlin geplante Buchpräsentation und Diskussion über bedrohtes armenisches Kulturgut konnte aus Sicherheitsgründen nur online stattfinden. Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V. (DGAP)…/ mehr

Henryk M. Broder / 04.03.2024 / 14:00 / 23

Michael Blume: Vom Zupfgeigenhansl zum Ersten Geiger?

In der Dienstzeit des Antisemitismus-Beauftragten Michael Blume hat die Zahl antisemitischer Straftaten in Baden-Württemberg erfolgreich zugenommen. Aber der Mann hat andere Sorgen. Ende Dezember letzten…/ mehr

Henryk M. Broder / 26.01.2024 / 12:00 / 70

Frau Assmann denkt über 1945 hinaus

Eine „Expertin für Erinnerungskultur“ möchte die Erinnerung an die Shoa mit der an die Nakba verbinden. Den Palästinensern wäre mehr geholfen, wenn Deutschland ihnen ein…/ mehr

Henryk M. Broder / 17.01.2024 / 06:15 / 91

Der Unsinn, aus dem Antisemitismus-Beauftragte gebacken werden

Gleich nach dem Influencer, dem Eventmanager und dem Insolvenzberater ist „Antisemitismusbeauftragter“ ein Beruf mit Zukunft. Der Antisemitismus hat Hoch-konjunktur, und da braucht man ausgewiesene Experten…/ mehr

Henryk M. Broder / 02.01.2024 / 14:00 / 50

Bedeutende Denkerinnen und Denker des 21. Jahrhunderts: Chr. Str.

Christian Streich, seit 2012 Cheftrainer des FC Freiburg, ist vor allem dafür bekannt, dass er sich gerne „einmischt“ und „Stellung bezieht“. Denn: Sich einmischen und…/ mehr

Henryk M. Broder / 21.12.2023 / 16:00 / 6

Efraim Habermann: 19.6.1933 – 19.12.2023

Der Fotograf Efraim Habermann ist mit 90 gestorben. Ein kultivierter Herr, der noch auf Aussehen und Umgangsformen achtete, das Haus nie ohne Krawatte und Einstecktuch verließ. Statt eines…/ mehr

Henryk M. Broder / 05.12.2023 / 13:00 / 38

Bedeutende Denkerinnen und Denker des 21. Jahrhunderts: D.F.

Es muss nicht immer einer oder eine aus der Beletage des Feuilletons sein. Auch im Souterrain des Kulturbetriebs flackert manchmal ein Licht auf. Derzeit ist es…/ mehr

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com