Wolfgang Röhl / 25.08.2016 / 06:29 / 14 / Seite ausdrucken

Wir haben verstanden: Der Enigma-Journalismus

Die ab den späten Neunzehnhundertsechzigern reihenweise am Kiosk aufpoppenden Sexblätter bekamen schnell juristischen Ärger. Es hagelte Strafanzeigen wegen „Anstiftung zum unzüchtigen Verkehr“. Polizisten durchsuchten Redaktionen, Staatsanwaltschaften konfiszierten Karteien. Die Bonner Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften unter ihrem langjährigen Vorsitzenden Rudolf Stefen beäugte die Darbietungen von Geschlechtsmerkmalen penibel, zählte jedes Schamhaar und indizierte so manches Presswerk, das sie für Oberschweinkram hielt.

Nicht bloß Pornobildchen und Erotikstücke, auch Leserkontaktanzeigen waren im Visier der „BuPrü“. Die Sex-Annoncen standen unter dem allerdings nur zu berechtigten Verdacht, „unzüchtigen Verkehr herbeizuführen“. Für Publikationen wie die legendären „St. Pauli Nachrichten“ (ein Weilchen auch Spielplatz von Stefan Aust, Henryk M. Broder und andere vielversprechenden Talenten), ging es somit ans Eingemachte. Denn einen Großteil ihrer Erlöse erzielte das Genre mit eben diesen Kontaktanzeigen. Mehr noch: Die Leser kauften Gazetten wie die SPN (zeitweise über eine Million Auflage) hauptsächlich wegen des opulenten Kleinannoncenteils. Der lief unter dem Rubrum „Seit nett aufeinander“, eine Verballhornung des Mottos „Seid nett zueinander“ der trutschigen Springer-Zeitung „Hamburger Abendblatt“.

Damit die Kontaktspalten nicht gar so aufgeilend anmuteten, bürgerten sich dort bezüglich gesuchter Sexualpraktiken rasch ein paar Codes ein, die jeder in der Inseratenszene drauf hatte. Hallo, wir haben verstanden! Also, „griechisch“ stand für Analverkehr (historisch halbwegs nachvollziehbar), französisch für (oh, là là!) Mundverkehr. Englisch bezeichnete was mit Hauen. Doch was, Madre mia, war denn nun spanisch? Irgendwann klärte mich ein Kumpel auf: dabei rubbele man sich zwischen den hoffentlich üppigen Brüsten der Partnerin einen runter.

Sozialisiert durch Gina, Sofia und Silvana

Ich hätte geschworen, dergleichen liefe unter italienisch, denn busenwundermäßig war ich sozialisiert durch Gina, Sofia und Silvana. Auf die italienische Tour mache man es aber anders, nämlich in der Achselhöhle, klärte mich mein Freund auf. Großes Staunen! Auch auf die Bedeutung von „Natursekt“ kam ich Simpel aus der Kleinstadt Stade nicht von selbst.

Die spannende Zeit des Sexanzeigenentschlüsselns ist längst passé. Doch gibt es neue Codes, die geknackt werden wollen. Was zum Beispiel ist eine „Mobile ethnische Minderheit“? Der Begriff bezeichnet Menschen, die man früher – zugegeben etwas unscharf – Zigeuner nannte. MEM wird allerdings wegen seiner homerischen Lachhaftigkeit selten in Presseberichten, dafür aber weiterhin tapfer im Beamtendeutsch verwendet.

Ein anderer Schlüsselbegriff, der aus dem Fundus der Polizeipressestellen stammt, schafft es dagegen häufig in die Blaulicht-Spalten der Tagespresse. Wenn eine „Hochzeitsfeier“ mit ungefähr 300 Gästen in Hamburg, Berlin, Mainburg oder sonst wo plötzlich „eskaliert“, wenn Messer blitzen, Knochen knacken und die Polizei mit mindestens 20 Streifenwagen anrücken muss, weil die Beamten anderenfalls vom feierfrohen Mob vermöbelt würden, dann ahnt der geübte Medienkonsument, aus welcher Ecke von Bunteuropa die Hochzeitsgäste stammen könnten.

Um beschwipste Nachwuchskräfte eines Ruderclubs handelt es sich wohl nicht

Ebenso, wenn „wegen eines verstopften Klos“ in einem Heidenheimer Lokal eine Massenschlägerei losbricht, welche dank flugs herbeitelefonierter Unterstützertrupps eines Prügelduos stattfinden kann. Wenn „junge Raser“ sich nachts um vier in Köln „Wettrennen“ mit unschönem, zuweilen auch für Unbeteiligte letalem Ergebnis liefern, dann braucht man nicht erst den Prozess abzuwarten, um auszuschließen, dass die Gladiatoren der Sause Maik oder Torsten heißen.

Und wenn über die „siebenköpfige Personengruppe“, die nächtens in Hamburgs Innocentiapark einen Mann „anspricht“, um ihm sodann niederzuschlagen, auf den zu Boden Gegangenen einzutreten und hernach an benachbarten Plätzen noch weitere Passanten zu klatschen - selbst wenn also polizeiseitig über die Täter aus „Jugendschutzgründen“ nicht mehr verraten werden darf als ihr Alter („15, 16, 16, 17, 18, 19 und 19“), so darf der gewiefte Leser dieser Nachricht doch einigermaßen sicher sein: um beschwipste Nachwuchskräfte eines hanseatischen Ruderclubs handelt es sich wohl nicht. Genaueres leakt dann meistens rasch durchs Internet.

Was war los, als sich mal wieder „Männer“ vor einem „Kulturverein“ blutig kloppten? Haben sich da die Gäste des lokalen Literaturhauses über eine Juli Zeh-Lesung in die Haare gekriegt? „Beziehungstaten“, die in der Presse häufig vermutet werden, wenn Frauen in Blutlachen aufgefunden werden, was hat man sich darunter konkret vorzustellen? Wenn drei junge Fußballer einen Linienrichter totschlagen, weil sie mit einer Entscheidung des Mannes nicht einverstanden waren, sind das einfach diese typisch holländischen Hitzköpfe? Und warum eigentlich gibt es neuerdings wieder so viele „Rocker“ in Deutschland? Darunter ganze Gangs, die – etwas rockeruntypisch - weder Maschinen noch Motorradführerscheine besitzen, laut Presseberichten aber „Rockerkriege“ ausfechten? Fragen über Fragen. Antworten sind von den meisten Feder-Haltern (Ausnahme hier) nicht zu erwarten.

Die Vertuschungshoheit, das Verschweigeprivileg, die Bemäntelungsbefugnis

Eine Journalistin namens Canan Topçu legte vor einigen Jahren in der „Zeit“ dankenswerterweise offen, warum sie in dem Fall des erschlagenen holländischen Linienrichters darauf verzichtet hätte, den ethnischen - marokkanischen - Hintergrund der Täter zu benennen, anders als es der Dortmunder Journalistik-Professor Horst Pöttker gefordert hatte. Topçu: „Pöttker geht von einem ‚mündigen Publikum’ aus, an das sich Journalisten zu richten hätten. Ich nicht. Ich habe lediglich Bürger vor Augen, die ich nach bestem Wissen und Gewissen informieren möchte.“ Ehrlicher kann man nicht ausstellen, worum es im Nanny-Journalismus geht.

Das Dumme ist nur, dass Leute wie Topçu – unter anderem 12 Jahre Redakteurin beim Presseerzeugnis „Frankfurter Rundschau“ – in einer Medienwelt leben, die verdunstet ist. Der Journalist als Nachrichtentreuhänder? Der Schreiber in seinem Stübchen entscheidet, was aufs Tapet kommt und was nicht? Himmel, wie vorgestrig ist das denn?

Sicher, viele Medienschaffende hätten es lieber gesehen, wenn die Kölner Silvesternachtparty nie ein großes Thema geworden wäre. Aber das klappte bekanntlich nicht. Die Vertuschungshoheit, das Verschweigeprivileg, die Bemäntelungsbefugnis, die Lizenz zum Retouchieren, Zensieren, Relativieren - alles dahin. Verfluchtes Internet!

Die Frucht von jener Kraft, die stets das Gute will und meist das Ungute schafft

Noch dümmer: Die als „Achtsamkeit“ (Topçu) sich gerierende, zivilgesellschaftlich selbstveredelte Omertà vieler Medien hat dazu geführt, dass ein Klima profunden Misstrauens entstanden ist, geht es um grassierende Formen von Kriminalität. Jeder Straßenraub, jeder Tankstellenüberfall, jedes Menschenzusammenschlagen, jede Vergewaltigung, jede sexuelle Belästigung, you name it, wird von einem größer werdenden Teil der Öffentlichkeit, welcher medialen Verlautbarungen schlicht nicht mehr traut, automatisch auf einschlägige Konten gebucht.

Das haftet im Kopf. Auch wenn sich später herausstellt, dass die Täter in diesem oder jenem Fall Deutsche ohne Mihigru waren. Das, und nichts anderes, ist die Frucht von jener Kraft, die stets das Gute will und meist das Ungute schafft.

Fairerweise muss man anmerken, dass das Problem nicht immer bei Behörden liegt, noch nicht. Das Hamburger Polizeipresseportal  zum Beispiel spiegelt recht freimütig, wer in der Hansestadt am kriminellen Tagesgeschehen beteiligt war oder unter dringendem Tatverdacht steht. Nutzt leider nix, wenn Medien die ihnen von der Polizei kostenfrei überlassenen Meldungen um entscheidende Details verkürzen. Da kommt es schon mal zu Glanzleistungen der Manipulation, die an Strafvereitelung aufgrund toleranzbesoffener Hirnerweichung grenzen.

Nicht ein Sterbenswörtchen über „südländisches“ bzw. „nordafrikanisches“ Aussehen

Der jüngste Fall: Am 19. August veröffentlichte die Polizei Hamburg einen Zeugenaufruf, wie üblich in der Hoffnung auf dessen korrekte Weiterverbreitung durch die Lokalmedien. Es ging um einen Raubüberfall auf einen Supermarkt im Stadtteil Eimsbüttel. Drei Täter, bewaffnet mit einem Messer und einer Schusswaffe, hatten die Angestellten gefesselt und 1.000 Euro geraubt. Nach Auslösung des Alarms und Befreiung der Opfer wurde eine Fahndung eingeleitet, welche ergebnislos blieb. Die Polizeipressestelle veröffentlichte detaillierte Täterbeschreibungen und vermerkte ausdrücklich, jeder der drei Räuber habe ein „südländisches bzw. nordafrikanisches Aussehen“.

Die „Hamburger Morgenpost“ druckte die Polizeimeldung nur zum Teil ab. Nicht ein Sterbenswörtchen verlor sie über das Wichtigste des Zeugenaufrufs, nämlich die Angaben über die Bekleidung und das Aussehen der Täter. Stattdessen vermeldete sie, die Polizei fahnde „jetzt mit Hochdruck nach den Tätern“; gerade so, als verteile die Polizei an der Elbe üblicherweise nur Knöllchen an Parksünder.

Zum Ausweis ihrer Kooperation mit den Ermittlern druckte die Zeitung eine Telefonnummer der Polizei ab, unter der sich mögliche Zeugen melden sollten. Zeugen, denen die Mopo zuvor alles unterschlagen hatte, was deren Gedächtnis vielleicht auf die Sprünge hätte helfen können.

Den letzten Lesern des mit Fug und Recht untergehenden Blödblattes  kann es wurscht sein. Selbst diese armseligen Idioten haben, denke ich, instinktiv ganz gut verstanden, wer sich da im Supermarkt bediente.

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Leserpost

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Ulrich Jäger / 26.08.2016

Es ist nicht so, dass Nationalität bzw. Ethnie in Berichten über Straftaten nicht genannt werden. In der “Thüringer Allgemeinen” beantwortete der damalige Chefredakteur Raue eine Leserbrief dazu sinngemäß mit der Aussage, dass diese genannt werde, wenn sie für die Tat relevant sei. Interessanterweise wurde dann einige Seiten weiter über die Aushebung einer Hanfplantage berichtet, die von Vietnamesen und Deutschen betrieben wurde. Bei Artikeln über illegale Zigarettenverkäufe im Osten Deutschlands wurde auch immer die Nationalität der Händler (Vietnamesen) genannt. Wo da die Relevanz steckt, weiß sicher der Chefredakteur H.P. Raue. Kommen die Täter aus dem Morgenland, wird darüber nichts geschrieben.

Werner Lange / 26.08.2016

Gänzlich wie früher in der DDR. Es bedarf da kaum einer staatlichen Lenkung, und jeder Volontär erfährt rasch, was man von ihm erwartet. Kleiner Beitrag für den Speicher der ENIGMA: Wenn in den USA ein schwarzer Jugendlicher - aus welchem Grund auch immer - von Polizisten getötet wird, dann ist das ein “Teenager”, ermorden palästinensische Terroristen israelische Jugendliche, so sind es “Talmudschüler” oder wenigstens - das ist fast schon philosemitisch - “Siedlerkinder”.

Andreas Rochow / 26.08.2016

Die aktuellen IVW-Zahlen - vielen Dank für den Link! - müssen trotz alledem erschrecken. Zugegebenermaßen habe ich trotz Multimedia noch an meiner überregionalen Tageszeitung festgehalten. Die Qual der Wahl (!) steigt mit dem dramatischen Vertrauens- und Bindungsverlust. Die großen Redaktionen haben in vielen Fällen die Politik längst überholt und zerrspiegen die Situation mit ihrer galoppierenden political correctness. Die großen Nachrichtenagenturen machen vor, was zu tun und was zu lassen ist. Dass das Internet (oder Merkels “Digital”) die Ursache für das Zeitungssterben sei, gehört in die Welt der vereinfachenden Scheinerklärungen. Ganz sicher gehört ein steuerähnlicher Zwangsbeitrag für ARDZDFDR zu den entscheidenden Zerstörern einer kritischen Presselandschaft: steuerfinanzierte Agitation und Propaganda muss nicht noch mit teuren Abonnements honoriert werden.

Uta-Marie Assmann / 25.08.2016

Der dünne Firnis der Liberalität und der Demokratie erweist sich in Deutschland als eben genau das: ein dünner Firnis. Heute wieder (fast) allenthalben in den deutschen Medien Empörung über bewaffnete (!!) Polizisten, die die französischen Gesetze und Verordnungen zum Burka- und Burkini-Verbot z.B. in Nizza durchsetzen. Der Gutmensch ist entrüstet: ‘bewaffnete’ Polizisten - na, so etwas aber auch !

Jedediah M Schmitz / 25.08.2016

Noch sitzen die Journalisten auf dem hohen Roß. Auch unsere Lokalpresse ist zwar nach zahlreichen Vorfällen vorsichtiger geworden, aber immer noch scheint zwischen den Zeilen der unerschütterliche Glaube an den Belehrungsauftrag über das dumme Volk durch. Das wird sich wohl erst ändern, wenn die Personen ausgetauscht werden, von mir aus gerne durch Bankrott dieser Journaille. Für diese Blättchen gebe ich schon lange keinen Cent mehr aus.

Nicc Pharo / 25.08.2016

Befunde dieser Art häufen sich. Je mehr draussen an Negativem geschieht, desto weniger kann man öffentlich darüber sagen. Dieser Zustand ist schleichend herbeigeführt worden, in Schritten so klein, dass jeder einzelne für sich großer Aufregung nicht wert war. Heute kann jeder sehen, wohin der Weg geht. Man braucht die Themen nicht einmal mehr zu nennen, wir wissen alle sofort Bescheid. Was kann man tun? Wie kann man verhindern, dass sich dieser Weg fortsetzt? Das Grundgesetz kennt ein Widerstandsrecht. Welchen Wert hat dieses Recht, wenn zunehmend bereits rein verbaler Widerstand großer Teile des Volkes auf Repressionen trifft? Wir sprechen hier nicht mehr von Einzelfällen, sondern von einer geradezu massenhaften Zensur und alle Lebensbereiche erfassenden Propaganda. Ich sehe keine Mölglichkeit mehr, mich mit zivilen Mitteln zu wehren. Was kann man sich von einer Bundestagswahl erhoffen? Massenweise Zerstörung von Plakaten. Gewalttätige Attacken auf Wahlkampfstände. Hausbesuche bei Oppositionellen. Postbedienstete, die sich weigern Wahlwerbung auszutragen oder diese einfach wegwerfen. Propaganda der Staatsmedien in nicht gekanntem Ausmaß voller Versprechungen und Nebelkerzen für den Michel. Dazu die inzwischen schon alltäglichen Übergriffe von Merkels Gästen.  Gegen nichts davon können wir uns wehren. Alle Möglichkeiten dazu hat man uns genommen einschließlich der Waffen. Niemand und nichts schützt uns mehr.  Es kann nicht mehr schlimmer kommen, ohne dass die Zivilisation selbst in Europa in sich zusammenfällt.

Dirk Adam / 25.08.2016

Da die Sächsische Zeitung hier als positives Beispiel erwähnt wird, auch hierzu noch eine Anmerkung. Nach dem die Touristenzahlen in Dresden aufgrund von Pegida um exorbitante 2 % zurückgegangen sind, was man aber auch der Rubelschwäche anrechnen kann, habe ich auch dieses Jahr wieder 2 Wochen Urlaub im “braunen Schandfleck Deutschlands” (Hamburger Mopo) gemacht. Dabei habe ich mir wieder verschiedene Tageszeitungen gekauft. Im Gegensatz zu württembergischen Printmedien wird hier sehr offen und fundiert zum Thema Flüchtlinge berichtet. So enthielt die Sächsische Zeitung, Ausgabe Radeberg einen sehr ausführlichen Artikel, inklusive Interview mit dem Stellvertretenden Leiter des Jobcenters zu diesem Thema. Fazit: -Aktuell leben 2500 Flüchtlinge im Kreis, davon sind 400 anerkannt und Hartz 4 Bezieher. -mehr als jeder Fünfte ist Analphabet - die Zahl der Spezialisten ist sehr überschaubar, die allerwenigsten können einen Abschluß oder Ausbildung nachweisen -in Tests stellte man fest, das die Begriffe Studium oder Ausbildung in den Herkunftsländern eine ganz andere   Bedeutung haben, als in Deutschland -es ist kaum möglich, anerkannte Flüchtlinge in Arbeit zu vermitteln, bisher ist es nur in 2 Fällen gelungen. Beide wurden in eine geringfügige Beschäftigung vermittelt, einmal in ein Lebensmittelgeschäft und einmal in eine Umzugsfirma. Möglicherweise ist diese ehrliche Herangehensweise der sächsischen Zeitungen an das Thema ein Grund, wieso die “Refugees welcome!”-Stimmung in Sachsen nicht so ausgeprägt ist, wie in anderen Landesteilen.

Dirk Adam / 25.08.2016

Hier 2 Beispiele aus meiner Region: Stuttgarter Polizei : “Unbekannte haben am Montagabend (27.06.2016) an der Filderbahnstraße eine 23 Jahre alte Frau niedergeschlagen und ausgeraubt. Die 23-Jährige befand sich gegen 22.50 Uhr auf dem Nachhauseweg, als zwei Männer sie von hinten einholten und versuchten, ihre Handtasche zu entreißen. Trotz der Gegenwehr der couragierten Frau, schlugen die Täter sie nieder, raubten den Geldbeutel mit persönlichen Papieren sowie Bargeld und flüchteten in unbekannte Richtung. Alarmierte Polizeibeamte fahndeten nach den Tätern. Rettungskräfte kümmerten sich vor Ort um die Verletzte. Die beiden Täter sind zirka 30 Jahre alt, haben eine normale Statur, kurze dunkle Haare und ein nordafrikanisches Aussehen. Sie unterhielten sich offenbar auf Arabisch und waren dunkel gekleidet. Zeugen werden gebeten, sich mit dem Raubdezernat unter der Rufnummer 8990-5778 in Verbindung zu setzen. “ Stuttgarter Zeitung: “Die beiden Täter sind etwa 30 Jahre alt, haben eine normale Statur, kurze dunkle Haare und waren dunkel gekleidet. Zeugen können sich bei der Polizei unter der Telefonnummer 0711/8990-5778 melden. “ Polizeibericht der Kripo Böblingen: “Der 15-Jährige beschrieb die Täter als schlanke, junge, südländisch aussehende Männer im Alter zwischen 17 und 18 Jahren.” Böblinger Zeitung: Das 15 Jahre alte Opfer kam aus Richtung der Wolfgang-Brumme-Allee, als es bemerkte, dass sich drei junge Männer hinter ihm befanden. Plötzlich attackierte ihn einer der Männer von hinten, packte den 15-Jährigen an seiner Halskette und hielt ihn daran fest. Während dessen griff einer der Komplizen in die Hosentasche des Opfers und stahl den Geldbeutel. Der 15-Jährige beschrieb die Täter als schlanke, junge, Männer im Alter zwischen 17 und 18 Jahren.

John Farson / 25.08.2016

Wie sie sagen, man hat gelernt, zwischen den Zeilen zu lesen. Es reicht der Begriff “ein Mann” um zu wissen was los ist. In der DDR lief es ähnlich. Natürlich war das dort noch extremer, aber das schaffen wir auch noch.

Peter Krug / 25.08.2016

Die beschriebenen Handlungsweisen der Presse ist mit Fulda´s Medienwelt identisch. Liest man im Polizeibericht so fehlt meist NUR ein Wort in der Veröffentlichung der Medien. Dies ist aber das ENTSCHEIDENDE Wort. Der Bürger soll dumm gehalten werden. Diese Pressearbeit erinnert mich an die der DDR, UDSSR / Rußland und mittlerweile auch Türkei. Von freier mutiger Presse ist nichts mehr übrig.

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