
Herr Vaatz, ganz ehrlich: Sie sind das Feigenblatt der CDU und erlauben somit, dass es so weitergeht wie bisher. Das macht Sie natürlich mitschuldig, denn Worte ohne Taten sind m.E. schlimmer als das stoische Ertragen. Und natürlich haben Sie ein nettes Einkommen für die Beihilfe zur kompletten Zerstörung des Deutschlands, welches Goethe, Einstein, Beethoven, Mann, und Stauffenberg hervorgebracht hat. Sie sind Wasserträger für Ströbele, Gisy, und alle anderen Wassermelonen.
Lippenbekenntnisse eines Politikers, der zu erkennen beginnt, dass der Anfang vom Ende für das Establishment eingeleutet ist: ein “Weiter so” wird der “Osten” und viele im “Westen” nicht mehr mittragen. Herr Vaatz, all die Dinge die Sie aufführen, sind korrekt - was aber haben Sie konkret dazu beigetragen, etwas zu ändern? Ich jedenfalls habe Ihren Namen weder in den Staatsmedien noch in anderen zugänglichen Plattformen als mahnende Stimme vernommen. Oder habe ich das nur übersehen? Nein, ich glaube, gerade weil Sie erkennen, dass den etablierten Parteien die Menschen nicht mehr glauben, versuchen Sie nun, jetzt wo die weitere Karriere durch die allmächtige Vorsitzende nicht mehr gefährdet ist, den Menschen nach dem Munde zu reden. Ich schließe mich hier meinem Vorredner Herrn Michael Schütze an: ich glaube Ihnen kein Wort
Wenn man hier die Leserbriefe studiert wo A. Vaatz so viel wie möglich am Mit - Versagen der CDU in die Schuhe schiebt, dann frage ich mich, ob an den Schreibern die Wahl des CDU - Vorsitzes spurlos vorüber gegangen ist. Der knappe Ausgang kann doch nur bedeuten, dass es da brodelt und dass A. Vaatz nicht der Rufer in der Wüste ist, sondern einer der Funken sein dürfte, die den nötigen Knall auslösen können. Und die CDU gar mit der SED gleichzusetzen, deutet auf getrübtes Geschichtsbewußsein hin. Mit der schon 1989 ideologisch verkommenen SPD ( s.a. Salzgitter oder SED / SPD - Papier) stünde die Einheit heute noch in fernen Sternen. Von den anderem Parteien gar nicht zu reden. Ich bin ein passionierter Optimist und glaube nicht an das “Weiter so !” Nicht nur wegen A. Vaatz. Wegen der Verhältnisse, die nicht von Dauer sein werden. Übrigens hat A. Vaatz recht, wenn er die - leider vorhandene - Rückendeckung der AfD durch Putin anspricht. Man kann Merkel Vieles vorwerfen: Den Möchtegern - Zaren des Kreml hat sie sich immer von der Pelle gehalten.
Bei der Erkenntnis über die eigene Partei würde ich meinen Posten räumen und das Parteibuch zurückgeben. Aber da ist Ihnen wohl das Hemd näher als die Hose ?
Sehr geehrter Herr Vaatz, Ihre Worte sind für mich eine gewisse Erleichterung. Es gibt zumindest noch Politiker in der Union die das “Weiter so” kritisieren. Ich gehe davon aus, dass Sie in der Fraktion mit Ihrer Auffassung nicht allein sind. Aber wer, wenn nicht die MdB, sollen bitte die geschilderte Geisterfahrt stoppen? Fraktionsdisziplin, Fraktionszwang und Druck aus den Parteigremien sind natürlich grundsätzlich sinnvoll und notwendig. Das Medienecho auf einen, nennen wir es mal „Putsch“, ist vorhersehbar, und das Wähler keinen Streit goutieren etc. sind mir durchaus bekannt. Aber sollen die Wähler durch ein Votum für das beschlossene “Weiter so” etwas ändern? Oder Gespräche mit Mandatsträgern führen oder Briefe schreiben? Zum Migrationspakt habe ich mich z.B. über die WerteUnion an Ihre Kollegin im Bundestag gewandt, mit eigenen Ergänzungen. Eine Antwort kam auch: kontroverse Diskussion etc., meine geäußerte Befürchtung einer, von mir so empfundenen, weiteren Spaltung Europas und in Deutschland wurde höflich ignoriert. Aber ich bekam zumindest die nette Belehrung, dass keine Abstimmung oder Unterzeichnung stattfinden würde, sondern eine Bestätigung durch Applaus. Eine Antwort habe ich mir schlicht gespart, sie wäre vermutlich auch ein wenig unhöflich geraten. Gespräche mit mir bekannten Mandatsträgern versuche ich aus dem Weg zu gehen, es könnte zu unheilbarer Politikverdrossenheit führen (ich möchte den Glauben an Parlamentarier die wissen warum sie im Parlament sitzen einfach nicht verlieren). Also Herr Vaatz, wie soll es weitergehen???
Ich möchte von der CDU nur noch, dass sie sich auflöst. Sonst nichts mehr.
Sehr geehrter Herr Vaatz, so sehr ich Ihnen in fast allen Punkten nur zu gerne zustimme und so sehr ich Ihren Mut lobe, als Mitglied der CDU-Führung hier deutlich zu schreiben, so sehr irritiert mich die einseitige Erwähnung von “Putins Krieg in der Ukraine”. Seit vielen Jahrzehnten bis zum heutigen Tag überwiegen bei weitem die weltweit begonnenen und fortdauernden desaströsen “regime change” Kriege der USA. Und das hat mit USA-bashing nichts zu tun.
Wo ist das Problem? So lange die Wähler dieses “Weiter so” (wie bei den letzten Wahlen auch) permanent und weiter aktiv unterstützen, wird sich weder etwas in der CDU noch sonst irgendwas im ganzen Land ändern. Es wurde exakt das geliefert, was ausdrücklich auch so bestellt wurde und auch weiterhin eifrig nachbestellt wird. So einfach ist das unterm Strich.
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