
Dem Artikel von Herrn Vaatz kann ich an vielen Stellen zustimmen. Nur: Das schreibt einer der stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Also ein Vertreter der Partei, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten meistens die Regierung anführte und damit die Hauptverantwortung für die gegenwärtigen Zustände trägt. Außerdem fehlt mir bei seinen Artikeln das Aufzeichnen von Alternativen, die es ja durchaus gibt. Wenn er gegen alles und jedes ist, sollte er seine Meinung am Stammtisch kundtun. Von einem Politiker erwarte ich mehr. Vielleicht sollte er auch öfters die Fraktionsdisziplin missachten. Die CDU im Osten ist meiner Meinung nach zu spät dran, um den Trend vor den anstehenden Wahlen noch zu drehen. Zumal ja wohlfeile Worte noch nichts mit Taten zu tun haben.
Warum schimpfen und dann doch alles schlucken? Es bringt wirklich nichts und stärkt nur die, die man kritisiert. Was soll ein Politiker, der nicht dazu steht, wofür er steht? Geht es denn um Parteiloyalitäten oder geht es um konkrete Politik? Zur Unterwerfung gibt es eine Alternative.
Sehr geehrter Herr Vaatz, ich lese Ihre Worte, die ich selber niemals so zutreffend niederschreiben könnte. Sie legen den Finger in die Wunde, benennen klar und deutlich die gegenwärtigen Probleme, trotzdem muss ich Ihnen widersprechen. Sie schreiben: “Die CDU ist zu solchen Tendenzen längst kein Gegengewicht mehr ...”. Ich halte das für zu kurz gesprungen. Die CDU ist auf ihrem links-grünen Marsch längst weiter, sie ist zur (Mit-)Ursache dieser Tendenzen geworden. Sicher gibt es in der CDU, im Gegensatz zur SPD, noch intelligentes Leben, aber diese Leute sind hoffnungslos in der Minderheit. Ich hatte einige Hoffnungen in den Parteitag Ende 2015 gesetzt. Er endete mit einer nordkoreanischen Klatschorgie für die größte Vorsitzende aller Zeiten. Ich hatte einige Hoffnungen auf dem letzten Parteitag mit dem Namen Friedrich Merz verbunden. Gewählt wurde Angelas kleiner Klon (AKK). Jetzt mache ich mir nichts mehr vor, die CDU ist Teil des linken Parteienspektrums geworden. “DEUTSCHLAND ERHALTEN”, “WOHLSTAND FÜR ALLE”, “KEINE EXPERIMENTE” und “AUS LIEBE ZU DEUTSCHLAND: FREIHEIT STATT SOZIALISMUS” das ist alles Geschichte. Rechtsstaatlichkeit, Innere Sicherheit und vieles Andere interessiert die CDU nicht mehr auf ihrem Weg zur Gender-Klima-Kirche. Prof. Patzelt sagte vor nicht allzu langer Zeit: “Die AfD sei in Wirklichkeit die Kopie eines Originals, das es nicht mehr gibt.” So sehe ich das auch. MfG Michael Stoll
Wenn alle dabei bleiben und klatschen und keine Konsequenzen ziehen, so wie Herr Vaatz wird sich auch nichts ändern. Warum sollten die Machthaber in der CDU auch nur ein Komma ändern, solange sie so weitermachen können. Herr Vaatz, nicht jammern! Aus der CDU austreten!
Lieber Herr Vaatz, so sehr ich Ihr Urteil im Allgemeinen teile - in einem Punkt wünsche ich mir doch eine Erläuterung. Zitat: “Linke und Rechte gehen aufeinander los wie seit der Weimarer Republik nicht mehr.” Bitte, Herr Vaatz: wann und wo haben sie zuletzt “Rechte” auf irgendwen “losgehen” sehen? Ich flehe Sie an, enttäuschen Sie mich nicht! Denn wenn Sie dazu keinen stichhaltigen Beleg liefern können, dann muss ich Sie trotz aller guten Einsichten der Kategorie der Blockflöten zurechnen. Wäre schade.
Herr Vaatz, Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen: Das einzige, das einem anständig gebliebenen Christdemokraten jetzt noch zu tun bleibt ist, dem Beispiel von Frau Erika Steinbach zu folgen.
Der Kern oder die “Mutter” fast aller im letzten Absatz beschriebenen Probleme - bis auf Putin und Bundeswehr - ist die von Frau Merkel induzierte und mittels Migrationspakt dauerhaft institutionalisierte kulturfremde Massenmigration nach Europa. Geht die weiter, und dafür hat ja auch und ausgerechnet eine ehemals konservative CDU gesorgt, werden diese Folgeprobleme nicht lösbar sein, sondern weiter wachsen und eskalieren. Und selbstverständlich wird auch die CDU den Preis dafür zahlen. Das müssen wir ja schliesslich alle.
Ein CDU-Mann, der die Probleme der CDU beim Namen nennt. HUT AB!!! Die knapp überlegene ungefähre Hälfte, die AKK gewählt hat, ist der grüne, wohlstandsverwahrloste Teil der CDU, den auch Sie, Herr Vaatz, während der Zeit der Merkelisierung der CDU in die Partei gelassen haben, weil es Wählerstimmen versprach. Linksgrün eingesammelt, liberal-konservativ ausgegrenzt (heißt heute AfD) uns sich jetzt beschweren, dass es stickig geworden ist in der CDU. Armselige Sprüche wie “mit Rückendeckung aus Moskau” sollen allenfalls vom eigenen Versagen ablenken. Als ehemaliger, jahrzehntelanger CDU-Wähler ist es mir ab einem bestimmten Punkt sehr leicht gefallen, mir eine neue politische Heimat zu suchen. Wie Republikflucht, nur damals ohne Minenfeld, die Konsequenzen kommen erst jetzt. Ob Herr Magnitz es wohl stickig findet in Deutschland, genauer, im Krankenhaus? Oder zumindest im Bundestag, wenn einer demokratisch gewählten Partei der Posten des Vizepräsidenten undemokratisch vorenthalten wird? Hören Sie auf zu jammern! Das “Weiter so” ihrer Partei ist bei den meisten ein “Jetzt erst recht” und Sie tragen eine unübersehbare Mitschuld, wenn sie ehrlich zu sich sind.
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