Johann Saathoff (SPD) aus dem LK Aurich wird Parlamentarischer Staatssekretär im SPD-geführten Innenmininisterium der Ampel-Koalition. Es ist bemerkenswert welche Karrieren bei der Ampel jetzt auf grün geschaltet werden.
Der Landkreis Aurich als Untere Naturschutzbehörde verfügte 2011 die vorübergehende und zeitweise Abschaltung der Krummhörner Windkraftanlage bis zum Ende der Brut- und Aufzuchtzeit der von Kollisionen betroffenen seltenen Greifvogelart Wiesenweihe. Bürgermeister Saathoff machte damals umgehend finanzielle Einbußen von „geschätzten 60.000 Euro“ durch den Einnahmeverlust geltend- und unterlag im angestrengten Rechtsstreit gegen den Landkreis vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg.
2013 in den Bundestag gewählt, agiert er dort als politischer Windkraftlobbyist, Sprechpuppe der Windenergiewirtschaft und „Energieexperte“. Der Windturbinenhersteller Enercon hat seinen Sitz in Aurich.
Die Ostfriesische Nachrichten, Aurich, schreiben am 21. Jan. 2021:
Saathoff: Windkraft-Ausbau weiter stockend – […] Der Ausbau der Windkraft kam auch 2020 nicht richtig in Schwung. Das beklagte der SPD- Bundestagsabgeordnete Johann Saathoff aus Pewsum. […] Die vergangenen Jahre seien von „unsäglichen Abstandsdebatten“ geprägt gewesen. […]
Was er sonst noch macht laut der Info-Seite. Deutscher Bundestag, Johann Saathoff (SPD), veröffentlichungspflichtige Angaben (Auswahl, abgerufen am 07. Dez. 2021)
Funktionen in Unternehmen
- Bürgerenergie Hinte & Krummhörn eG, Krummhörn,
- Vorsitzender des Aufsichtsrates, ehrenamtlich
- Ostfriesland Energie eG, Krummhörn,
- Mitglied des Aufsichtsrates, ehrenamtlich
Funktionen in Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts
- Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation,
- Post und Eisenbahnen, Bonn, Mitglied des Beirates
Funktionen in Vereinen, Verbänden und Stiftungen
- Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE), Berlin,
- Mitglied des Parlamentarischen Beirates
Vorsitzender der „Küstengang“ in der SPD
Johann Saathoff ist auch Vorsitzender der „Küstengang“ in der SPD. Diese ist ein Zusammenschluss von SPD-Bundestagsabgeordneten aus den fünf Bundesländern, die einen direkten Zugang zu Nord- bzw. zur Ostsee (Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein) haben. Aufgabe dieser ehrenwerten Gesellschaft ist es, die Interessen der maritimen Branche mit den dazugehörenden Wirtschaftszweigen im Parlament zu vertreten, eine lupenreine Lobbygruppe also.
Bundesweite Aufmerksamkeit erlangte der ostfriesische “Volksvertreter“, als er 2018 eine Bundestagsrede auf plattdeutsch gegen einen Antrag der AfD hielt, die deutsch als Landessprache im Grundgesetz verankert wissen wollte:
„Düütschland profiteert daarvan, dat wi tosamenwassen in de Welt. Tosamenwassen in de Welt geiht nur, wenn man sük tegensiedig unnerhollen un verstahn kann un wenn man de richtige Spraak proten kann …“
(„Deutschland profitiert davon, dass wir in der Welt zusammenwachsen. Zusammenwachsen in der Welt geht nur, wenn man sich gegenseitig unterhalten und verstehen kann und wenn man die richtige Sprache sprechen kann)
Er wurde dann von Bundestagspräsident Schäuble unterbrochen, der ihn darauf aufmerksam machte, dass nicht alle Abgeordneten ihn verstehen würden. Saathoff als Dampfplauderer oder „Schnacker“, wie man in Ostfriesland jemanden nennt, der viel redet – aber eigentlich nichts sagt. Ein Bekannter schrieb mir zur Wiederwahl Saathoffs in den Bundestag:
„Da darf man doch fragen, ob der ostfriesische Wähler bekloppt ist, einen Mann mit diesem hohen Stimmenanteil zu wählen, der mitgewirkt hat, diesen Landstrich mit riesigen Windparks zu verunstalten und der vielen Anliegern durch den Rotorenlärm der Anlagen das Leben zur Hölle gemacht hat.“
Beitragsbild: Pixabay
Nicht nur die ostfriesischen Wähler sind bekloppt. 80 % der Wähler, die noch wählen sind bekloppt. Die Ergebnisse der Wahlen in den letzten 16 Jahren lassen für mich keine andere Vermutung zu. Die sind so bekloppt, daß sie wahrscheinlich 2025 wieder genau so wählen.
Das ist dann Demokratie.
Ja, Herr Knake, in dieser Regierung sind Schwätzer, Schnatterer, Dampfplauderer ins Amt gekommen. Leute deren Äußerungen sich anhören als wären da Worte mit Sinn bis man erkennen muss, dass sie nichts als „Geräusche“ produzieren. Und weil sie Wirkung erzielen müssen, also nicht als „farblos“ gelten wollen, sehen sie ihre Berufung darin, besonders laute Geräusche produzieren zu wollen oder von GAAANZ BESONDERS großen GEFAHREN zu fabulieren. Immer schön in der ersten Reihe: schnatter, schnatter, schnatter … und das Netz ist der Speicher – alles schon berechnet … ?! – Vor Grundgesetzbeschneidungen wird kein Halt gemacht, wie bei „freie Entfaltung / körperliche Unversehrtheit“ wie bei „Gleichheit vor dem Gesetz“, der freien Meinungsäußerung, dem besonderen Schutz von Ehe und Familie, bei der Versammlungsfreiheit, bei der Vereinigungsfreiheit (Vereine etc.), bei der Freizügigkeit, der Berufsfreiheit, der Unverletzlichkeit der Wohnung ….. Bei solcherart Gesetzestreue hat Merkel ja auch noch schnell für sich selber vorgesorgt. Es ist eine Stelle extra für sie eingerichtet / erfunden worden mit Personal, Budjet und evtl. (?) mit amtsähnlicher Kompetenz – unkündbar und wohlversorgt ? Wie rechtfertigt sich so etwas? Kann jetzt jedes ausscheidende Regierungsmitglied sich noch schnell einen Posten einrichten, für nachher quasi maßschneidern nach eigenem Gusto? Wo bleiben RECHT und GESETZESTREUE ? Wo spricht noch Wer Recht ?
„Energieexperte“??? Energieexperte ist man heutzutage in dieser verkommenen Bananenrepublik bereits dann, wenn man das Wort „Kobold“ mehrfach hintereinander ins Gespräch einbringen kann. Was kann dem Mann also vorgeworfen werden, außer, dass er einer hierzulande mittlerweile guten alten Tradition folgt?!? Natürlich müßte der Person der Prozeß gemacht werden, aber das ginge nur außerhalb der Hysterie-Blase, auf der die Ampel beruht, und deren Absichtenkatalog, den man selbst einem Dante als weit überzogen vor die Füße geworfen hätte…
„“Da darf man doch fragen, ob der ostfriesische Wähler bekloppt ist,…„ Die Frage erübrigt sich offensichtlich.
Nicht nur die Ostfriesen wählen ihre Peiniger selbst.
Die Ostfriesen hatten die Wahl, Touristen oder Windräder. Man hat sich entschieden.
Ich würde Windräder überall dort aufstellen, wo die Befürworter und Entscheidungsträger arbeiten und wohnen. Also bspw. mitten in Berlin und direkt vor ihren Häusern und Appartements.