Kürzlich berichtete ich auf Achgut über merkwürdige Geschehnisse in der sächsischen Stadt Naunhof. Dort hatte der grüne Lokalpolitiker Jens Redmann Windkraftgegner und deren Aktivitäten im Vorfeld eines Bürgerentscheides zu Windrädern als „widerliches braunes Zeug“ verunglimpft. Die Beschimpfung endete als Schuss in‘s grüne Knie. Die Mehrheit der Naunhofer entschied sich gegen Monsterwindräder.
Diskussionen über geplanten Windkraftanlagen gehören in Naunhof im Leipziger Land schon seit Monaten zum talk of the town. Im Gebiet der Kommune sollen 18 riesige Windkraftanlagen installiert werden. Gestern sollte ein Bürgerentscheid Gewissheit darüber bringen, wie die Naunhofer über das Thema denken. Die Fragestellung lautete:
„Sind Sie dafür, dass die Stadt Naunhof im Rahmen ihres Einvernehmens nach § 36 BauGB alle rechtlich und tatsächlich zulässigen Möglichkeiten nutzt, um die Errichtung von Windenergieanlagen auf dem Stadtgebiet zu verhindern, mindestens aber in ihren Auswirkungen einzuschränken?“
Oder übersetzt: Sind Sie dafür, dass die Stadt eimerweise Sand in das deutsche Energiewende-Weltklimarettungswahnsinns-Getriebe kippen soll? Maßgeblich vorangetrieben wurde der Bürgerentscheid von der Initiative Gegenwind Belgershain-Naunhof.
Die Ergebnisse der demokratischen Abstimmung sind eindeutig.
Abstimmungsberechtigte: 7.132
Abgestimmt: 3.411
Mit Ja gestimmt: 2.405
Mit Nein gestimmt: 1.006
Beteiligung: 47,8 Prozent
Wird die Abstimmung jetzt rückgängig gemacht?
Das geforderte Quorum von 25 Prozent wurde problemlos erreicht. Damit ist die Abstimmung gültig. Die Mehrheit der Naunhofer lehnt Windräder ab. Das wurde demokratisch festgestellt. Das Ergebnis ist einsehbar auf der Webseite der Stadt Naunhof.
Der Bürgerentscheid hat die Wirkung eines Stadtrats-Beschlusses und ist für drei Jahre bindend. Er könnte nur durch einen neuen Entscheid abgeändert werden, der innerhalb von drei Jahren stattfinden müsste. Damit haben sich die Naunhofer hoffentlich ausreichend Zeit erkauft, bis die irrsinnige deutsche ideologische Energiewende zusammenbricht.
Oder wird das Naunhofer Ergebnis jetzt rückgängig gemacht? Hat schon jemand aus der Uckermark oder aus Südafrika angerufen? Oder aus der sächsischen Staatskanzlei?
Im Freistaat Sachsen kämpfen inzwischen immer mehr Bürgerinitiativen gegen den rücksichtslosen, naturzerstörerischen Windkraft-Ausbau. Und damit kämpfen sie auch gegen den obersten Monsterwindrad-Promoter im Freistaat: CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer. Er und seine offenbar weltfremde CDU-SPD-Minderheitsregierung reiten weiter das tote deutsche Energiewende-Pferd. Darüber hat der Autor bereits umfassend berichtet. Nachzulesen hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.
(Auf Achgut berichtet auch Prof. Dr. Andreas Schulte in seiner Reihe „Windräder, Wald und Wahrheit“ über die Gefahren im Zusammenhang mit Windenergie. Nachzuschauen ist der aktuelle vierte Teil hier. Darin befinden sich ebenfalls die Links zu den Teilen 1 bis 3.)

Nein, rückgängig gemacht wird das Ergebnis kaum, das wäre ZU offensichtlich. Was können die Grünen (und der Betreiber, der die „€-Zeichen“ schon in den Augen hatte) jetzt machen? So lange befragen, bis die Nein-Stimmen auf über 50 % anwachsen? Nach der 10. Abstimmung vielleicht selbst auszählen und einige Ja-Stimmen in der „Rundablage“ verschwinden lassen? Als letzten Ausweg, die ideologischen Träume zu verwirklichen, einige „Friedhofsbewohner“ für die erneute Abstimmung vorbereiten? Glaubt jemand ernsthaft, dass die Grünen das mit sich machen lassen? Denen fällt unter Garantie irgendeine Saue… äh ein schmutziger Trick ein!
Da fordert die Politik basisdemokratische Mitbestimmung um sie dann als „widerliches braunes Zeug“ diffamieren zu können.
Ich kann jeden politisch interessierten das Buch bzw. Rezensionen von Thomas Wagner „Die Mitmachfalle. Bürgerbeteiligung als Herrschaftsinstrument“ empfehlen. Dort werden die ganzen heutigen NGOs, e.V. restlos demaskiert. Z.B. 31.10.2018 im Kontext der Veranstaltungsreihe „Demokratie leben“ vom Resilienz Verein Aachen oder philou rwth-aachen „Mit weichem Knüppel in die Mitmachfalle – wie politische Mediation bürgerliche Selbstorganisation imitiert.“ oder „REZENSION: Die Mitmachfalle. Immer wieder erschallt der Ruf nach mehr Bürgerbeteiligung, doch diese entpuppt sich häufig als anti-demokratisches Herrschaftsinstrument.“
Und die deppischen Woken, Linke, Grünen laufen als bezahlte Esel der Karotte hinterher.
„Hatten Investoren und Eigentümer in früheren Jahren sehr schnell nach der Polizei gerufen, um ihre Interessen gegen widerständige Bürger durchzusetzen, haben sie mittlerweile gelernt, die Protestbewegungen mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen.“ Und genau das funktioniert nicht mehr so wie gewollt.
In Hamburg waren/sind Bürgerentscheide nur für zwei Jahre bindend. Und genau während der Zeit wurde jeglicher Dialog verhindert um dann nach zwei Jahren zu sagen, der B-Entscheid ist hinfällig.
Also Naunhofer, dranbleiben und jetzt erst recht Gas geben.
Die Zeit vergeht schnell und die Verfassungsfeinde haben eine Vielzahl von Waffen.
P.S. Aktuell Passend Jasmin Kosubek YT TwpTUq-iUdg „Wie NGOs die “rechte Unterschicht„ erziehen wollen Insiderin Maike Gosch“
Ist Naunhof nicht der kleine gallische Ort, in dem eine mutige CDU gegen den Schuldenbetrug von Friedrich Merz aufbegehrte? Respekt.
3.721 Bürger hatten wohl kein QR-Code-fähiges Handy und konnten nicht abstimmen… lol. Dieses Land ist am Boden, momentan werden aber bundesweit Löcher gegraben…
Eine sehr gute Nachricht !!
„…talk of the town.“ heißt im kleinen Naunhof sicher nur „Stadtgespräch“!
hallo Herr Kloss, diesmal reicht ein Anruf nicht. Es müsste schon ein Klimawächterrat geschaffen werden. Geistig ist man ja schon präpariert, wenn eine anders denkende Majorität mit braunen Exkrementen eingerieben wird. Im Grunde von uns selbst, per Unseredemokratieabgabe.