Die Bilder in unseren Köpfen (und auf manchem Zeitschriftentitel) zeigen geflutete Landschaften, vertrocknete Landschaften, brennende Landschaften. Aber die Realität ist eine andere: Der Klimawandel zerstört unsere Welt nicht, er führt zu graduellen Veränderungen, mit denen zurechtzukommen gewisse Kosten verursacht. Demgegenüber stehen mögliche Klimaschutzmaßnahmen, die auch Kosten verursachen. In einer rationalen Abwägung muss man beurteilen, welchen Aufwand man wofür betreiben möchte, um mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit später, zum Beispiel im Jahr 2100, zu erwartende Schäden beziehungsweise Anpassungskosten zu verringern. Wieviel Geld gebe ich für den Bau von Windrädern oder die Erhöhung von Deichen aus und wieviel Geld kann ich dadurch später durch die Vermeidung von Überflutungen vermeiden? Und so weiter.
An solchen Berechnungen beteiligen sich gerne Anbieter von Versicherungen. Und sie neigen dazu, zu sehr düsteren Prognosen zu kommen, denn die sind besser fürs Geschäft. So auch die Swiss Re in einer jüngst veröffentlichen Studie („The economics of climate change: no action not an option“) mit dem Ergebnis: 18 Prozent geringeres globales Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2050. Das macht schon etwas her (siehe Abbildung 1).
Die Zerstörungskraft der (un)bekannten Unbekannten
Wie kam man auf diese 18 Prozent? Im Sonderbericht-Bericht des IPCC zu den Folgen der Globalen Erwärmung um 1,5 Grad von 2018 war man zu einer ganz anderen Zahl gekommen. Dort heißt es (S. 256): „Beim Basisszenario ohne politische Gegenmaßnahmen steigt die Temperatur bis 2100 um 3,66°C, was zu einem Verlust des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,6% (5–95% Perzentilbereich 0,5–8,2%) führt, verglichen mit 0,3% (0,1–0,5%) bis 2100 beim 1,5°C-Szenario und 0,5% (0,1–1,0%) beim 2°C-Szenario.“
Das IPCC geht also im schlechtesten Fall, der sich auf das RCP 8.5-Szenario bezieht, das heute eigentlich niemand mehr als realistisch erachtet, von einer Verringerung des BIP um 2,6 Prozent im Jahre 2100 aus. Das Swiss Re Institute kommt auf 18,1 Prozent im Jahr 2050. Wie konnte diese rekordverdächtige Meisterleistung gelingen?
Nun, zunächst einmal wurde ein Temperaturanstieg von 3,2 Grad bis zum Jahr 2050 angenommen. Man hat sich wohl gedacht: Wenn es bis 2100 im Extremfall 3,66 Grad werden könnten, dann sind es vielleicht bis 2048 schon 3,2 Grad. Und dann hat man sich noch gedacht: Wenn im Extremfall bis 2100 die Kosten 2,6 Prozent des BIP sein könnten, dann sind es bis 2048 vielleicht schon, sagen wir mal, 2,2 Prozent. Und dann haben sie sich gesagt:
2,2 Prozent klingt irgendwie nicht nach besonders viel.
Was machen wir jetzt?
Ich habe eine Idee: Wir berücksichtigen noch die (un)bekannten unbekannten Verschlimmerungsfaktoren.
Ja, aber wieviel?
Machen wir zwei Szenarien: eins mit Faktor 5 und eins mit Faktor 10.
Okay, klingt gut. Damit müssten wir doch mindestens so auf 18 Prozent kommen.
Aber locker.
18 Prozent. Super Sache!
Gesagt, getan. Es werden Simulationen simuliert und Tabellen erstellt (siehe Abbildung 2).
„Unsere Motivation ist es nicht, alarmistisch zu sein“
So kommt man zur allgemeinen Zufriedenheit zu dem Fazit:
„Unsere Analyse zeigt, dass erhebliche wirtschaftliche Schäden auftreten werden, selbst wenn die Zusagen und Ziele zum Klimaschutz eingehalten werden. Das entsprechende Szenario und das Basisszenario für den Temperaturanstieg bis Mitte des Jahrhunderts (2°C bis 2,6°C und x10-Multiplikator für [un]bekannte Unbekannte) zeigen einen Verlust der globalen Wirtschaftsleistung im Vergleich zu einer Welt ohne Klimawandel von 11% bzw. 14%. […] In einem extremeren Szenario mit ungebremstem Klimawandel und einer überdurchschnittlichen Erwärmung von 3,2°C könnten die Verluste bis zur Mitte des Jahrhunderts bis zu 18% betragen.“
Und man möge sie nicht falsch verstehen: „Unsere Motivation ist es nicht, alarmistisch zu sein, sondern die Schwere der potenziellen Risiken, einschließlich der Restrisiken, aufzuzeigen, wenn die Gesellschaft nichts gegen den Klimawandel unternimmt.“
Bjørn Lomborg kommentiert auf Twitter: „Swiss Re stellt fest, dass sogar ein schlimmerer als der schlimmste der Temperaturanstiege im Worst-Case-Szenario 2,2% des BIP kosten wird. Aber weil das nicht genug ist, multiplizieren sie es einfach mit 10. Das erregt mehr Aufmerksamkeit und verkauft wahrscheinlich mehr Versicherungen.“ (Dass 2,2 mal 10 das Ergebnis 18,1 ergibt, ist wohl den Finessen der komplexen Simulationsrechnung der Versicherungsmathematiker geschuldet, die hier nicht weiter erkundet werden sollen.)
Im Volksmund heißen diese Kosten mittlerweile Klimakatastrophe
Abschließend noch ein Hinweis zu den BIP-Verlusten. Es geht natürlich nicht um einen realen Rückgang im Vergleich zu heute. Es geht um eine Reduzierung der zu erwartenden Höhe des zu erwartenden Wohlstands in der Zukunft. Wenn wir also zum Beispiel davon ausgehen, dass das BIP pro Kopf in den nächsten 79 Jahren im Schnitt um moderate 1,5 Prozent pro Jahr wachsen würde, dann wären wir im Schnitt im Jahr 2100 um 224 Prozent reicher.
Zieht man davon die 2,6 Prozent ab, die der Klimawandel uns kosten wird, dann werden wir (nach dieser Beispielrechnung) im Jahr 2100 nur noch 215 Prozent reicher sein, weil wir in einigen Regionen eben Kosten für Deicherhaltung, Klimatisierung, Bewässerung oder ähnliches haben, die ohne Klimawandel geringer ausfallen würden. Im Volksmund heißen diese Kosten mittlerweile Klimakatastrophe. Im Jahr 2100 wird man das rückblickend wohl als irreführende Bezeichnung betrachten.
Im IPCC-Bericht „Climate Change 2014: Impacts, Adaptation, and Vulnerability. Part A: Global and Sectoral Aspects. Contribution of Working Group II to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change” steht hierzu (S. 662): „Für die meisten Wirtschaftssektoren werden die Auswirkungen des Klimawandels im Vergleich zu den Auswirkungen anderer Treiber gering sein (mittlere Evidenz, hohe Zustimmung). Veränderungen der Bevölkerung, des Alters, des Einkommens, der Technologie, der relativen Preise, des Lebensstils, der Regulierung, der Regierungsführung und viele andere Aspekte der sozioökonomischen Entwicklung werden einen Einfluss auf das Angebot und die Nachfrage von wirtschaftlichen Gütern und Dienstleistungen haben, der im Vergleich zu den Auswirkungen des Klimawandels groß ist.“
Dieser Beitrag erschien zuerst bei Novo-Argumente.
Hinweis zum Foto oben: Die Bild-Schlagzeile "Wir haben nur noch 13 Jahre..." stammt vom 23 Februar 2007.

Allein Lockdown sorgt für einen 18%-igen Verlust des BIP nicht in 13, sondern in den nächsten 5-7 Jahren, und einen Temperaturanstieg braucht man dazu gar nicht.
Was würden sie tun, wenn die Apokalypse droht? Die Digitalisierung vorantreiben, eine Sanitär-Diktatur einrichten, Masken verordnen, Erdöl spritzen, das Grundgesetz abschaffen, fremde Völker einladen, Kampagnen starten, den Müllexport ignorieren, Wälder und Straßen für Sperrmüll und Umweltgifte freigeben, allesdichtmachen und Supermarktketten mit Billigangeboten durchjingeln? Heuer finden ganz erstaunliche Mutationen. Gestern noch hat die Presse jeden Euro-Skeptiker als Untergangsprophet des Abendlandes ausgelacht und heute schon geht die Welt unter. Die Umweltzerstörer von gestern sind die Hygiene-Spezialisten von heute. Aphorismen überlasse ich anderen: Paradox: In allen Staatsformen sitzt der Souverän oben und die, über die er mit Hilfe seiner Diener (Minister und deren Hilfskräfte) herrscht, sitzen unten. In Demokratien ist es genau umgekehrt. Der Souverän, das Volk, sitzt unten und wird beherrscht von seinen Dienern und ihren Hilfskräften, die allesamt oben sitzen. @ Prof. Querulix (*1946)
Die Versicherungen haben am Beispiel der Impfstoffproduzenten erkannt wie einfach es ist, Milliarden Euro abzukassieren bzw. umzuschichten, auf die eigenen Bankkonten. Dazu braucht man sich nur eine attraktive Schreckensnachricht einfallen zu lassen und damit die Medien bedienen, die sich dann gerne als Helfer betätigen. Da die Menschen das selbst denken aufgegeben haben, funktioniert die Sache ganz einfach.
Nun, nächstes Jahr werden die Renten- und Krankenkassen Beiträge wieder erhöht, steigen und natürlich auch die CO2 Steuer wieder eine Stufe höher geschraubt. Dazu dann die neue Regierung die noch mehr „Geschenke“ aus dem Hut zaubern wird. Wer will diese sinnlosen Rechnungen eigentlich noch bezahlen bei uns? Es krebsen doch eh schon alle am Boden herum. Was soll das werden liebe Landsleute? Wer mal einen Tritt in den Hintern braucht kann gerne mal seine heiße Luft bei mir ablassen. Das Klima, was für den Popo ist, kann man bestimmt allein dadurch ändern ;-) Früher hat ja angeblich ein Schlag auf den Hinterkopf für erhöhtes Denkvermögen gesorgt. Wo aber nichts ist kann auch nichts erhöht werden.
In der – sicher nur eine Verschwörungstheorie – Deagel-Liste wird für Deutschland ein Rückgang des BIP von 90 Prozent bis Ende 2025 vorhergesagt. So, wie es momentan läuft, verblasst das Wort „Verschwörung“ zusehends und macht der kommenden Realität Platz. Jedenfalls kommt mir das glaubwürdiger vor als jede der lautstark verbreiteten Klima-Weltuntergangs-Prophezeiungen.
Meine persönliche Klimaprognose kommt leider auffallend zu den gleichen Ergebnis , vorausgesetzt das Zusammentreffen der marktwirtschaftlich liberalen Eiszeit und der sozialistischen Heißzeit hält tatsächlich über die Zeit bis 2050 hinaus an , unkalkulierbare Faktoren wie Pandemien und Dekadenzanstieg könnten die Zahlen jedoch noch zusätzlich beeinflussen . Upps jetzt ist mir doch glatt die Glaskugel auf die Füße gefallen
Das schlimme an diesem ganzen Mumpitz ist, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung daran glaubt und demensprechend wählt. Und natürlich dieses mal ein halbwegs, hübsches nettes Gesicht, aber mit Null, Null Aussagekraft. Baerböckchen bleibe bei Deiner Familie, da hast Du genug zu tun. Für Dich müsste das ,,Heimchen am Herd`` wieder erfunden werden, nicht war liebe Schwester. Aber bei dem was Du so vom Stapel lässt, sei froh, dass Du nicht blond bist, denn dann hätten die Blondinen-Witze unter den Männern, plötzlich wieder Hochkonjunktur. Und das würde Dir bestimmt nicht gefallen, den anderen Blondinen wohl auch nicht, wenn sie für Deine Dummheiten, die Du so gern verzapfst, herhalten müssten.